Endet die Zeit der Märchen oder fängt sie gerade erst an?

Wo sind sie nur die Superhelden des Lebens?

Dazu erst einmal die Frage an dich, siehst du dir gerne Comic oder Filme mit und um Superhelden an? Wenn ja, warum und was magst du an ihnen bzw. was fasziniert dich an den Superhelden?

Ob nun Marvel oder DC, ob Batman, Superman, Catwoman oder vielleicht gar Thor oder Dr. Strange, sind sie vielleicht die neuen Märchen, die die früheren wie Rotkäppchen oder Schneewittchen ersetzen?

In Band 5 meiner Buchreihe „Der Kuss der Skaldin“ findest du als eine der 365 Möglichkeiten beispielsweise, stell dir vor, du wärest ein Superheld – welche Superfähigkeit würdest du haben und warum? Was würdest du damit tun?
Ist doch ein ganz nettes Gedankenspiel 🙂

Wenn wir uns die alten Märchen in Erinnerung rufen, so steckt in ihnen meist ein Kern einer Lektion oder die Möglichkeit sich „zu entwickeln“ oder zu erkennen, was ohnehin schon da ist und mit etwas Glück etwas Besseres zu erreichen. Die meisten Superhelden hingegen kommen im Schnitt durch Zufall an ihre Fähigkeiten und wissen meist auch ganz schnell, wie sie damit umzugehen haben.

Vielleicht brauchen wir derzeit Figuren wie Wolverine oder Flash.

Doch was ist mit den alten Märchen wie „der Teufel mit den 3 goldenen Haaren“ oder „Frau Holle“?

Nehmen wir einfach einmal die typischen, geschenkten Fähigkeiten:
Schnelligkeit – unter Missachtung der physikalischen Gesetze
Unsichtbarkeit – betrifft es auch die Kleidung oder „nur die Figur selbst“?
Superkraft – wo ist der Hebelpunkt? Denn auch die stärkste Figur braucht logischerweise einen Ansatzpunkt – was ist, wenn dieser fehlt?
Und was es nicht alles mehr gibt …

In den Märchen hast du beispielsweise häufig eine unsichtbare Welt neben der unseren, es ist das Eingreifen von höheren Mächten oder das Auftreten einer bestimmten Aufgabe, die zu lösen ist.

Gehen wir zurück in der Geschichte, kommen wir wiederum zu „Superhelden der Antike“ wie Herkules, der im Grunde beides vereint, indem er seine Gabe seiner Herkunft (seinem Vater) verdankt, aber auch Aufgaben bekommt, diese zu lösen.

Sowohl Märchen als auch Superhelden haben sicher beiderseits ihre Daseinsberechtigung, wobei es auch mal Spaß macht, die Unterschiede zwischen beiden Bereichen zu durchleuchten.

Gedankenspiele

Wäre es nicht einmal ein interessantes Gedankenexperiment eine Superheldenfigur in eine Märchenwelt zu versetzen oder einer Märchenfigur Superheldenfähigkeiten zu verpassen?

Welche Superheldenfigur würdest du nehmen und wohin versetzt du sie?

Beherrschst du die „Macht“ des Small-Talk?

Können wir kommunzieren ohne zu kommunzieren?

Definitiv NEIN!
Allein wenn wir „nur“ dastehen und uns bewegen, ist es auch eine Art von Kommunikation.

Wir sind soziale Wesen, genauso wie Tiere. Selbst bei Ameisen haben sie ausgetestet, wie Alleinsein sich auf sie auswirkt. Für viele ist es eine Katastrophe weniger Kontakte zu haben als früher, immerhin leben wir in „interessanten Zeiten“. Dann wiederum ist die Kehrseite bei jenen, die es befreiend empfinden, sich nicht im sozialen Small-Talk-Thema messen zu müssen und einfach ihrem Job nachgehen können. Wie jede Münze hat auch diese Zeit also zwei verschiedene Seiten (und sicher noch mehr).

Doch egal, wie wir sonst ticken, wir sind nach wie vor soziale Wesen und schätzen den Gedankenaustausch.

Beherrschst du „Small-Talk“?

