die wahren Abenteuer sind im Kopf – wahrlich? sind sie dies?

Kennst du das Lied mit dem Text:
»… die wahren Abenteuer sind im Kopf und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo …«?

In den Köpfen von Schreiberlingen finden sich Welten phantastischer Ebenen, Fügungen und Charakteren. Sie leben in ihnen und fächern auf, wenn der Schreibende an sie denkt.
Das klappt nicht immer, aber wenn, dann steht der Schreiberling mittendrin und kann sich manchmal nicht entscheiden, inwieweit er es ihnen zugesteht sich ihm zu offenbaren …

Ich sehe derzeit die Serie »The Magician« – eine Art »Harry Potter für Erwachsene«. Darin existiert eine Bibliothek seit Ewigkeiten, in denen die Figuren ihre eigene Leben lesen können.
Nehmen wir an, wir stünden in einer Bibliothek wie dieser und würden durch die Regale schlendern. Wohin würde es dich verschlagen? Wählst du blind einen Band aus oder suchst du gezielt?

Mit dem Schreiben ist es ähnlich. Wissen wir, worüber wir schreiben und erzählen oder lassen wir uns überraschen? Wir sind unterschiedlich – wie tickst du in diesem Zusammenhang? Suchst du gezielt oder wählst du frei?

Es ist weniger eine Frage des Schreibers, als vielmehr wie er/sie die Geschichten erzählt, eine Traumvariante unter vielen.
Bei mir hat es sich noch nicht klar ausgedrückt, derzeit experimentiere ich mit unterschiedlichen Optionen. Kennst du deine Art? Wie sieht sie aus?

14 Antworten auf „die wahren Abenteuer sind im Kopf – wahrlich? sind sie dies?

  1. Ich glaube, ich bin für die Überraschungsvariante. Denn oft fällt einem doch eine ganz andere Wende ein als die, die man ursprünglich haben wollte. Sollte ich durch so eine Bibliothek schlendern, würde ich meinen Plan, in der Sparte Liebensgeschichten zu suchen, aufgeben und statt dessen bei den Sachbüchern suchen.

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    1. Liebesgeschichten finden sich auch in anderen Genres 😉

      Wie wäre es mit „Susi und Strolchi“? Eine doch sehr liebe Tiergeschichte mit einer Lovestory dabei 🙂

      Wohin glaubst du, würde es dich verschlagen?

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  2. Nun, manchmal oder auch mehr, sind es Fluchten bis hin zu Wünschen und Sehnsüchten –
    manchmal sind es auch „Blaupausen“ für die Welt – im Guten, wie im Schlechten.

    Nun, und manchmal ist es auch ein „Schrei“ nach einem Echo, jedoch nicht von Kritikern der professionellen Natur …

    Danke für die Einsicht und den Impuls,
    alles Liebe,
    Raffa.

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  3. Es ist ganz unterschiedlich. Manchmal springen mich Bilder und Geschichten geradezu an, manchmal schreibe ich den ersten Satz (oder auch nur eine Überschrift) und der Rest findet sich. Es ist meist so, als würde die Geschichte schon fertig irgendwo liegen und wartet nur noch darauf, dass ich mich an den PC setze.
    Ich habe da auch schon häufiger drüber nachgedacht, sicher bin ich mir mit meiner Wahrnehmung aber nicht. Liebe Grüße, Alice

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    1. Müssen wir uns immer sicher sein?
      Das Schöne am Schreiben ist ja, die Geschichten entwickeln sich mit der Zeit von selber, wir hören zu und schreiben auf was wir sehen und wahrnehmen.

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  4. Meine Geschichte kommen mir manchmal vor wie geronnene Träume. Ich habe ein Thema ganz rational entwickelt, mit Figuren und Handlungssträngen und manchmal fehlt mir der Fortgang, ein Detail, ein Funke und dann träume ich ein paar Tage später, wie meine Geschichte weiter gehen soll. Und mittlerweile schaffe ich es, meine Träume nicht zu vergessen oder sie sogar sofort aufzuschreiben. Es gibt mir ein gutes Gefühl, einerseits gezielt vorzugehen und andererseits durch meine Träume zu schlendern und unvermittelt und unverhofft inspiriert zu werden.

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    1. Oh, das ist interessant, ich kenn es von mir selber nämlich nicht.
      Schaffst du es auch im Traum zu erspüren, dass du träumst? Manche können das und lenken damit selber.

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      1. Träume selbst lenken schaffe ich nicht. Aber man träumt ja meistens im „Halbschlaf“, also kurz vor dem Erwachen und wenn mich etwas in Träumen sehr bewegt, wache ich auch auf und die Träume kommen mir vor wie Realität und dann kann ich schnell die Zusammenhänge herstellen.

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  5. Meistens weiß ich in welche Richtung ich schreiben werde, nur das Ende ist zum großen Teile der gesamten Geschichte noch nicht ganz klar. Ich denke ich bin von beidem etwas. Ich recherchiere gezielt ab und an recht viel und DANN kommen wir plötzlich noch mehr gute Ideen und ich schweife weiter in diese Welt hinein und ganz neue Sichtweisen entstehen. Oft kommen mir dann die Ideen vorm Schlafengehen, wenn ich nachts im Bett liege und über alles nachdenke. Und dann träume ich davon, was die Protagonisten erleben. Sozusagen bin ich dann der Protagonist. Erst dann merke ich, was ich noch anders machen muss und was noch fehlt.

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