Ist das Buch fertig, dann wird es Zeit für eine kurze Pause …. If the book is finished, then it is time for a short break

Nach annähernd 2 Jahren ist es geschafft und die Tiergeschichte ist fertig.

Vor einem neuem Buch ist es sinnvoll, seinem Kopf etwas Luft zu schenken, darum hier einen kurzen Eindruck von meinem heutigen Ausflug auf die Wiener Donauinsel. Vormittags ist sie selten überfüllt, das Wetter war OK und die frische Luft tat ihr Übriges, um mich meiner nächsten Story (Koyoten in den Rocky Mountains) zu widmen.

Du erinnerst dich vielleicht an frühere Beiträge, in denen ich über eine Flöte berichtete? Nun, sie selber bekam keinen Namen, doch der Flötenspieler ist etwas ganz Besonderes geworden. 😉

Und meine Katzen sowie die Krähe Noah haben ebenfalls ihren Beitrag bekommen.

Hier ist das Cover, ich warte jetzt darauf, dass der Verlag mir mein Exemplar zukommen lässt 🙂

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After nearly 2 years, it is done, and the animal story is finished.

In front of a new book, it makes sense to give your head some air, so here is a short impression of my today’s excursion to the Vienna Danube Island. In the morning, it is rarely crowded, the weather was OK, and the fresh air did the rest to devote me to my next story (Coyotes in the Rocky Mountains).

You might remember earlier articles in which I reported about a flute? Well, she didn’t get a name, but the flute player has become something extraordinary 😉

And my cats, as well as the crow Noah, also got their contribution.

Here is the cover, I am now waiting for the publisher to send me my copy 🙂

Donauinsel
Carry und Noah / Carry and Noah

Stille, Vergessen … silence, forgetting

Kennst du „Dr. Who“?
Er hat viele Gegner, Dalek, Wheeping Angels, Cyberman und unzählig viele andere … Der 11. bekommt einen Gegenspieler mit Namen „Stille“. Siehst du weg, vergisst du sie.
Der Vorteil dieser Serie ist die Vielfältigkeit, in der so vieles zu finden ist, das wir auch als „Inspiration“ für Geschichten nutzen können.

Nehmen wir als Beispiel „die Stille“, dann stehen die Charaktere zu Beginn vor einem fast nicht zu lösenden Rätsel. Es ist schwierig eine Lösung für etwas zu finden, das nicht einmal ansatzweise zu verstehen ist.
Genau davor setzen wir aber die Charaktere in unseren Geschichten. Wir sind, genau betrachtet, Vater oder Mutter dieser Charaktere und helfen ihnen damit bei ihrer Entwicklung. Am Ende der Geschichte sind sie stärker, erfahrener und wissender. Doch welche „Rätsel“ geben wir ihnen auf dem Weg mit?
Sollen sie anfänglich einfach sein oder gleich ein kaum lösbares Rätsel, bei dem die Charaktere verzweifeln und aufgeben?

Meine Krähe Noah steht vor dem Rätsel, wo seine geliebte Soar abgeblieben ist. Seine geliebte Krähendame, in die er sich verliebt hatte und die dann spurlos verschwand. Wo ist sie abgeblieben? Wird er sie wiederfinden? Was wird ihm helfen bei seiner Suche?
Ich bin mit der Geschichte jetzt am Über- und Ausarbeiten. Das Rätsel wird eine Lösung bekommen. Aber bis es soweit ist wird er Zweifel haben und nach ihr suchen.

Die Stille wäre vielleicht eine Lösung, sie vergessen ebenso … aber eine verliebte Krähe gibt nicht einfach auf.

Wie schwer machst du es deinen Charakteren?

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Do you know „Dr? Who“?
He has many opponents, Dalek, Weeping Angels, Cyberman and countless others … The 11th gets an opponent called „Silence“. If you look away, you forget them.
The advantage of this series is the diversity in which so much can be found that we can also use as „inspiration“ for stories.

