Klein Maze wird langsam zum Teenie …

Wie süß die Kleine war, als ich sie ihr neues Heim bezog. Schüchtern, herzensgut und ein wenig durcheinander. Kunststück, wenn man bedeckt, welche Reise sie hinter sich hatte – ist ja ne waschechte Ungarin, die nach Wien gefahren wurde.

Nun, fast zwei Monate später, hat sie es geschafft unser aller Herz im Sturm zu erobern, eine wunderbare große Schwester zu gewinnen, mit der sie untertags herumflitzt.

Nicht zu vergessen, sie liebt es Geräusche wie Trillern und Quietschen von sich zu geben, wenn sie meint, ihr sei langweilig und sie hat längst jede Menge Blödsinn von den anderen übernommen. Wir Dosenöffner finden es natürlich (was sonst) herzig und zuckersüß. Verflixt haben uns die Rabauken gut erzogen.

Hier ist Maze, wie sie heute aussieht:

neues Buchprojekt … wäre doch gelacht … Update …

Aus dem Gedanken einen reinen Katzenroman zu gestalten, bin ich inzwischen leicht abgewichen. Obwohl die Samtpfoten nach wie vor eine gewichtige Rolle bekommen.

Sie teilen sich den Platz mit einigen anderen Charakteren.
Da wäre Noah, die Krähe oder ein altes Wesen, dessen Bezug zum Wind mit der Zeit deutlich erkennbar wird. Eine Querflöte wird ebenfalls eine tragende Rolle spielen.

Einige Einflüsse stammen aus euren Gedankengängen, die ich passend scheinen, sie geben der Geschichte Schliff. Gleiches gilt für meinen Vogelberater, der mich bereits auf ein paar Aspekte stieß, die angepasst gehören.

Hier ist einmal ein kleines Update meiner drei Miezen.

Links Carry, Mitte Maze und rechts Alice.

Sie haben allesamt Silvester gut überstanden! Eure hoffentlich auch.

Wenn Krähe Noah zu Besuch kommt …

Noah besucht uns häufiger, meist hängt etwas für die Meisen auf dem Balkon, von dem schließlich er speist. Maze selber scheint noch kein richtiges Interesse entwickelt zu haben, spielt viel lieber mit Carry.

Versetzen wir uns die Lage der Krähe, stellt sich die Frage, wie Noah das sieht. Kombinieren wir die Krähe mit einer alten Legende, wenn wir sie sich unterhalten lassen oder ist es ein neuer Charakter, der für die Geschichte wichtig werden könnte? Lassen wir es an uns herankommen, wie sich die Dinge entwickeln werden.

*****

Noah hüpfte auf die Stange des Balkongeländers, kundschaftete vorsichtig das Areal vor sich aus, blickte nach den Meisen, die in den Bäumen hinter ihm warteten, amüsierte sich über die Tauben, die ihn giftig anblickten, weil er sich »ihrer« Nahrung bemächtigte.
Den Kopf neigend, sich dadurch über die Tauben lustig machend, hüpfte er auf die Armlehne des weißen Stuhles auf dem Balkon.