Vielleicht sollte ich das bei einem Bewerbungsgespräch mal einfließen lassen, denn es ist eine meiner Schwächen. Ich bin kein Meister darin und tue mir schwer damit, einfach nur reden um des Redens willen. Wie geht es dir damit?

Mir bleibt ein Gespräch in Erinnerung, das ich erst kürzlich führte. Es ging dabei (nanona) um das Thema Impfungen und dann die direkte Frage an mich: „Du hast doch auch eine Meinung dazu – oder etwa nicht?“

Habe ich diese denn? Ja, ich bin informiert über die akutelle Situation und die Vor- und Nachteile diverser Impfstoffe, kenne die Verschwörungstheorien und vieles mehr – und halte mich bei solchen Themen lieber raus. Allzu leicht gerät es sonst in einen Streit, der in übler Laune für alle endet. Aber ist so ein Thema eigentlich noch Small-Talk?

Bei verschiedenen Themen sehe ich dann Parallelen zur Vergangenheit. Sei es, jemand sagt, „die Politiker gehören doch aufgehängt“ (dabei fällt mir die französische Revolution ein, die einen „haitianischen Napoleon“ zur Welt brachte, den Sklavenaufstand auslöste und schlussendlich damit Lincoln zu seinen Reden inspirierte und in Amerika wiederum einen weiteren Auslöser im Bürgerkrieg veranlasste) oder es fällt die Rede „wo bleiben die ganzen Impfstoffe“ (was bei mir wiederum die Geschichte der ersten Pockenimpfung in Erinnerung bringt, als Impfungen noch getestet wurden, weil keiner eine Ahnung hatte, ob das wirklich funktionieren könnte und wie die österr. Herrscher sie damals erzwangen).

Ticke ich wirklich so anders?

DAS ist mein Dilemma beim klassischen Small-Talk. Mir fallen so viele historische Anekdoten auch zum Thema Politik ein, aber den einfachen Small-Talk, damit hab ich so meine Problemchens. Mein Mann meinte dazu: „Wenn andere von Äpfeln reden, erzählst du von Birnen …“

Apropos Anekdote zum Thema Politik:
Die meisten Politiker ziehen Hunde als Haustiere vor. Katzenmenschen unter Politikern sind eher selten. Clinton glaube ich, mich erinnern zu können, hatte ja seinen „Mr. Socks“. Aber ansonsten? Fällt dir noch einer ein?
Da war noch einer: Lenin
Aber warum? Er hatte in seiner Zeit in Wien nämlich festgestellt, dass Hausbesorger mit Hunden ihren Mietern gerne nachspionierten, hatten sie Katzen, war es ihnen egal, was der Mieter tat. Darum zog Lenin im Endeffekt Katzen vor 😉

Da Politik ein heikles Thema ist:
ich bin parteilos 😉 – ich mag nur einfach solche Anekdoten 🙂

Wie geht es dir mit Small-Talk? Bist du Meister darin oder tust du dir auch schwer damit? Hast du einen Tip für jemanden wie mich, um sich aus solchen Situationen besser rauszuwinden?

Fehlt dir die zündende Idee?

Was sind Geschichten anderes mehr als Träume oder gelebte Leben?

Ganz am Anfang meines Blogs schrieb ich mal, warum ich zu schreiben begonnen habe. Den Beitrag kannst du hier finden.
https://myskaldkonur.com/2018/11/16/wie-kommt-jemand-eigentlich-zum-schreiben-und-glaubt-dann-noch/

Das Foto ist zwar von vor einigen Tagen (jaaaa, es grünt inzwischen 🙂 ) – aber es zeigt gut ein mitunter vorhandenes Dilemma. Manchmal stehen wir da und warten einfach auf eine zündende Idee. Es kann eine Schreibblockade sein oder schlichtweg einfach, dass wir noch nicht so recht wissen, wohin wir gehen wollen.

Vor kurzem entdeckte ich ein Bild, ähnlich einem Scherenschnitt, der mich auf eine Idee brachte, eine Geschichte zu schreiben, die märchenhaft sein soll, dem Wikingerthema nahe und einen Touch meines letzten Romans einbinden könnte. Also – liebe Leute – zu meinen ganzen anderen Projekten kommt jetzt wohl noch ein erster „Liebesroman“ dazu … 😉 … keine Ahnung wie lange das wieder dauern wird.