If we take „Silence“ as an example, the characters are faced with an almost unsolvable puzzle at the beginning. It’s difficult to find a solution for something that can’t even begin to be understood.
Exactly there we put the put the characters in our stories. We are, in fact, the father or mother of these characters, helping them to develop. At the end of the story, they are stronger, more experienced and more knowledgeable. But what „puzzles“ do we give them along the way?
Are they supposed to be simple at the beginning of a puzzle that can hardly be solved, in which the characters despair and give up?

My crow Noah faces the mystery, where his beloved Soar remained. His beloved Krähendame, with whom he had fallen in love and who then disappeared without a trace. Where has she gone? Will he find her again? What will help him in his search?
I am now working on the story, overworking and working out. The riddle will get a solution. But until then he will have doubts and search for her.

The silence might be a solution, they forget as well … but a crow in love doesn’t just give up.

How hard do you make it for your characters?

Noahs Futterstelle – feeding place

Kehren wir wieder zurück zu meiner Geschichte um Noah, die Aaskrähe. Sie schreitet voran und ist in der letzten Überarbeitung – natürlich auch dank der Unterstützung meines Beraters.
Dafür möchte ich mich hier einfach mal bei ihm bedanken.

Die Fotos oben sind von dieser Woche, stellt dir einfach mal etwas mehr Schnee und Eiseskälte vor, dann bist du dort richtig.

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Let’s get back to my story about Noah, the carrion crow. It is progressing and is in its last revision – of course also thanks to the support of my advisor.
I just want to thank him for that.

The photos above are from this week, just imagine a bit more snow and icy cold, then you are right there.

Die Wahrheit ist ein dreiteiliges Schwert

Vor vielen Jahren kam die Sci-Fi Serie »Babylon 5« ins TV. Auf 5 Seasons ausgelegt, erzählte sie eine Geschichte mit rotem Handlungsfaden, mit dem Hintergrund, nichts ist wirklich so, wie es zu Beginn scheint.
Aktionen aus der ersten Staffel wurden in der 3. oder 4. Staffel wichtig, selbst wenn diese »Kleinigkeiten« waren.

Mir gefallen daran bis heute Zitate, die auf das Leben, und auf die Schreiberei zutreffen. Darunter ein Zitat, das den Kern einer guten Geschichte trifft:

»Die Wahrheit ist ein dreischneidiges Schwert!«

Was lässt sich daraus für einen Autor heranziehen?

Wahrheit 1 – du schreibst die Geschichte, du bist der Autor, du entscheidest
Wahrheit 2 – der Charakter in der Geschichte vermag einen eigenen Kopf entwickeln, die Entwicklung mag dir nicht immer genehm sein
Wahrheit 3 – die endgültige Geschichte, weder du noch der Charakter sehen alles – und wenn es »nur« Kleinigkeiten sind, die sich beim Schreiben verändern

Ich merke es beim Schreiben der Geschichte überdeutlich. Abweichend von der ursprünglichen Idee, ein anderer Hauptcharakter nimmt den Platz für sich ein, doch selbst dieser scheint die Entwicklung des Plots nicht völlig zu beherrschen.
Somit ist die endgültige Geschichte die dritte Wahrheit – das eigentliche, um das es geht.

Frage an dich:
Welche Zitate sind für deine schriftstellerischen Arbeiten passend?

Hauche mir Leben ein … – Breathe life into me…

Für viele Schreiberlinge, vor allem jene, die erst am Anfang stehen, stellt sich die Frage, wie sie Figuren kreieren sollen oder können. Welche Möglichkeiten bestehen hierfür?

Gleich vorweg, kein Schreiberling ist wie der andere. Die einen brauchen Hintergrundgeräusche beim Schreiben, die anderen benötigen absolute Stille. Verschiedene Inspirationsquellen dienen hier gleichrangig zum Einfluss einer potentiellen oder vorhandenen Muse.

Die Art des Schreibens und die Texte, alles hängt an unterschiedlichen Komponenten und Facetten.

Stellen wir eine fiktive Figur in den imaginären Raum.