Hier hing ein Behälter mit Futter, das mit Sicherheit nur ihm zuliebe aufgestellt worden war. Diese Menschen hier schienen ihn zu mögen. Oder wollten sie ihn nur als Spielkamerad für die Schwarzweiße hier haben?
Spielte an sich keine Rolle. Ganz im Gegenteil, er beobachtete erst einmal den Boden des Balkons, bevor er sich dem Futter widmete. Sah in Richtung des Fensters, dann erneut zum Futter und verspeiste einige Brocken.
Vielleicht sollte er hallo sagen? Er hatte die hübschen rosa Ohren der Schwarzweißen nicht gesehen. War sie überhaupt da?
Sachte hüpfte er zum Boden hinab, einige Brocken lagen hier, welche er auflas.
Den Kopf leicht schräg haltend, blickte er zum Glas hin, wartend, ob die Schwarzweiße wieder auftauchte. Hüpfte näher und noch ein kleines Bisschen näher, bis er nur praktisch mit der Spitze seines Schnabels an der Holztür des Balkons stand.
In den Wohnraum hinein blickend, bemerkte er, wie die Schwarzweiße auf dem Boden saß, erst jetzt erkannte, dass er da war.
Hatte sie etwas abgelenkt? Schien fast so. Denn im Hintergrund sah er etwas gänzlich Neues. Pechschwarz, schwärzer noch als Soars Gefieder, leicht schimmernd, erkannte er nur wenig, zu weit weg vom Glas war es. Und doch machte ihn dies neugierig. Er sah noch, wie sich hinter einem Vorhang, der im Raum hing, etwas bewegte, der Vorhang selber dies auch tat.
Doch das schwarze Etwas schien ihn zu ignorieren, was ihn erneut neugieriger werden ließ.
Ein Blick hinein in die Fenster, erkannte er, wie das kleine Wesen die Schwarzweiße ansprang, sich mit ihr balgte.
Das amüsierte ihn, erinnerte es ihn doch ein wenig an andere Gestalten, die er tagtäglich draußen im Freien sah, die kleinen Wesen, die jeden Tag um das eigene Überleben kämpfen musste, weil sie nicht viel hatten und kaum etwas bekamen. Wie die Vögel, die sich stets um die besten Stücke Futter stritten, den schwächeren Tieren mitunter nichts oder nur sehr wenig abgaben, so standen sie da, prügelten sich, wenngleich auch auf andere Weise.

Leicht melancholische Gedanken vor sich hertreibend, konzentrierte er sich vollends auf dieses Fellbündel. Es war klein genug, ob er damit spielen konnte? Oder vielleicht gar verzehren?
Doch dann verwarf er diesen Gedanken wieder, hüpfte näher an die Glasscheibe heran um besser in die Räumlichkeiten dahinter hineinsehen zu können. Stellte jedoch rasch fest, dass er dafür doch etwas zu klein war. Wie die Schwarzweiße dahinter sich duckte, um nicht mehr denn ihre Ohrenspitzen zu zeigen, so war von ihm vielleicht auch nicht mehr als nur die Spitze des Kopfes zu erkennen, die aufgeplusterten Federn, wenn der Wind durch sie hindurch strich.
Hin- und herhüpfend, dabei die Nahrung im Schnabel haltend, vor Neugier gespannt, suchte er den besten Platz um ein klein wenig näher zu rücken und das schwarze Wesen zu sehen.

»Du bist zu klein, mein Freund!«
Erschrocken verschluckte sich Noah. Die Stimme erklang hinter ihm beinahe wie aus dem Nichts.
»Du bist einfach nicht groß genug. Bist groß genug um die anderen zu verscheuchen, kommst aber nicht, wenn die Tauben hier speisen.«
»Wer …«
Gelächter ertönte hinter ihm, anders, als es jede Krähe sein könnte. Sie waren niemals in der Lage solche Laute von sich zu geben, wie diese Stimme.
Hustend, ein Bröckchen mochte in seiner Kehle steckengeblieben sein, verschlang er die letzten Rest aus seinem Schnabel und drehte sich um. Woher kam die Stimme?
»Siehst mich nicht?«
Amüsement lag darin, bevor es wieder entschwand.
»Ist ne kleine Katze. Weißt? Hast nicht gesehen, wie sie den Alten weggebracht haben, der zuletzt nur noch in der Gegend rumlag und so viel schlief?«
Noah hüpfte zurück auf die Armlehne des Stuhles. Blickte ins Leere hinaus, wo er die Stimme vermutete.
»Weißt, er war müde, Zeit für ihn zu gehen. Kannst ja nicht ewig leben. War krank, lieb aber krank.«
»Verstehe. Was ist das dann?«
»Sie hat den Platz vom Alten bekommen. Ist ein Mäderl und die da drinnen mögen sie. Also nicht wehtun. Aufpassen, wenn sie mal raushuscht.«
»Wird sich weisen, so selten wie sie rausdürfen. Ich kann mit denen ja nicht mal reden!«
»Wieso solltest denn auch?«
Den Kopf schief haltend, nachdenkend, hüpfte Noah zurück auf das Geländer und hinaus in die leichte Brise. Die Flügel entfaltet, sich vom Luftstrom tragen lassend, flog er zurück zu seinem Nest, darüber musste er erst einmal gründlich nachdenken

*****

Nun habe ich eine Frage an dich.
Mir schwebt für die Stimme aus dem Off zwar schon etwas relativ Konkretes vor, aber was könntet ihr euch vorstellen, wer oder was da mit Noah sprechen könnte?

