Wie kannst du „lebendig erzählen“?

Es ist keine Kunst Geschichten „lebendig zu erzählen“, es ist vielmehr ein Handwerk, das sich erlernen lässt.
Wichtig ist hier vor allem eines – erzähle so, dass derjenige, der es liest, sich mitgenommen fühlt.

Oft reicht es vollkommen aus, einen Satz oder Absatz auszuschmücken, „schillernder“ und „farbiger“ zu gestalten.
Es ist immer einfacher, etwas als Beispiel zu haben.

Nehmen wir drei verschiedene Worte nach x-beliebiger Wahl:
Ruhe, See, strahlen

Bilde daraus einen einfachen Satz wie:
Er strahlte eine Ruhe aus, welche sie wie ein klarer See anzog.

Und nun formuliere daraus etwas „Größeres“, du kannst es auch auf mehrere Sätze aufteilen:

Er strahlte eine unglaubliche Ruhe aus, die sie ummantelte und festhielt. Dieses Gefühl erinnerte sie an eine Szene in ihrer Kindheit, als sie vor einem kleinen See stand und die klare, glatte Oberfläche betrachtete, die sie anzog.

Du kannst natürlich, wenn du das möchtest, auch diese Sätze ausbauen.
Der „Trick“ beim lebendig erzählen ist simpel gesagt, umschreibe etwas, verwende keine 08/15 Wörter, sondern werde klarer und deutlicher.

Nimm das Wort Baum und überleg dir, was du bei diesem Wort vor deinem inneren Auge hast. Bei mir wäre es ein verschneiter Nadelbaum oder eine Birke im Frühjahr auf einer schönen, offenen Wiese. Du siehst einen Baum vielleicht gefällt am Boden liegend oder als Weihnachtsbaum im Wohnzimmer stehen – vielleicht ist ein Baum für dich auch einfach ein kleiner Setzling oder etwas ganz anderes.
Wenn du lebendig schreiben willst, dann nutze die Macht der Worte und werde genauer – baue Texte und Sätze aus.

Probier mal folgende drei Worte:
* Heim, Schwester, sonnig
* Gefühl, Fluss, gläsern
* Unsterblichkeit, Vorstellung, abstrakt

Was zauberst du daraus?

Wie sehen wir Island?

Ob ein Land wie Island oder etwas gänzlich anderes – wir alle sehen Dinge aus verschiedenen Augen und Perspektiven – es gibt nichts, das zwei oder mehrere Personen völlig gleich wahrnehmen. Umso schöner wird es, wenn wir auch unterschiedliche Sichtweisen einer noch recht unbekannten Nation wahrnehmen dürfen.

Hier möchte ich dich einladen, von anderen Autoren und Reisenden, zu lesen, wie diese Island wahrgenommen und erlebt haben.
Viel Freude beim Lesen.

Und wenn du selbst Island schon mal besucht hast und etwas davon erzählen möchtest, schreib mich an und melde dich bei mir. 🙂

Hier die bisherigen Beiträge:

https://islensku.com/2020/08/06/zwischenstopp-von-new-york-city-nach-island/

https://islensku.com/2020/08/07/ricochet/

Was haben Waldluft und der Blues mit einem Polarfuchs zu tun?

Hast du manchmal den „Blues“, wenn dir nichts mehr recht ist und du nur noch genervt bist?
Jeder von uns hat ihn manchmal – bei dem einen geht es vielleicht sogar in Richtung Depressionen, der andere hat dies vielleicht nur ab und zu, wenn etwas schief läuft und gerade wir Frauen benötigen manchmal monatlich Unmengen an Schokolade, um den „Blues“ wieder loszuwerden.

Die Taktiken, damit umzugehen sind naturgegeben verschieden.
Der eine nutzt eine TV-Show, um sich darin zu verlieren, wir verspachteln vielleicht Unmengen an leckerem Vanilleeis oder gehen shoppen. Andere wie ich relaxen im Wald oder anderem natürlichen Umfeld.

Mein Weg ist da ein anderer – ich liebe den Wald und die darin verbundene Freiheit einmal weg von allem zu sein. Das Leben in einer Großstadt kann manchmal sehr anstrengend werden, vor allem, wenn man eigentlich ein Landei ist wie ich. Da ist ein Ausflug ins Grüne auch mal sehr wichtig und bringt einen wieder die nötige Ruhe ins Herz.