Sie hat keinen Namen, kein Geschlecht, keinen Background und nichts, das sie sein könnte. Es ist unbekannt, in welchem Umfeld sie existiert und losgelöst von einer Vergangenheit, die sie nicht hatte.

Kennst du den Roman »die unendliche Geschichte«? Darin geht es um einen Jungen (Bastian Balthasar Bux), der eine zerstörte Welt aufbaut, indem er sich Dinge wünscht, vorstellt und sie neu erschafft. Er kreiert mit seiner Phantasie Unglaubliches.

Stell dir diesen Funken einer Existenz genauso vor – ähnlich wie „Phantásien„, das Land in der »Unendlichen Geschichte«. Du bist ihr Schöpfer – ob Engel oder Teufel oder ein Frankenstein, es liegt an dir, was du daraus machst.

Welchen Punkt könntest du als erstes heranziehen?

Triff Entscheidungen!

Du kannst sie unter verschiedenen Aspekten heraus entstehen lassen. Welches Genre magst du? Wo soll die Geschichte spielen? Hast du eine Welt, wo du die Figur einbauen willst oder möchtest du Neues kreieren?

Mein Katzentod beispielsweise ist eine Figur, angelehnt an Wesen aus der Mythologie mit dem Touch eines menschlichen Wesens.
Doch dazu eines:
Wenn du jemanden als »Vorbild« nimmst, sei fair und informiere ihn oder sie vor einer Veröffentlichung der Story. Sonst könnte das unangenehme Folgen nach sich ziehen.
Mein Vorbild hat sich amüsiert, geschmeichelt gefühlt und seinen Sanktus darunter gesetzt – danke dafür 🙂

Die ersten Entscheidungen wirst du treffen. Erst später, wenn die Basics klar sind, dann entwickeln Figuren mitunter ein ganz erstaunliches Eigenleben.

Frage an dich:
Welche Entscheidung triffst du als Erstes und warum?

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For many writers, especially those who are just starting, the question arises of how they should or can create characters. What are the possibilities for this?

First of all, no two hacks are alike. Some need background noise while writing. Others need absolute silence. Different sources of inspiration serve here equally to influence potential or existing muse.

The way of writing and the texts, everything depends on different components and facets.

Let us place a fictional character in the imaginary space.

She has no name, no gender, no background, and nothing that she could be. It is unknown in which environment she exists and detached from a past she did not have.

Do you know the novel „The Neverending Story“? It is about a boy (Bastian Balthasar Bux) who builds a destroyed world by wishing for things, imagining them, and creating them anew. He uses his imagination to create incredibly.

Imagine this spark of existence in the same way – similar to „Phantásien„, the land in the „Infinite History“. You are its creator – whether angel or devil or a Frankenstein, it is up to you what you make of it.

Which point could you use first?

Make decisions!

You can make them emerge from various aspects. Which genre do you like? Where do you want the story to play? Do you have a world where you want to put the character, or do you want to create something new?

My Cat Death, for example, is a character based on mythological creatures with the touch of a human being.
But there is one thing:
If you take someone as a „role model“, be fair and inform him or her before the story is published. Otherwise, this could have unpleasant consequences.
My role model was amused, flattered and put his Sanctus underneath – thanks for that 🙂

The first decision will be yours. Only later, when the basics are clear, do characters sometimes develop a beautiful life of their own.

The question to you:
What’s the first decision you make, and why?

Möchtest du ihn kennenlernen?

Heute stelle ich euch einen neuen Charakter vor, den ich vorerst »Katzentod« nenne. Er wird eine gewichtige Rolle in der Geschichte spielen und die Flöte, von der ich schrieb, ist die seine.

Vor einiger Zeit schlug Blogger »The Inner Circle« (hier zu finden: https://moonknight65.wordpress.com/) vor, die Flöte Freddy zu benennen, nach »Freddy the Flute«. Der Gedanke ist gut, aber ob und wie ich das umsetzen kann, bin ich noch am Überlegen.
Inzwischen recherchierte ich über »Freddy the Flute« und bedaure, dass diese Serie niemals in Österreich im Fernsehen zu sehen war. Dafür fand ich sie in der Show »My name is Earl«. In diesem Sinne, danke ich dir für den Tipp. 🙂

Kommen wir zum eigentlichen »Postthema« zurück. Eine kleine Unterhaltung zwischen Noah und dem Katzentod – und ich habe mich bemüht, eure Tipps wegen Partizipationen und Co umzusetzen. Ihr habt recht, es klingt besser!

