eine Reise durch Möglichkeiten – Ziel …

„Finde etwas, das tot und doch nicht tot ist, das verborgen und doch offen ist!“

Diese Worte klangen in Mallorys Kopf weiter, während sie einen Fuß vor den anderen setzte und nachdachte. Doch all die Zeit vermochte sie sich keinen Reim drauf zu machen.
Ihr Weg führte an vielen Büschen und Dornen vorbei, an kleinen Bächen und Ruinen, Bäumen, die wie Skelette ihre Äste nach oben Richtung Firmament streckten und irgendwann kam sie an eine kleine Lichtung, in der ein einsamer Baumstumpf stand.

Etwas zog sie in dessen Richtung, bis sie direkt vor ihm stand. Er strahlte etwas aus, das sie anzog.

War der Baum selber überhaupt noch am Leben? Knorrig und rissig wirkte die Rinde auf sie, Efeu wuchs auf dem Baumstumpf und in der Mitte des Baumes fand sie eine Höhle, in der vor Ewigkeiten wohl Vögel genistet haben mochten …

„Finde etwas, das tot und doch nicht tot ist, das verborgen und doch offen ist!“
War es nicht genau das?
Tot und doch nicht tot
Verborgen und doch offen?

Also griff sie in die Höhle und fühlte etwas Hartes, das sie mit ihrer Hand umfasste und hervorholte. Mallory hob die Hand und öffnete sie – in ihr verborgen ruhte ein kleiner, roter Rubin. Erstaunt sah sie den Rubin an und betrachtete ihn von allen Seiten – bis sie hinter dem Baum eine Gestalt hervortreten sah, die ihr die Hand reichte.

Es war der Schamane, der sie all die Zeit begleitet hatte.

„Komm!“ Raunte er ihr zu und führte sie sicher zurück.

Schwer atmend und verschwitzt öffnete sie die Augen und sah ihn an. Verwirrung war in ihrem Inneren, als wüsste sie nicht so recht, wo sie sich aufhielt – bis es ihr dämmerte.

„Willkommen zurück!“

Auch er wirkte erschöpft, während er ihre Hand wieder losließ.
„Was du gefunden hast, das ist dein wahres Herz, das, was du wirklich brauchst und willst. Bewahre es in deinem Inneren und wähle weise, wie du damit umgehen wirst!“

Mit diesen Worten verließ er den Raum ihr Zeit für sich selbst gebend. Ohne, dass sie dies merkte, flossen ihr die Tränen die Wangen hinab, etwas löste sich und gab sie frei.
Bis sie, Erleichterung verspürend, sich frei fühlte, wissend, dass sie ihre Reise erst begonnen hatte.

*****

Wie es nun mit Mallory weitergeht, das liegt allein in deiner Hand, wenn du mit ihr die nächsten Schritte gehen möchtest, dann tu dies. Führe sie dorthin, wo sie hingehört 🙂

Was denkst du? Was hat sie draus gelernt und wie wird es weitergehen?

eine Reise durch Möglichkeiten – Teil 5

Anfänglich fühlte sie sich verloren, als sie die nebelige Insel betrachtete und doch schien es etwas zu sein, das wichtig sein sollte für sie. Langsam, gemächlich und gemütlich ließ sie sich vorwärtstreiben, bis sie Boden unter ihren Füßen spürte und das Wasser verlassen konnte.

Nach wie vor in Nebel getaucht, ruhte diese Insel vor ihr… es roch nach Herbst und nach Winter – jene wenigen Tage im Jahr, in dem die Jahreszeiten sich die Hände gaben und der wahre Zauber des Wandels erkennbar wurde.

Erstaunt stellte Mallory fest, dass ihre Kleidung und sie selber trocken war, trotz all der Zeit, die sie im Wasser zugebracht hatte.
In ihrer Nähe sah sie Moos und kleinere, dornigere Büsche, die sie leicht überschreiten konnte, in deren Mitte sah sie einen schmalen Pfad, den sie entlangwanderte, als würde sie der Pfad anziehen. Schritt für Schritt ging es vorwärts, bis sie einer Lichtung entgegenschritt, die sie anzuziehen schien.

Von oben schimmerte etwas Licht hindurch und schien Wärme zu schenken … So setzte Mallory einen weiteren Schritt nach dem anderen vorwärts, bis sie selbst inmitten der Lichtung stand und betrachtete den Flecken vor sich genau.

„Finde etwas, das tot und doch nicht tot ist, das verborgen und doch offen ist!“
Vernahm sie in ihrem Inneren, in ihrem Kopf, doch als sie sich umdrehte und wissen wollte, ob hinter ihr jemand stand, war sie alleine, nur die dornigen Büsche waren hier, kein Mensch, kein Tier, kein anderes Leben – nur sie selbst mit einem Fragezeichen im Gesicht.

Frage an dich:
Was könnte das sein?

Denk frei … es gab einst ein Gedicht, in einem Buch, das ich bis jetzt im Kopf habe:
„In milchweißen Marmorhallen, in samtweicher Haut – in einem Brunnen, klar und kristallen, ein goldener Apfel, gleichwohl von Dieben überfallen, eine torlose Burg!“ …Was war mit dem Gedicht gemeint?
Nichts anderes als die Beschreibung eines „Ei“!

