so schmeckt Geschichte – so tastes history

Ab und zu erzähle ich dir gern, was bei mir auf den Tisch kommt und ich mag historische Rezepte sehr, weil es einen Eindruck der Zeit wiederspiegelt, in der diese Dinge zubereitet wurden.

Betrachte dies als „Startschuss“ für ein neues Projekt, an dem du teilhaben kannst – sofern du das möchtest.
Historische Rezepte sind eine recht interessante Sache für sich, weil sie so vieles erzählen, ohne Worte zu benötigen. Ich möchte dich einfach für diese Dinge begeistern können, darum biete ich dir folgendes an:

Du bekommst das Rezept als Mail, kochst es nach und erzählst davon, wie es dir geschmeckt hat. Mach ein schönes Foto davon, natürlich bleiben die Rechte am Bild auch bei dir.

Interesse? Dann melde dich bei mir und ich erzähl dir mehr davon.

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From time to time, I like to tell you what is on my table and I love historical recipes very much because it reflects an impression of the time in which these things were prepared.

Consider this as a „starting shot“ for a new project you can participate in – if you want to.
Historical recipes are quite an exciting thing in themselves because they tell so much without the need for words. I want to be able to inspire you for these things, so I offer you the following:

You get the recipe as an email, cook it and tell about it how you liked it. Take a beautiful picture of it. Of course, the rights to the image remain with you.

Interested? Then get in touch with me, and I will tell you more about it.

Südkreta/southern Crete: Der Geschmack Byzanz – The taste of Byzantium

Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, mag ich historische Rezept und koche auch ganz gern solche Dinge nach. In meinen Büchern „Soldierfood“ beispielsweise finden sich Rezepte vom alten Griechenland ebenso wie jene aus der Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und vieles mehr.

Eines der Rezepte, das ich ab und an ganz gerne koche ist eines aus dem alten Byzanz, das heute nur noch selten außerhalb Südkretas gekocht wird und nennt sich „Spaniada“. Für mich gehören solche „Gerichte der Geschichte“ einfach zum Leben dazu. Es ist ja eine tolle Sache, all die modernen Rezepte zu haben, die ganzen Erfindungen und Küchenexperimente, all die Mühen um das „dekadente“ Essen, aber die bodenständigen Rezepte sind mir noch immer die Liebsten.

Dieses Rezept bringt einen Hauch Mittelmeer mit sich und du brauchst dafür nur Zwiebel, Olivenöl, Bohnen, Salz, Pfeffer, Brühe und Paximadi (oder du nimmst einfach getoastetes Brot).

Zwiebel schälen, schneiden und anrösten im Olivenöl, weiße Bohnen dazu, einkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Brot toasten und in den Teller legen. Die Bohnenmischung drüberleeren und über alles die Brühe gießen. Ich hab hier noch etwas Schnittlauch drüber gegeben, aber du kannst Kräuter nach Wahl natürlich selber aussuchen und dann dazu geben.

Lass es dir schmecken, wenn du es probierst.

Nun hätte ich mal eine Frage an dich:
Geh doch mal in der Geschichte zurück. Aus welcher Zeitepoche würdest du gern mal ein Rezept ausprobieren? Wie glaubst du, schmeckt die Geschichte der Epoche, die dich interessiert?

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As you may have noticed, I like historical recipes, and I also want to recook such things. In my books „Soldierfood“, for example, you can find recipes from ancient Greece as well as those from the time of the American War of Independence and much more.

One of the recipes that I like to cook from time to time is one from the old Byzantium, which is rarely cooked outside of southern Crete today and is called „Spaniada“. For me, such „dishes of history“ belong to life. It’s a great thing to have all the modern recipes, all the inventions and kitchen experiments, all the efforts for the „decadent“ food, but the down-to-earth recipes are my favorites.

This recipe brings a touch of the Mediterranean, and all you need is onion, olive oil, beans, salt, pepper, broth, and paximadi (or just toasted bread).

Peel, slice, and toast the onion in olive oil add the white beans, boil down, and season with salt and pepper. Toast the bread and put it on the plate. Empty the bean mixture over it and pour the broth over everything. I have added some chives, but you can choose your herbs and then add them.

You’ll love it when you taste it.

Now I have a question for you:
Why don’t you go back in history? From which time would you like to try a recipe? What do you think about the history of the era you are interested in tastes like?

USA: Welches Kind liebt es nicht? – What kid doesn’t love it?

Ein typisch amerikanisches Gericht, das du weder in Restaurants noch allzu bekannt in Europa finden wirst ist der Sloppy Joe.