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Sein täglicher Streifzug durch den Augarten und das nahe gelegene Umfeld brachten seit Tagen keine Spur seiner Liebsten. Und doch gab er die Hoffnung nicht auf.
Irgendwo auf seiner täglichen Route hielt Noah, wie so oft, Einkehr, auf einem kleinen Balkon, direkt an einer für diesen Wiener Bezirk mittelmäßig befahrenen Straße.
Sommers wie winters bot sich ihm hier ein kleines »Buffet« an Meisenknödeln, Erdnüssen oder anderen Leckereien zur Stärkung.

»Hey, was machst du schon wieder hier?«
Allmählich kam der Krähe der Verdacht, der komische Kauz mit seinem schelmischen Grinsen könnte ihm tatsächlich folgen, wohin auch immer er seine Flügel lenkte.
»Verflogst du mich?«
»Nein. Warum sollt ich?«
»Du gehst mir im Moment echt auf die Nerven.«
»Warum?«

Im Schneidersitz auf dem Geländer sitzend balancierte er die Querflöte in der rechten Hand, während die linke sich am Griff desselben abstützte.
Sein Grinsen verbreiterte sich, blickte ihn mit einem Blitzen in den Augen an. Hob die Querflöte an seine Lippen und spielte die ersten Noten einer alten Melodie.
Grummelnd legte Noah den Kopf schief, bewegte sich ein paar Krähenschritte von ihm am Balkongeländer weg.

»Lass dieses blöde Lied endlich. Es nervt!«
»Dann passt ja. Lenkt dich ab!«
»Nein, nervt einfach nur! Genau wie du!«

Die Flöte von den Lippen nehmend, lehnte er sich leicht in den stärker gewordenen Luftstrom zurück, klopfte sich nicht vorhandenen Staub von der Kleidung und verschränkte seine Arme. Nach wie vor hielt seine rechte Hand die Flöte.
Mit verschmitzten Ausdruck in den haselnussbraunen Augen, deren leichte Krähenfüße das Zeichen oftmaligen Lachens zu sein schienen, starrte er ihn schweigend an.

»Was stört dich?«
»Kannst du nicht mal was anderes spielen? Ist immer das gleiche Lied, die gleiche Melodie. Ich kann sie echt nicht mehr hören!«
»Is das alles?«
»Ja. Verflixt noch mal, es nervt!«
»Nein, bist eigentlich wegen Soar gefrustet. Kannst sagen, ich hab recht!«

Leicht hin und her schaukelnde Bewegungen brachten Noah dazu, die Augen zu verdrehen. Nahm der Knilch denn gar nichts ernst? Zumindest hatte er bislang kaum ernsthafte Momente bei ihm erlebt.
Ja, die Melodie mochte schön klingen. Allerdings war auch irgendwo einmal Sendepause. Als gäbe es keine anderen Lieder, die er spielen könnte.
Überdies kam dazu, dass er ihn so oft hörte, bevor er ihn zu sehen bekam, dass dies quasi beinahe schon so etwas wie eine »Auftrittsmelodie« war.

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Meine Vorstellung vom Katzentod ist klar und vorformuliert, doch bin ich neugierig, wie du ihn siehst.
Was glaubst du, könnte er sein und wie könnte er sich verhalten?


Wenn die Krähe erzählt …

Hier geht es weiter:
Nun interessiert mich deine Meinung. Ich werde den geplanten Roman auszugsweise hier auf dem Blog posten. Du bist willkommen für jegliche Art konstruktiver Kritik, schließlich soll die Geschichte auch gut werden 🙂

Also, lass mal lesen, was du zu sagen hast, ich bin neugierig auf deine Meinung.