Hier war meine zündende Idee für eine Geschichte, und ich glaube, du weißt inzwischen, ich bleibe an meinen Projekten dran 🙂 Genauso wie am Interviewbuch (wenn du noch dazu stoßen möchtest – melde dich dafür – noch ist Platz 🙂 )

Wenn wir uns nun umsehen und merken, manchmal brauchen wir etwas Input, so stehen wir häufig da, starren vielleicht in die Luft und verzehren uns nach einer Idee – die sich genauso gut versteckt wie die Liebe, wenn wir sie verzweifelt suchen. Darum ist es eine ganz gute Idee, solche zündenden Ideen (wenn wir sie denn haben) aufzunotieren.
Woran ich arbeite, bzw. was auf meiner Liste steht, das findest du übrigens hier:
https://myskaldkonur.com/aktuelle-projekte/

Manchmal ist es wichtig einfach den Blickwinkel zu verändern, so sehen wir vielleicht nicht das Hoppelhäschen, das sich im hohen Gras verbirgt, oder die Taube, die zwischen den Ästen hockt, wir sehen nur den Baum oder das Gras.

Verändern wir den Blickwinkel, sehen wir, was wir vorher nicht sahen.

Vielleicht spielt es anfangs nicht so sehr eine Rolle WIE wir zum Schreiben kommen, als vielmehr, dass wir es einfach angehen. Wenn du noch nicht schreibst aber drüber nachdenkst, dann tu es einfach. Es muss doch gar kein Meisterwerk sein, lass die Worte fließen.

Wenn du schon schreibst, wie hat es bei dir begonnen und woher nimmst du deine zündende Idee für das jeweilige Projekt?

Wie lange ist es her …? Mortimers erste Meldung …

Blickst du zurück zu den Anfängen eines Projektes – wunderst du dich über die Wurzeln?

Es war keine einfache Zeit, als unser alter Kater von uns ging. Verlässt uns ein Gefährte, sei er/sie Mensch oder Tier, bleibt stets eine Lücke. Es bleiben Erinnerungen und gute Wünsche. Die Trauer um ein geliebtes Wesen ist notwendig, wir verarbeiten und finden Trost in einem neuen Wesen an unserer Seite. Dieses neue Wesen kann das vorherige nicht ersetzen, aber es kann auf seine/ihre Weise das Herz zum Lachen bringen.

Kleines Kätzchen folgst du mir?

Als Lexx ging, unser alter, stolzer Kater, suchten wir nach einem neuen Kätzchen, dem wir ein schönes Heim geben konnten. Das kleine Kätzen, das wir bekamen ist längst ein stolzer Stubentiger geworden, mit einem Herz aus Gold und dem Wunsch die Wohnung möglichst nicht zu verlassen.

Damals entstanden die ersten Gedanken zu Mortimer, dem Katzentod, Begleiter von einem Leben ins nächste. Die ersten Worte, die er damals zu mir sprach, du findest sie hier:
„Kleines Kätzchen folgst du mir?“

Mortimer ist ein wundervoller Charakter, liebevoll und sanft zu den Geschöpfen, die er begleitet. Manchmal ist er etwas harscher, doch stets im Sinne des Wesens, das er begleitet.

Ob dies nun ein alter Kater am Ende seines Lebens ist oder ein junges Kätzchen, das stirbt, weil die Mutter nicht mehr lebt – er begleitet die Seelen und schenkt ihren Herzen Frieden.

Wenn ich mich zurückerinnere, so bin ich dankbar für die Unterstützung, die ich damals hatte, um die Geschichte zu schreiben. Mortimer selbst sehe ich jetzt noch vor mir, wie er in seinem olivfarbenen Sweater sitzt, auf der Flöte spielt und dabei lächelt. Sein Humor ist es, der mich zu Lächeln bringt.

Erst nachher fiel auf, ich hatte nirgendwo die Haarfarbe beschrieben, aber dafür diese haselnussbraunen Augen, die einen verfolgen, beschützend betrachten und in denen der Funke von Sanftmut steckt.

