Schneeflocken, Winterzeit, Lesezeit?

Schneeflöckchen, Weißröcken, wann kommst du geschneit …

Heute war es so weit, Schnee fiel auf die Straßen der Stadt, Schneeflocke auf Schneeflocke und irgendwann bedeckte ein weißes Tuch die sonst so schmutzigen Straßen.

Als ich aufstand und meinen ersten Schluck Kaffee trank, wusste ich, warum meine Katzen so kuschelig gewesen waren. Es hatte geschneit, Lächeln trat auf meine Lippen – ich liebe die verschneite Zeit.

Traditionell läuten Schnee und Winterzeit vermehrtes Lesen ein.

Leseratten kennen kaum Schöneres, als mit einem heißen Getränk unter einer Kuscheldecke sitzend, ihr Lieblingsbuch im Schoß haltend, sich den Abenteuern darin verfallend durch die Seiten zu blättern.

Ich kann mich noch gut an die Geschichte von »Ronja Räubertochter« erinnern, die ich neben meinem Fenster sitzend las, während draußen die Flocken fielen. Schneeflocken verlocken zum Träumen und zum kreativen Arbeiten. Natürlich verstehe ich die Sehnsucht nach hohen Temperaturen und dem Genießen der Sonnenstrahlen, aber gibt es etwas Schöneres, als unter einer kuscheligen Decke seinen Helden zu folgen?

Früher stand die kalte Jahreszeit für Frieden und sich besinnen. Vieles ist davon verloren gegangen, alles wurde schnelllebiger, umso essentieller sind diese ruhigeren Momente im Leben. Dann bleibt der Fernseher aus, der Computer wird heruntergefahren und es ist nur diese eine Geschichte da.

Eines meiner Lieblingsbücher ist »Solos Reise« von Joy S Aiken und Manfred Ohl (ISBN 978-3596111275). Es ist eine wunderbare Geschichte von einem Katerchen, das zum Retter wird, ohne es selber zu merken. Wenn du es nicht kennst, aber lesen willst, besorg dir Taschentücher. Du wirst sie brauchen.

Fallen die Schneeflocken und tanzen im Wind, ist es Lesezeit.

Jeder hat doch das ein oder andere Buch, das er/sie immer wieder lesen könnte. Egal, wie viele Bücher kommen und gehen. Sie prägen uns als Leser, sind immer irgendwo im Hinterkopf, wenn wir selber schreiben.

Figuren, die wir lieb gewonnen haben, trösten uns in traurigen Momenten oder bringen uns zum Lachen, wenn wir nicht so gut drauf sind. Sie inspirieren uns, unseren eigenen Weg zu gehen, ermutigen uns, ihren Pfaden zu folgen. Was würde wohl eine Schneeflocke alles zu erzählen haben auf ihrem Weg von der großen Wolke bis hinab zum Erdboden?

Welche Figur war es bei dir? Gibt es einen Charakter der/die dich inspiriert, wenn du schreibst oder zu dem du gerne zurückgehst, wenn du einmal Auszeit vom Alltag brauchst?

8 Gedanken zu “Schneeflocken, Winterzeit, Lesezeit?

    1. Rhiannon

      Von Schnee können wir in Wien derzeit leider nur träumen. Kaum da, ist er schon wieder geschmolzen.
      Den hohen Norden verbinde ich seit langem mit den Geschichten von Astrid Lindgren. Als Kind liebte ich die Geschichten um Bullerbü.
      Heute komme so Themen wie „Vikings“ dazu.

      Auf jeden Fall – herzlich willkommen und einen schönen Gruß zu dir und deiner Familie. 🙂

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      1. Rhiannon

        Weihnachtsmärkte können wunderbar sein, einziger Haken ist, in einer Großstadt wie Wien sind sie nur mehr Gedränge. Die kleinen sind charmanter und liebevoller gemacht.
        Ich könnte mir gut vorstellen, dass so ein Markt bei dir oben noch eher den alten Bildern ähnelt, die ich aus meiner eigenen Kinderzeit her kenne.

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