Kennst du das „Alter Ego“?

Einst erklärte mir ein alter Bekannter, was es mit dem »Alter Ego« auf sich hatte. Per seiner Definition ist das »Alter Ego« das eigene Ich, das sich in der Geschichte in den Charakteren wiederfindet – wobei es sich meist auf einen einzigen Charakter konzentriert.

Wenn du schreibst, sieh dir deine Charaktere und Figuren einmal genauer an. Wie viel von dir findest du in ihnen wieder? Wie vieles von dir steckt in ihnen?
Spiegelt diese Figur dich wieder, dann hast du ein »Alter Ego«.

Solltest du eine andere Definition von »Alter Ego« haben, erzähl mir, was du darunter verstehst.

Unser ganzes Leben baut sich auf der eigenen Vergangenheit auf. Erinnerungen prägen uns, Wünsche bauen uns auf und helfen uns weiter. Wir leben im Hier und jetzt, sollten jedoch auch das Einst und das Morgen nicht vergessen.
Genauso ist es mit dem »Alter Ego«. Es ist kein plattes Wesen, das einfach so ins Rennen geschickt wird – sondern vielmehr die »lebende Figur«, die die Geschichte mit sich trägt.
Vor allem Anfängern im Schreiben fällt lebendiges Erzählen oft schwer, fehlt es doch häufig an der Übung. Frag einmal das »Alter Ego«, was es von sich erzählen möchte. Woher kommt es? Wohin will es?

Beim Schreiben merke ich gerade, wie viel und wie wenig gleichzeitig von mir selber in den Charakteren meiner Geschichte steckt. Wie sieht es bei dir aus? Wie viel von dir selbst steckt in den Charakteren deiner Geschichten?

10 Antworten auf „Kennst du das „Alter Ego“?

  1. Mein Alter Ego heißt Tom und ist der Held meiner Roman-Trilogie. Tom tut manches, was ich selbst immer gern getan hätte, aber nie gewagt hab. Ich könnte mir vorstellen, dass viele Autoren ihr Alter Ego in ihren Geschichten unterbringen. Wenn nicht als Hauptfigur, dann doch irgendwo versteckt als Nebenfigur.

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    1. das tun sie sicher – die Frage ist dann nur, inwieweit sie das selber auch realisieren …
      manchmal sind Paralleln ungemein deutlich, dann wiederum kaum vorhanden …

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  2. Mein alter Ego trägt ganz viele Züge von mir. Sie ähnelt mir in ganz vielen Dingen, aber sie traut sich mehr, ist frecher, direkter. Sie hat keine Angst vor den Reaktionen anderer und hat ihren eigenen moralischen Index. Danke für den Gedankenanstoß, liebe Grüße, Alice

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    1. Freut mich, wenn er dir zu einem Gedankenanstoß verhalf.

      Hat sie auch einen Namen? Klingt so, als wäre sie eine Figur in vielen deiner Texte.

      liebe Grüße

      Rhiannon

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    1. Hallo Lichtrosenkriegerin,

      kennst du die Geschichte vom Labyrinth – die Sache mit der Zeit? Vielleicht erinnerst du dich an den Koboldkönig?

      ein kleiner Satz:
      „Es war erst drei Minuten her, dass sie auf die Uhr geschaut und festgestellt hatte, dass sie noch eine halbe Stunde Zeit hatte.“ …

      Manchmal sind es einfache Kleinigkeiten, warum ein Blog irgendwo „klick“ macht … Bei mir war es die Eselsbrücke zu Jareth.

      Der Anfang ist immer der Schwerste – bin mal gespannt, wohin sich dein Blog entwickelt – meiner geht jetzt schon andere Wege als ursprünglich gedacht.

      Alles Liebe

      Rhiannon

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