Was sagt dir „Die Wahrheit ist ein dreischneidiges Schwert“?

Willst du die tatsächliche Wahrheit oder eine der anderen Wahrheiten?

In der Serie „Babylon 5“ heißt der tatsächliche Spruch zwar „Das Verstehen ist ein dreischneidiges Schwert. Eure Seite, die Seite der Gegner und die Wahrheit.“, aber so weit davon entfernt ist die „Wahrheit“ auch wieder nicht – und es ist eines meiner liebsten Zitate aus der Serie, einfach weil es sich so gut für alles Mögliche eignet.

Sehen wir uns den Kern dieser Aussage an, so lässt sie sich auf so gut wie alles anwenden – egal, ob es sich um einen Ausflug, einen Unfall oder etwas ganz anderes handelt. Schön aufgesplittet ist dieser Spruch im Film „The Last Duell“ dargestellt, in der es um den Vorwurf der Vergewaltigung ging, wobei schlussendlich ein „Gottesurteil“ den Schiedsspruch übernehmen sollte.
In diesem Film wurden drei Handlungsstränge erzählt von den direktesten Beteiligten und auch ein Gutteil der Vorgeschichte und wie es zu dem Vorfall gekommen war.

Die Wahrheit ist im Grunde nur etwas, das für jeden anders aussieht. Selbst klare Wahrheiten wie „die Welt ist eine Scheibe“ wurden widerlegt – wobei es dennoch auch heute noch Menschen gibt, die daran glauben. So ist es wie überall, wir sehen eine Wahrheit und wissen eigentlich nicht, ob es die tatsächliche Wahrheit wirklich ist. So könnten wir auch beispielsweise darüber philosophieren, ob das, woran die Religionen glauben einfach das Gleiche ist und jeder sieht nur eine andere Sicht der Dinge – oder ob die anderen schlichtweg falsch liegen.

Wenn wir uns des Themas Wahrheit annehmen, so ist ein kleiner Blick zum oben angeführte Ausspruch eine gute Idee, denn allein aus einem einzigen Vorfall oder Geschehen lässt sich so viel machen. Allein die Schwarz/Weiß Schemata sind doch schon zwei Seiten der Medaille – jeder ist sich sicher „seine“ Wahrheit ist die einzig korrekte ohne darüber nachzudenken, ob nicht vielleicht im anderen auch ein wenig Wahrheit stecken könnte.
Betrachten wir uns selbst, so können wir nie sicher sein, ob wir nicht vielleicht doch falsch liegen – und ich meine hier nicht einmal die ganzen News, Fake-News und so vieles mehr, sondern schlichtweg – das eigene Leben. Wir werden älter, sehen als Teenager Dinge ganz anders als mit 50 – und doch ist es die jeweilige Wahrheit in genau diesem Moment.

Genau hier können wir bei einer Geschichte ansetzen.
Nehmen wir zwei Bühnenschauspieler – der eine jung und hungrig nach Erfolg, der andere etwas älter und besonnener. Sie stehen auf der Bühne und wollen beide die gleiche Rolle ergattern, die soeben frei geworden ist. Der „Kampf“ um diese Rolle beginnt mit kleinen Bosheiten und endet schlussendlich im Unfall eines weiteren Kandidaten, den die beiden jedoch nicht ernst genommen haben. Da beide die Rolle mehr wollten als alles andere, sind natürlich die beiden unter Verdacht. Sie erzählen beide ihre Wahrheit, während der ermittelnde Inspektor jedoch die Augen auch nach weiteren Möglichkeiten offenhält.
Wer ist also nun der tatsächliche Verursacher?
Hinter dem Bühnenvorhang steht eine junge Frau, die die beiden Männer ausbooten wollte und schlussendlich mit einem kleinen, fingierten Unfall ihrem Freund die Rolle verschaffen wollte, schließlich war der Unfall nicht so schlimm, sorgte aber dafür, dass die beiden Kampfhähne in einer peinlichen Situation waren, in der ihnen keiner mehr die Rolle geben wollte.
Diese Art von Dreieck lässt sich auf so viele ummünzen – ist aber eine hervorragende Ausgangsposition für viele Geschichten – egal ob diese gut oder schlecht geschrieben sind.

Du kennst sich die Frage „Kopf oder Zahl“, wenn es um eine Entscheidung durch den Münzwurf geht. Im Normfall wird sich auch eine der Seiten zeigen, doch was passiert, wenn sie auf dem Rand stehen bleibt? 😉

Das könnte beispielsweise eine Nonne sein, die von sich sagt, sie hätte Besuch von einem Teufel gehabt. Werden wir ein wenig kreativer, so erzählt sie in einer Beichte von einem „Incubus“, der sie nächtens heimsucht. Erst wird vermutet, es könnte ein Mann sein – doch da es keine Männer im Gebäude gibt, ist die Frage, wo soll dieser Mann denn hergekommen sein? Sagt sie nun die Wahrheit und hat tatsächlich Besuch oder lügt sie und will nur Aufmerksamkeit?
Was könnte hier die Wahrheit sein? Vielleicht einfach nur Einbildung? Denn das wäre kein Teufel, aber auch kein Mann.

Wenn du dir den Spruch durchliest, was fällt dir dazu ein?

Wo liegt der Kern der Dinge?

Könnten wir heute ohne das Gestern überhaupt sein?

Viele verfolgen die aktuelle Lage im Osten, sehr viele haben Sorge – nicht nur um die Leben an den Konfliktplätzen, sondern auch darum, ob es sich bis Mitte oder Westen Europas (oder vielleicht sogar weiter) ausdehnen könnte. Vielleicht gehörst du dazu – und/oder hast sogar Liebste oder gute Freunde dort. Schenke, wenn du kannst, zumindest tröstende Worte, viel mehr ist oft gar nicht möglich.
Doch kannst du dich noch erinnern, was vor ein paar Jahren in genau diesem Land geschehen war? Erinnerst du dich an das Jahr 2014, in der die ersten Unstimmigkeiten zu mehr als „bösen Worten“ führten? Das Heute wäre ohne das Gestern 2014 so vielleicht nie passiert.

