Nutzt du die Stille?

Laut ist es in unserer hektischen Welt geworden.
Lärm gehört längst zum Alltag dazu, vorrangig, wenn du in einer größeren Stadt wohnst. Menschen, die die Ruhe vorziehen, werden häufig als »Spinner« bezeichnet. Früher verstanden Menschen die Vorzüge des »in-sich-gehens«, wie es heute oftmals verloren ging.

Viele lassen sich Dauerberieseln und »fremdlenken«, doch damit verlieren sie auch ihre eigene Individualität – und das vor allem, weil es bequemer und ablenkend ist. Viele der jungen Generation kennen es gar nicht mehr anders.

Ich sehe es in meinem persönlichen Umfeld, in einer Familie, wo der Sohn, ein Volksschüler, nicht ohne Hintergrundgeräusche sein kann und der ohne seine elektrischen Spielsachen beinahe durchdreht. Im Vergleich dazu die ältere Schwester, die Bücher liest und sich trotz ihrer jungen Jahre verantwortungsbewusst verhält.

Es geht hier nicht um Sinn oder Unsinn moderner Gerätschaften, als vielmehr zu begreifen, wie viel wir alle verlieren können, wenn wir nicht ab und zu innehalten, durchatmen und still sind. In dieser Stille liegt Kraft, die von vielen gern übersehen wird.

Wege zur Stille und zur Ruhe zu kommen gibt es viele, ob du es nun mit (ZaZen)Meditation, Waldspaziergängen oder Kontemplation versuchst, spielt keine Rolle, solange es für dich das Richtige ist.
Ziel ist im Regelfall Achtsamkeit, Gelassenheit und innere Ruhe zu finden.

In Japan beispielsweise wird seit einigen Jahren das »Waldbaden« ärztlich verordnet. Das Eintauchen in die Natur, tiefes Durchatmen mitten im Wald und die Ruhe zu genießen fällt anfangs schwer, aber bald schon »dockt« der Mensch an und erhält Ausgeglichenheit.

Welchen Weg der Besinnung wählst du und warum?

44 Antworten auf „Nutzt du die Stille?

  1. Stille auszuhalten, ist nicht jedem gegeben, und oft ist diese Fähigkeit auch abhängig von dem, was im Innern vorgeht. Wenn man selbst unruhig ist, kann Stille manchmal bedrückend wirken, also liegt es nahe, diesen Druck durch selbstgewählte Geräuschkulissen zu übertünchen.

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  2. Oh, da bin ich gerne ein Spinner! Ich habe immer die höhere Lebensqualität des Landlebens vorgezogen. Und mir jetzt den Traum des „Kleinstbauern“ erfüllt. Hier finde ich alles, was Körper und Seele verlangen, dazu die Waldläufe, das Lauschen des glucksenden Wassers am vorbeirauschenden Fluss. All das ist Heilmittel und Religion in einem.

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    1. Vielleicht ist es sogar mehr als das … ein Eintauchen in vergangene Zeiten. Wie sehr liebt ich als Kind Bücher wie „Die Kinder von Bullerbü“, Märchen um die Stille …
      es ist so schade, dass so vieles verloren ging in den letzten Jahrzehnten.

      Ich freu mich für dich, dass du diese Möglichkeit für dich leben kannst.

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  3. Ich liebe die Stille und ich brauche sie, um ganz bei mir sein zu können. Ich werde häufig als Spinner oder Mimose betitelt, das macht mir aber nichts aus. Musik höre ich nur bewusst, nicht als Hintergrundgeräusch. Oft meditiere ich, einfach um Kraft zu tanken. Auf meiner Löffelliste steht der Wunsch, einmal in ein Kloster zu einer Schweigezeit zu gehen, diesen Wunsch werde ich mit sicherlich bald erfüllen, zumal es hier in der Nähe ein Kloster gibt, in dem man das machen kann.
    Liebe Grüße am Sonntag
    Regina

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    1. Ich wünsche dir, dass du eines Tages die „laute Stille“ erfährst.
      Zuletzt erlebte ich dies in einer Winterzeit, bei Schnee und mitten im Wald. Es war so still, dass einem diese Stille in den Ohren schmerzte und doch möchte ich diese Erfahrung nicht missen.

