Zählt für dich nur der erste Eindruck bei einem Buch?

Hast du je „die unendliche Geschichte“ gelesen oder auch nur das Buch in Händen gehalten?

Gibt es etwas, das dir daran als ganz besonders in Erinnerung ist?

Das Cover selber ist – je nach Verlag – zwar schön gemacht, aber bleibt nicht zwangsläufig alleine in Erinnerung. Das Aurin, die beiden in sich verschlungenen Schlangen, die sich gegenseitig in den Schwanz beißen, das ist vielfach längst zum Synonym geworden.

Doch das, was das Buch allein auf den ersten Blick so besonders macht ist die Farbwahl innerhalb des Buches. Nahezu jedes Buch wird mit schwarz geschrieben und auch so verkauft – bei diesem Buch ist es ganz anders: Grün und Violett ersetzen hier die Farbe Schwarz.

Allein dieser Umstand zieht das Interesse auf sich und brachte so manchen dazu, das Buch zu lesen.

Das Besondere ist hier die Aufmachung – ungewöhnlich und dadurch bleibt sie in Erinnerung.

Wenn wir schreiben stellt sich zuerst einmal der Gedanke nach der Geschichte per se – erst danach fallen meistens die Frage nach der Coverwahl oder ob es Blocksatz werden soll, Paperback oder gebunden und vieles mehr.

Verrate mir doch mal, welches Buch hat dich allein aufgrund des ersten Eindrucks dazu gebracht, dass du es gelesen hast? Es geht hier nicht um den Inhalt der Geschichte, sondern tatsächlich um Aufmachung sowie Verpackung.

Bei mir war es „die unendliche Geschichte“, was war es bei dir?

17 Gedanken zu “Zählt für dich nur der erste Eindruck bei einem Buch?

  1. Nicht direkt. Ich lese meistens erst die Inhaltsangebe und dann sehe ich mir das Cover an. Wenn beides nicht passt, dann lasse ich es. Wenn eins passt z.B. Cover, aber die Inhaltsangabe nicht passt, lese ich rein. Und meistns ist es dann so, das es nicht mein Ding ist, aber manchmal bin ich überrascht. Wenn das Cover nicht so ist, aber die Inhaltsangabe passt, lese ich rein und entscheide dann. Bei Ebooks ist es ja leicht gemacht. Meinstens finde ich die Cover nicht so toll, aber die Inhaltsangabe gut. Bin schon mal enttäuscht worden, aber meistens liege ich bei meiner Entscheidung richtig. Manchmal lass ich mir von Freunden etwas empfehlen. Die unendliche Geschichte habe ich nicht gelesen. Der Film war gut, aber es war damals nicht mein Lesestil. Mein Lesestil ändert sich immer wieder mal, wenn ich mal was Neues ausprobieren möchte.

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    1. Welches Buch mir spontan da einfällt, fragst du. Da muss ich leider sagen, da kann ich dir nicht sagen. Jede Zeit hatte seinen eigenen Lesestil und ich entscheide meistens nach den Inhalt. Ein Buch fällt mir ein, weil der Titel sich ungewöhnlich anhörte. Als Hitler das rosarote Kanichen stahl. Wir hatten zu der Zeit das Thema in der Schule und da ich das Fach Geschichte geliebt hatte, aber ich so etwas damals gelesen.

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      1. Rhiannon

        Der Titel ist wirklich recht ungewöhnlich .. ich las mal einen Artikel, der genau um diesen Aspekt ging – ein ansprechender Titel soll es sein, knackig, provozierend vielleicht gar.

        War das Buch gut?

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      2. Ich fand es gut, damals hat mich das Buch angesprochen, weil es witzig klang. Aber hat gut die Geschichte wieder gespiegelt.
        Die Thematik, wie sich ein Kind in der Zeit fühlte. In der Zeit las ich öfters auch solche Bücher. Der Film soll nicht so sein. Jedenfalls man sollte wissen, wie sich die Leute fühlten.