Inzwischen bin ich der Meinung, er wollte das vielleicht nur einfach nicht, dabei seh ich die dunklen Haare so gut vor mir, leicht gelockt und bis zu den Schultern herab, mit einem Band gebunden und würdest du sie berühren, sie fühlten sich wie Engelshaar an. Aber wer weiß, vielleicht siehst du ihn als blond an oder er hat rote Haare für dich.

Wenn du über eine Figur schreibst – wie genau beschreibst du ihn/sie/es?

Für mich ist Mortimer ein wundervoller Charakter geworden, den ich sehr mag – und Maze, nunja, die Kleine ist ein ganz eigenes Geschöpf für sich, „spricht“ mit uns, gurrt uns an und kuschelt gerne mit uns, da ist sie glücklich. Nur raus mag sie noch nicht so richtig – aber das wird auch noch werden 🙂

Erzähl doch mal, wie geht es dir denn, wenn du über die Anfänge eines Projektes stolperst, das du abgeschlossen hast?

Buchmagie – wem vertraust du bei Empfehlungen?

Wir können nicht alles gelesen haben – wonach orientierst du dich?

Ein neues Buch muss her. Unbedingt. Sofort. Hach, die Bücherregale sind durchgelesen – ich brauche wieder mal „Buchmagie“. Ich hab zwar einige offene Bücherkästen und im Regelfall auch etliche ungelesene Bücher in der Nähe, aber an und an braucht es einfach neue Lektüre.

Nehmen wir doch einmal an, Bücher könnten „leben“, selbst agieren und müssten mitunter angekettet werden, um keinen Schaden anzurichten. Du kennst diese Szenen ganz bestimmt aus Geschichten und Filmen. Bist du auf der Suche nach Fachliteratur zu Themen, wo es wenig gibt, bist du ohnehin drauf angewiesen zu nehmen, was da ist.
Ansonsten kannst du natürlich nach den Kritiken bei Amazon gehen (tun wir das eigentlich wirklich?), du kannst nach Buchkritikern und Buchrezensenten gehen oder du kannst einfach auf gut Glück gehen. Vielleicht hast du auch den ein oder anderen Buchhändler an der Hand, der für dich bestellt und dessen Empfehlungen du vertraust.

Buchmagie ist ein Teil, warum wir Bücher überhaupt in die Hand nehmen und die Inhalte lesen. Es ist der Teil in uns, der uns vorantreibt und Lust auf mehr macht.

Was verstehst du darunter?

Ich überlege recht gut, wo ich einen Kommentar hinterlasse, überfliege häufig Beiträge und lese sie auch genauer, wenn mich der Kern interessiert. Dann hinterlasse ich schon auch mal einen Beitrag und schlage mitunter auch Bücher vor, die ich selber mag oder die dazu passen.

Wir haben in der Bloggersphäre so viele Rezensenten, die eine Unmenge an Literatur kommentieren, manche sind in ihren ganz eigenen Genres, die anderen wiederum kommentieren, was ihnen gerade zwischen die Finger kommt. Heute hätte ich von dir gerne einfach ein paar Gedanken.

Erzähl doch mal, welche/r Buchblogger ist deiner Meinung nach ein guter Rezensent? Wer in all der Bloggesphäre schafft es, dir ein Buch so zu empfehlen, dass du zugreifst und weißt, du WILLST es wirklich lesen?

Wenn wir Scheiberlinge Texte verfassen, so tun wir dies aus verschiedenen Gründen heraus. Um zu unterhalten ist nur einer der Punkte. Ich rezensiere recht wenige Bücher, weil es einfach nicht mein Hauptblogthema ist, vielleicht hab ich hier auch etwas Nachholbedarf 😉

Wenn Bücher rezensiert werden, so geschieht dies ebenso aus verschiedenen Gründen heraus. Wenn du zu denen gehörst, die rezensieren, erzähl doch mal ein wenig von dir … warum tust du das? Wie schaffst du es, die Buchmagie zu übermitteln?

Erzähl doch mal 🙂
Die ganze Welt ist Bühne 🙂

Vertraust du mir?

Vertrauen ist ein schnödes Wort – vergänglich und doch …. vertraust du mir?