Powernapping nach der ersten Aufregung …

Das Leben als Katze vermag anstrengend zu sein. Herumtoben, laufen und mit den älteren Katzen zu spielen kostet eine Menge Energie und Kraft. Hier helfen einige Minuten »Powernapping« an den Dosenöffner gekuschelt, bevor die Spielerei und Lauferei erneut startet.

Carry fungiert als ältere Schwester, wobei die Frage ist, was sie ihr alles beibringen wird. Das steht auf einem anderen Blatt geschrieben.

Trotz Gefauche in den ersten Tagen sind die beiden inzwischen nahezu unzertrennlich und nach dem Spielen erschöpft. Da muss der Katzendaddy als Ruhekissen herhalten.

Inzwischen passt sich Maze an ihre großen Schwestern an. Zuerst trillerte sie, jetzt gurrt sie mehr. Wer weiß, gegebenenfalls sprach sie anfänglich einen anderen »Dialekt«.

Abgesehen von einem Wirbelwind und entzückendem Wesen brachte Maze auch den Anfang des Romanes mit sich.
Bedenkt beim Lesen bitte, es ist ein Rohentwurf, der ein wenig Feinarbeit benötigt.

*****

Sie fror. Es wackelte und bewegte sich der Untergrund, auf dem sie lag. Das gefiel ihr nicht besonders, vor allem, wenn sie nichts zu sehen bekam. Das sorgte für Protest, sie maunzte leise und sah die Wesen an, die sie mitgenommen hatten. Was wollten die von ihr nur?

Müdigkeit kroch in ihr hoch.
Wohin kam sie? Was geschah mit ihr?
Hatte sie Angst? Das wusste sie selber nicht so recht. Es schlug das Herz bis hinauf zum Hals, in einem schnellen Takt.
Wo waren die Brüder hin verschwunden, als sie in den Kobel gesetzt wurde?
Es war kalt, sie sah nichts, es rumpelte und ruckelte, wo kam sie denn hin? Was geschah mit ihr?

Würde sie das erfahren wollen? Angst war es nicht, das sie bewegte – wohl eher im Gegenteil, sie spürte langsam aber sicher Müdigkeit in ihren Knochen.
Dann kam sie in die Wärme, es war nicht mehr kalt, sondern einfach nur noch schön warm. Doch wo war sie gelandet? Neugierig steckte die Kleine ihren Kopf hin und her, um möglichst vieles zu beobachten. Wo war sie nur gelandet?

Es roch anders als sie es kannte. Es roch seltsam, nicht mehr nach ihren Brüdern. Dennoch war da noch der Geruch, den sie von früher her kannte, von den großen Wesen, deren Gesten und Worte sie nicht verstand. Es war schon eigenartig. Aber gab es etwas, das sie hier begreifen würde?