Und ich habe noch kein Kind (oder Erwachsenen) erlebt, der dabei nicht gerne zugreift.

Nach meinem Urlaub in Montana meinte mein Mann, er möchte das ausprobieren – und hat mir ein Rezept in die Hand gedrückt, das ich seither manchmal sehr gerne zubereite.
Wenn du kein Fleisch isst, dann verwende Sojahack – das macht geschmacklich nur wenig Unterschied.

Als wir meiner Patentochter in spe mal Sloppy Joe servierten saß sie mit Kullerauge da und fragte, „Was, ich darf patzen?“
Na klar doch – darum wird der auch seltenst in Lokalen serviert. Also immer auch schön ne Serviette oder ähnliches dabei haben 🙂

Das Rezept ist einfach – und du brauchst nur Brötchen, faschiertes Fleisch (oder Sojahack), 1 große Flasche Ketchup oder entsprechend passende Tomatensauce, Paprika, etwas Senf, Zwiebel und sehr wichtig: Worcestersauce …

Auch, wenn viele glauben Burger und Pommes sei das typisch amerikanische Nationalgericht, bin ich eher der Ansicht, mit einem Sloppy Joe kannst du bei einem USA-Fan eigentlich nichts falsch machen. 🙂
Wobei es so viele tolle, amerikanische Gerichte gibt, weil es so unterschiedliche Küchenrichtungen gibt.

Verrate mir doch mal, welches amerikanische Gericht ist deiner Meinung nach perfekt – um einen Fan der USA zu erfreuen?

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A typical American dish that you will not find in restaurants or too well known in Europe is sloppy joe.

And I have never seen a child (or adult) who doesn’t like it.

After my vacation in Montana, my husband said he wanted to try it – and gave me a recipe that I’ve enjoyed preparing ever since.
If you don’t eat meat, use soya mince – it makes little difference in taste.

When we served sloppy joe to my goddaughter-to-be, she sat there with a googly eye and asked, „What, I can make a mess?“
Of course, you can – that’s why it’s rarely served in restaurants. So always have a napkin or something similar with you 🙂

The recipe is simple – and all you need are rolls, minced meat (or soya mince), one big bottle of ketchup or the appropriate tomato sauce, paprika, some mustard, onion, and very important: Worcester sauce …

Even though many people think that burgers and fries are the typical American national dish, I guess you can’t go wrong with a Sloppy Joe for a USA fan. 🙂
But there are so many great American dishes because there are so many different cooking styles.

Tell me, which American dish do you think is perfect – to please a fan of the USA?

Island/Iceland: Süßes aus dem hohen Norden – Sweets from the high North

Vor einiger Zeit fragte ich in die Runde nach isländischen Rezepten:
https://myskaldkonur.com/2019/11/06/was-wollen-wir-essen-lernen-wir-eine-sprache-anders-kennen-what-shall-we-eat-lets-get-to-know-a-language-differently/

Tatsächlich wurde ich hier fündig:
https://newvisionspublications.wordpress.com/portfolio/island-essen-natur-und-kultur/

Auf Empfehlung von Liv (eine der Autorinnen/Mitwirkerinnen des Blogs/der Homepage), bat ich dann meinen Liebsten darum, mir das Büchlein zu organisieren – was dieser auch tat.

Ein Rezept darin wollte als Erstes nachgekocht werden – die Kakaosuppe (Kakósúpa).
Viel braucht ihr dazu nicht: Kakao, Milch, Wasser, Zucker, Vanillezucker und Kartoffelstärke reichen hier völlig aus. Ich mag es nicht unbedingt so süß, also hab ich den Zucker durch Xylit ersetzt.
Wer Schokopudding mag, dem könnte diese Suppe auch schmecken. Hast du Kinder, dann wäre es doch etwas für die nächste Mahlzeit.
Auf jeden Fall wird es nicht das letzte Rezept aus dem hohen Norden sein, dass ich nachkochen werde.

Wenn du dich für die isländische Küche interessierst, wirf doch mal einen Blick in das Büchlein. Die Rezepte nehmen einen guten Teil davon ein – nachgekocht darf werden.

Ich rezensiere üblicherweise ja keine Bücher – da gibt es andere Blogger, die das viel besser können. Aber ich probiere gern neue Rezepte aus.
Für all jene, die es lieben feurige und stark gewürzte Sachen zu verzehren, die sind in der isländischen Küche vielleicht nicht ganz so zu Hause. Aber wer es einfach mag und gerne auch mal etwas Süßes zwischen die Zähne bekommt – der kann die Rezepte darin ja mal probieren.