Carry, meine süße Mieze, hat es perfektioniert auf unserer Schulter zu stehen und zu „reiten“, wenn wir gehen. Sie vertraut uns so weit, dass wir sie oben sitzen lassen – und seien wir mal ehrlich – es ist doch wirklich herzallerliebst 🙂

Vor einigen Jahren stellte mir eine mir sehr wichtige Person die Frage „vertraust du mir?“ Es ist oft so, dass wir nicht wissen, ob wir einer Person wirklich vertrauen können. Wenn diese Person dann sagt – spring, ich fang dich – würden wir es wirklich tun oder hätten wir nicht doch Schiss?

Ja, ich hatte das Vertrauen und es nicht bereut – ganz im Gegenteil. Manchmal müssen wir einfach vertrauen, um zu wachsen, brauchen Vertrauen, um zu erstarken, und vor allem, ist permanentes Misstrauen auch für das eigene Ego nicht sonderlich gut.

Hast du jemanden, dem/der du blind vertrauen würdest?

Im Grunde ist echtes, ehrliches Vertrauen sehr schwer zu erlangen und es sind nur ganz wenige Personen im Leben, die es auch zurecht erhalten sollten. Wie oft lesen wir von Verletzungen und Ausgenutzt-werden? Es fällt oft so schwer zu vertrauen, weil wir so viel Gegenteiliges lesen und erfahren.

Auf der anderen Seite der Münze braucht es wiederum den Aspekt, Hilfe annehmen zu können und dies auch zu wollen.

Somit haben wir bei der Frage „Vertraust du mir?“ zwei Seiten einer Medaille.
Zum einen das Vertrauen desjenigen, der Hilfe anbietet und zum anderen desjenigen, der Hilfe annimmt.

Frag dich selbst einmal, gibt es eine Person in deinem Umfeld, der du blind vertrauen würdest? Wenn diese Person dir sagt – spring, ich fange dich – hättest du dieses Vertrauen?

Als mich diese Person das fragte, zögerte ich nicht mit meiner Antwort, denn ich weiß, dass ich dieser Person wirklich blind vertrauen kann. Allein das Wissen darum ist ein Geschenk, das ich in meinem Herzen trage und wo ich genau weiß, dass es etwas ganz Besonderes ist. Jemanden im Umfeld zu haben, der einfach da ist, wenn er/sie wirklich gebraucht wird, ist keineswegs selbstverständlich. Und ich wünsche dir aus ganzem Herzen, dass du ebenfalls eine solche Person in deinem Umfeld hast.

Vertraust du mir?

Gehen wir nun zurück zum Kern der Sache und stellen wir einer fiktiven Figur diese Frage, in einer dunklen Zeit und Ära, in einem Umfeld, wo Vertrauen mitunter sogar lebensgefährlich ist/war, wie viel heikler ist es dort die Frage zu stellen, als heute?
Hätte diese Figur das Vertrauen? Hättest du es, wenn du anstelle dieser Figur wärest?

„Don’t make me think“ – je einfacher umso besser?

Nachdenken? Muss das sein? Echt jetzt? Ich will mich doch nur unterhalten lassen …

Liest du lieber um dich abzulenken und unterhalten zu lassen oder ziehst du eher vor, selber nachzudenken?
Beide Arten von Lektüren haben ihre Daseinsberechtigung, wenngleich wir als Lesende auch mitunter zwischen beiden schwanken, haben wir doch eine gewisse Grundtendenz, wohin es uns zieht.

„Don’t make me think“

Hast du dir jemals die Filme der Nachkriegszeit angesehen? Meistens waren es Heimatfilme mit einer netten, wenn auch häufig seichten Geschichte, die einfach nur die Zeit vergessen ließ. Nachdenken war hier nicht so willkommen, da die Zeit damals auch nicht unbedingt einfach war und die Zuseher einfach aus der rauen Wirklichkeit entfliehen wollten.

