Orte der Stille – besuchst du manchmal die Toten?

Suchst du Stille, besuche einen Friedhof – Tote wie Lebende hüllen sich in Schweigen.

Inmitten einer großen Stadt findest du selten wahre „Orte der Stille“. Es ist häufig laut und hektisch und das Leben knallt sich einen vor die Nase. Ruhe und Beschaulichkeit finden ist eine Kunst, die Welt wird immer lauter und lauter.

In Wien gehört beispielsweise der Zentralfriedhof zu den stillsten Orten – und mit einem wahren Lebensquell aus unzähligen Wildtieren und Streunern. Seien wir dankbar für diese Orte der Stille.

Suchst du einen solchen Flecken – besuch doch mal einen Friedhof!

Dort wirst du Stille und Besinnlichkeit finden, wie an kaum einem anderen Platz. Wobei Wien hier eine »Sonderstellung« einnimmt. Viele Parks waren einst Friedhöfe! In den meisten von ihnen wirst du zwar keine diesbezügliche Anmerkung finden, aber du kannst sie im Internet recherchieren. Manchmal – wie im Waldmüllerpark – hast du sogar noch Grabsteine hinter Bäumen stehen, schön aufgereiht, aber hinter einem Zaun verschlossen.

Für alle Länder gilt dieser Gedanke jedoch nicht. In manchen Ländern feiern die Menschen mit ihren Ahnen auf den Friedhöfen, feiern Feste und machen Picknicks. Es kommt also sehr auf das Land an, in dem du dich aufhältst. Wobei es schon ein schöner Gedanke ist, mit den geliebten Verstorbenen zu feiern, einfach sie noch irgendwo in der Nähe zu wähnen.

Orte der Stille – die Heimat für Wildtiere

Ist es so von der Hand zu weisen, dass sich Tiere auf Friedhöfe zurückziehen um Ruhe und ein Zuhause zu haben? Insbesondere trifft dies schon auf den Wiener Zentralfriedhof zu, aber ähnliches kannst du auch in anderen, vor allem größeren, Friedhöfen vorfinden. Es ist ein Flecken der Ruhe, Erholung und weg von der Hektik.

Wenn du einmal wirklich Ruhe brauchst, dann nimm deine Schreibsachen oder ein Buch, setz dich auf eine der vorhandenen Bänke und genieße die Stille und den Frieden. Zieh Kraft daraus, fühle und spüre die Ruhe und nimm mit, was dir das Umfeld bieten mag.

Manche erzählen von besonders kreativen Schwüngen, die sie auf Friedhöfen empfinden, andere berichten, dass sie Ideen haben, die ihnen nie zuvorgekommen wären. Sei bereit dafür, deine innere Stimme zu vernehmen, und hör ihr zu. Vielleicht sagt sie dir, wie es mit deiner neuen Geschichte weitergehen kann.

Wer sagt nicht, dass schlichtweg die Schwingungen der Verstorbenen ein wenig inspirieren können? Orte der Stille und Besinnlichkeit verfügen oft über ein ganz eigenes Feld an kreativen Ideen und Gedanken. Nutze die Möglichkeit für dich und lass dich zu Geschichten inspirieren.

Wie empfindest du den Besuch eines Friedhofes, wenn du einfach nur Ruhe haben willst?

19 Gedanken zu “Orte der Stille – besuchst du manchmal die Toten?

    1. Rhiannon

      That´s interesting because I don´t know this. But I think you are not the only person needing white noise.
      Do you think in quietness there is more space to think about things you don´t want thinking about?

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  1. Die einen beurteilen es als Ruhe und andere verbinden Friedhöfe immer gleich mit Angst, wiederum andere meinen die verstorbenen Seelen fühlen zu können. Nicht ganz unwahr meiner Meinung nach, aber wenn man an solche Energien glaubt, dann müsste einem doch klar sein, dass diese überall und nicht nur auf Friedhöfen sind.