Bin auf deine Ideen gespannt, 🙂

ein neuer Weg im Dasein

Manchmal, so scheint es, frißt das Leben die Seele auf. In diesen Momenten kommt einfach alles zusammen, die Energie reicht nicht mehr aus um über den Tag zu kommen.

So ging es mir die letzten Wochen, in denen ich recht wenig gepostet habe … aber es ist ein Silberstreif am Horizont zu sehen, da mir ein Aspekt inzwischen wegfällt – die Jobsuche.

Seit einigen Tagen habe ich eine Jobzusage aus dem Nachbarort, wodurch wieder einiges an Ressourcen und Energien frei wird. Meinen Geburtstag letzte Woche haben wir auch schön gefeiert – 2022 ist für mich also der Start in einen neuen Lebensabschnitt. Bisher war es ein recht bewegtes Jahr …

Jetzt, mit einer Zusage in der Tasche, kann ich mich wieder ruhigeren Gewissens meinen Buchprojekten widmen – also auch dem „Selfpublisher-Büchlein mit den Interviews“ 🙂 Hurrah!!

Vielen lieben Dank auch an all jene, die mir Mut zugesprochen haben – ich weiß es wirklich zu schätzen, es hat geholfen – vielen Dank dafür! Die Kommentare werde ich noch alle bearbeiten 🙂

Wie geht es dir derzeit?
Glaubst du, auch für dich wird 2022 ein komplett neuer Abschnitt im Leben werden?

unendlich viele Möglichkeiten, welche schlägst du ein?

Hast du mich schon vermisst?

Die letzte Zeit war für meinereiner ziemlich – sagen wir mal – fordernd. Vor allem, da es zu viel Druck von allen möglichen Seiten gab, wodurch einfach einmal ein kleinerer Rückzug nötig war.

Sehen wir einfach in die Welt hinaus, so ist deutlich zu sehen, dass auf allem so unendlich viel Druck liegt. Gewiss – bis zu einem ganz gewissen Grad ist Druck sogar nötig, sonst würde aus Kohle kein Diamant entstehen – aus Stahl würde kein Schwert schmiedbar sein … ABER irgendwo ist auch der Punkt, wo Rückbesinnung einfach notwendig wird.

Wir können nicht immer nur Druck aushalten – weil wir uns sonst selbst vergessen …

Wie geht es dir derzeit mit all dem Druck?

Als der erste Lockdown war, fühlten sich Ruhe und Stille so schön an, ein klein wenig Erinnerung an alte Tage, in denen der Advent Besinnlichkeit schenkte. Heute ist das längst vergessen und es zählt nur noch das Weiter-Höher-Besser … aber ist das wirklich immer das Wichtigste?

Wo enden wir, wenn wir alle an diesen Dingen zerbrechen und was ist einem selbst wichtiger?

Ich sehe in meiner Firma, wie Menschen allmählich zu zerbrechen drohen, die Belastung immer stärker und mehr wird … und vermutlich geht es vielen anderen auch so.

Mein Ziel ist es, euch allen hier Motivation zur Kreativität zu geben, euch (ja auch dir) entsprechende Unterstützung zukommen zu lassen. Wenn dann die Erkenntnis ist – meine Kraft ist im Keller und ich kann nicht mehr unterstützen, wie gut ist das dann für jene, die es benötigen?

Darum möchte ich dich heute bitten – hör auf dich, horche in dich hinein und sieh dir an, wo deine Ziele sind. „Hörst“ du sie noch oder sind sie längst unter dem Druck begraben?
Spürst du noch die Energie des Schmetterlings in dir oder ist dieser längst in einem feinen Seidennetz gefangen worden und verausgabt sich im sinnlosen Versuch, sich zu befreien?

Ich für meinen Teil habe einige Entscheidungen getroffen, um mein Ziel wieder aufnehmen zu können … denn es ist ein gutes Ziel, zu unterstützen 🙂
Tu das Gleiche – folge deinem Herzen …

in den nächsten Tagen wird es mit der Reise weitergehen 🙂
Ich wünsche dir Kraft, in diesen Tagen … ein Zurück in die Zeit vor dem Lockdown wünschen sich so viele, aber auch wieder nicht …

wie geht es dir damit? möchtest du die Welt zurück, wie sie vorher war – mit all den Konsequenzen, die sich daraus ergeben?

eine Reise durch Möglichkeiten – Teil 4

Als Lebewesen haben wir verschiedene Instinkte in uns, unterschiedliche Möglichkeiten und allgemein auch Grenzen, die über unser Gedeih und Verderben entscheiden. Innerer Widerstand kann nur bis zu einem gewissen Grad hinausgezögert werden – allzu lange sich dagegen zu wehren jedoch – kann einen als Lebewesen völlig zugrunderichten. Widerstand ist manchmal einfach eine Notwendigkeit – ABER nicht um uns zu vernichten, sonder um uns zu schützen, und dass wir daran wachsen können.