Wenn wir einen Unterhaltungsroman hernehmen, so wird dort auch seltener der Wunsch nach nachdenken mitschwingen. Schwerer Literatur, wie alte Klassiker oder Bücher wie „der Wolkenatlas“ hingegen, die erfordern mehr Aufmerksamkeit – mehr „Make me think!“

Ich gehöre eher in die zweite Kategorie, mag aber auch manchmal seichte Literatur, hach – kannst du dich an die Groschenhefte erinnern, mit ihren meist 64 Seiten? Reihen wie „Professor Zamorra“ oder „John Sinclair“, das waren die seichten Geschichten, die ich gerne las.

Die moderne Technologie hat längst ein interessantes Phänomen hervorgebracht, das immer häufiger diskutiert wird – zusammenhängendes Lesen. Wir sind längst daran gewöhnt, kurze Informationshappen zu erhalten, die wir dann aufnehmen. Das „Don’t make me think“ unterstreicht es einfach nur.

Wie ich lese, so schreibe ich auch 🙂
Tun das nicht die meisten Schreiberlinge, indem sie eher jene Genre vorziehen beim Schreiben, die sie selber gerne lesen? Versuchen wir uns wirklich an seichter Literatur, wenn wir sonst eher die komplexen Texte lesen?

Übrigens ist es ein guter Abgleich zum Gestalten von Blogs und Homepages.
„Don’t make me think“ meint nämlich vor allem eines – bau Blog und Homepage möglichst so auf, dass die Lesenden ohne groß nachzudenken verstehen, was du sagen willst. Viele Beiträge werden überflogen und häufig bleiben die Besucher nicht sonderlich lange. Aber das ist auch ok so – denn nur, was uns fasziniert oder interessiert, dort verweilen wir wirklich länger.

Menschen neigen tendenziell eher dazu, aus dem Bauch heraus zu entscheiden und nicht unbedingt groß nachzudenken.

Wohin tendierst du?

Wir können nicht alle Welt-Best-Sellertexte verfassen, aber wir können alle unser Bestes geben und unterhalten, oder zum Nachdenken anregen. Wohin tendierst du?

Karma is a bitch – stimmt das wirklich?

Karma is a bitch … oder bekommen wir nur, was wir verdienen?

In nahezu jeder Glaubensrichtung und jeder Mythologie findest du in der ein oder anderen Weise die Thematik der Wiedergeburt – was meist damit zusammenhängt, was du in diesem Leben auch tust – die Rechnung bekommst du im nächsten Leben präsentiert.

Manchmal geschieht dies in Form einer Waagschale, wie Anubis sie nutzte in anderer Weise sind es Energien oder einfach deine Taten, die die Wege leiten.

Im Film „Wolkenatlas“ gibt es dazu ein wundervolles Zitat:
Von der Wiege bis zur Bahre sind wir mit anderen verbunden, in Vergangenheit und Gegenwart. Und mit jedem Verbrechen und jedem Akt der Güte erschaffen wir unsere Zukunft.
Was wiederum bedeutet, wir sind nicht nur für uns verantwortlich, sondern auch für die Leben, die wir mit beeinflussen.

Vielleicht kennst du die Serie „My Name is Earl“, wenn nicht, schau mal rein, denn die ganze Serie behandelt das Thema Karma. Earl selber erkannte eines Tages, welchen Mist er baute und schrieb eine Liste jener schlechter Taten, die er korrigieren wollte, und er zieht sein Vorhaben durch. Das Karma „unterstützt“ ihn dabei, indem es ihn immer wieder auf den Pfad zurückbringt.

Ob du nun an Karma und Wiedergeburt glaubst, spielt hier eigentlich keine Rolle. Vielmehr der Gedanke, wie eine Tat sich auf alles auswirken kann und inwieweit darin ein gewisser Lerneffekt steckt. Wie wir, sind nämlich auch all die Figuren auf dem Lebensweg, um zu lernen, doch was wollen sie wirklich erlernen und wie könnte das Karma hier dreinpfuschen?

Wenn wir sagen „Karma is a bitch“, so kommt die Rechnung für etwas gern binnen kurzer Zeit. Du tust etwas und erhältst dafür die Rechnung.

Manchmal klammern wir uns zu viel und zu sehr an etwas, das wir beständig tun, weil Angst vorherrscht, das Nachfolgende könnte noch schlimmer werden.