Und ganz nebenbei, auf dem Foto ist eine 3 Jahre alte Katzendame namens Carry mal wieder ganz neugierig, was da eigentlich im Teller drin ist.

In diesem Sinne – guten Appetit!

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Some time ago I asked you for Icelandic recipes:
https://myskaldkonur.com/2019/11/06/was-wollen-wir-essen-lernen-wir-eine-sprache-anders-kennen-what-shall-we-eat-lets-get-to-know-a-language-differently/

I found what I was looking for here:
https://newvisionspublications.wordpress.com/portfolio/a-culinary-journey-to-iceland/

On the recommendation of Liv (one of the authors of the blog/website), I asked my beloved to organize the booklet for me – which he did.

A recipe in it wanted to be cooked first – the cocoa soup (Kakósúpa).
You don’t need much: cocoa, milk, water, sugar, vanilla sugar and potato starch are enough. I don’t like it that sweet, so I replaced the sugar with xylitol.
If you like chocolate pudding, you could also taste this soup. If you have children, then it would be something for the next meal.
In any case, it won’t be the last recipe from the far north that I’ll cook.

If you are interested in Icelandic cuisine, have a look at the booklet. The recipes take up a good part of it – it’s allowed to be recooked. 😉

I don’t usually review books – other bloggers can do that much better. But I like to try new recipes.
For all those who love to consume fiery and strongly spiced things, Icelandic cuisine may not be quite so good. But if you just like it simple and like to get something sweet between your teeth – you can try the recipes in it.

And by the way, on the photo, a 3-year-old cat lady named Carry is curious about what is on her plate.

In this sense – enjoy your meal!

Römisches Imperium/Roman Empire: was das alte römische Reich zu bieten hatte – what the ancient Roman Empire had to offer

Wir glauben, die alten Römer gut zu kennen, wissen um die Cäsaren, um die Feldzüge und die vielfachen Verstrickungen. Das alte Römische Reich war dem heutigen ähnlich – nicht nur in Zusammenhang mit der Bürokratie.

Du weißt sicher, dass es Gladiatorenspiele gab und Gladiatoren vielfach nicht nur Sklaven waren, sondern ebenso konnten es freie Römer sein, die auf diesem Wege ihren Lebensunterhalt verdienen wollten.

Wusstest du, dass im Römischen Reich die Brotkultur überaus reichhaltig war? Ähnliches erleben wir heute im deutschen Raum mit den Unmengen an verschiedenem Gebäck.

Zu den Grundnahrungsmitteln der Römer gehörte „Pulse“, ein Brei, der sich vielfach verfeinern ließ.
Eines der leckersten und einfachsten Gerichte jener Zeit ist „Moretum“. Es schmeckt hervorragend und du kannst es einfach zubereiten.

Was du brauchst, ist Feta, frische Kräuter, Knoblauch und Olivenöl. Mische die Zutaten und forme sie zu Kugeln. Alternativ kannst du sie zum Löffeln in der Schüssel lassen.
Wichtig ist, dass du die Zutaten gut miteinander vermengst. Mit frischem Brot als Beilage hast du ein wunderbares Abendessen!

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We believe we know the ancient Romans well, we know about the Caesars, about the campaigns and the multiple entanglements. The ancient Roman Empire was similar to today’s – not only in connection with bureaucracy.

You know for sure that there were gladiator games and gladiators were not only slaves but also free Romans who wanted to earn their living this way.

Did you know that in the Roman Empire the bread culture was extremely rich? Today we experience a similar situation in the German region with its vast quantities of different pastries.

One of the basic foods of the Romans was „Pulse“, a porridge that could be refined many times over.
One of the tastiest and simplest dishes of that time is „Moretum“. It tastes great and you can easily prepare it.

What you need is feta, fresh herbs, garlic, and olive oil. Mix the ingredients and shape them into balls. Alternatively, you can leave them in the bowl to spoon.
It is important that you mix the ingredients well. With fresh bread as a side dish, you have a wonderful dinner!

Kanada/Canada: Fast food einmal anders … – Fast food in another way

Einige meiner Bücher sind allein durch das Interesse entstanden, Neues auszuprobieren. Diesmal brachte mein Verlobter ein Gericht als Vorschlag, das ich jedem nur empfehlen kann (und ja – es gibt dieses Gericht auch in vegetarischer und sogar veganer Version).

Es handelt sich hier um das kanadische Nationalgericht „Poutine“ und wird wie der russische Präsident ausgesprochen.

Einziges „Problemchen“ dran ist, es gibt so viele verschiedene Variationen – also viel zum Ausprobieren. Ich hielt mich daher an eine recht einfache Variante.