*****

Kommunikation

Was bedeutet für dich „Kommunikation“?
Bezieht es sich „nur“ auf die Wahl der Worte beim Unterhalten oder gehst du weiter? Ist Kommunikation einfach alles um einen herum oder nur auf wenige Punkte in der Existenz begründet?
Kennst du noch die Geschiche vom „Turmbau zu Babel“? Es ist eine schöne Anekdote, wie schön vielfältig etwas sein kann – ABER auch, dass es eine gemeinsame Basis braucht, um zu wissen, was der andere meint, oder wüßtest du genau, was beispielsweise in den verschiedenen Ländern der Erde eine ganz bestimmte Handgeste bedeutet? (ZB salutieren, oder das Victory-Zeichen oder schlichtweg Arme verschränken,…)

Vor einigen Jahre trat der jungen Sterlin seinen Beruf als Handelsangestellter an. Eigentlich mochte er, was er tat – und doch geschah immer wieder das ein oder andere Missgeschick, das er für Zufall hielt und abtat.
Als rationeller Mensch hielt er alles für Humbug, was er nicht sehen und somit erkennen konnte. Irgendwann verfolgte ihn das Pech, verlor ihm wichtige Personen und auch sein Geld.

Verzweifelt bat er seine Nachbarin um Hilfe und die bekam er. Sie stellte eine Verbindung zu jenem Wesen her, dessen Worte er beständig ignoriert hatte – und hörte zu. Tat, was ihm das Wesen riet und erkannte, dass er seinen eigenen Schutzgeist fast vergrault hätte, seinen Schutzengel, der ihm all die Zeit nur helfen wollte.

Erst jetzt begriff er, wie wichtig es war, nicht alles zu ignorieren – und schlug einen neuen Weg ein. Als Jugendlicher hatte ihn das Spirituelle begeistert und so fand er schlussendlich seinen Weg im Buddhismus. Sein Schutzengel wollte ihm das All die Zeit klar machen, doch Sterlin hatte seine Worte völlig ignoriert – bis er sich gezwungen sah zuzuhören.

Kommunikation kann so vieles sein – es ist defakto unmöglich „nicht“ zu kommunizieren. Ob es nun Worte sind oder Gesten, Mimik oder Unausgesprochenes … selbst andere Welten könnten sich auf ihre Weise bei uns melden.
Kennst du die Geschichten über Telepathie und beispielsweise einem Menschen an der Grenze zum Tode, der seinen Liebsten in diesem Moment erscheint? Ist dies nicht auch eine Art von „Kommunikation“?

  • Kommunikation – richtige Wahl der Worte – der Autor, der eine Geschichte erzählt
  • Kommunikation – mit Gestik und Mimik etwas vermitteln – ein Baby, das mit seinen „Eltern“ spricht
  • Kommunikation – Botschaften verbreiten – als Kurier oder Botschafter
  • Kommunikation – ein spiritueller Führer in Zwiesprache
  • Kommunikation – neue Wege finden

Vorteil und Nachteil

Für viele ist heute das Wort „Kommunikation“ längst zum Reizwort geworden. Zu viele Meetings und Besprechungen fressen Zeit und unterwandern Arbeitszeiten, zu viele stellen sich gern in den Mittelpunkt und übergehen damit andere.

Doch ohne Kommunikation geht es einfach nicht.

Wie soll „Verstehen“ geschehen, wenn es kein Kommunizieren gibt? Dazu fügen sich Sprache, Worte, Gesten und vieles mehr zu einem großen Ganzen.
Doch wer sagt nicht, dass nicht auch andere Welten mit uns Menschen kommunizieren wollen?

Im Voodoo ist es beispielsweise so, dass jemand, der Hungan oder Mambo werden soll und dies ignoriert, so lange „hingewiesen“ wird von den Loah, bis er/sie dem Weg folgt. Dann wieder gibt es Naturwesen, die sich schüchtern verbergen, bis sie vertrauen und dann entsprechend sich zeigen (meist vor dem inneren Auge).

Kommunikation ist ein wahnsinnig breites Feld – doch sie ist ebenso wichtig, wie das Essen. Wenn du die Survival-Show „Alone“ gesehen hast, dann weißt du, was gemeint ist. Häufig war es nicht die Überlebens- und Hungersituation, die die Teilnehmer forderte – sondern weil sie niemanden hatten zum Sprechen. 😉

Aspekt

Kommunikation ist ein essentieller Aspekt des Daseins, ohne Zuwendung und Aufmerksamkeit verblüht die Seele.

Wir brauchen sie um Botschaften zu übertragen und zu empfangen – wer keine Worte hat, der braucht eben Bilder.

Nützlich für Figuren und Geschichten:

Kommunikation ist das um-und-auf für Entwicklung und Verständnis.

*) Lösung für Probleme
*) Missverständnis, bei gleichen Worten und anderem Hintergrund
*) Verbindung von Welten
*) Anleitung durch andere

Kommunikation bedeutet auch einen Mentor oder Lehrer haben zu können, der bei der Entwicklung hilft.

Deine Aufgabenstellung für diesen Schritt der Reise:

Überlege dir eine Art der Kommunikation, die du für deine Figur als „Lernbedarf“ vorgibst. Vielleicht ist es ein Mentor wie Yoda für Luke (bringt ihm den Umgang mit etwas bei), eventuell ist es eine Sprachgeschichte oder vielleicht etwas ganz anderes …

Wie verstehst du „Kommunikation“ und wie kannst du sie in eine Geschichte einbauen, wenn es genau darum geht?

