Schreibst du händisch oder mit dem Computer? – Do you write by hand or on the computer?

Die Entwicklung der Menschheit bedingt nicht nur die Sprache und das Wort, sondern mit der Zeit auch die Entwicklung der Schrift. Betrachtest du die alten Schriften, so waren dies beispielsweise die Hieroglyphen der alten Ägypter und ihrem Äquivavalent bei Völkern wie den Azteken oder die Keilschrift der Sumerer oder die Runen der nordischen Völker bis hin zur Ausarbeitung der Buchstaben, mit denen wir heute tagtäglich arbeiten.

Wer schreiben und lesen konnte, hatte einen klaren Vorteil und häufig genug war diese Person unabkömmlich.
Betrachten wir diese geschichtliche Entwicklung einmal genauer, dann sind wir teilweise durchaus wieder am Weg zu den Bildsymbolen alter Völker. Wir nutzen vielleicht nicht mehr die „medu netscher“ (wie die alten Ägypter sie nannten und was soviel wie „Gottesworte“ bedeutet), aber wir nutzen Smileys und ähnliche Symbole.

Wie die Menschheit sich entwickelt, so tut es auch die jeweilige Schrift.

Wir sind es längst gewohnt, alles schnell machen zu müssen und übersehen dabei häufig, dass eine alte Sache auch etwas Gutes haben kann. Einst lehrte man in den Schulen das Alphabet händisch und heute versuchen manche Schulen gar darauf zu verzichten. Wobei sich die Frage stellt, ob das wirklich so gut ist.

Die meisten von uns schreiben nur noch am Computer und tun sich schwer, wenn sie einmal etwas mit der Hand zu schreiben haben. Viele sind dabei völlig aus der Übung.

Verbinden wir den Wunsch nach Entschleunigung doch mit einem einfachen Trick: Schreiben wir wieder händisch. Gerade, wenn wir gute Geschichten schreiben wollen ist dies vielleicht für den ein oder anderen von uns eine Möglichkeit beides zu kombinieren und fast schon in einen meditativen Zustand darin zu versinken.

Ich selber mische ganz gerne, je nach Lust und Laune, aber wie hältst du es? Gibt es etwas, das du klar vorziehst?

*****

The development of humanity not only requires language and the word but also, in time, the development of writing. If you look at the ancient scripts, these were, for example, the hieroglyphics of the ancient Egyptians and their equivalent among peoples such as the Aztecs or the cuneiform script of the Sumerians or the runes of the Nordic people, right down to the elaboration of the letters with which we work every day today.

Those who could read and write had a clear advantage, and often enough, this person was indispensable.
If we take a closer look at this historical development, then we are partly entirely on the way again to the pictorial symbols of ancient peoples. We may no longer use the „medu netscher“ (as the ancient Egyptians called them and which means „words of God“), but we do use smileys and similar symbols.

As humankind develops, so does the respective script.

We have long been used to having to do everything quickly and often overlook the fact that an old thing can also have a good idea. Once the alphabet was taught by hand in schools and today, some schools even try to do without it. The question is whether this is so good.

Most of us only write on the computer and have difficulties once we have something to write by hand. Many are completely out of practice.

Let’s combine the desire for deceleration with a simple trick: Let’s write by hand again. Especially if we want to write good stories, it might be for one or the other to combine both and almost sink into a meditative state.

I like to mix and match, depending on my mood, but how do you hold it? Is there something you prefer?

14 Antworten auf „Schreibst du händisch oder mit dem Computer? – Do you write by hand or on the computer?

    1. Händisch schreiben ist anders, verbundener mit den Gedanken kommt mir manchmal vor. Hat es bei dir einen besonderen Grund oder ist es einfach, weil es dir am Meisten zusagt?

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  1. Hallo Rhiannon, das ist ein schöner Artikel!
    Ich mache alle Brainstormings mit der Hand auf sehr großen Blättern. Meist als Cluster. Da kann ich endlos drin rummalen, ergänzen, streichen immer wenn ich an dem Tisch vorbeikomme oder mir was einfällt. „Clustering nach Gabriele L. Rico.“. Der Vorteil solch bildhafter Verfahren ist, dass beide Gehirnhälften Gleichermaßen mit arbeiten. – Wenn sie denn mal arbeiten wollen. LG Dirk

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    1. Hej Dirk,

      dankeschön 🙂
      Manchmal glaube ich, wir verlieren den Bezug zum wahren Ich, auch, wenn die Technik uns unterstützt. Aber du hast recht, die beiden Gehirnhälften sind ja auch eins und wir ignorieren das mitunter ganz schön.

      Gut geschrieben 🙂

      LG

      Rhiannon

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  2. Tagebuchschreiben, also das, was wirklich privat bleiben soll und für niemanden sonst einsehbar, von Hand. Oder von Hand auch auf Reisen, wenn ich Gedanken notieren möchte, weil ich das Laptop zu Hause gelassen habe.

    Andere Ideen am Laptop, weil ich mit 10 Fingern schreibe und das Schreibtempo der Geschwindigkeit meiner Gedanken anpassen kann. Von Hand hinke ich immer leicht hinterher.

    So komisch es auch klingt, aber wenn ich einen Text in Word vor mir sehe, bekomme ich eine Ahnung davon, ob das in veröffentlichter Form sich richtig anfühlt oder falsch anhört.

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    1. Komisch? Nein, es klingt eher als hättest du deinen Weg gefunden und ich freu mich für dich dafür.
      Schreiben ist auch vielfach eine Gefühlssache.

      Danke, für deine Worte 🙂

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  3. Ein guter Beitrag Rhiannon! Auch ich entscheide mich je nach Sachverhalt, ob ich mit dem PC oder handschriftlich mit meinem Füller schreibe. Die Tagesform, ist dabei auch sehr wichtig. Liebe Grüße aus dem Schwarzwald, Maria

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