eine Reise durch Möglichkeiten – Widerstand

Jedes Wesen trägt einen phyischen Körper und eine psychische Existenz in sich – vielleicht sogar noch mehr 😉

Stärke ist vielleicht nichts anderes, als die eigene, persönliche Entwicklung in vielerlei Hinsicht UND auch manches gehen lassen zu können.

„Warum bist du so traurig?“ scheinen seine Augen ihr sagen zu wollen – jene haselnussbraunen Augen, die sie so wunderschön fand und an die sie immer wieder dachte. Jenes Haar, das sie so gerne berührte und der Duft seines Körpers, den sie so mochte…

Alles das brachte sie zum Weinen. Wie sehr sie die Zeit mit ihm genossen hatte, bevor der Kontakt endete … lange hatte sie ihn völlig vergessen, dass er jetzt vor ihr stand, es ließ die Schleusen in ihrem Ich bersten.

„Wo bist du gewesen?“ Schmerz drang in ihr Herz ein, durchbohrte es – nach wie vor stand er im Sturm ihrer Gefühle vor ihr und sah sie an. Die Hand nach wie vor ausgestreckt und mit einem Gesichtsausdruck versehen, den sie einst so sehr mochte. „Vergessen“ …

Mallory sah ihn an und lächelte, trat zu ihm – doch statt seine Hand zu ergreifen, umarmte sie ihn, statt etwas zu sagen, traten Tränen aus ihren Augen, die sie schloss. Noch fühlte sie seine Umarmung, bis diese leichter und leichter wurde.

Langsam, nur sehr langsam, löste sie sich wieder von ihm und strich ihm über die rechte Wange, bevor sie ihm einen Kuß auf die Stirn hauchte und von ihm zurücktrat.

„Du bist nur eine Erinnerung, eine wundervolle zwar, aber nur eine Erinnerung!“
lächelnd, wischte sie die letzte Träne von ihrem Gesicht und sah zu, wie seine Erscheinung blasser und blasser wurde, bis sie in Nichts entschwand.

Es tat weh, ihn gehen zu lassen, sehr weh sogar – und doch fühlte sie etwas in sich, eine Stärke, in ihr, die sie nie zuvor gefühlt oder erkannt hatte.

„Wieso bist du gegangen?“

Traurig die Träne wegwischend, sah Mallory ein schlagartig sich veränderndes Umfeld vor sich. Die Schätze entschwanden unter Wasser, ein Meer umschlang all die großartigen und weniger großartigen Dinge um sich, bevor es auch sie umschlang. Nicht mehr als ein Stück Holz umklammernd, erhob sie sich auf das dieses und hielt sich daran fest.

Die stürmische See umspülte alles, im Horizont erst schien ein Lichtschimmer auf und ließ sie nach Hoffnung streben. Längst völlig durchweicht, atmete sie tief ein und hielt sich am nassen Holz fest, immer wieder in Gefahr abzurutschen und verloren zu gehen.

Frage an dich:
Widerstand vermag sich in vielem auszudrücken und oft ist es eine Entwicklung aus verschiedenen Dingen heraus. Wie siehst du es hier und was passiert ihr als nächstes?

3 Gedanken zu “eine Reise durch Möglichkeiten – Widerstand

  1. Rhiannon: „Jedes Wesen trägt einen phyischen Körper und eine psychische Existenz in sich – vielleicht sogar noch mehr“

    Ja, so ist es.

    ◾ Der physische Körper,
    ◾ der Emotionalkörper und
    ◾ die Psyche des Menschen…

    bilden die Peripherie. Sie sind unseren Sinnen zugänglich.

    Nur hört der Mensch nicht an den Grenzen des Sinnlichen auf.
    Das, was das Sichtbare und Fühlbare am Leben erhält, ist für
    die Augen nicht sichtbar.

    Mittelbar lassen sich noch einige „Schichten“
    der Aura fotografieren, aber dann ist Schluß.

    Was unsere Physis aufrecht hält,
    bleibt den Sinnen verschlossen.

    Das Wesentliche
    bleibt unsichtbar.

    🌻

    Rhiannon: „Stärke ist vielleicht nichts anderes, als…“

    Stärke & Schwäche, Macht & Ohnmacht, Reichtum & Armut,
    Freude & Schmerz… all das steht uns hier zur Verfügung, auf
    den Brettern, die uns „die Welt“ bedeuten, an dem wir uns
    reiben und an dem wir auch wachsen und reifen können.

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  2. Selten gibt es nur einen Weg. Mallorys Zukunft wird durch ihre Vergangenheit bestimmt, durch ihre Biografie, durch all ihr zuvor Erlebtes und daraus an ‚Lebensweisheit‘ Gezogenes und nicht zuletzt durch die mitgegebenen Gene. Agiert sie nur emotional oder wägt sie rational ab? Sie könnte sich gleichermaßen zwischen Loslassen und Hoffen entscheiden. Da wir Leser ihre Vergangenheit nicht kennen (ihr ‚Dilemma‘ folglich nicht wirklich nachempfinden können), ist eine Prognose bloß wie der Blick in die Kugel einer Wahrsagerin.

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