Sendest du deine Wünsche an den Weihnachtsmann?

Möchtest du dir auch was wünschen?

Wenn du meinem Blog schon eine Weile folgst, dann weißt du wahrscheinlich auch, dass ich nur bedingt ein Freund hoher Temperaturen bin und mich längst wieder auf die nächsten Schneewehen und Eiszapfen freue 🙂

Wie geht es dir, wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen? Bei mir fängt im Durchschnitt ab 33 Grad Weihnachtsstimmung an aufzukommen.

Kennst du auch nur einen einzigen Weihnachtsfilm, in dem es KEINEN Schnee gibt? Ich schon – leider! Aber auch NUR einen einzigen 🙂 – juhu!

Auch wenn Weihnachtsfilme wahnsinnig kitschig sein können, so haben sie vielfach eines gemeinsam – Besinnlichkeit in Kombination mit guten Wünschen und vor allem WINTER und SCHNEEEEEEEEEE! 🙂

Vielleicht sollte ich mal ne Weihnachtsedition mit einer Auflistung aller Weihnachtsfilme zusammenstellen … Aber Spaß beiseite.

Es spielt doch im Grunde gar keine Rolle, ob jemand Weihnachten feiert oder nicht, ob er/sie nun Chanukka (Judentum), Diwali (Hinduismus), Visakha Puja (Buddhismus), das Julfest (Asatru und Naturreligionen) oder etwas anderes feiert, es geht in allen diesen Festen um das Beisammensein und das sich-unterstützen.

Weihnachtsstimmung bedeutet für mich jedoch einfach einmal heißer Kakao, meine Kuscheldecke, Kaminfeuerprogramm im Fernseher und einfach Schnee.

Dazu stell ich dir hier einfach mal zwei der Weihnachtsfilme vor, die ich wirklich mag:

„Santa’s Slay – Blutige Weihnachten (bzw. „Very Bad Santa“)

Eigentlich ist es eine Horrorkomödie aus dem Jahr 2005, in der Santa Claus der Sohn des Satans ist. Bis er mit einem Engel eine Wette einging und diese verlor. Erst verbreitete er Angst und Schrecken und als verlorene Wette hatte er nun die Aufgabe, den Menschen 1.000 Jahre Freude zu bereiten.

Nach Ende der 1.000 Jahre verlässt er den Nordpol und beginnt seinen blutigen Weihnachtsfeldzug. Allerdings – wie in sehr vielen anderen Filmen auch – findet sich ein junger Widersacher, der diesem Santa gründlich Paroli bietet.

Hier ist das Kostüm optisch eher an nördlichere Tracht angelehnt, als dem klassischen „Coca-Cola-Weihnachtsmann“. Ernst nehmen darf den Film echt keiner, aber auf seine Weise ist der Streifen schon richtig charmant.

Den zweiten Weihnachtsfilm fand ich erst vor wenigen Tagen:

„Wunder einer Winternacht – Die Weihnachtsgeschichte (Originaltitel Joulutarina)“

Dieser Streifen entstammt einer finnisch/kanadischen Coproduktion aus dem Jahre 2007.

Vor hunderten von Jahren verlor Nikolas seine Eltern auf tragische Weise. Der Weisenknabe kam nun jedes Jahr bei einer anderen Familie unter, bis die Fischsaison keine ausreichende Nahrung brachte. Nikolas bedankte sich auf seine Weise und schnitzte den Familien als Dankeschön etwas Schönes. Das sah auch der Tischler Iisakki, der ihn als seinen Lehrling übernahm, wo kein anderer ausreichend Nahrung für ihn übrig hatte. Nach einer anstrengenden Lehrzeit wird Nikolas praktisch sein Sohn und hat ein feines Zuhause. Jedes Jahr zu Weihnachten verschenkt er seine Schnitzereien, indem er sie vor die Türen der Familien legt und sorgt sogar dafür, dass ihn keiner mit dem „Weihnachtsmann“ in Verbindung bringt.
Als er dann zu alt dafür wird, übernehmen die Eltern diese Aufgabe, sodass immer ein Geschenk vor der Tür für die Kinder da ist.

Diese Version gefällt mir von all den Santa-Claus-Filmen inzwischen am besten. Sie ist nicht kitschig, sondern einfach nur märchenhaft mit einem leichten Touch der früheren, tschechischen Märchenfilme. Angezuckerte Landschaften, tiefe Schneewehen und vor allem die Entwicklung von einem traurigen Weisenjungen hin zum Weihnachtsmann ist einfach nur entzückend und absolut kindgerecht gedreht! Achja, und die Rentiere dort haben schlichtweg Angst vor roter Kleidung – darum bekam er seine rote Tracht….

Also wenn du mal in Weihnachtsstimmung bist dank der Hitze, guck einfach mal in diese Filme rein – es lohnt sich 😉

Abgesehen davon gibt es natürlich noch viele andere, wundervolle Weihnachtsfilme wie ZB:
-The Nightmare Before Christmas (1993)
-Schöne Bescherung (National Lampoon’s Christmas Vacation, 1989)
-Buddy, der Weihnachtself (Elf, 2003)
-Der Grinch (How the Grinch stole Christmas, 2000, 2018)
-Santa Clause – Eine schöne Bescherung (1994)

Was ist dein liebster Weihnachtsfilm und warum?

