Was macht einen erfolgreichen Autor aus?

Ich bin seit Kindertagen eine Leseratte, konnte mit 5 Jahren lesen (danke, liebe Mama) und mein Lieblingsort war über Jahre hinweg die städtische Bücherei. Dabei fand sich das ein oder andere Büchlein, das mir auch in erwachsenen Jahren wichtig war. Nicht alle davon waren „Meisterwerke“.

Viele Autoren schaffen es, exzellente Werke zu verfassen, scheitern jedoch daran, davon leben zu können. Dann gibt es die »geheimen« Meisterwerke, vielfach verkauft aber nicht unbedingt etwas, das einem Schreiberling als »sein« Werk vorschwebt.
Nehmen wir als Beispiel Bram Stoker. Sein bekanntestes Werk »Dracula« ist bis heute gut verkauft, aber wusstest du, dass er auch ein »Handbuch für Vorsitzende bei Schnellgerichtsverfahren« verfasste und das somit ein »geheimes Meisterwerk« wurde?
Das ist nur wenigen bekannt.

Andere erschaffen ein Werk und schreiben es um, damit es »verkaufbarer« wird.
Hier ist die Autorin »Tamora Pierce« den Weg gegangen, dass sie ihre Geschichte um »Alanna von Trebond« erst als Roman für Erwachsene verfasst, bis ihr der Tipp gegeben wurde, es verkaufe sich besser, wenn es eine Geschichte für jüngere Leser wäre. Daraufhin wurde Alanna um einiges jünger.

Beide schufen ihre Werke, indem sie in sich selber »investierten« – vor allem Zeit und Engagement.

Erfolgreiche Autoren landen entweder einen Zufallstreffer oder sie nehmen sich Zeit und investieren diese in ihr Werk, recherchieren und nutzen Ideen.

Was meinst du, macht einen »erfolgreichen« Autor aus?

Trau dich zu schreiben, was hast du zu verlieren?

Vielfach sehe ich bei Bloggern zwar den Wunsch, nicht jedoch den Mut sich hinzusetzen und Etwas zu schreiben, das sie eines Tages als Buch in Händen halten wollen.
Manchmal ist es Angst vor dem Versagen, dann das Gefühl nicht genug Zeit zu haben, viele nennen andere Gründe – oft genug ist es nichts anderes als die Furcht vor den Kommentaren und Meinungen anderer.

Es geht hier nicht um Selfpublisher oder um Verlagsautoren. Bekannt zu werden wie ein Stephen King ist für viele ein Wunsch(traum), den jedoch nur wenige erreichen (werden).

Überlege dir, wie du dir das Leben eines Autors vorstellst. Oft steht das Bild einer Person vor dem inneren Auge, die sich über die Tastatur beugt und der die zündenden Ideen einfach zufliegen.
Die Vorstellung ist schön, aber nicht zwangsläufig korrekt.
Dann kommen Fragen und Zweifel auf, wenn das eigene Werk nicht will, wie der Schreiberling selber. Ein paar dieser Punkte sind diese:

Schreiben ist Talent, kannst du es nicht, dann lernst du es eh nie!

Definitiv nein!
Schreiben ist nichts anderes als Handwerk, das sich lernen lässt. Talent ist zwar hilfreich, dennoch ist es sinnvoll, es als Handwerk zu betrachten.
Nimm beispielsweise jemanden, der fürs Nähen von Kleidern Talent hat, aber keine Ausbildung und keine Fachkenntnisse hat. Er / Sie wird zwar was hinbekommen, aber der Feinschliff fehlt.
Schreiberlinge mit Talent haben einfach nur ein gutes Gespür, wie sie gewisse Worte setzen können oder glaubwürdige Charaktere kreieren.

Eine gute Idee reicht und die Geschichte schreibt sich von selber.

Selbst die beste Idee will ausformuliert werden.
Eine gute Idee ist eine feine Ausgangsbasis und ein Anfang. Doch selbst die beste Idee kann sich im Lauf des Schreibens verändern. Charaktere, Plots und Storyline entwickeln sich gern parallel zum Schreibprozess.

Ein echter Autor hat keine Schreibblockaden!

Frag Stephen King – und wer könnte das besser sagen als er?
Es ist eher die Frage, wie ein Autor damit umgeht. Lediglich aufzugeben ist bei einer Schreibblockade keine gute Idee.
Wie es Winston Churchill in einer Dr. Who Episode sagte – EWW (einfach weiter wurschteln). – ok, ja ich mag den Doktor 🙂
Übrigens können verschiedene Techniken dabei helfen, Schreibblockaden zu überwinden.

Was fällt dir dazu ein?

Wenn die Muse dich in neue Richtungen lockt … bist du willens ihr zu folgen?

Worin besteht das »Werk« einer Muse?

Ist es »nur« die Inspiration, die sie gibt oder nicht vielmehr, dass sie Geschichten, Charaktere und Texte schreiben hilft? Sie dem eigenen Leben manchmal Lektionen verpasst und Fragen beantwortet, die der Schreiberling sich nicht einmal selber zu beantworten vermag?

Gestern erst führte ich mit meiner Muse eine Unterhaltung, die mir (unter anderem) Entscheidungen zu meinen Geschichten variieren und verändern half. So nachträglich, wie diese Person mein Leben bei jeder Gelegenheit ins Positive lenkt(e), genauso wichtig ist sie für die Entscheidungen beim Schreibprozess.

Denk an deine Muse, wenn du eine hast.
Inwieweit inspiriert sie dich auf positive Weise? Hilft sie dir »nur« dabei kreativer zu sein oder ist sie mehr eine Art Schachspieler, der dir Anregungen gibt?

Vereinzelt bekam ich mit, dass einige von euch sehnsüchtig nach ihrer eigenen Muse Ausschau halten – bislang vergeblich.

Ich weiß, was meine Muse für mich ausmacht. Was macht für dich eine gute Muse aus?
In diesem Sinne stelle ich heute die Frage in den Raum für all jene, die ihre Muse bislang nicht gefunden haben.