Warst du schon mal nachts im Wald spazieren? Gut, mich hat gestern ein heftiger Regenguss dabei erwischt und ich war schlussendlich nass bis auf die Haut – aber dafür durfte ich den Duft „Petrichor“ genießen, den der Waldboden nach einem Regen schenkt, wenn zuvor eine Hitzewelle vorhanden war.
Mitten im Wald entdeckte ich eine kleine Wiese – auf der leider der Vollmond nicht zu sehen war, dank der dicken Regenwolken 🙂 aber das machte nichts. Ganz im Gegenteil durfte ich dabei die diesigen Nebelwolken genießen, die über den Baumwipfeln hingen, die wenigen Nachtvögel, die schrien, gaben allem einen herrlichen Sound von Frieden und vollkommener Entspannung.

Wenn du das noch nie in deinem Leben gemacht hast – ich kann dir nur empfehlen, probier es aus. Nimm aber eine Taschenlampe oder Ähnliches mit, wenn du die Wege nicht kennst, sonst geht es dir wie mir gestern und du stehst mitten im grünen Gemüse und hast keine Ahnung, wie du da eigentlich hingekommen bist …

So ganz auf sich selbst zurückgeworfen, in einem wunderschönen, natürlichen Umfeld, kannst du dich mit Fragen beschäftigen, die dir sonst keine Lösung erlauben, weil es schlichtweg einfach zu laut ist oder du keine Ruhe hast, um an einer Lösung einer bestimmen Problematik zu arbeiten.
Das tat ich gestern auch und erhielt dabei Antworten, mit denen ich nie im Leben gerechnet hätte. Ganz nebenbei ist es auch eine Möglichkeit, um neue Figuren für deine Geschichten zu finden – und ich habe einen „Polarfuchs“ dabei entdeckt, der sich unbedingt als Teil einer Geschichte zeigen möchte. Da diese nicht nur wunderschön sind, sondern auch in Island ihr Zuhause haben, wäre das eine interessante Idee, eine entsprechende Geschichte für den Polarfuchs zu schaffen …

Wie entspannst du dich, wenn du den Blues hast?

Spürst du die Macht der Stimme?

Kennst du die Macht der Stimme?
Natürlich können wir die Stimme trainieren, Sprachtraining absolvieren und vieles mehr, aber es gibt einzelne Menschen, die von Natur aus über eine ganz besondere Stimme verfügen.

Ein Freund von mir gehört dazu. Wenn er spricht, hat man das Gefühl, sich bei ihm geborgen und sicher zu fühlen. Diese Stimme kann unglaubliche Gänsehaut verursachen und vieles mehr – kurzerhand, seine Stimme ist einfach zum Niederknien. Er hat nie dafür geübt oder trainiert – seit ich ihn kenne, hat er es einfach in sich – und wichtig dazu zu sagen ist, dass er diese Gabe nicht missbraucht – ganz im Gegenteil!

Ich gehöre nicht in diese „Kategorie“ und etwas Derartiges hab ich auch bei keinem anderen bisher erlebt – aber wenn du einmal jemanden sprechen hörst, der über eine ähnliche Art verfügt, dann spürst du es, du fühlst es.

In manchen Märchen und Sagen gibt es Figuren, die über eine Stimme verfügen, mit denen sie sich alles erobern können ohne große Mühe aufzuwenden. Eine Stimme, die Wände einstürzen lassen kann, die ein Weltreich erobern könnte oder die einfach nur ein gutes Händchen für Tiere ermöglicht.
Die Macht der Stimme kann vieles ermöglichen und verändern. Wir hören Stimmen tagtäglich, sei es im Radio, TV, Podcats oder auch im direkten Gespräch. Es ist eine ganz besondere Gabe, die solche Menschen tragen – auch wenn sie dies vielleicht selbst nicht einmal wissen.

Die Macht der Stimme kann uns verzaubern, entzücken oder verängstigen – eines ist gewiss, keine Stimme ist gleich.
Lassen wir uns verzaubern davon, wie in unseren Kindertagen und freuen wir uns, wenn wir eine solch ungewöhnliche Stimme vernehmen dürfen. Denn sie ist etwas Besonderes – genauso wie der Mensch, zu dem sie gehört.

Kennst du so jemanden Besonderen?

schreiten wir voran, entwickeln wir uns weiter …

Heute einmal etwas ganz Neues von meiner Seite her … die Aufnahme ist vielleicht nicht die Beste, aber sie kann dir mal einen Eindruck von meiner Stimme vermitteln 😉
Einfach, weil ich nicht über das passende Equipment verfüge, so muss halt das Diktaphon meines Handy dafür herhalten ….