Heiße Sommertage und Weihnachtsfilme sind vielleicht grundsätzlich konträr, aber warum auch nicht? Sie sind meist kurzweilige, nette Filme, mit einer lieben Grundaussage und vor allem SCHNEE … lasst uns das nicht vergessen, denn als Kinder haben wir diese Zeit doch alle geliebt …

Hm … würdest du eine Weihnachtsgeschichte schreiben, wovon würde sie handeln?

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Möchtest du so bleiben wie du bist?

„Ich will so bleiben, wie ich bin!“

Kennst du den Werbeslogan? Ich bin mir ziemlich sicher, dass du sogar die Melodie im Kopf haben könntest, wenn du diesen Satz hörst und du weißt vermutlich auch, welche zwei Worte sich da noch dranhängen, um die Werbung gut im Kopf zu platzieren.

Schau mal nach oben auf das Foto. Das war Maze am Tag, als wir sie bekamen. Herzallerliebste schwarze Miezekatze und jetzt ist sie eine richtige Katzenschönheit geworden, die auch schon mal am Fenster sitzt und den Schwalben über unserem Fenster nachgackert. Sie hat sich entwickelt und entdeckt ihre Fähigkeiten und Kräfte, die in ihr wohnen.

Denk wieder an die Werbung oben und was sie suggeriert.

Bleib wie du bist? Soll das wirklich gut sein?
Wieso erzählen dann so viele Geschichten von Weiterentwicklung und Fortschritten, wenn wir nur so bleiben sollen, wie wir gerade sind?
Jeden Tag, wenn wir aufstehen, sind wir anders als Abend zuvor, wo wir ins Bett gingen und uns in Morpheus Arme begaben.

Willst du so bleiben, wie du bist?

Was würde deine Figur sagen, wenn du sie danach fragen würdest? Hat sie einen Traum, den er/sie/es verfolgt? Vielleicht ist es aber so, dass sich diese Figur gerade wohl fühlt, wo er/sie/es gerade ist? Warum sollte eine Figur, die doch alles hat genau dieses „Alles“ aufgeben?

Nehmen wir dazu eine Figur, die in Wohlstand aufwächst und alles hat, was das Herz begehrt. Es gibt keinen Hunger und keine Langeweile, für gutes Essen ist gesorgt, für Unterhaltung und auch für die Liebe. Und doch gibt diese Figur alles auf – warum?
Wenn du in der Geschichte zurückgehst, so findest du (mindestens) eine Gestalt, die genau das tat. Die Gestalt, die ich meine, findest du namentlich am aktuellen Papst – oder lies nach dem „Hl. Franziskus“. Aufgewachsen in Wohlstand, es mangelte an nichts, ließ er doch alles zurück und widmete sich anderem.
Hätte ihm jemand gesagt „bleib so wie die bist“, hätte er diesen Rat befolgt?

Aus genau solchen Aspekten heraus, kannst du einen Figur in ein gewaltiges Abenteuer stürzen. Dies kann simpel mit einer Pilgerfahrt oder einer einfachen Rucksacktour anfangen oder es geht gleich in phantastische Welten. Vielleicht ist es auch eine Schleife, in der diese Figur gefangen bleibt, bis sie etwas gelernt hat?
Nimm eine Figur in einem ganz bestimmten Umfeld und versetz sie an das genaue Gegenteil. Die Frage hier ist, warum soll die Figur „freiwillig“ den Standort wechseln?

In vielen Fällen ist „Dekadenz“ und „Langeweile“ der Hintergrund. Wir haben alles gesehen und alles erlebt (kennst du Q aus Star Trek? In der Serie „Voyager“ wird genau das mit einem anderen unsterblichen Q thematisiert, der einfach nicht mehr will!). Genauso ist der Trend, der immer wieder kehrt, miste aus und kehre zu den Basics zurück. Wir brauchen doch all den Tand nicht wirklich – oder doch?

Entwicklung ist etwas, das wir draus machen und genau so kannst du eine Idee für eine Geschichte aufbauen. Nimm eine Figur, die einfach alles hat und sich keine Sorgen machen muss um das materielle Wohlergehen und doch spürt diese Figur etwas in sich, dass eine Veränderung nötig ist.

*) spirituelle Entwicklung (Kloster, Pilgerreise, …)
*) geistige Entwicklung (Forschungsreise, Mentor finden, …)
*) soziale Entwicklung (Missionar, …)

Das sind Beispiele, es gibt so vieles mehr. Manche Figuren suchen nach ihrem Seelenheil, manche nach einer Entfaltung oder Erfüllung, wieder andere spüren in sich den Drang aus anderen Gründen eine Entwicklung zu wählen. Am Ende ihrer Reise werden sie stärker und lachen vielleicht nur noch über das, was sie einmal waren.

