eine Reise durch Möglichkeiten – Teil 1

Unsere „Reise“ beginnen wir gemeinsam, wir entwickeln und zusammen und doch jeder auf eine andere Weise. Wo meine Stärken und Schwächen liegen – sind die deinen andere. Wären wir alle gleich, so wäre es doch furchtbar langweilig 🙂

Vor jeder neuen Reise steht ein Anfang, es geht immer nur Schritt für Schritt – Step-by-Step vorwärts, ein Stein baut schlussendlich auf dem anderen auf.

In dieser „Reise“ findest du in den Bildern immer die Frage zum Thema. Lass dich davon inspirieren und geh auch deine eigene Reise, wohin auch immer diese führen mag:

Nimm dir ein leeres Notizbuch und schreibe dir deine Gedanken dazu nieder.

Und nun, lass uns loslegen 🙂

*****

Wohlstand

Was fällt dir ein, wenn du das Wort „Wohlstand“ liest oder hörst?

Denkst du dabei an Geld und materielle Werte?

Edward war im 19. Jahrhundert einer der damals so häufig vorkommenden „Zeitungsjungen“, der ganz gerne auf die Taschen der reichen Herrschaften blickte. Er hatte niemals viel besessen, geschweige denn mehr, als er für eine einzige Mahlzeit bezahlen könnte. Das Herz wurde ihm schwer, wenn er an die reich gedeckten Tafeln in den noblen Häusern dachte, wo niemand Hunger leiden musste.
Manchmal dachte er darüber nach, wie es wohl wäre, wenn er so viel Reichtum hätte und erkannte mit den Jahren, dass es auch Vorteile hatte, wenn er nicht viel besaß. Immer wieder erkannte er Angst in den Augen der Wohlhabenden, Angst davor, alles zu verlieren, das sie hatten und bettelarm zu werden. In diesen Momenten erkannte Edward, das Wohlstand auch seine Schattenseiten hatte – nur manchmal hätte er wohl gern ein Stückchen davon abgehabt 😉

Alles hat zwei (oder mehrere Seiten) … Wer Wohlstand hat, kann ihn verlieren oder teilen, horten oder Gutes damit tun.

Ist Wohlstand tatsächlich „nur“ auf materielle Güter beschränkt oder gibt es nicht auch andere Arten von Wohlstand? Gehen wir in die verschiedenen Geschichtsepochen, was wird und wurde als „Wohlstand“ bezeichnet?

  • Wohlstand – das Vieh, das einen über den kalten Winter bringt
  • Wohlstand – das Geld, das im Beutel klimpert
  • Wohlstand – die Kinder, denen so vieles weitergegeben werden kann
  • Wohlstand – Wissen, das wir erlangen und das wir spenden
  • Wohlstand – materiell/geistig/spirituell?

Vorteil und Nachteil

Materieller Wohlstand schenkt Sicherheit – aber auch Sorge, das er entschwinden könnte.
Geld kommt und geht, es zu horten, kann einen zu einem Ebenezer Scrooge machen, der nur auf sich bedacht ist und dem es nicht einfällt seinen Wohlstand zu teilen.
Kennst du das Märchen vom „Mädchen mit den Schwefelhölzern“? Wie viele liefen an dem Kind vorbei, das inmitten anderer starb, weil sich niemand um diese Seele kümmerte?

Als Menschen sind wir eine soziale Spezies, die häufig als arrogant und egoistisch wirkt, aber häufig liegt es an Ängsten, die dieser einzelne Mensch in sich trägt. Sein/Ihr geistiger Wohlstand ist geschrumpft und klein, vielleicht braucht diese Seele etwas vom Wohlstand eines anderen, der geistig viel zu geben hat?

Aspekt

Jede Art von Wohlstand kann sinnvoll eingesetzt, reiche Früchte tragen, es kommt nur darauf an, sorgsam damit umzugehen, aber in Fluss zu halten.
Wird Wohlstand sinnvoll genutzt, kann er Berge versetzen und auch dem Gebenden sehr vieles schenken. Wohlstand ist nicht dazu da, um ihn für sich zu behalten!

Nützlich für Figuren und Geschichten:

Wohlstand kann hinter etwas verborgen sein, dem Charakter aber ohnehin schon gehören.
*) Der Schatz hinter dem Drachen
*) Das Wissen hinter dem Vergessen
*) Die Goldkiste hinter einer verborgenen Wand
*) Die Schatztruhe auf einer einsamen Insel nach einer langen Suche

Finden lässt sich dieser Wohlstand – aber was macht die Figur damit?

Deine Aufgabenstellung für diesen Schritt der Reise:
Was ist Wohlstand für deine Figur und was tut diese Figur damit? Welche Konsequenzen hat es und wohin soll es schlussendlich gehen?

2 Gedanken zu “eine Reise durch Möglichkeiten – Teil 1

  1. Wohlstand ist nicht Reichtum und Reichtum bedeutet nicht ’stinkreich‘. Irgendwo zwischen finanzieller Sicherheit und Überfluss, scheint des Menschen Wohfühlzone zu liegen. Spätestens dann, wenn er gelernt hat, dass es lebenswichtige Dinge gibt, die unbezahlbar sind. Die Definitionen, bzw. das, was Menschen mit ‚überflüssigem‘ Besitz tun, liegt in ihrer Natur. Altruisten werden andere Entscheidungen treffen, als bspw. Egoisten … Besitz (Geld) verdirbt nicht den Charakter, er war vermutlich schon vorher ‚verdorben‘.

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    1. Rhiannon

      Der Nachsatz gefällt mir!

      Es hat was von „Macht korrumpiert“, wo die besten „Mächtigen“ wohl jene sind, die die Macht gar nicht haben wollen …

      Gefällt mir

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