      Alles Gute für dich, Tinnitus ist Mist.

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  4. Ich liebe und brauche die Stille. Und „Waldbaden“ genieße ich seit der Kinderzeit. Nur gabs so einen Begriff damals noch nicht. Mit Opa durch den Wald spazieren, die Strukturen von Rinde und Holz bewundern, den Geruch nach Moos und Moder und nach geschlagenem Holz oder nach dem Regen – ich liebe es auch heute noch.

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    1. Dann kennst du auch „Petrichor“, den Duft von gefallenem Regen nach einem heißen Sommertag …
      Ein wunderbares Wort, das so vieles ausdrückt …

      Was du beschreibst sind Erinnerungen wie ich sie an meine eigenen Großeltern habe – Pilzesuchen im Wald im Herbst und einfach die Schönheit des Waldes zu genießen …

      Der Begriff selber tauchte erst vor einigen Jahren auf, aber er beschreibt es in einer wundervollen Weise.

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      1. Ich hörte das Wort das erste Mal in der Serie „Dr. Who“ und es fühlte sich so vielsagend an. Eigentlich kommt es ja aus dem Griechischen.

        Behalt dir die Erinnerungen, sie sind so wertvoll …

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  5. Dieser Beitrag spricht mir aus der Seele! Ja, ich bin gerne ein Spinner 🙂 . Mich zieht es oft in den Wald, den ich hier glücklicherweise vor der Haustür habe. Mit dem Hund an der Seite sind das wunderbar heilsame Zeiten, die ich nicht mehr missen möchte. Der allgegenwärtige Lärm wird mir zunehmend anstrengend. Gerne würde ich deinen Beitrag auf meinem Blog teilen, wenn du das erlaubst?
    Besten Dank und liebe Grüße
    Manuela

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  6. Ich bin Einzelgängerin und Stille ist mir extrem wichtig. Das ist manchmal nicht leicht zu Händeln, da ich verheiratet bin und drei Kinder habe. Deswegen habe ich diese Bedürfnisse verlagert. Ich habe mich zur Frühaufsteherin gemausert, um Morgens die Ruhe zu genießen und wenn ich schreiben möchte, benutze ich Kopfhörer und höre Regenclips bei YouTube. Lg

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  7. I have to have some sort of noise in my house….when its too quiet,I remember much too vividly and I really don’t to get locked into that. I play music or use YouTube at night and use that to help me fall asleep.

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      1. HAH …. sonst hättest dich auch nicht so recht getraut – gelle?
        *GGG* …
        ein Miau von meinen Samtpfoten zu den deinen soll ich dir ausrichten 😉

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      1. You can always ask me, maybe send me a message. In the moment my english is not well enough to translate, but I´m planning to translate all of my postings, because I see a lot of new english-talking followers.

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      2. Google-translator is only for the first look, the reader can get a first impression. In the next time, my plan is translating the postings in English because I got a lot of new English-speaking followers.
        at the moment I don´t know how well my English is. so I thank you for your offer and maybe I use it.

        At the moment I don´t know how well my English is. So I thank you for your offer and maybe I use it.

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      3. thank you so much 🙂
        You inspired me to my article for the day.
        I´m no Native-Speaker-English so I need a good respons. I hope others think in same way – than I start this new, little project. I know this would be a good way to train another language 🙂

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    1. Hello Felipe,

      I´m glad about your words.
      It is wonderful talking to people in English. At the moment I´m working on this language, so I hope in next time, I can write my postings in good English too.

      Have a great weekend.
      Rhiannon

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