Gehen wir ein x-beliebiges Geschehen in der Weltgeschichte an, so fällt eines auf:
Es sind nahezu immer und überall Aktionen gesetzt worden, die in Folgewirkung weitere Aktionen auslösten und häufig (wenn nicht fast immer), ging es dabei um Land und Besitz eines ganz konkreten Landstriches oder das Kolonialisieren und dadurch Steueren und wirtschaftliche Güter zu bekommen. Manchmal sind es auch „andere“ Aspekte.

Stellen wir einmal verschiedene, zeitliche Geschehnisse wertfrei in den Raum mit den aktuellen Konsequenzen, so sind wir uns heute vieler Ursprünge gar nicht mehr wirklich bewusst oder kennen die eigentlichen Ursachen einer heutigen Situation gar nicht mehr.

*) Französische Revolution => Haitis Sklavenaufstände => die „Underground Railroad“ führten schlussendlich zu Lincolns „Sklavenbefreiung
*) Britische Kolonie Indien => bis heute Kastensystem
*) Kolonien in Afrika (verschiedene Nationen) => wie sieht es dort aktuell aus?
*) Das Attentat von Sarajevo => hätte es einen 1. Weltkrieg oder gar den 2. Weltkrieg gegeben, wenn das nicht passiert wäre?

Ich könnte noch viele, sehr viele Beispiele aus der Geschichte nehmen, ABER ich glaube, dir fallen auch selber noch genug ein, die die Weltgeschichte veränderten.

Nimm ein x-beliebiges Geschehnis aus der Vergangenheit und sieh dir an, wie die Welt sich seither entwickelt hat. Geh zurück zu diesem Ereignis, stell dir einfach vor, es wäre nie passiert. Natürlich gibt es diese Art der Geschichtenschreiberei schon, manchmal tritt ein anderes Ereignis in den Romanen an dessen Stelle, um genau die gleiche Entwicklung auszulösen, in anderen Romanen entwickelt sich ein gänzlich neuer Strang und hinterlässt so ein komplett neues Heute.
Welches Ereignis würdest du wählen und warum – und vor allem, was würde geschehen?

In diesem Atemzug geh einen Schritt weiter:
Sieh die heutige Welt wie sie ist!
Es gibt so vieles, das eine Veränderung auslösen könnte. Such dir einen x-beliebigen Ansatzpunkt und überlege dir beispielsweise 3 verschiedene Möglichkeiten wohin das führen könnte.
Was würde sein? Was würde geschehen?

Ein ganz interessantes Gedankenspiel dazu wäre:
Was würde passieren, wenn wir einen Gedanken aus der Antike aufgreifen würden?
Wenn es einmal nötig war, wurde ein ‚„Diktator“ ernannt, der die Dinge wieder in Linie bringen sollte. Oh, er konnte so gut wie alles tun und machen – ABER er musste sich hinterher auch rechtfertigen für seine Taten und es war keinesfalls angedacht, dass dessen Herrschaft lange dauern sollte.
Was würde heute passieren, wenn es so einen Diktator gäbe, der jedoch nur auf kurze Zeit eingesetzt werden würde und nicht nur die aktuelle, politische „Elite“ aus den Ämtern katapultieren würde?

Viele solcher Gedankenspielereien können auf heftige Emotionen stoßen, wie beispielsweise diese:
*) alle müss(t)en plötzlich vegan leben
*) alle müss(t)en einen Elternführerschein machen, um die Kinder behalten zu dürfen
*) alle müss(t)en sich einem „Social-Media-Score“ unterwerfen, der anhand ihres Verhaltens ihren Status und die Möglichkeiten bestimmt

(Falls du sie noch nicht kennst – guck dir mal die Serie „Black Mirror“ an, dort werden einige Sachen auf absolut bitterböse Weise thematisiert, die genau in diese Richtung kommen.)

Alles was wir tun, als einzelner Mensch oder Gesellschaft oder Menschheit im Ganzen hat Auswirkungen auf das Morgen – so wie die Aktionen von gestern Auswirkungen auf Heute haben.

Was würdest du aus dem heute ändern mit welchen Konsequenzen für morgen und was würdest du von Einst nehmen, um zu sehen, wie das Heute anders wäre? Würdest du eine lebenswerte Welt schaffen oder eine, aus der man/frau am liebsten wegrennen würde? Oder würde sich nichts verändern?

Wie gut kennst du die Märchen?

Kannst du dich an die alten Märchenfilme wie „3 Haselnüsse für Aschenbrödel“ erinnern? Es sind schön gemachte, häufig auch tschechische Produktionen, die ich in meiner Kindheit gerne sah und auch heute noch haben sie mitunter einen leicht sentimentalen Touch an sich.
Und ui – hab gerade gesehen, es wurde in Norwegen neu verfilmt unter „Tre nøtter til Askepott“, den muss ich mir ansehen 🙂 – juhu ….

Die meisten neuen Märchenfilme wie „Once upon a time“ oder „Maleficent“ gehen jedoch von den klassischeren Märchenverfilmungen weg und setzen ein neues Markenzeichen / Statement, indem sie die „klassischen Geschichten“ verändern und in ein neues Kleid packen.

Märchen sind auch heute noch zeitgemäß – nicht nur, weil wir die klassischen Märchen praktisch copy-right-frei nutzen können, sondern auch weil wir sie verändern können. Wir können Figuren wie bei Maleficent zu Hauptcharakteren machen oder ihre tatsächliche Geschichte neu erzählen, aber wir können auch Märchen in unsere Zeit transferieren – ODER wir gehen den Märchen auf den Ursprung.

Nehmen wir einmal Schneewittchen und die 7 Zwerge …
Es gab einst in Deutschland eine Adelstochter, die ausbüxte und bei 7 Kinderbergleuten unterkam … darauf beruht (angeblich) das Märchen.
Rotkäppchen war eine ziemlich blutrünstige Werwolfsgeschichte und von anderen können wir oft nur raten, wo die Ursprünge zu finden sind.
Hier dürfen wir gerne auch einfach einmal spekulieren …

Dabei müssen es nicht einmal die Märchen der Gebrüder Grimm sein, es gibt auch beispielsweise Märchen der Native Americans oder die „1001 Nacht-Geschichten“, die doch auch Märchen sind.