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Part 2:

den ursprünglichen Text findest du: hier

Langsam krochen morgendliche Sonnenstrahlen herauf, wärmten den hartgefrorenen Erdboden, vertrieben die bitterste Nachtkälte. Binnen weniger Stunden würden die zarten Schneekristalle schmelzen. An den Efeuranken hatte sich längst der Nachtfrost geklammert, die letzten Gräser mit klammem Weiß umhüllt.

Inmitten einer starken Baumkrone erbaut, hockte Noah in seinem Nest. Einsam. Es fühlte sich leerer an, seit seine Jungen flügge geworden waren und ihn und seine Liebste verlassen hatten.
Eisig pfiff schneidender Wind durch sein Gefieder, plusterte es mehr noch auf, als er selbst dies bereits getan hatte. Kälte und Wind trotzend, hockte er mit aufgeplustertem Federkleid im Nest, ließ sich doch die Körperwärme damit besser halten.

Lose ineinander aufgestellt sorgten die Federn für wärmende Luftpolster, halfen ihm, eisige Nächte und kalte Tage heil zu überstehen.
Vernehmliches Magenknurren vertrieb ihn aus seinen Träumen. Hunger machte sich überdeutlich bemerkbar, war es doch längst an der Zeit, wie jeden Morgen, die Futterstelle aufzusuchen. Wenige, windstille Momente ausnutzend, hüpfte Noah aus seinem Nest. Wohlweislich Eichhörnchen und Meisen zugedachte Brotkrumen, teilweise auf dem nächtlichen Boden angefroren, bediente sich Noah ohne Rücksicht, war ihm doch sein eigener Magen näher als die anderen Geschöpfe des Augartens.

Der nahe gelegene Flakturm, dessen alte Aufgabe als Hochbunker im Kriege längst zu einer verfallenden Ruine mutierte und stattdessen nun ungezählten Generationen an Tauben als Unterkunft diente, warf seinen Schatten in Richtung der Futterstelle.
Einen Blick in dessen Richtung werfend, von seinem Platz aus die Futterstelle gut einsehend, hüpfte Noah von seinem Hauptast weg, über andere Äste hinüber, bis er sich auf den nahe gelegenen Baum zu schwingen vermochte.
Dabei stets auf andere Vögel achtend, schwebte Noah beinahe zu Boden und hüpfte dabei vorsichtig näher an die Futterquelle. Einzelne Brotkrumen schnappend, sich diese in den Schnabel stopfend, dachte er das erste Mal seit Tagen nicht mehr an Soar.

Sich aufs Sammeln konzentrierend, fand er es gar nicht so einfach, möglichst viel des guten Futters, aufzusammeln, mangelte es doch an ausreichend Platz im Schnabel.
So pfiff der Wind durch die halbgeöffnete Futterluke. Doch auch nur einen einzigen Brocken davon abzugeben kam ihm nicht in den Sinn. Schließlich war es sein Magen, der knurrte und sich erneut bemerkbar machte. Überdies erbeutete er sich die Nahrung ehrlich. Wenn die Meisen zu lange Zeit benötigten, war es ja nicht sein, sondern deren Problem.
Wie viele Augen ihn beobachteten, wie viele Seelen wünschten, er möge doch verschwinden, es interessierte Noah nicht im Geringsten. Erst, als er keine weiteren Brocken mehr aufzunehmen in der Lage war, begann er damit, beiseite zu hüpfen, einen Flecken suchend zum Verzehr.

Beständig die Futterquelle im Auge behaltend, kehrte er mehrmals zurück, immer wieder Brotkrumen und Erdnüsse aufsammelnd, bis nichts mehr zu sehen war. Wütende Blicke von Eichhörnchen und Meisen gekonnt ignorierend, kehrte er zurück in sein windgeschütztes Nest, hoch über dem nach wie vor gefrorenen Erdboden.

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Part 1:

Es würde ein Frosttag werden.