Manchmal spüren wir, es ist Zeit für den nächsten Schritt im Leben. Ich arbeite derzeit in einem Callcenter und helfe dabei in beratender Tätigkeit – bin quasi eine Art „Problemlöser“.
In letzter Zeit höre ich immer wieder, ich hätte doch eine wundervolle, beruhigende Stimme und merke selbst, dass ich es schaffe, sogar die aufgeregtesten Gemüter zu beruhigen.
Treten manche Dinge gehäuft im Leben auf, so können sie durchaus als Zeichen zu werten sein. In meinem Fall sehe ich es als Hinweis mehr mit meiner Stimme zu machen. Wer weiß heute schon, was sich daraus entwickeln wird?

Lass mich mal deine Meinung dazu hören oder lesen 😉

Magst du Märchen?

Die meisten von uns haben ein ganz bestimmtes Lieblingsmärchen. Verrate mir doch, welches ist dein Lieblingsmärchen?

Diese schönen Geschichten lernen wir bereits in frühesten Kindertagen kennen. Als ich noch klein war, liebte ich die tschechischen Versionen der Märchen, die heute manchmal noch zu finden sind.
Es sind häufig wunderschöne Märchen aus alten Tagen, in denen wir noch träumen dürfen. Disney hat die Neuverfilmungen von Märchen fast schon wie ein Geschäft aufgezogen – mir etwas zu kommerziell, denn ich mag lieber die alten, charmanten Märchenfilme – aber Geschmäcker sind glücklicherweise verschieden. 🙂

Gehen wir den Märchen ein klein wenig auf den Grund, so finden wir manchmal sogar den Kern einer alten Geschichte, etwas Zauberhaftes oder Gruseliges darin, das Schreiberlinge wie die Gebrüder Grimm schlichtweg entsorgten.
Beispielsweise war Rotkäppchen einst alles andere als kindertauglich, denn der ach so pöse Wolf wollte sie nicht nur fressen. In manchen Varianten geht Rotkäppchen auf eine der alten Werwolfsgeschichten zurück – und wie wir wissen, sind Werwölfe mit Vorsicht zu genießen.
Schneewittchen wiederum beruht auf einer Adelstochter, die aus ihrem Heim entlaufen war und schlussendlich bei 7 Bergleuten unterkam.
In anderen Märchen findest du alte Gottheiten, beispielsweise war „Frau Holle“ ursprünglich Huld, die Holde oder einfach auch nur Holle, die germanische Erd- und Himmelsgöttin.

Viele Märchen tragen einen wahren Kern in sich, der mit der Zeit jedoch gründlich ausgeschmückt wurde. Mach dir mal den Spaß und recherchier selbst ein wenig nach, wenn es dich interessiert.

Auch Märchen sind ein Teil unserer Geschichte, ein Teil unserer Wurzeln und Ahnen, durch die wir heute das geworden sind, was wir nun sind und es ist immer spannend ein wenig in den alten Zeiten zu suchen und zu graben – wer weiß heute schon, was wir dort noch finden werden …

Welches ist dein Lieblingsmärchen und warum gerade dieses?

der nächste Entwicklungsschritt

Wir können uns alle nur dann weiterentwickeln, wenn wir ab und zu innehalten, zurückblicken und sehen, was haben wir gut oder schlecht gemacht, wo haben wir etwas gelernt und wo hätten wir mehr Geduld benötigt. An manchen Themen verlieren wir mit der Zeit das Interesse, dafür entstehen andere Bereiche, die uns faszinieren.

Lass dich überraschen, wie dies auf meinen Blog zutreffen wird 🙂

Meine Muse sagte einmal:
Zur Weiterentwicklung gehst du 3 Schritte vor und dann 2 Schritte zurück. Halte inne und betrachte, wie du im Leben weitergekommen bist. Dann erst, gehst du die nächsten 3 Schritte vorwärts.

Anfangs begriff ich nicht genau, was meinte meine Muse damit, dann verstand ich und wusste, das trifft nicht nur auf mich zu, sondern auch auf andere Themen wie den Blog. Das Leben steckt schließlich voller Überraschungen.