Zu den beliebtesten Märchen gehören:

*) Aschenputtel
*) Schneewittchen
*) Der gestiefelte Kater
*) Dornröschen
*) Hänsel und Gretel
*) Die Bremer Stadtmusikanten
*) Rotkäppchen
*) Froschkönig
*) Rapunzel
*) Tischlein deck Dich

Alleine aus diesen wenigen Märchen, die so viele von uns kennen, ließe sich so wundervolles Neues erschaffen … dass Märchenhaftes nicht immer märchenhaft sein muss ergänzt bereits der Gedanke, dass die Märchen häufig dort endeten, wo sich das Paar gefunden hat und heirateten. Was kam danach? Wurde in den Märchen von Ehestreitigkeiten erzählt oder wie schwer es mitunter sein kann, Kinder zu erziehen?

Doch wenn wir einmal einen kreativen Schub brauchen, zahlt es sich aus, ein x-beliebiges Märchen auszuwählen und zu überlegen, was du damit machen kannst. Vielleicht versetzen wir Rotkäppchen wieder in die Originalversion zurück, in der ein Werwolf herumgeistert, und ihr reicht es einfach sich zu fürchten – was würde sie tun?
Was ist mit „Frau Holle“? Vielleicht weißt du, dass sie auf „Hel“ zurückzugehen scheint – jene Hel, die in der nordischen Mythologie die Herrscherin der gleichnamigen Unterwelt ist. Doch muss das schlecht sein? Vielleicht gibt es eine neue Gestalt, die die Einladung annimmt, vielleicht die Schneeflocken zählt, die vielleicht die Seelen darstellen mögen, die gerade zu neuem Leben geschickt werden. Was wäre hier der nächste Punkt und wo ließe sich ansetzen?

Was ist dein Lieblingsmärchen und warum gerade dieses? Wie würdest du es „erneuern“?

trägt dich manchmal die Sehnsucht?

Kennst du das Gefühl einer Sehnsucht, die du nicht erklären kannst?

Gefühle, Emotionen und Sehnsüchte sind der „Kern“ von vielen, sehr vielen Geschichten – sei es der Wunsch nach Freiheit, etwas erreichen zu wollen oder vielleicht die Sehnsucht nach einer ganz bestimmten Person, der wir nahe sein wollen … Vielleicht sind diese Dinge genau das, was uns „lebendig“ sein lässt.

Du hast vielleicht schon mitbekommen, dass ich die Geschichte „der Wolkenatlas“ sehr mag – Seelen, die über Jahrhunderte hinweg miteinander verbunden sind und einander immer wieder treffen. Wiedergeburten – mögen somit eine Art „Kreislauf des Lebens“ darstellen.

Doch was wäre, wenn wir nun genau das als Ansatz für eine Geschichte nehmen würden? Nehmen wir einmal zwei Seelen, die irgendwann und aus irgend einem Grund einander sehr nahe waren. Sie lernten sich kennen, verbrachten vielleicht Zeit miteinander oder auch nur einen winzigen Moment – und dann verloren sie sich aus den Augen.
Dann sind da andere Leben, zwei Seelen, die einander das erste Mal sahen und sofort spürten, da war schon mal etwas. Dabei spielt es keine Rolle ob sensitiv oder nicht – sie wussten es einfach. Ich kenne es selbst, dass es in meinem Leben eine Seele gibt, von der ich überzeugt bin, dass genau diese Person schon in früheren Zeiten zumindest teilweise mein Begleiter war – ähnliches sagte mal meine Mutter über meinen Mann .. vielleicht verstehen sie sich auch deswegen so gut 🙂 und gibt es etwas Besseres, als wenn die Schwiegereltern sich mit dem Partner des eigenen Kindes gut verstehen und umgekehrt? 🙂

Diese Art Sehnsucht von der ich oben schreibe kann einfach sehr vieles sein, um eine Geschichte ins Rollen zu bringen, wäre es hier die Sehnsucht nach dieser einen, ganz besonderen Seele. Vielleicht liegt ja auch darin der Umstand begraben, dass wir oft die ganz besondere, einzigartige Liebe suchen oder spüren, dass wir vielleicht dem eigenen Geschlecht zugetan sind, weil es um die Liebe zu dieser Seele geht und nicht um den Körper, in dem diese Person steckt?

Das Gute am Schreiberling sein ist ja, dass wir uns über Dinge Gedanken machen, die anderen häufig schnurzpiepegal sind … und selbst das spielt eigentlich auch keine Rolle.

Stell dir heute zwei Personen vor, such dir Geschlecht, Alter und Herkunft aus und überlege dir, wer sie in früheren Zeiten gewesen sein könnten. Wo und wie haben sie sich kennengelernt? Magst du mir erzählen, wer sie einst waren und wie es dazu kam, dass sie sich im Heute kennenlernten? Oder vielleicht ist es auch nur einer der beiden, der spürt, dass da etwas ist, aber sich bedeckt hält, weil die Erinnerung zu schmerzhaft ist?

Was meinst du, wie würdest du diese Geschichte erzählen?

Wollen wir wirklich zurück?

Wenn du die Zeit zurückdrehen könntest, würdest du es tun?

Die letzten zwei Jahre waren durch Corona geprägt von vielen Veränderungen, sowohl im Privaten wie auch im Öffentlichen. Viele schreien danach, es solle wieder so werden, wie es einmal war – aber das wird nicht mehr geschehen, denn dafür ist zu vieles geschehen.

Wir haben Menschen erlebt, die weit über ihre Limits gegangen sind, Nachdenklichkeit und ein sich-besser-kennenlernen, aber auch die Gegenseite der Medaille. Die jetzige Welt zeigt sich in einer Spaltung, die vielleicht auch nur über Jahrzehnte hinweg verborgen begann und sich nun klar herauskristallisierte.