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      3. Berlin, Anfang 1933: Die Nazis stehen kurz vor ihrem entscheidenden Wahlsieg. In letzter Minute reist die neunjährige Jüdin Anna mit ihrer Familie in die Schweiz. Doch vieles von dem, was zu ihrem Alltag gehörte, muss in Berlin bleiben – auch Annas rosa Stoffkaninchen. Und so beginnt für die Familie ein Leben auf der Flucht …

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      4. Rhiannon

        Geschichten aus jenen Tagen sind immer wieder interessant zu lesen, weil es noch Zeitzeugen gibt.
        muss mal gucken, wie es bei meinem Bücherkasten aussieht ob da noch Platz ist dafür 🙂

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  2. Eine tolle Frage. Ich hab letztes Jahr die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier alleine wegen ihres hübschen Designs und im Dreier-Karton gekauft 😉 Aber leider hat man als Autor nur bedingt einen Einfluss auf Cover und Design eines Buchs. Umgekehrt gibt es auch Bücher, wo Cover und Inhalt so gar nicht zueinander passen, wo man direkt sieht, dass jemand dachte, es verkauft sich dann besser. Selbst Titel werden manchmal vom Verlag geändert, weil sich das Buch dann vielleicht besser verkauft.

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    1. Rhiannon

      Verlage haben andere Erfahrungswerte und werden doch auch manchmal von Tendenzen überrascht 🙂

      Bei Selfpublisherverlagen liegt es in der Hand von uns Autoren, was hier auch einen Vor-oder Nachteil hat, je nachdem

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      1. Buchcover sind heute ein Riesengeschäft für Webdesigner. Man versucht uns einzureden, dass wir viel Geld dafür ausgeben müssen. Wenn ich mir aber die Bücher anschaue: Überladen, chaotisch, professionell, erwartbar, gleichförmig. Was gemacht wird folgt eher den Möglichkeiten der Grafikprogramme als der Intention des Textes. Welcher Designer hätte ihn je gelesen…Mein Tipp: Authentisch bleiben. Selbst machen.

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      2. Rhiannon

        stimmt schon – viele Cover sind wunderschöne Gemälde … aber was, wenn die Gemälde nur leere Bilder sind?

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  3. Manche Cover sind, zugegeben, ansprechend. Die meisten aber, vor allem die, die das Buch in eine bestimmte Ecke drängen (sollen), schrecken mich eher ab. Da lob ich mir Reclam… Auch bei der unendlichen Geschichte, lang ist’s her, hat mich die bunte Schrift erst mal irritiert – brauche ich jetzt Farbanleitung, bunt ausgemalte Bildchen gar, statt Phantasie? Es war dann ganz o.k., aber grundsätzlich sehe ich keine Notwendigkeit, ein Buch durch filmreife Buntheit zu bewerben, statt etwas über tatsächlichen Inhalt und Schreibqualität zu verraten (auch der Klappentext dient ja eher der werbeaffinen Verwirrung des geschätzten Geldausgebers, das ist Verlagsabsicht, das hat man so als gute Geschäftspraktik eingeführt). Immer mal wieder, aber selten, kommen einem wirklich schöne, gute, interessante Cover vor – bloß, das muß dann mit dem Buch nicht korrespondieren. Themaverfehlung, 6, setzen aber durchaus. Man fragt sich, ob der Designer das Buch gelesen hat, gelesen haben muß. Allerding auch oft genug, ob überhaupt jemand, ein Redakteur, ein Lektor, sich die Mühe gemacht hat.

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    1. Rhiannon

      Das Dilemma ist vermutlich, dass der moderne Leser stark geprägt ist vom farbigen, vom Coverdesign und entsprechend reagiert. Wer greift heute schon noch zu Büchern mit einem Cover zb der Kindergeschichten aus den 60er Jahren? Knallig bunt und häufig fotorealistisch ist gewünscht. Dass dies nicht unbedingt mit dem Inhalt einhergeht, das stimmt allerdings. Leider. Und dann ist der Leser mitunter enttäuscht und legt das Buch beiseite ohne es zu Ende zu lesen.

      Gute Worte, ich danke dir dafür.

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