Ich mag ja beispielsweise die Sache mit den Zeitschleifen. „Und täglich grüßt das Murmeltier“ ist einer meiner liebsten Filme dazu. Wenn eine Figur an einem Punkt ihres Lebens angekommen ist, wo er/sie/es einfach nichts mehr checkt oder die Entwicklung stagniert, er/sie/es ständig den Möglichkeiten ausweicht – wäre dann nicht eine Zeitschleife eine interessante Idee? Darin lässt sich so vieles austesten und lernen – es ist beinahe wie eine Welpenschlule. Was kann denn passieren? Die Figur lernt und begreift irgendwann, was ihm/ihr/es tatsächlich wichtig ist.

In jedem von uns schlummern Samenkörner der Entwicklung. Irgendwann sind sie reif und wollen gesät werden. Das sind im Kern jene Punkte, wo wir erkennen, es ist an der Zeit unser Leben zu verändern. Warum also nicht einen solchen Punkt in eine der Figuren einbinden? Lediglich die Frage „WAS ist zu lernen“ gehört beantwortet und die Figur quasi ins kalte Wasser gestoßen.

Magst du Geschichten, in denen Figuren einen Mentor haben, der ihnen hilft? Da wäre ZB Luke und Meister Yoda (die Szene im Sumpf ist einfach nur köstlich). Stell der Figur einen Mentor beiseite, der ihn/sie/es bei schwierigen Punkten anleitet und weiterhilft – ABER ihm/ihr/es niemals die Suche nach der Antwort gänzlich abnimmt.

Hier bieten sich einfach ältere Figuren und Charaktere an. Das mag eine alte Frau sein, die ihr Wissen an die Enkel weitergibt, ein alter Kampfsportlehrer oder vielleicht ein Wesen wie die „uralter Morla“ aus der unendlichen Geschichte. Vielleicht ist es auch ein Teenager, der Zugriff auf frühere Leben oder Ähnliches hat?

Sieh dich im Internet um, such gezielt nach „Coach“ und sieh dir das durchschnittliche Alter an. Wem würdest du eher zutrauen Wissen „geben“ zu können? Jemandem, der über mehrere Jahre Erfahrung verfügt oder jemanden, der mit 18 schon als Coach von sich spricht? Auch junge Menschen können über sehr viel gutes Wissen verfügen – hier kommt es aber auch sehr drauf an, WAS er/sie lehren will 🙂

Ein Mentor ist einfach jemand, der/die einem/einer anderen hilft, sich weiter zu entwickeln. Vielleicht ist es auch eine Muse, die inspiriert oder schlichtweg jemand, der einen zum Kotzen bringt vor Abscheu als Vorbild.

„Willst du so bleiben, wie du bist?“ Oder willst du dich weiterentwickeln?

Nicht jeder Mentor ist gut für deine Figur, es ist auch wichtig, die richtige Ergänzung zu haben.

Somit ist ein recht gutes Gespann ein Wesen, das aus irgend einem Grund erkennt, der Status Quo stimmt einfach nicht mehr in Kombination mit einem Wesen, das dem ersteren hilft, sich zu entwickeln.

Nehmen wir dich selbst als Beispiel. Du stehst an irgendeinem Punkt deines Lebens und erahnst vielleicht einen Punkt, wo du dich entwickeln willst. Du spürst es in dir und vielleicht merkst du auch, du brauchst Unterstützung und Hilfe. Sieh dich in deinem Umfeld um und überleg dir, wer für dich dafür als „Mentor“ in Frage käme, weite die „Suche“ aus und sieh dich weiter um. Vielleicht ist es ein Coach, den du dafür bezahlst, vielleicht ist es die alte Frau am Nachbargrundstück, die zwar mürrisch ist, aber nur, weil sie sich alleine fühlt. Ein Mentor hat seinen eigenen Grund, warum er/sie hilft und häufig liegt es darin, weil er/sie/es Wissen weitergeben möchte. Sieh dir die Filme an und wie oft ein Mentor von seinem künftigen Schüler erst aufgefordert werden muss, um überhaupt den Schüler als solchen anzunehmen.

Wenn du einen „Mentor“ gefunden hast, dann kannst du dich in deine Figur umso besser hineinversetzen. Die Suche nach einem Mentor ist mitunter schwieriger als das spätere Lernen. Dann bleibt die Frage, nimmt der Schüler die Lektionen auch an?

Viele Lektionen des Mentors mögen auf den ersten Blick unverständlich sein, und doch sind sie wichtig für das Spätere. Die Frage ist, begreift der Schüler das auch? Oder hat er einen Mentor, der vor allem rausfinden will, wie weit der Schüler blind folgt?

Es ist ein Zusammenspiel zweier Charaktere, die du zu einer interessanten Charakterstudie in Romanform gestalten kannst.

Wo sind deine Figur und dessen/deren Mentor zu finden? In welches Umfeld setzt du sie und was kannst du damit deinen Lesern als „Lerneffekt“ mitgeben?

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Ist ein offener Bücherkasten dein bester Freund – kennst du die „Gehsteig-Bücherei“?

Ein offener Bücherkasten oder auch offener Bücherschrank ist der wahrgewordene Traum vieler Bibliophiler 🙂 gehörst du zu ihnen?

Nutzt du sie eigentlich?

Über lange Jahre hinweg wurden Telefonzellen immer seltener, gingen verloren und schienen beinahe schon Geschichte zu werden, bis irgendjemand auf die Idee kam, ihnen neues Leben einzuhauchen.