Ich selbst habe meine Einschulung im letzten Job in der ersten Lockdown-Phase gehabt, und zwar im Homeoffice. Die meiste Zeit arbeitete ich dann auch von zu Hause aus – was für jemanden wie mich ein Segen war, hatte ich doch meine Katzen ständig um mich und konnte mittags mit meinem Mann plaudern.
In meinem jetzigen Job vermisse ich genau das, es beinhaltet wieder pendeln und im Büro sitzen – und ich sehne mich nach dem Homeoffice zurück.

Will ich wieder in eine Zeit wie vor dem Lockdown, bevor ich diese Erfahrungen machen durfte, dass man auch sehr gute Arbeit von zu Hause aus erledigen kann? Ich durfte die letzten zwei Jahre so viel lernen, wie in den 20 Jahren vorher vermutlich nicht – achja, und ich konnte aus Wien raus aufs Land übersiedeln 🙂

Meine Antwort darauf fällt klar und deutlich aus – ABER geht es hier wirklich um mich?

Viele sehnen sich zurück als das Reisen einfacher war und man/frau mit anderen Themen kämpfte, beispielsweise, wohin geht heuer mein Urlaub? Viele sehnen sich zurück – andere nicht. Ich denke, das ist eine sehr persönliche Sache, denn für jeden ist doch etwas anderes wirklich wichtig.

Alles hat sein für und Wider … schön wäre es allerdings, wenn wir als gesamte Menschheit lernen würden aus dem Einst und dem Heute das Beste zusammenzubasteln und somit eine großartige Zukunft für ALLE zu schaffen, wir haben jetzt die beste Möglichkeit dafür eine Welt zu erschaffen, in der wir offen aufeinander zugehen können, wo es möglich ist, arbeiten zu können, WO wir am besten arbeiten können. Vielleicht hast du schon mal was von „the great Resignation“ gelesen, was bedeutet, dass viele ihre Jobs hinterfragen und erkennen, so wollen sie nicht mehr leben!
Oder vielleicht eine Welt, in der wir auch den Tieren mehr Respekt entgegenbringen und ihr Leben als Geschenk annehmen (wenn wir denn Fleisch essen).
Alles in allem ist es eine großartige Möglichkeit – wenn wir es schaffen die richtigen Weichen zu stellen.


Nehmen wir doch diesen Aspekt für eine neue Möglichkeit, kreativ zu sein.

Wir lesen doch immer wieder von Menschen, die lange im Koma lagen oder vielleicht auch in den zeitlosen Höhlen waren. Zeit verfloss in diesen Höhlen anders als außerhalb in der „normalen“ Welt, wer der Einladung folgte, verbrachte vielleicht einen Abend auf einem Fest und kehrte nach Hunderten von Jahren zurück.

Nun stell dir einfach einen Menschen vor, der vor dem ersten Lockdown ins Koma fiel und erst jetzt erwacht. Etwas rüttelt seine Seele wach und holt ihn zurück, weckt ihn auf. Ist es dann ähnlich wie bei Rick aus „the Walking dead“ oder kann diese Person die Welt so annehmen, wie sie gerade ist?
Oder was ist mit einer Person, die – sagen wir mal – vor 10 Jahren auf einer Bergtour verschwand und jetzt wieder aus den Höhlen kommt? Wie würde diese Person die Welt sehen?

Wenn du in der dystopischen Literatur etwas bewandert bist, wird dir der ein oder andere Roman vielleicht bekannt vorkommen, in der jemand in einer „unwirklichen“ Welt aufwacht und erkennt, wie verloren seine/ihre bisherige Existenz war und wo die Wahrheit versteckt ruht.

Stell dir heute jemanden auf einer Bergtour vor, der das Gleichgewicht verliert, ausrutscht und in einen Hang tiefer liegenbleibt. Er/Sie überlebt, träumt von diesen Höhlen und erwacht Jahre später in der aktuellen Wirklichkeit.
Wie ist es, so zu erwachen? Wie sind die Emotionen und Gefühle und kann diese Figur überhaupt wieder in seinen alten Beruf einsteigen?

Was meinst du?

Hast du das neue Jahr gut gefeiert?

Die Wege des Lebens sind uns unergründlich, aber sollen wir uns davon aufhalten lassen? 🙂

Die Raunächte, jene Zeiten, wo es heißt, die „Wilde Jagd“ würde reiten, sind eine besondere Zeit voll von Mythen, Legenden und auch besonderen Regelungen. Früher sagte man, hänge in diesen Tagen keine Wäsche auf die Leine, sie darf die Reiter nicht behindern.

Inzwischen hat ein neues Jahr begonnen, das viele sicherlich auch gefeiert haben – ich auch in kleiner, feiner Runde 🙂

Doch Silvester ist nicht der einzige „Jahreswechsel“, wann wird noch gefeiert und von wem? (Liege ich bei welchen falsch – bitte schreib mir eine Nachricht, ich korrigiere es dann. Danke!) – Feste nach dem Mondkalender variieren im Regelfall mit ihrem Datum

Chinesisches Neujahr – 1. Februar 2022
Thailand – Songkran (13. bis 14. April)
Israel – Rosch ha-Schana (25. bis 27. September)
Asatru – Julfest (21. Dezember)
Haiti – Voodoo – (1. November)
Vietnam – Tết Nguyên Đán – (1. bis 5. Februar)
Japan – Oshôgatsu – 1. Januar

Natürlich gibt es noch viele, viele andere, schreib doch in den Kommentarbereich, welches du feierst – wenn du das möchtest.

In diesem Sinne – ob du nun Christ, Asatru, Voodoonsi, Shintoist, Buddhist oder Jude, Wiccaner, Schamane oder etwas ganz anderes bist – ich hoffe, du feierst das neue Jahr gebührend, denn jedes neue Jahr ist eine Möglichkeit, eine Chance und birgt viele Möglichkeiten in sich.

Bei mir sind so einige Themen dieses Jahr auf dem Plan – nicht nur ein neuer Job, sondern auch Tai-Chi, das ich seit Jahren schon überlege anzugehen, aber mal sehen, das Jahr ist ja noch jung, ich habe viel vor 🙂

Bücher schreiben sich nicht von selber, und lernen, lebenslanges Lernen, bringt so vieles Interessantes mit sich.
Hast du Pläne für dieses Kalenderjahr gemacht?