Es dauerte für sie eine Ewigkeit, dann erst kam sie hinein in Wärme. Das eine große Wesen öffnete den Kobel und ließ sie hinausblicken. Es roch nach Nahrung, hatte das Wesen ihr doch etwas zu essen hingestellt.
Klar hatte sie Hunger, aber sie wollte auch Ruhe. War erschöpft und müde.
Es machte nichts aus, dass der Magen knurrte. Müde war sie. Sehr müde.
Dann die ganze Aufmerksamkeit, die es hier gab.
Die Streicheleinheiten.
Anfangs war sie bei allen scheu gewesen, das war doch auch bei den Geschwistern so gewesen. Es hatte etwas gedauert, bis das altbekannte Wesen sie hochheben durfte, weg von der Mama. Doch daran hatte sie sich gewöhnt und schließlich sogar gemocht. Den Geruch des Wesens, den sie öfters schon in der Nase hatte, noch weit vor der Zeit, als es sich um sie kümmerte. Wurde von diesem Wesen gestreichelt und liebgehabt.
Das neue Wesen hier, es schien dem anderen, altbekannten ähnlich zu sein. Das war in Ordnung. Leise fing sie zu schnurren an, sich selber zu beruhigen, so erschien ihr die Sache durchaus sinnvoll.
Der Schlaf drückte sie, doch noch war es nicht so weit.
Fasziniert vom neuen Geruch stand sie erst einmal da, nahm ihn in sich auf, sog ihn ein.
Da war noch etwas, das sie nicht verstand. Es roch nach etwas, wie sie selber war.
Aufrecht stehend, wartend, was da kommen möge, öffnete sich eine Tür und zwei andere Ihresgleichen kamen herein.
Der Schlafmangel machte sich allmählich doch bemerkbar.
Der Schlaf wollte nicht kommen, dazu die Aufregung und das Adrenalin. Wie das Herz pumpte und sie wachhielt. Es klopfte bis zum Hals. Dazu kam, dass diese fremden Wesen sie ständig hochhoben, dann jedoch spürte sie ihren Herzschlag und das beruhigte sie wieder.
Dann setzte eines dieser Wesen sie auf eine bequeme und weiche Unterlage. Das erinnerte sie an ihre Familie, ihr eigenes Rudel. Doch das war nicht da, war weit weg. Ob sie jemals wieder zurückkam? Spielte das eine Rolle?
Sie saß vor einem der Nahrungsplätze, es roch gut und angenehm. Bis sie mit der Nase vor dem Pott stand und zu futtern begann.
Nichts ließ sie übrig, das Essen stillte zumindest ihren Hunger. Sie hatte in dem Sinn auch keine Bange mehr, es schmeckte gut.
Dann hob das eine Wesen sie erneut hoch und sie startete mit dem Schnurren, diesmal eher gesättigt und aus Wonne, denn vor Angst.
Es setzte sie hinauf auf die weiche Unterlage und streichelte sie vom Kopf bis zur Schwanzspitze. Erinnerte sie irgendwie an ihr altes Rudel und ihre Mama, jetzt konnte sie einschlafen, alles war gut.

*****

Wie verlief die Eingewöhnungsphase bei dir, wenn du Katzen hast?
Hat es ohne Stress und Streitereien geklappt oder verlief es eher sehr hektisch und mit viel Gefauche?

Aufregung im Katzenheim – wenn die Feste im Dezember gefeiert werden …

Feierst du Feste um das neue Jahr zu begrüßen oder um die kürzeste Zeit im Jahr zu feiern?
Wer sein Heim mit Katzen teilt, für den ist die Weihnachtszeit immer spannend, vor allem, wenn es sich dabei um jüngere Exemplare handelt. Häufig sind die Verpackungen der Geschenke so schön raschelndes Spielzeug. Das Lametta, das viele Bäume schmückt, glitzert verführerisch.
Der Mensch ist zu Hause und häufig schwer beschäftig. Dann kommt Silvester mit der lauten Knallerei, die viele Dosenöffner dazu bringt, bei ihren Lieblingen zu Hause zu bleiben.

Meine Maze ist ein willkommenes »Weihnachtsgeschenk« (und zwar auf Lebenszeit), viele andere Tierbabys landen leider nach den Feiertagen auf der Straße. Vielfach wird gezankt, von Weihnachtsfrieden ist leider nicht überall zu sehen oder zu hören.

Darum wünsche ich dir und deinen Liebsten, deinen Freunden und deiner Familie ein schönes, besinnliches Fest. Ob du Christ bist oder einer anderen Glaubensgemeinschaft angehörst, spielt dafür keine Rolle, denn es ist der Gedanke, der zählt. Vor allem spielt es keine Rolle ob du in Haiti, Australien, Amerika, Island oder anderswo lebst.

  • Ein schönes Weihnachten denen, die christlich feiern.
  • Ein schönes Julfest oder Jolabot jenen, die dieses feiern (euch ein schönes Neujahr).
  • Ein schönes Chanukka-Fest allen Juden.
  • Ein schönes Diwali den Hindi.
  • Bei vielen polytheistischen Glaubensrichtungen kenne ich nicht einmal die Namen – euch ebenfalls ein schönes Fest.
  • Und wer sich selber als Atheist bezeichnet – dem wünsche ich schlichtweg ein paar ruhige Tage zur Erholung.