Die Grundidee ist wundervoll. Bücher können gratis weitergegeben werden, wenn wir sie nicht mehr brauchen. Bei meinem Umzug aus Wien stellte ich viele Bücher verteilt in diese Bücherkästen. Immerhin fand ich in den letzten Jahren auch immer wieder Gustostückerl. Das letzte Buch, das ich mir mitnahm, war beispielsweise „die Papstmacherin“ – nunja, jetzt weiß ich zumindest, was eine „Pornokratie“ ist. Eigentlich ist damit „nur Mätressenherrschaft gemeint und geht bis in die Zeit der Wikinger zurück. Wenn du dich für diese Themen interessierst oder begeistern kannst, lies das Buch, es zahlt sich aus.

Ich werde es demnächst wieder in einen offenen Bücherschrank zurückstellen 🙂

Tatsächlich verbergen sich manchmal wahre Schätze darin, von Kochbüchern, Kinderbüchern über allgemeine Literatur, bis hin zu historischen Werken ist nahezu alles zu finden.

In Wien findest du wirklich viele davon, sehr viele sind ehemalige Telefonzellen, aber beispielsweise im 2. Bezirk ist (oder wahr?) Ein Lokal, das sein Fensterbrett dafür nutzte (bring und nimm). Es gibt sie bei der Mariahilferstrasse, im 5. Bezirk, Schottengasse, beim Brunnenmarkt und an vielen anderen Flecken kannst du da schon fündig werden. Im Lauf der Jahre fand ich dann noch welche in Stockerau und anderen Orten, die zum „Speckgürtel von Wien“ zu rechnen sind.

Ist dir schon einmal in den Sinn gekommen, dass diese Gehsteig-Bücherei ein richtig kreatives Umfeld bietet? Nimm dir ein Buch, das du vielleicht nie kaufen würdest, und lies es. Vielleicht entdeckst du ein doch recht interessantes Genre für dich. Vielleicht findest du eine Visitenkarte in den Büchern, einst als Lesezeichen gedacht – oder eine Notiz von jemandem, der sich eine Brieffreundschaft wünscht.

In abgewandelter Form gibt es „versteckte Kästen“ schon sehr viel länger. Wer heute „geheime Botschaften“ mit unbekannt teilen möchte, bräuchte eigentlich nur ein Buch mit einer Notiz versehen, es in den Bücherkasten stellen und warten, bis der andere es entnimmt. Es wäre doch für „Kinderspiele“ ein ganz nettes Detektiv-Thema 😉
Früher gab es sie in abgewandelter Version, um beispielsweise Spione nie direkt miteinander zu konfrontieren. Dies wurde beispielsweise in der ehemaligen DDR genutzt, als die Mauer noch stand.
Gehen wir weiter zurück zu Winston Churchill, so nutzten seine „Spione“ diese ebenfalls gerne. Wie das aussah, kannst du dir in der Netflix Serie „Churchills Geheimagenten – Die Neuen“ ansehen.

Wie sahen solche Kästen dann aus?

Telefonzellen waren es wohl keine. Hier handelte es sich um Dinge, die auf den ersten Blick 100% mit dem Umfeld harmonierten. So konnte dies ein Stück ausgehöhltes Holz sein, eine Milchpackung neben einer Mülltonne oder etwas ganz anderes sein. Das Wichtigste daran war lediglich, es durfte nicht auffallen. Auf diesem Weg ließ sich Kontakt wahren und halten ohne, dass die beiden Korrespondierenden direkten Kontakt zueinander aufnehmen mussten. In heiklen Zeiten war dies eine recht gute Möglichkeit Informationen weiterzugeben. Es garantierte zwar keine 100%ige Sicherheit, ABER minimierte das Risiko.

Die offenen Bücherschränke von heute werden eines Tages auch nicht mehr gebraucht werden, aber derzeit sind sie eine wundervolle Idee um etwas weiterzugeben an Unbekannt. Wie würde es wohl einem Buch ergehen, wenn es aus seinem „Schlaf“ in einer alten Bibliothek geweckt werden würde, ausgemistet wird und in einem solchen Kasten käme? Stellen wir uns die Gedanken dieses Buches vor, wie es in seinem Inneren vor Aufregung scheppert, wenn sich die Tür öffnet. Würde es sich freuen, mitgenommen zu werden, oder wäre es eher verängstigt, weil es noch in seinem inneren Schlaf verweilen möchte? Wie würde es sich fühlen, wenn neue Hände es halten würden und darin blätterten? Manchmal ist eine Gedankenspielerei wie diese ausreichend, um ein paar neue Ideen für Geschichten zu haben 😉

Stellen wir uns einen solchen Bücherschrank vor, wo würde der stehen? Wo würdest du einen hinstellen? Stünde er vor einer Schule, um die Kinder zum Lesen zu animieren oder vielleicht doch in einer Wohnhausanlage? Etliche, die ich fand, standen an Straßenecken, wo Menschen vorbeigehen, ohne hinzusehen, aber vereinzelt sind immer wieder welche dort, öffnen die Tür und suchen nach den verborgenen Schätzen darin. Gehörst du dazu?