Wenn wir uns entwickeln und lernen, dann sind wir hinterher nicht mehr die gleiche Person. Nimm beispielsweise Holz, das du verbrennst – es kann nicht mehr das Holz werden, wie es zuvor war. Ein Schmetterling wird auch keine Raupe mehr und so ist es mit unserer Entwicklung.

Vielleicht gibt es da den ein oder anderen Aspekt, vor dem du dich in der Entwicklung scheust, weil es vielleicht genau das ist, wo du spürst, du kannst dann nicht mehr zurück.

Wenn die Frage käme, ob du die blaue oder die rote Pille nehmen würdest – ein Zurück, gibt es nicht mehr – und so ist es auch mit dem neuen Jahr.

Eines meiner Themen ist, dass ich mich mehr damit befassen werde, wie ich helfen kann, die Kreativität wieder anzufachen. Es geht nicht darum, dass die ein oder andere Seele beständig an meiner Seite weiterwandert, sondern darum, ein Feuer zu entfachen oder wieder zum Brennen zu bringen und dann zu sehen, wie es freudig brennt und Ideen mit sich bringt. Es ist wie ein Sensei, ein Meister oder Lehrer allgemein, ja, auch wie eine Muse mitunter, die einem beistehen, wenn wir einmal nicht mehr weiterwissen. Kein anderer kann dein Leben leben – das kannst nur du selbst – ABER es ist auch erlaubt Hilfe anzunehmen, wie ich selber erst vor einigen Monaten lernen musste. Hilfe annehmen, ist Stärke.

Wenn ich mich erinnere, sind es so oft nur wenige Worte oder Texte, die mich stützen und inspirierten – abseits von meiner Muse und der ein oder anderen Seele und besonderen Persönlichkeiten in meinem Leben.

Darunter fallen beispielsweise „die unendliche Geschichte“ oder „Babylon 5“ mit den Zitaten, die so hilfreich sind und waren.

In diesem Falle möchte ich mich einmal bei meiner Muse bedanken, denn ohne ihn, ohne diese ganz besondere Seele, hätte ich jetzt nicht diese Stärke, diese Kraft in mir.

Nutze doch den Schritt ins neue Kalenderjahr und überlege dir, welcher Seele du deinen Dank schenken möchtest. Denn eines ist gewiss, er/sie wird es spüren 🙂 – sofern diese Persönlichkeit noch lebt. Leider ist das ja nicht mehr immer der Fall, wie beispielsweise bei der lieben Oma.

Hast du eine Seele, wo du danke sagen würdest?

Sammelst du Erinnerungen oder Dinge?

Vor einigen Tagen sah ich einen schönen Spruch, der mich inspirierte:

Sammle Erinnerungen, keine Dinge.

Es war ein Bilderrahmen mit diesem Text darin – der gleiche Tag war für mich mit einer wundervollen Erinnerung versehen, etwas, das sich mit keinem Geld der Welt bezahlen lassen würde und eine Erinnerung, die mir hoffentlich noch lange Freude machen wird (ich glaube schon) 🙂

Was du oben siehst, ist eine 10 Groschenmünze. Vor dem Euro gab es hierzulande Schilling und Groschen, eine Währung, die mir oft genug noch fehlt. Als umgestellt wurde, war der Umrechnungskurs: 13,7603 (wie er bei der DM und anderen war, weiß ich aber nicht).
Diese Münze fand ich vor einigen Jahren in einem Park, halb in der Erde steckend – und nahm sie aus sentimentalen Gründen mit. Natürlich sind oft auch Dinge mit Erinnerungen verbunden – ABER wenn wir uns durch unsere eigene Wohnung begeben, ist die Frage, welches der Dinge, die wir haben, ist wichtig und wertvoll und bei welchen haben wir keinen Bezug?
Wir sammeln oft Sachen aus verschiedenen Gründen heraus, manch einer wird zum Messie und dann gibt es Menschen, die spartanisch leben und die nur an wenigen Dingen zu hängen scheinen.

Man sagt, gibst du einem göttlichen Wesen etwas, dann wähle das, was dir wichtig ist – denn das ist die wahre Währung. Du gibst etwas für dich Wertvolles, wenn du um etwas bittest, vielleicht tut es auch weh, wenn du es hergibst – ABER was bekommst du dafür?

Stell dir vor, du wärest ein höheres Wesen und bekommst eine Gabe, die der Bittende zwar um teures Geld erworben hat, aber wo nichts dranhängt, kein Traum, kein Wunsch, keine Sehnsucht. Die Gabe des zweiten Bittenden ist vielleicht eine unscheinbare Brosche, billig und aus einem Kaugummiautomaten, ABER die Erinnerungen, die daran hängen, sind kraftvoll. Ihm tut es weh, sie herzugeben.
Die Frage ist nun, welche Gabe bedeutet mehr und welche hat mehr Kraft? Wie würdest du das sehen?

Oft ist der Satz von oben gar nicht so leicht zu befolgen, da in vielfacher Hinsicht eine Verbindung von Erinnerung und Ding besteht.

Doch im Großen und Ganzen ist es schon sinnvoller, sich das Leben nicht materiell zuzukleistern, sondern Erinnerungen … denn heißt es nicht auch manchmal, Erinnerungen ist das Einzige, das du ins nächste Leben mitnehmen kannst?

Grabe in deinen Erinnerungen und such dir eine von denen heraus, die dir sehr wichtig sind – würdest du diese hergeben, wie wertvoll wäre sie als „Gabe“? Vielleicht kannst du dich an „die unendliche Geschichte“ erinnern, wo Bastian mit seinen Wünschen Phantasien neu formte. Er verlor die Erinnerungen und schuf dadurch Neues.

Oder stell die Frage anders herum – wenn du aus deinem Leben etwas Neues machen würdest – und du könntest eine ganz bestimmte Person von früher noch einmal zurückholen, die dir sehr viel bedeutet hat, wäre es dir das wert?