Ich wünsche euch allen, dass ihr im kommenden Jahr euren Wünschen näher kommt oder sie erreicht.
Und wer von euch mag, erzählt mir doch, wie erleben eure Katzen diese Tage?

Katzentod und neues Leben … wenn die Katzenmama Zuwachs bekommt …

Es ist immer traurig, ein geliebtes Wesen gehen lassen zu müssen.

Vor einigen Tagen traf es Lexx. Er stand kurz vor multiplem Organversagen. Unsere liebe Tierärztin half rasch. Der Kater war ein Herz und eine Seele. Da es nichts half, blieb dieser eine Weg übrig um ihm Leiden zu ersparen.

Was folgte, war ein wunderbares Geschenk, das uns die kommenden Urlaubstage leichter machen wird:

Maze (mit Platz auf Lebenszeit), 3,5 Monate jung und behauptet sich schon gegen die anderen beiden Katzendamen. Womit mein Lebensgefährte dann der einzige Mann im Haus ist – wie er selber festgestellt hat.

Ohne Gefauche geht es zwar nicht, aber das ist normal, wenn ein Kitten zu älteren Katzen kommt.

Zu verdanken haben wir die Kleine unserem Vogelberater und lieben Freund Lex Nimrod. Dessen Bruder hatte einen Wurf junger Katzen und er war so freundlich, den Connect herzustellen.
Tausend Dank dafür 🙂

Maze, herzlich willkommen in der Familie.

Wohin die Katzenseele geht …

Als ich meine kleine Carry das erste Mal vor über 2 Jahren sah, war es um mich geschehen. Ein winziges, zerbrechliches Wesen, einem Flauscheball ähnlich und mit Staunen in den Augen, hatte mit einem einzigen Blick mein Herz erobert.
Es dauerte nicht lange und sie bezog ihr neues Heim, wo sie binnen kürzester Zeit ihr großes Herz öffnete.
Die erste Woche roch sie nach Kuhstall, stammte sie doch von einem Bauernhof. Erst nach einigen Tagen verlor sich der Geruch.

Man sagt oft, nicht der Mensch wählt sich die Katze, sondern die Katze erwählt sich ihren Dosenöffner.
Eine Katze in sein Leben zu lassen ist, bedeutet, ein neues Familienmitglied aufzunehmen, für das man Verantwortung trägt. Tiere können erkranken, eines Tages kommen sie in hohes Alter, bis der letzte Weg sie in den Katzenhimmel schickt.
Dann stellt sich die Frage, wie macht »Dosenöffner« weiter?

Es ist nie leicht ein geliebtes Wesen gehen zu lassen. Trauer um den Verlust und die Liebe zu einem Geschöpf, das sich klammheimlich ins Herz geschlichen hat. Ist es jemals ersetzbar?

Ich habe das mit meinem alten Kater Xeni vor zwei Jahren erlebt und binnen kurzer Zeit kam Carry zu uns. Sie ersetzte den Kater nicht, aber füllte eine Lücke mit ihrer Lebendigkeit und ihren Eigenarten aus, wie es nicht besser ginge.

Jedes Jahr verlassen uns Katzen und entschwinden nach einem hoffentlich guten Leben, geliebt von ihren Dosenöffnern und in Erinnerung bleibend.

Hast du dir Gedanken über den »Katzenhimmel« gemacht? Wie sieht er für dich aus?
Keiner von uns kann es sagen, ich könnte mir allerdings ein Sternenfeld vorstellen, wo jedes Funkeln ein Katzenleben ist.
In Österreichs Sagenlandschaft gibt es eine Geschichte, in der der Tod in einer Höhle unzählig viele Kerzen brennen. Um das Leben einer Person zu beenden, braucht der Tod nur dessen Kerze zu löschen.

Was meinst du? Wie sieht er für dich aus?

Anbetungswürdiges Wasserwesen … woher kommst du und wohin gehst du?

Wasser ist vielen Katzen nicht geheuer.