Als ich in vom Land in die Großstadt zog, änderte sich für mich mein Leben schlagartig und erst jetzt begreife ich, dass ich die Verbindung zum Ländlichen damit praktisch aufgab – die Rechnung dafür folgte in emotionalem Stress und vielfach Überforderung. Auch das ist eine Art von „Karma-Rechnung“. Unser inneres Ich ist wie ein Kompass, der uns leitet, nur hören wir manchmal nicht zu oder ignorieren ganz gerne, was uns dieser Kompass sagt.

Ich brauchte zwei ganz besondere Seelen, die mir immer wieder halfen, um zu erkennen und zu begreifen, die mir immer wieder die Hand reichten – und ich ergriff sie.
Eine dieser Seelen war und ist meine Muse, würde er mir sagen – spring, ich fange dich – würde ich es tun, denn bei ihm weiß ich, dass er mich auffängt.

Karma is a bitch
ABER ist Karma nicht noch viel mehr?

Meine Muse brachte mich immer wieder dazu, aufzustehen, wenn ich fiel, reichte mir die Hand, wenn ich stolperte, und hielt mich, wenn ich vor Verzweiflung nicht mehr weiterwusste.

Das Karma bringt uns dazu nachzudenken, ABER es gibt uns auch die Mittel zur Lösung in die Hand, wenn wir zulassen, dass wir Hilfe annehmen.

Welche Hilfe gibst du?

Wenn du einer Figur Knüppel zwischen die Beine wirfst – denn DU bist das Karma deiner Figur – dann ist es sinnvoll, dem Charakter auch eine helfende Hand zu reichen. Welche Hilfe bietest du der Figur und würde er/sie/es die Hilfe auch annehmen?

das Tintenblau des Kreativitätsflusses … wie kreativ bist du?

Trinken wir aus der Quelle – oder treiben wir im Fluss?

Folgen wir den kreativen Flüssen und Ergüssen mancher Künstler, Schreiberlinge und anderer kreativer Persönlichkeiten, so wundern wir uns manchmal, woher diese ihre Ideen haben.

Wieso nur konnten Erfinder so viele Dinge entwickeln oder so hartnäckig an einer Sache dranbleiben wie Edison mit seiner Glühbirne?

„das Tintenblau des Kreativitätsflusses“

Es stammt von einem Kommentar von „heathermkaufman“, den zugehörigen Blog findest du hier: https://heathermkaufman.com/. Als ich diese Wortwahl las, sah ich vor mir ein Bild von einem leeren Blatt, einer Feder drauf, ein Tintenfass und eine Linie in dieser Tinte gezeichnet. Du wirst dabei vielleicht etwas anderes sehen – doch die Wortwahl trifft es auf gut.

Kreativität hat viel mehr als eine Farbe und vor allem viel mehr Wege, als wir glauben. Betrachten wir das Leben wie eine Spielwiese, so finden wir darauf so viele Möglichkeiten, die wir oft gar nicht sehen. Denken wir, das Leben wäre ein Fluss, auf dem wir schwimmen, so gibt es Strömungen und Verzweigungen und in jeder davon existieren so viele Möglichkeiten – unterschiedliche – je nachdem, welchen Flussarm wir nun wählen.

Nehmen wir dieses wunderschöne Beispiel des „Tintenblau des Kreativitätsflusses“ – hach, ich liebe diese Wortkombination, weil sie einen an alte Zeiten denken lässt, an einen Schreiberling vergangener Epochen wo noch mit Feder und Tintenfass gearbeitet wurde, ich sehe eine Hand mit einem spitzenbesetzten Hemd, wie es vielleicht Shakespeare einst trug.

Auch, wenn die aktuelle Zeit neue Möglichkeiten an Kreativität mit sich bringt, ist es denn nicht auch schön, einmal die alten Wege neu zu erkunden? Manchmal liegt der Kern der Kreativität im Einst, im Vergangenen, im Verborgenen und nicht im hellen Licht moderner Technik 😉

Stellen wir uns vor, wir würden auf einem Floß einen Fluss entlangfahren und an die Gestade des Ufers blicken, sehen wir dort das Ufer eines Dschungels oder vielleicht doch eine steile Felsenküste, die keiner je erklimmen könnte?
Nimm als anderes Beispiel den Fluss Styx, wo der Fährmann Charon die Verstorbenen in die Unterwelt brachte, sofern sie ihren Obolus beglichen. Wenn ich mir diesen Fluss vorstelle, dann stehe ich vielleicht auf Charons Fähre, sehe in das tiefe Wasser hinab und erblicke Verstorbene, die über das Boot geworfen worden waren und nun verzweifelt nach oben greifen, weil sie Hilfe erbitten wollen.