Wo hast du einen gefunden?
Erzähl doch mal, nutzt du sie?

„Don’t make me think“ – je einfacher umso besser?

Nachdenken? Muss das sein? Echt jetzt? Ich will mich doch nur unterhalten lassen …

Liest du lieber um dich abzulenken und unterhalten zu lassen oder ziehst du eher vor, selber nachzudenken?
Beide Arten von Lektüren haben ihre Daseinsberechtigung, wenngleich wir als Lesende auch mitunter zwischen beiden schwanken, haben wir doch eine gewisse Grundtendenz, wohin es uns zieht.

„Don’t make me think“

Hast du dir jemals die Filme der Nachkriegszeit angesehen? Meistens waren es Heimatfilme mit einer netten, wenn auch häufig seichten Geschichte, die einfach nur die Zeit vergessen ließ. Nachdenken war hier nicht so willkommen, da die Zeit damals auch nicht unbedingt einfach war und die Zuseher einfach aus der rauen Wirklichkeit entfliehen wollten.

Wenn wir einen Unterhaltungsroman hernehmen, so wird dort auch seltener der Wunsch nach nachdenken mitschwingen. Schwerer Literatur, wie alte Klassiker oder Bücher wie „der Wolkenatlas“ hingegen, die erfordern mehr Aufmerksamkeit – mehr „Make me think!“

Ich gehöre eher in die zweite Kategorie, mag aber auch manchmal seichte Literatur, hach – kannst du dich an die Groschenhefte erinnern, mit ihren meist 64 Seiten? Reihen wie „Professor Zamorra“ oder „John Sinclair“, das waren die seichten Geschichten, die ich gerne las.

Die moderne Technologie hat längst ein interessantes Phänomen hervorgebracht, das immer häufiger diskutiert wird – zusammenhängendes Lesen. Wir sind längst daran gewöhnt, kurze Informationshappen zu erhalten, die wir dann aufnehmen. Das „Don’t make me think“ unterstreicht es einfach nur.

Wie ich lese, so schreibe ich auch 🙂
Tun das nicht die meisten Schreiberlinge, indem sie eher jene Genre vorziehen beim Schreiben, die sie selber gerne lesen? Versuchen wir uns wirklich an seichter Literatur, wenn wir sonst eher die komplexen Texte lesen?

Übrigens ist es ein guter Abgleich zum Gestalten von Blogs und Homepages.
„Don’t make me think“ meint nämlich vor allem eines – bau Blog und Homepage möglichst so auf, dass die Lesenden ohne groß nachzudenken verstehen, was du sagen willst. Viele Beiträge werden überflogen und häufig bleiben die Besucher nicht sonderlich lange. Aber das ist auch ok so – denn nur, was uns fasziniert oder interessiert, dort verweilen wir wirklich länger.

Menschen neigen tendenziell eher dazu, aus dem Bauch heraus zu entscheiden und nicht unbedingt groß nachzudenken.

Wohin tendierst du?

Wir können nicht alle Welt-Best-Sellertexte verfassen, aber wir können alle unser Bestes geben und unterhalten, oder zum Nachdenken anregen. Wohin tendierst du?

Welche Farbe zählt?

Wie traurig wäre eine Welt ohne Farbe? Können wir uns das überhaupt vorstellen?

Auch, wenn ich die klare Struktur des verschneiten Winters sehr mag, gefällt auch mir eine blühende Wiese mit den verschiedensten Blumenfarben – ob weiße Margariten, gelber Löwenzahn, rote Mohnblumen oder blaue Kornblumen – sie und viele andere mehr zaubern farbige Tupfer zwischen die grünen Grashalme.
Als Kind liebte ich es, in diesen Wiesen zu liegen, einen Grashalm im Mund und den Blick zum Firmament gerichtet, wo die Wolken langsam ihre Bahnen zogen und tue es noch immer.

Natürlich gibt es die Farbenlehre, mit der sich so viele beschäftigen und wenn du schon einmal die unterschiedlichen Farben betrachtet hast, merkst du, wie sie auf dich wirken und welche Eigenschaften ihnen nachgesagt werden.

Nehmen wir doch einmal Rot als Beispiel – Rosen aus Liebe verschenkt sind üblicherweise rot, nicht nur, weil sie für das Herz stehen 😉
Grüne Farben verschiedenster Intensitäten beruhigen und Weiß steht für die Unschuld – doch Hoppla – in anderen Ländern steht Weiß auch für den Tod (sieh nach Japan!).

Warum steht himmelblau für den männlichen und rosa für den weiblichen Nachwuchs? Bei genauerer Betrachtung ist rosa doch die hellere Version von Rot, was im historischen Kontext wiederum dem Sohn zuteil werden würde, als eher für den Kampf Vorgesehenen. Strahlendes Rot wiederum war in Wikingerzeiten eine der teuersten Farben überhaupt.

Gehen wir nach historischen Aspekten, so ist die Sache mit den Farben oft gar nicht so einfach 😉

Welche Farbe steht deiner Meinung nach für Kreativität?

Lass deinen Bauch sprechen, klammere das allgemeine Farbenwissen aus, das du hast und das in dir steckt und hör einfach auf dein inneres Ich. Welche Farbe hat die Kreativität für dich und warum gerade diese?