Erinnerungen sind im Großen und Ganzen wertvoller als Dinge – ABER es ist auch oft die Verbindung, die etwas schaffen kann.

Kannst du dich an die ganzen Filme erinnern, wo eine bestimmte Person meint, sie möchte nicht mehr leben und der Tod zeigt ihm/ihr die Welt, wie es ohne ihn/sie wäre? Jede Person, jede Figur, beeinflusst – und das durch ihre Art und Persönlichkeit – denn wir sind alle irgendwie miteinander verbunden …

Um aber zu der göttlichen Figur zurückzukommen ….
Welche zwei Gaben würdest du erhalten und wie wertvoll wären sie? Wem würdest du die Wünsche erfüllen und warum?

Zeiten und vieles mehr -schaffen wir neue Wurzeln?

Kennst du den Roman „Onkel Seidlstroh und die zukünftige Vergangenheit“?

In dieser dystopischen Geschichte kommt ein Reisender, namentlich Onkel Seidelstroh, in seine Heimatstadt zurück und findet sie völlig verändert vor. Die Einwohner tragen keine Namen mehr, sondern nur noch Nummern, je niedriger die Nummer umso höher der „Rang“ der Person. Die Kinder sind Kommazahlen und Natur ist den Reichen und Oberen vorbehalten – wer nach draußen geht, tut gut daran, sich seine Sauerstoffkapseln aus dem hauseigenen Automaten zu ziehen.
Die Vergangenheit wiederum ist nur noch in Museen ausgestellt mit möglichst vielen schrecklichen Dingen und Gräueltaten, um den Menschen klar zu machen, wie gut sie es nicht derzeit haben.

Sehen wir uns in unserem Umfeld um, so finden wir häufig Dinge, die aus der Vergangenheit stammen und von denen wir nichts (mehr) wissen. Wir betrachten Gemälde und Fresken und verstehen häufig nicht den Hintergrund, sehen Stonehenge oder die Pyramiden an und raten, wenn wir durch Museen gehen und die Ausstellungsstücke betrachten, sind diese häufig liebevoll gepflegt und mitunter mühsam aus der Erde geborgen – ob die Mumien glücklich sind aus ihren Gräbern gerissen zu werden? Gehen wir nach dem Jenseitsglauben der alten Ägypter, ist das so eine Sache für sich.

Geschichte wird sehr häufig nur beschönigt betrachtet und verklärt – stehen wir dann im Supermarkt vor dem Regal und nehmen beispielsweise Margarine in die Hand, so wäre es schon interessant zu wissen, wer tatsächlich weiß, worin sie ihren Ursprung hatte (eigentlich war sie Kanonenfett in Napoleons Zeiten entwickelt 😉 ), es wird so vieles verdrängt und vergessen oder in ein völlig falsches Licht getaucht … dass es wirklich schade ist, zu sehen, wie das, was einst unsere Ahnen schufen, in völlig neuem Kontext ersteht.

Manchmal denke ich mir schon, auch wenn die Geschichte um Onkel Seidelstroh ziemlich überzogen ist, so fällt gerade im deutschsprachigen Raum auf, wie viel Desinteresse an Geschichte herrscht und wie viel Irrglaube mitunter einhergeht mit seltsamem Halbwissen.
Nehmen wir als Beispiel die Tomate oder die Kartoffel – die beiden haben auf Mittelalterfesten in den Kochtöpfen doch nichts verloren, denn sie kamen erst später nach Europa. Apropos Kartoffel – sie wurde als Zierpflanze genutzt, aber die Knolle kam erst in den Hungerzeiten in Irland in die Kochtöpfe 😉
Also mich fasziniert ja so etwas schon sehr 🙂 dich auch?

(Hier ein Danke an „hmkaufmann„, eigentlich hätte ich wohl besser schreiben sollen, dass sie die Iren und anderen Völkern geholfen hat, Hungerzeiten zu mildern bzw. diese gar nicht erst aufkommen zu lassen, da Kartoffeln doch recht anspruchslos sind und somit leichter in Fülle gedeihen und somit auch mehr Menschen sättigen können.)

Nun wäre hier eine weitere Idee, wie du deine Kreativität pushen könntest:
Geh einfach mal durch die Straßen und sieh dir die Orte genauer an. Gibt es etwas, das dir auffällt und deine Blick gefangenhält, dann betrachte den Platz oder das Objekt genauer …. was könnte es gewesen sein und was könnte hier geschehen sein?

Als kleines Beispiel die Agnes-Kapelle oben. Sie steht so einsam und verlassen im Wald und überblickt den ganzen Ort darunter … eigentlich hatte der Witwer seiner Frau damit ein Andenken geschenkt. Da sie damals im Umfeld sehr beliebt war, halfen die Leute dabei mit und auch, wenn wir sie nicht mehr kennen, so können wir doch eine Geschichte darum spinnen.
Oder wenn wir irgendwo im Wald über eine Mauer stolpern – was war einst hier?
Sehen wir uns wiederum die Dachböden alter Häuser an, so finden wir mitunter wahre Schätze ohne Wert darin, deren eigentlicher Wert in der Erinnerung ruht.

Wer die Geschichte vergisst, ist gezwungen sie zu wiederholen – und das passiert leider viel zu häufig. Manchmal mag es nötig sein, dann wieder nicht. Betrachten wir beispielsweise die aktuelle Situation, könnten wir sie nutzen um ein großartiges, neues Morgen zu erschaffen – doch die Richtung ist eine andere – in Richtung Chaos leider.

Sind wir uns unserer Wurzeln bewusst, lernen wir vielleicht auch aus dem Geschehen…

Was meinst du?
Wenn du ein Zeitreisender wärest, wohin würde es dich verschlagen? Wärest du eher für den Weg ins Morgen oder möchtest du in das Gestern gehen? Und nein, du hast hier keine Tardis, die dich mitnimmt, aber du hast deine Phantasie 🙂
lass mich doch an deinen Gedanken teilhaben …

Wo versteckt sie sich nur?

Wie „sinnlich“ gehen wir eigentlich durchs Leben?