Trinken ja – mehr nein!

Es zeugt von Mutproben am Badewannenrand zu spazieren und den Menschen darin zu »teebeuteln«. Mein alter Kater trank gern aus der Wanne, wenn das Badewasser frisch eingelassen war. Ohne Badezusätze und ohne Schaum ist das Badewasser zwar warm aber für den Katzenmagen nicht schädlich.
Ohne Bedenken trank er selbst dann Wasser aus der Wanne, wenn ich im Wasser war. Ob sich ein Teebeutel ähnlich fühlt, wenn der Mensch Tee trinkt?

Eines schönen Tages im Sommer sah ich Lexx in der Wanne sitzen und den Abfluss betrachten. Wenige Wochen später tat es ihm das Katzenbaby Carry nach. Immer wieder sitzen sie zusammen oder getrennt in der Wanne und betrachten Abfluss wie Duschkopf mit einer seltsamen Inbrunst.

Daraufhin meinte mein Lebensgefährte, sie sitzen in der Wanne und verhalten sich wie Gläubige in einer Kirche.
Wissen wir, ob er nicht recht hat und die Katzen eine Art »Katzenreligion« praktizieren?

Ich denke, ich werde etwas in dieser Art in meinen Roman einfließen lassen.
Könntet ihr euch vorstellen, einen »Katzenglauben« in dem Wasser eine Rolle spielt?

alles wird belegen, insbesondere wenn es mir nicht gehört …

Gestern kam das Päckchen mit meinem neuen Buch.
Sieht man einen einzigen Moment nicht hin, will sich vor dem Durchblättern zu trinken holen, legt es für einen Augenblick beiseite, passiert was?

Carry sieht es und macht sich darauf bequem.
Dann grinst sie mich erhobenen Hauptes an und pennt darauf ein.

Vor Carry sind weder Bücher, Einkaufstaschen oder andere Dinge sicher. Ein Karton und sie sitzt drinnen noch bevor er leergeräumt ist und sieht mit großen Augen hinaus.

Kennt ihr das von euren Rabauken?

Baldriankissen geschenkt bekommen … Oh wundervolle Träume …

Das erste Mal in ihrem 2 Jahre jungen Leben bekam Carry Baldriankissen geschenkt und das erste Mal, dass Alice »ihren« Besitz – ein zweites Baldriankissen verteidigte.

Erstaunen pur!

Von einer Freundin als Gastgeschenk mitgebracht, rochen die beiden Katzenmädels über Stunden nach Baldrian – oder nach eingeschlafenen Füßen, wie mein Partner betonte.

Bis vor einiger Zeit lag Alice eher als »Staubfänger« herum und machte sich die Tage bequem, mit dem Kissen zwischen den Pfoten war sie nicht wiederzuerkennen.
Carry, der Meinung, ihr gehören beide Baldriankissen, schlich sich zwar an Alice heran, bekam jedoch prompt von Alice die Pfote auf den Kopf gedonnert.
Gesenkten Hauptes zu ihrem eigenen Kissen zurückschleichend verstand sie die Welt nicht mehr.

Für uns Dosenöffner war dieser Anblick herrlich. Zuletzt hatte Carry als Katzenkind Baldrian zu riechen bekommen, sich dafür indes nicht interessiert. Inzwischen sah die Sachlage anders aus.

Am nächsten Morgen stellten wir fest, Baldrian erweckt in den Katzendamen ein ungewohntes Ich.

Wo sich Alice üblicherweise ruhig und besonnen verhält, agierte sie hier mehr wie eine Katzenmama, die ihre Jungen beschützt. Carry, üblicherweise aufgeweckt und munter in der Wohnung herumlaufend, wirkte verschlafen und ruhig. Lexx ließ die Sachlage kalt, es interessierte ihn nicht!

Daraufhin beschlossen wir, die Baldriankissen einzusammeln und wegzuräumen. Können Katzen unter Baldrianentzug leiden?
Diese Frage kam zwar auf, riskieren wollten wir es allerdings nicht.

Hat deine Katze, sofern du welche hast, Baldrian oder Katzenminze bekommen oder im Freien entdeckt? Wie hat sie darauf reagiert?