Karma is a bitch – stimmt das wirklich?

Karma is a bitch … oder bekommen wir nur, was wir verdienen?

In nahezu jeder Glaubensrichtung und jeder Mythologie findest du in der ein oder anderen Weise die Thematik der Wiedergeburt – was meist damit zusammenhängt, was du in diesem Leben auch tust – die Rechnung bekommst du im nächsten Leben präsentiert.

Manchmal geschieht dies in Form einer Waagschale, wie Anubis sie nutzte in anderer Weise sind es Energien oder einfach deine Taten, die die Wege leiten.

Im Film „Wolkenatlas“ gibt es dazu ein wundervolles Zitat:
Von der Wiege bis zur Bahre sind wir mit anderen verbunden, in Vergangenheit und Gegenwart. Und mit jedem Verbrechen und jedem Akt der Güte erschaffen wir unsere Zukunft.
Was wiederum bedeutet, wir sind nicht nur für uns verantwortlich, sondern auch für die Leben, die wir mit beeinflussen.

Vielleicht kennst du die Serie „My Name is Earl“, wenn nicht, schau mal rein, denn die ganze Serie behandelt das Thema Karma. Earl selber erkannte eines Tages, welchen Mist er baute und schrieb eine Liste jener schlechter Taten, die er korrigieren wollte, und er zieht sein Vorhaben durch. Das Karma „unterstützt“ ihn dabei, indem es ihn immer wieder auf den Pfad zurückbringt.

Ob du nun an Karma und Wiedergeburt glaubst, spielt hier eigentlich keine Rolle. Vielmehr der Gedanke, wie eine Tat sich auf alles auswirken kann und inwieweit darin ein gewisser Lerneffekt steckt. Wie wir, sind nämlich auch all die Figuren auf dem Lebensweg, um zu lernen, doch was wollen sie wirklich erlernen und wie könnte das Karma hier dreinpfuschen?

Wenn wir sagen „Karma is a bitch“, so kommt die Rechnung für etwas gern binnen kurzer Zeit. Du tust etwas und erhältst dafür die Rechnung.

Manchmal klammern wir uns zu viel und zu sehr an etwas, das wir beständig tun, weil Angst vorherrscht, das Nachfolgende könnte noch schlimmer werden.

Als ich in vom Land in die Großstadt zog, änderte sich für mich mein Leben schlagartig und erst jetzt begreife ich, dass ich die Verbindung zum Ländlichen damit praktisch aufgab – die Rechnung dafür folgte in emotionalem Stress und vielfach Überforderung. Auch das ist eine Art von „Karma-Rechnung“. Unser inneres Ich ist wie ein Kompass, der uns leitet, nur hören wir manchmal nicht zu oder ignorieren ganz gerne, was uns dieser Kompass sagt.

Ich brauchte zwei ganz besondere Seelen, die mir immer wieder halfen, um zu erkennen und zu begreifen, die mir immer wieder die Hand reichten – und ich ergriff sie.
Eine dieser Seelen war und ist meine Muse, würde er mir sagen – spring, ich fange dich – würde ich es tun, denn bei ihm weiß ich, dass er mich auffängt.

Karma is a bitch
ABER ist Karma nicht noch viel mehr?

Meine Muse brachte mich immer wieder dazu, aufzustehen, wenn ich fiel, reichte mir die Hand, wenn ich stolperte, und hielt mich, wenn ich vor Verzweiflung nicht mehr weiterwusste.

Das Karma bringt uns dazu nachzudenken, ABER es gibt uns auch die Mittel zur Lösung in die Hand, wenn wir zulassen, dass wir Hilfe annehmen.

Welche Hilfe gibst du?

Wenn du einer Figur Knüppel zwischen die Beine wirfst – denn DU bist das Karma deiner Figur – dann ist es sinnvoll, dem Charakter auch eine helfende Hand zu reichen. Welche Hilfe bietest du der Figur und würde er/sie/es die Hilfe auch annehmen?

8 Gedanken zu “Karma is a bitch – stimmt das wirklich?

  1. Romanfiguren unterscheiden sich kaum wesentlich von realen, außer, sie verfügen über bestimmte „Superkräfte“. Helfende Hände kommen also auch für meinen Protagonisten von anderen Charakteren der Geschichte oder aus den Erinnerungen der Figur an Eindrücke und Erlebnisse zuvor. Interaktion treibt eine Geschichte voran. Es gibt auch Storys, in denen nur eine Figur agiert (die einsame Insel, die Alleinüberquerung eines Weltmeeres, das Einzig-Überlebender-Szenario …), da kann nur noch der Zufall – eine glückliche Fügung – für einen hilfreichen Twist sorgen.

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  2. Die Karmalehre gefällt mir sehr und es ist gut, wenn viele Menschen daran glauben. Aber ich denke oft an all die Menschen, die unter den Bombenteppichen unserer Nato-Verbündeten sterben: Hatten die alle schlechtes Karma. Oder Kinder, die ihr Essen aus Müllhalden suchen müssen. Haben die im früheren Leben was böses getan.- Oder sind sie nicht einfach Opfer einer zutiefst ungerechten weltordnung? Wäre es gut ihnen zu sagen, dass es einfach ihr mieses Karma ist?

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    1. Die Natur setzt Rahmenbedingungen für Menschen. Wer am Vulkan siedelt, läuft Gefahr, Opfer des nächsten Ausbruchs zu werden … Zufall, wie fast alle Naturkatstrophen. Für den großen Rest von Glück und Unglück sind wir selbst verantwortlich. Helfen wir einander, machen wir uns das Leben gegenseitig schwer oder bringen uns gar gegenseitig um? Kein Karma, kein Schicksal – nur wir, wie ich es sehe.

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      1. Rhiannon

        Vielleicht nur ein anderes Wort für Karma?

        Es ist nicht so wichtig, wie wir es nennen, sondern vielmehr, wie wir uns geben, so kommt oft das Echo zurück.

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    2. Rhiannon

      Das Dilemma dran ist, dass sich daran die besten Philosophen schon die Köpfe zerbrochen haben – von Schmerz und Qualen, von Schicksalsschlägen und vielem mehr …

      Die Frage ist eher, ob wir das wirklich beantworten können, denn sonst müssten wir gleich mit der nächsten Ebene weiterfragen, warum unschuldige Tiere leiden müssen oder die Natur zerstört wird.

      Vielleicht können wir eines Tages darauf eine Antwort finden – im Moment sieht es dafür nicht besonders gut aus.

      Wenn wir uns das Karma ansehen – so kann es ja auch einfach nur sein, dass beispielsweise unsere Vorfahren mit ihrer Kolonialpolitik den Samen für unser heutiges Dilemma legten – oder was ist mit den Sklaven, die auf Haiti aufstanden und sich befreiten?

      Vielleicht sehen wir nur derzeit noch den Kern des Ganzen nicht – aber ein hungerndes Wesen wird wohl weniger nach Karma fragen als vielmehr nach Brot.

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  3. I think our highest goal is to recognize someone else’s very need, don’t judge him or her on this, but enabling him or her to live his or her life to the very soul of that person. Our life isn’t a general repetition, we only have one life to live I think. Life is about recognizing yourself at first. Then, another one can recognize you, enabling to team up against karma. But don’t dismiss karma always. Karma directed me more than once in the very opposite direction, enabling finding a road I otherwise never would have walked upon…

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    1. Rhiannon

      First we have to heal ourselves in order to be able to help others afterwards. How often is there a desire to help others where we are still too weak to support ourselves?
      Basically, that’s what you write – and I underline that.

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