Zutaten waren Pommes Frites, Pulled Pork, Cheddar und Bratensauce.

Das gefundene Rezept war für vier Personen. Anfänglich wirkte es nicht so, aber ich kann versichern, es ist sättigender, als es aussieht! Wer es probieren will, es ist kindgerecht, schmeckt unglaublich gut und deftig und binnen 15 Minuten war es fertig!

Was käme für dich in Frage bei diesem Rezept? Wenn du in Kanada lebst oder es mal besucht hast, welche Version würdest du als „typisch kanadisch“ bezeichnen?

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Some of my books have come into being solely through the interest in trying out new things. This time my fiancé brought a dish as a suggestion that I can only recommend to everyone (and yes – this dish is also available in vegetarian and even vegan versions).

It is the Canadian national dish „Poutine“ and is pronounced like the Russian president.

The only „little problem“ is that there are so many different variations – so much to try. Therefore I kept to a quite simple variety.

The ingredients were French fries, pulled pork, cheddar, and gravy.

The recipe I found was for four people. At first, it didn’t look like that, but I can assure you it’s more filling than it looks! If you want to try it, it is suitable for children, tastes incredibly good and hearty, and within 15 minutes it was ready!

What would you consider for this recipe? If you live in Canada or have visited it, which version would you call „typically Canadian“?

Japan: Süßes und mehr: eine geniale Comic-Verfilmung – Sweets and more: an ingenious comic adaptation

Magst du Süßspeisen?

Vor einiger Zeit stolperte ich über die Serie »Kantaro: Das süße Leben eines Angestellten«. Darin dreht sich alles um die Süßspeisen, die der japanische Foodblogger Kantaro vorstellt. Es geht weniger darum WAS er schreibt, als vielmehr, WIE er selber den Verzehr der Süßspeisen wahrnimmt. Darunter fallen beispielsweise Kakigori, Ohagi oder Mamekan.

Ich fand vor allem Mamekan interessant. Bald war offensichtlich, es ist nahezu unmöglich, die Zutaten hierzulande zu bekommen.

Nach einigen Recherchen war klar, was hierzulande zur Verfügung steht:

  1. Agar-Agar-Geleepulver (auf Algenbasis – das fand ich in einer großen Supermarktkette)
  2. süße, rote Bohnen (die fand ich in einem japanischen Supermarkt in der Nähe vom Wiener Praterstern)
  3. Honig in Ermangelung des Zuckersirups

Weitaus schwerer war es, die richtige Konsistenz zu schaffen. Das beste Mischverhältnis fand ich in der 1,5fachen Menge der Packungsangabe des Gelees.
Entweder du nimmst fertige Bohnen aus der Dose oder kochst die trockenen Bohnen. Ohne diese speziellen Bohnen funktioniert das Rezept nicht! Der flüssige Honig sollte dezenter im Geschmack sein, nicht aufdringlich!

Als Süßspeise ist Mamekan gewöhnungsbedürftig, aber lecker und ich habe noch niemanden erlebt, der es kennt.

Wenn du (insbesondere als Foodblogger) eine neue Serie suchst – probier es mit Kantaro.
Erzähl mir doch hinterher, wie sie dir gefällt und ob du Mamekan selber ausprobiert hast. Ist es dir gelungen?

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Do you like dessert?

Some time ago, I stumbled across the series „Kantaro: The Sweet Life of an Employee“. It’s all about the desserts presented by the Japanese food blogger Kantaro. It’s not so much about WHAT he writes, but rather HOW he perceives the consumption of the sweets. Among them are, for example, Kakigori, Ohagi, or Mamekan.

I found Mamekan especially interesting. Soon it was evident that it is almost impossible to get the ingredients in this country.

After some research, it was clear what is available in this country:

  1. Agar-agar-jelly powder (algae-based – I found this in a big supermarket chain)
  2. sweet red beans (I found them in a Japanese supermarket near the Wiener Praterstern)
  3. Honey in the absence of sugar syrup

It was far more challenging to create the right consistency. I found the best mixing ratio in the 1.5 times the amount of jelly’s packaging information.
Either take ready-to-eat beans from the can or cook the dry beans. Without these unique beans, the recipe does not work! The liquid honey should be more subtle in taste, not pushy!

As a dessert, Mamekan takes some getting used to, but it is delicious, and I have never experienced anyone who knows it.

If you are looking for a new series (especially as a food blogger) – try Kantaro.
Tell me afterward how you like it and if you tried Mamekan yourself. Did you succeed?