Bist du ein Einsamer Wolf oder offen für „Einflüsse“?

Viele Schreiberlinge hocken alleine in ihrem Kämmerchen und quälen sich manchmal an Texten – keine Fortschritte, nur Stillstand.

In meiner Schulzeit gab es ein kleines »Spielchen«. Einer aus der Klasse nahm ein Blatt Papier, schrieb darauf einen Satz und reichte diesen weiter. Der Zweite schrieb Passendes und knickte den Teil mit dem ersten Satz um. Daraufhin vermochte der Dritte nur den zweiten Satz zu lesen und schrieb dazu Passendes. So ging das weiter, bis der Zettel vollgefüllt war.

Manchmal kamen dabei seltsame Texte heraus, dann waren sie in sich harmonisch.

Warum erzähle ich das?

Diese Erinnerung ermöglicht eine Reaktion auf Schreibblockaden oder wenn eine Geschichte einmal nicht mehr mag. Manchmal benötigt es einen »neuen und frischen« Einfluss.

Version 1:
Lass jemand anderen Vorschläge machen, wie der Handlungsstrang weitergehen könnte. Frag um mehrere Ideen und wähle die für dich passende Version aus.

Version 2:
Schreib gemeinsam mit einer anderen Person eine Geschichte. Wechselt euch ab und betrachtet es wie ein »Ping-Pong-Spiel«. Dadurch gewinnt die Geschichte an Dynamik. Jeder »reagiert« auf den anderen, wodurch sich neue Entwicklungen ergeben können. Im Gegensatz zu Version 1 ist es hier nötig sich auf das Gegenüber einzulassen, du als Schreiberling hast hier nicht mehr die alleinige Kontrolle – es kann einer Story einen unglaublichen Push verpassen und somit Einzigartiges entstehen.

Probier es aus und sieh selber.

Gibt es in deinem Umfeld jemanden, mit dem du vor allem Version 2 probieren könntest? Mit wem könntest du dir ein »Experiment« wie dieses vorstellen?

27 Antworten auf „Bist du ein Einsamer Wolf oder offen für „Einflüsse“?

    1. Oh, wow. Thank you so much for this.
      I am happy about your invitation. There is only one question – are there restriction for making a guestpost?

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      1. I think a good theme are grandparents, normally beloved and so much kids love them. They are great for a child and we miss them, when they are gone. 🙂

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  1. Bei einem Experiment der 2.Art habe ich vor langem einmal mitgemacht. Das ging Online in einer Community und hatte nicht nur zwei Teilnehmer, sondern eine Anzahl im zweistelligen Bereich. Das war der Geschichte nicht zuträglich, weil sich keine Storyline entwickeln konnte, da jede nur versucht hat, den Verlauf im Sinn ihres eigenen Phantasieprodukts hinzubiegen. Am Schluss ist das Projekt im Sande verlaufen.

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    1. Mir scheint es sinnvoller dieses Spiel auf eine geringe Anzahl Personen zu begrenzen. Ähnlich einem Ping-Pong-Spiel kann dies nur gut sein, insbesondere, wenn die Parts ein ähnliches Konzept verfolgen.

      Schade, dass es bei dir nicht geklappt hat.

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      1. Da ich noch nichts geschrieben habe, kann ich dazu nicht viel sagen, aber ich verfolge dort ein Blog mit guten Tips für gutes Schreiben und freundliche Kommunikation. Im Moment lese ich lieber dort hístorische Geschichten und Fan Fiction.

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    1. Einen „Schreibpartner“ finden ist mitunter schwer.
      Wenn es dich reizt, mach doch mal einen Blogbeitrag. Mein Tipp dabei ist, check vorher mal ab, ob ihr eine ähnliche Art Geschichte schreiben wollt und dann legt los. Wichtig ist eine „grundsätzlich“ ähnliche Gedankenspielerei, sind eure Ansätze zu unterschiedlich kann es zwar interessant werden aber ob das Ergebnis wirklich gut wird, ist ein ganz anderes Thema. 🙂

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