Lassen wir dieses Bild einfach einmal auf uns wirken, was siehst du bei der Wortkombination „das Tintenblau des Kreativitätsflusses?

Bist du derzeit im „Fluss“?

Wir können nicht immer im „Flow“ sein. Sicher, manche werfen eine Idee nach der anderen aus und arbeiten damit, aber jeder braucht mal auch eine Schaffenspause um Batterien wieder aufzuladen. Oder wie siehst du das und wie gehst du damit um, wenn du einmal nicht im Fluss bist?

Skaldenschule – Arbeitsbücher :-)

Heute stelle ich dir die bisherigen Bücher der „Skaldenschule“ vor.

Als ich in meiner Schulzeit war (und das ist auch schon mehr als 20 Jahre her), fehlten mir kreative Einflüsse. Natürlich gab es Aufsatz schreiben und ähnliches – ABER das kreative Denken lernen gehörte nicht dazu.

Wie das Leben eben so spielt, entwickeln wir im Lauf der Jahre einfach selber jene Dinge, die wir als Kind oder Teenager nicht hatten.

Die „Skaldenschule“ ist dazu gedacht Impulse zu setzen. Gerade in der aktuellen Covid-Zeit, so auch der Feedback in verschiedenen Unterhaltungen, fällt auf, dass ein kreativer Input ganz nett wäre. Hier will ich mit der „Skaldenschule“ ansetzen. Ein Freund meinte kürzlich, viele fallen in eine Starre und brauchen jemanden oder etwas, der / das sie wieder rausholt.

Andere Aspekte betrifft die klassische „Schreibblockade“, wo wir mitunter vor einem leeren Blatt oder Bildschirm sitzen und nicht wissen, WAS wir schreiben wollen/können. Manchmal braucht es einfach nur eine Idee und genau hier soll die Skaldenschule ansetzen.

Frigga wiederum lernte ich vor einiger Zeit online kennen, sie möchte jedoch vorerst noch ein wenig zurückhaltend bleiben. 😉

Zu den Bänden:

Band 1:
einfache Wörter
Wind / Segel, Erde / Wurzel, Sonne / Licht, …
zeichen, male oder schreib etwas zu den Worten ….

Band 2:
Vornamen
Wilhelm / Abigail, Larry / Jeannette, Emeric / Sigurd, …
was fällt dir zu den Namen ein, lass den Namen auf dich wirken …

Band 3:
Worte des Urgedächtnisses
Schicksalsgöttinnen, Granatapfel, Göttervater, Krafttier, ….
alte Bilder, neue Ideen …. das Urgedächtnis anzapfen – das Traumgedächtnis berühren …

Band 4:
Worte zu Texten formen
Geschichte / Wild / sichern, Winterschnee / Zierde / bergen, König / Ziege / wollen, …
drei Worte aus denen du täglich einen kurzen Text bauen kannst …

Band 5:
Ideen für Inspirationen – einfach mal was ganz anderes tun
Waldspaziergang (Kopf freimachen, Sauerstoff tanken, Waldbaden), historische Persönlichkeit (was würdest du diese Person fragen), Szenario Engel / Teufel (lass die beiden auf deiner Schulter diskutieren, …

Die Bücher sind als Arbeitsbücher gedacht. Pro Tag ist eine Sache, ein Wort, eine Möglichkeit angegeben, wie es funktioniert, das steht bei jedem Buch vorne drin.

Jeder Tag soll dir damit eine Möglichkeit zur Inspiration bieten, dir helfen, wenn du einmal den Kuss einer Muse brauchst 🙂

ABER du kannst mich jederzeit direkt anschreiben.

In dieser Reihe kommt dann übrigens auch das Interview-Buch.

Hast du Fragen dazu?