Vielleicht kennst du diesen Spruch:
„ … nicht alle Sinne beisammenhaben!“
Im Grunde besagt er nichts anderes aus, als „nicht ganz gerade ticken“, „ eine Schraube locker haben“ oder auch simpel „leicht verrückt sein!“ – wobei der Ursprung auf das 18. Jahrhundert zurückzuführen ist.

In den letzten Monaten ist mir klar geworden (und vielleicht nicht nur mir), dass vieles von dem auf der Strecke bleibt, das sich lohnt zu halten – ABER wir auch eine große Chance damit erlangen, um etwas Neues zu erreichen, vielleicht wurzelnd in alten Tagen.
So viele von uns haben den Eindruck „entwurzelt“ zu sein – sich mit früheren Zeiten zu befassen (oh weia, es gibt so unglaublich viele leckere Kochrezepte aus einstigen Tagen – die Märchen und Sagen, die uns Schauer einjagen oder schlichtweg die Erklärung, warum Stonehenge überhaupt existiert 😉 ).
Wir als Gesellschaft haben so vieles vergessen, so viele Traditionen verlegt und verloren (oder wüsstest du, woher beispielsweise der Nikolaus wirklich stammt?).

Wir verlernen mitunter vieles um anderem Platz zu machen – und so ist es mit der Kreativität. Durch die Umstände, die lauten Schreie von so vielen … verlieren wir so leicht den Bezug zu unserem inneren Ich, der eigentlichen Seele der Kreativität – ABER auch den Tränen der Ewigkeit, in der wir verbleiben, wenn wir schon lange gegangen sind. Wenn du dich jemals mit Geschichte beschäftigt hast, stolperst du sicher über unzählige Anekdoten – der beste Geschichtslehrer ist halt genau das (mach die Geschichte lebendig, dann bleibt dir das auch im Herzen und im Gedächtnis) – oder wüsstest du noch, was ZB 333 bei Issos wirklich geschah? (Kleine Eselsbrücke meiner Geschichtslehrerin: 333, bei Issos große Keilerei). Es war eine der Schlachten von Alexander dem Großen 😉 so ganz nebenbei erwähnt.

Kreativität ist eine Gabe, die wir haben und die wir uns nicht kaputt machen lassen sollten, wobei es doch keine Rolle spielt, wie stark und ausgeprägt sie in uns seit der Geburt schlummert – nein, wir sollten sie nicht verlieren, frei wie einen Vogel fliegen lassen, denn dann kehrt sie zurück – ABER nicht einsperren. Locken und verführen – ABER nicht zwingen.

Eigentlich ist es wie mit der Liebe, die wir meist erst dann finden, wenn wir nicht gezielt nach ihr suchen – Aphrodite und Venus können echt sooo fies sein …

In den letzten Monaten hat sich die Kreativität zurückgezogen. Falls der Eindruck trügt, bitte sag es mir – ich würde mich hier gerne eines Besseren belehren lassen. Wir sind als Gesellschaft auf dem besten Wege in ein neues Biedermeier.
Falls du dich mit dem Biedermeier nicht so wirklich auskennst, es war eine Zeit es Rückzugs ins Private. Musik wurde gespielt, Künste wurden gepflegt – ABER es war auch eine Zeit der Überwachung, falls dir der Name „Metternich“ nichts sagt, recherchier einmal über den Herrn nach.

Wenn wir die Kreativität als Begleiterin haben wollen – und welcher Künstler, Autor oder anderweitig schaffende Mensch möchte das denn nicht? So ist es eine Überlegung herauszufinden, wie wir sie anlocken, ohne sie zu zwingen.

Nimm dich selbst dazu als Beispiel – so wie du im Moment bist, so, wie du dich empfindest und wie du lebst. Betrachte deine Sinne:
*) Tasten
*) Sehen
*) Hören
*) Riechen
*) Schmecken

Davon einmal abgesehen gibt den „6. Sinn“, Wärmesinn, Gleichgewichtsinn, Bewegungssinn, Worte-sinn, Gedanken-sinn, Lebenssinn und Ich-Sinn – was sich im Großen und Ganzen als zu drei Kategorien unterteilen lässt:
Umgebungssinne
Körpersinne
Soziale Sinne

Befassen wir uns aber nur mit den oberen 5 Sinnen, die wir tagtäglich nutzen, so sind sie für uns selbstverständlich – bis wir sie verlieren (und sei es auch nur vorübergehend).

Eine Möglichkeit, die Kreativität einzuladen ist es, einen der 5 Sinne für eine Weile bewusst zu negieren. Kannst du dich an das letzte Mal „blinde Kuh“ erinnern? Wie war es denn, als du mit verbundenen Augen dagestanden bist? Oder weißt du noch, wie du aus Schnupfen heraus eine Weile nichts schmecken und/oder riechen konntest?
Erst in diesen Momenten erkennen wir wirklich, dass so vieles, das selbstverständlich scheint, es nicht ist – genau wie die Kreativität. Wir glauben vielleicht, sie sei Teil von allem – ABER wir können sie auch verlieren. Wie die anderen Sinne können wir sie aber auch zurückbekommen (hoffe ich jetzt einmal) 😉

Teste einfach einmal aus, wie es sich für eine Weile ohne einen der fünf Sinne lebt – wo etwas fehlt; wird durch anderes ergänzt … was will dir deine Kreativität damit sagen?

Hast du dir das schon einmal überlegt? Denn Schreibblockaden können beispielsweise auch daher kommen, nicht nur, weil Worte im Moment fehlen mögen.

Wie hältst du es mit der heutigen Zeit und Covid?

Erinnerst du dich an eine Zeit vor Corona?

Mich erinnert die aktuelle Zeit doch ein wenig sehr an die „Weimarer Republik“, in der es nur zwei Parteien gab – entweder warst du für die eine oder für die andere. Gab es damals überhaupt jemanden, der sich nicht für die eine oder andere Seite entschied? Vielleicht die kleinsten Kinder, die noch nicht soweit waren – ansonsten hatte wohl jeder so seine eigene Meinung, von der er/sie sich aber auch nicht abbringen ließ.