Wie hat sich dein Blog entwickelt, seit du ihn führst? Hast du schon mal einen „Frühjahrsputz“ gemacht und ihm neue Strukturen verpasst?

fühl dich eingeladen – feel invited

Es ist geschafft – ich möchte dich jetzt ganz herzlich zu meinem neuen isländisch-Blog einladen:
islensku.com

Vorrangig ist er dazu gedacht isländisch zu lernen (vielleicht findest du ja auch Gefallen daran), aber auch Land und Leute näher kennenzulernen.

Dich möchte ich einladen mir zu sagen, was dich an Island interessiert, was möchtest du wissen?
Man sagt dem Sternzeichen Skorpion (und ich bin einer) nach, das Sternzeichen gräbt, bis es alles an Informationen hat, was es möchte (also demzufolge muss Sherlock Holmes ein Skorpion gewesen sein 🙂 ).

Auch, wenn ich weiß, wie ich den Blog gestalten werde, so interessiert mich doch, was DICH interessiert. Schreibe hier in die Kommentare oder besuch mich gleich am neuen Blog.

Warst du vielleicht selber schon mal in Island? Erzähl doch mal davon, wie deine Reise war – auch dafür ist ein Bereich des Blog reserviert, als Gastautor deine Erfahrungen zu schildern.

Also, ich bin neugierig – lass mal hören 🙂

*****

It is done – I would like to invite you to my new Icelandic blog.

islensku.com

Primarily it is meant to help you learn Icelandic (maybe you will like it) and get to know the country and its people.

I want to invite you to tell me what you are interested in Iceland. What do you want to know?
It is said that the sign of the zodiac is Scorpio (and I am one), which digs until it has all the information it wants (so according to this, Sherlock Holmes must have been a Scorpio 🙂 ).

Even though I know how I will design the blog, I am still interested in what YOU are interested in. Write here in the comments or visit me at the new blog.

Maybe you have been to Iceland yourself? Why don’t you tell me about your journey – there is a section of the blog reserved for that, where you can share your experiences as a guest author.

Well, I am curious – let’s hear it 🙂

von der Kunst des Einfachen – from the art of simplicity

Wir sind es heute so sehr gewöhnt, dass wir unglaublich vieles um uns haben, mit dem wir uns ablenken können und das uns beschäftigt, dass wir häufig den Kern des wirklich Wichtigen erkennen.

Wie lange kannst du dich wirklich mit dir selbst befassen, ohne, dass du beispielsweise nach dem Smartphone greifst oder deine Gedanken zu kreisen beginnen?

Wollen wir eine interessante Figur für unsere Geschichte erschaffen, so ist es sinnvoll, mit den „Basics“ zu beginnen. Siehst du eine Figur vor dir, so nimm ihm/ihr/es zuerst alles, das nicht diese Figur selbst ist.

Nehmen wir doch als Beispiel einen Figur, die mitten in einer Stadt lebt, DJ ist, untertags im Büro arbeitet, eine Familie hat, die er/sie/es gerne sieht und wo sie manchmal Ruhe möchte. Er/sie/es hat Hobbies und liebt es, sich beschäftigt zu halten. Doch was, ist diese Figur wirklich? Ist es jemand, der/die sich nicht alleine beschäftigen kann und sich daher abzulenken versucht oder ist es jemand, der/die einfach nur möglichst aktiv sein möchte?

Dazu gibt es in der Serie „Babylon 5“ einen großartigen Satz, den du der Figur stellen kannst:
„Wer sind Sie?“

Doch Vorsicht, diese Frage hat es wirklich in sich 😉
Stell sie dir selber – „Wer bist du?“

Was bekommst du als Antwort?

*****

Today we are so used to having so much around us that we have so many things to distract us and keep us busy that we often recognize the core of what is important.

How long can you deal with yourself without, for example, reaching for your smartphone or your thoughts starting to circulate?

If we want to create an exciting character for our story, it makes sense to start with the „basics“. If you see a figure in front of you, take everything from him/her that is not the character himself/herself.

Let’s take as an example a character who lives in the middle of a city, is a DJ, works in an office during the day, has a family he/she likes to see, and where he/she sometimes wants to be left alone. He/she has hobbies and loves to keep busy. But what is this character? Is it someone who cannot keep busy alone and therefore tries to distract himself, or is it someone who wants to be as active as possible?

There’s a great sentence in the series „Babylon 5“ that you can ask the character:
„Who are you?“

But be careful, this question is a tough one 😉
Ask it yourself – „Who are you?“

What do you get as an answer?