    Ich persönlich mag Friedhöfe sehr, jedoch weniger aufgrund der Ruhe. Finde mehr dass dies kontra produktiv ist. Alle gehen trauernd und in sich gekehrt dort hin. Was sollen sich denn die Toten denken🤣.

    Trauergesellschaft auf Schweigetour. Als sie noch lebten, war dies doch auch nicht so.

    Ich gehe gerne auf Friedhöfe um alte Bekannte, Verwandte und Freunde zu besuchen und um mit ihnen Zeit zu verbringen. Weniger um die Ruhe zu geniessen. Um Ruhe und Energie zu tanken eignet sich meiner Meinung nach die allgemeine Natur vollkommen gut. 👌🏻

    Friedhöfe rauben mir sie mehr, da ich meinen verstorbenen viel Energie hinlege um näher bei ihnen zu sein.

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    1. Rhiannon

      ***
      … aber wenn man an solche Energien glaubt, dann müsste einem doch klar sein, dass diese überall und nicht nur auf Friedhöfen sind.
      ***

      Gehen wir in der Geschichte zurück, müsste halb Europa ein „Friedhof“ sein. Tote verblieben an den unterschiedlichsten Orten. Mitunter finden sich Massengräber aus Pestzeiten, auf denen längst Häuser erbaut sind.
      Geht es „rein“ um diese Art der Energie – ist dein Gedankengang stimmig 

      Energie vergeht nicht, sie verändert sich nur. Manche sagen auch, es gibt Plätze/Häuser, an denen genau diese Energie noch vorhanden ist.
      Hier fallen mir als Beispiele diverse Burgen und Schlösser ein, denen Geister nachgesagt werden aber auch Orte, an denen viel Leid geschah – wie beispielsweise der amerikanischen Nervenheilanstalt Penhurst. Besonders sensible Menschen spüren genau diese Energie.

      Ob ein Platz sich „verändert“, wenn Menschen konkret zur Trauer hingehen, vermag ich zwar nicht zu beurteilen, jedoch könnte ich es mir gut vorstellen.

      ***
      Ich persönlich mag Friedhöfe sehr, jedoch weniger aufgrund der Ruhe. Finde mehr dass dies kontra produktiv ist. Alle gehen trauernd und in sich gekehrt dort hin. Was sollen sich denn die Toten denken🤣.
      ***

      Solange wir die Verstorbenen noch in Erinnerung behalten sind sie defakto nicht wirklich tot. Viele Kulturen und Glaubensrichtungen pflegen nach wie vor einen entsprechenden Kontakt zu den Ahnen. Warum auch nicht? Warum sollte ich nicht mit meinen verstorbenen Ahnen sprechen? Eine Antwort zu erhalten ist mitunter etwas kompliziert.

      Ich danke dir für deine wunderbaren Worte.

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      1. Rhiannon

        No problem.
        Du hast doch ein „Theme“ ausgesucht, sprich wie dein Blog optisch aussehen soll.
        Geh dort mal auf „anpassen“ – bei vielen Themes hast du eine Art „Kontaktformular“, das du nur übernehmen brauchst.

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  2. I visit cemeteries. I like the quiet. But what is quiet? The natural world can give us silence, but more often there is wind across the land or sea, the ocean’s pulsing roar, the hum of bees, the songs and squawks of birds. I much prefer the natural sounds to the din humanity has created.

    Cemeteries are also great places to collect names if you’re a writer.

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    1. Rhiannon

      You gave good input.

      A lot of people love the sounds of nature. Of course, it is not absolutely quiet, but it gave a sound of silence and peace in our heart.
      Some years ago I visited a wood in winter. The only noise was my steps in the snow – nothing else. The silence at this moment had a loudness hitting my ear. It was so strange standing at a place and absolutely nothing to hear.

      What kind of natural sounds did you mean? Do you prefer music or silent talking?

      Collecting names on cemeteries is a really good idea. Thank you!

      Gefällt 1 Person

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