Hier ein Dank an lyriost, denn da hat mich meine Erinnerung wohl ein klein wenig getrogen. Ich kann mich noch gut erinnern an Geschichten aus jener Zeit, wo zwei herrschende Parteien so sehr gegeneinander stritten, dass es häufig nichts anderes war als – für oder gegen mich? Leider hat diese Zeit dann zu etwas geführt, das nicht soooo dolle war, aber das brauche ich ja nicht extra erwähnen. Schade ist nur, dass wir nicht miteinander, sondern lieber gegeneinander arbeiten.

Sehen wir uns die heutige Zeit an, so gibt es auch hier nur zwei Lager – Impfbefürworter und Impfgegner. Wie jeder andere auch, habe auch ich mich entschieden, meine Entscheidung war für mich die richtige und viele in meinem Umfeld teilen diese Entscheidung. Es gibt da diesen einen, chinesischen Fluch „und mögest du in interessanten Zeiten leben“, nun ich glaube, das tun wir tatsächlich!

Wenn wir die Nachrichten lesen, so ist zu erkennen, dass weniger die Fakten, als vielmehr das Bauchgefühl dominiert, die Emotionen vorherrschen und Vernunft wohl längst den Löffel abgegeben hat – ABER das betrifft irgendwie BEIDE Seiten.

Es ist nicht zu leugnen, dass CV längst im Leben jedes Einzelnen angekommen ist, egal ob wir wollen oder nicht. Spielt es eigentlich wirklich noch eine Rolle, wo der Ursprung war, oder ist es nicht längst viel wichtiger geworden, einen guten Umgang damit zu erlernen?

Letztens erst unterhielt ich mich mit einer mir lieben Bloggerfreundin darüber, dass viele Reiseblogger schweigsamer geworden sind, dafür aber Rezeptblogs doch etwas vermehrt auftauchen … Blogs, die sich vor allem mit Corona befassen hätten vor Jahren vielleicht noch als „Verschwörungstheorien“ gegolten und vieles mehr. Ja, Corona hat auch die Bloggerwelt beeinflusst und wird es weiterhin tun.

ABER stell dir einmal eine einzige Frage:
Willst du zulassen, dass Corona wirklich das einzige Thema im tatsächlichen Leben ist?
Es dominiert in vielfacher Weise – und genau dadurch verliert sich die Aufmerksamkeit auf andere Lebensbereiche und -aspekte hin. Was ist beispielsweise mit den Forschungen an wissenschaftlichen Bereichen wie der künstlichen Niere oder anderen durchaus lebensrettenden Aspekten? Muss sich wirklich alles dem Thema Corona unterordnen?

Wir leben in einer lauten, hektischen Zeit, die Aggressivität steigt in einem Ausmaß, der Angst machen kann. Heute saß ich in einem kleinen Wäldchen in der Nähe meines Wohnortes bei einem kleinen Waldsee und merkte wie ruhig und still es hier war. Vogelgezwitscher und das Wehen der Blätter im Wind, das leise Rascheln, wenn die Blätter an den Bäumen herumgewirbelt wurden und so ganz nebenbei bekam ich dabei eine kühle Nasenspitze ab 🙂

Was laut und aggressiv daherkommt, sorgt leicht dafür, dass das Leise entschwindet und zum Schweigen gebracht wird. Wir hören den Demonstranten zu, spüren die Aggressivität in den Stimmen von Menschen, die wir vielleicht einst als bedächtig und besonnen kennenlernten und überhören dabei das leise Weinen jener, denen nicht mehr zugehört wird.

Heute hören wir die Klingen eines neuen Krieges, wo Säbelrasseln und Schwerter aufeinanderprallen in Form von zwei Gegenparteien, die sich mitunter nur noch an die Gurgel gehen wollen – anstatt gemeinsam eine gute Lösung zu finden. Nun, des Menschen Wille ist sein Himmelreich – so heißt es doch so schön, oder irre ich mich?

Ich sehe die Welt momentan doch eher wie das bekannte Yin-Yang-Symbol – in allem steckt ein Teil des absoluten Gegenteils.

Nicht alles ist schlecht an der jetzigen Situation, aber vieles könnte besser gemacht worden sein.
Corona und die verhängten Lockdowns brachten Aspekte wie „Homeoffice“mit sich, wo Arbeitgeber endlich erkennen konnten, dass ihre Angestellten auch zu Hause gute Arbeit leisten können, viele haben gemerkt, es liegt ihnen, andere wiederum können damit gar nicht klarkommen.
Rasche Erfolge bei Entwicklungen wie eben der Corona-Impfung, nur, weil die Menschen sich tatsächlich auf eine Sache konzentrieren, statt an verschiedenen Teilaspekten von verschiedenen Bereichen zu arbeiten.
Anfangs erhielten so viele Hunde und Katzen ein neues Zuhause (was leider nicht auf Dauer war 😦 )

Auch die heutige Zeit hat einiges, das wir für später bewahren sollten:
gemeinsam für etwas streiten und dahinterzustehen … aufzustehen und sich nicht immer alles gefallen zu lassen hat zwar bei den Bauernaufständen nicht sonderlich viel gebracht – ABER doch auch Revolutionen mit bleibendem Erfolg (Französische Revolution, Boston Tea Party) auf die Beine gestellt.
Vielleicht steckt auch etwas Gutes darin, das als Samenkorn später Früchte tragen wird.

Nimm dir die Zeit und analysiere die aktuelle Zeit einmal … es ist ein Umbruch. Diese müssen nicht schlecht sein, sondern können auch sehr viel Gutes bewirken – vorausgesetzt es gibt einen entsprechenden Lernfaktor (der leider nicht immer gegeben ist).

Doch kehren wir zum eigentlichen Gedanken wieder zurück:
Corona dominiert derzeit so vieles, wir vergessen dabei so leicht andere Bereiche und Aspekte wie beispielsweise die eigene Kreativität. Was hilft dir, wenn du dich erschlagen fühlst? Wie erhältst du dir die Kreativität ohne im Sumpf der aktuellen Schwingungen unterzugehen?