Alles im Leben hat einen Preis – ist er dir das wert?

Alles im Leben hat einen Preis – wie sehr willst du, was du willst wirklich?

Du kennst gewiss die Sache mit dem Flow. Wenn du etwas tust, das dir liegt und dir gefällt, fühlen sich Dinge und Tätigkeiten gut und schön an und du vergisst leicht die Zeit um dich herum.
Beim Schreiben stellt sich ein Schreiberling manchmal die Frage, wofür er überhaupt schreibt? Wer will denn den Text schon lesen? Nicht alle können davon leben, viele schreiben einfach nur um den Schreibens selbst willen.

Ich bin beispielsweise gerne in der Natur unterwegs, arbeite aber bevorzugt am Computer. Mit einem Stand-PC ist das nicht so einfach. Daher habe ich meinen Preis dafür mit einem Laptop bezahlt, den ich auf Wunsch auch mitnehmen kann.

Die Preise sind nicht immer materiell zu bemessen.

Manchmal ist es die Zeit mit Freunden, der Besuch in einem Lokal oder die eigene Gesundheit, die wir als Preis bezahlen müssen. Das trifft nicht nur das Schreiben, sondern alles, was du tust.

Gerade als Schreiberlinge finden wir uns leicht in unserer eigenen Welt wieder, wir sehen uns um, betrachten, was wir sehen und verlieren uns manchmal sehr leicht in dem, was wir schreiben. Manche – so wird gemunkelt – haben sich in ihren eigenen Geschichten völlig verloren.

Aber das wird uns ja woh nicht passieren – oder doch? 😉

Alles im Leben hat seinen Preis – der Spruch trifft auf einfach alles zu. Wenn wir eines machen, können wir was anderes im gleichen Moment nicht tun. Vielleicht verpassen wir dadurch einen schönen Sonnenaufgang oder vergessen auf ein leckeres Stück Schokolade. Gerade Kinder beklagen häufig, dass die Eltern ihnen zwar Materielles schenken, aber sie mitunter lieber die Zeit mit Mutter/Vater verbringen wollen. Alles können wir halt auch nicht haben.

Denk an dich. Was ist der Preis den du bezahlst, wenn du schreibst?

16 Gedanken zu “Alles im Leben hat einen Preis – ist er dir das wert?

  1. Es kostet nicht nur Zeit, sondern auch Kraft, sich dem Schreiben und seiner Konsequenz zu stellen. Der Stolz, etwas selbst erzählt zu haben, wird mit dem Feuer der (berechtigten, geschmacksabhängigen uns auch unberechtigten) Kritik und der Leere der Nichtbeachtung erkauft – und das empfinde ich als einen hohen Preis. Dieser Preis ist es, der mich manchmal zweifeln lässt.

    Aber es ist wie mit dem Laufen. Wenn Du schreibst und zerfetzte oder unbeachtete Werte schaffst, bist Du immer noch mehr Schriftsteller als die, die nur lesen – so wie der langsamste Läufer immer noch schneller ist als der, der auf dem Sofa sitzen bleibt.

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    1. Rhiannon

      Starke Worte – und sie sind so wahr. Vor allem im Nachsatz triffst du es richtig gut.

      Du kennst doch den Spruch „es allen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann“. Beim Schreiben erleben wir es doch alle immer mal wieder – selbst die großen Autoren. Lass dich nicht einschüchtern, sondern schreibe.
      Die Zweifel kannst du „weg-schreiben“ 🙂

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  2. Verzichten tue ich auf nichts. Beim Schreiben lasse ich meine Gedanken frei. Nehme mir eine Auszeit. Meine Kinder sind dann meistens unterwegs. Mein Mann ist im Garten und ich nutze die Zeit. Nicht nur fürs Schreiben nehme ich mir Zeit sondern bin in der Natur unterwegs und fotografiere. Genieße die Ruhe und den Moment

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