Über dem Wiener Augarten lag angenehme Ruhe. An heißen Tagen überrannt, voller Erholungssuchender, schlief nun das Leben, schien die Zeit stillzustehen.
Der neue Tag brach an, eingetaucht in Violett und Orange, bis sich zartes Blau den Weg über das Firmament brach.
Nicht mehr als eine Handvoll Menschen mit ihren Vierbeinern hatten sich bereits in diesen frühen Morgenstunden hierher verirrt. Dick eingemummelt, zumeist gestrickte Hauben tief hinab gezogen, wären die meisten von ihnen lieber im warmen Bett geblieben.
Nur zwei Welpen nutzten die Gunst der Stunde und tobten über die hauchdünne Schneeschicht, die Nebelschwaden aus ihrem Maul ignorierend. Wirbelten im Spiel Schneeflocken auf, spürten in ihrem Überschwang nicht, wie diese sachte auf ihre schwarzen, felligen Körper herab rieselten.

Klirrende Kälte hatte den alten, barocken Park, der sich über mehr als einen halben Quadratkilometer erstreckte, in ein Schneemärchen verwandelt. Morgenfrost hielt die letzten, dünnen Grashalme fest im Griff, wo sich einzelne Schneekristalle in ihrer Schönheit zeigten.

take a little break – oder warum eine Pause gut sein kann …

Ein kurzer Spaziergang reicht meistens um an neue Ideen zu kommen und diese in die Geschichte integrieren zu können.

Ich möchte euch heute einen potentiellen, neuen Charakter vorstellen, der mir heute im Augarten über den Weg gelaufen ist:

In Anlehnung an eine alte Kinderserie sind die Eichhörnchen bei mir immer Puschel. Im Augarten gibt es einen kleinen, umzäunten Bereich, den die Tiere lieben. Es ist kein Wunder, werden sie doch bei jedem Wetter gefüttert.

Dementsprechend zahm verhalten sie sich, haben sie doch (abgesehen von Hunden) nichts zu fürchten.

Das Foto stammt von heute. Ich saß dabei im Gras und wartete nur darauf, dass es zu mir kam.
(Wer das ausprobieren will, braucht anfangs jedoch Geduld und kühles Wetter.)

Was hat dich schon zu einer Figur oder zu einem Charakter inspiriert?

eine reine Stilfrage ….

Unterschiedlichste Arten zu erzählen existieren in Romanen. Verschieden wie die Geschichten selbst, sind auch die Stile, in denen diese erzählt werden.
Bei mir kommt es auf die Geschichte an. Manchmal mag ich es kurz und knackig ausgeprägt, direkt auf den Punkt gebracht, dann wieder schätze ich ausschweifendere Texte mit langen Schachtelsätzen. Einen konkreten Stil, den ich bevorzuge habe ich nicht unbedingt.

Beim Schreiben selbst sieht es anders aus. Diese kurze Textpassage ist der Anfang der Geschichte um Noah.

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Über dem Wiener Augarten lag angenehme Ruhe. An heißen Tagen überrannt, voller Erholungssuchender, schlief nun das Leben, schien die Zeit stillzustehen.
Der neue Tag brach an, eingetaucht in Violett und Orange, bis sich zartes Blau den Weg über das Firmament brach.
Nicht mehr als eine Handvoll Menschen mit ihren Vierbeinern hatten sich bereits in diesen frühen Morgenstunden hierher verirrt. Dick eingemummelt, zumeist gestrickte Hauben tief hinab gezogen, wären die meisten von ihnen lieber im warmen Bett geblieben.
Nur zwei Welpen nutzten die Gunst der Stunde und tobten über die hauchdünne Schneeschicht, die Nebelschwaden aus ihrem Maul ignorierend. Wirbelten im Spiel Schneeflocken auf, spürten in ihrem Überschwang nicht, wie diese sachte auf ihre schwarzen, felligen Körper herab rieselten.

Klirrende Kälte hatte den alten, barocken Park, der sich über mehr als einen halben Quadratkilometer erstreckte, in ein Schneemärchen verwandelt. Morgenfrost hielt die letzten, dünnen Grashalme fest im Griff, wo sich einzelne Schneekristalle in ihrer Schönheit zeigten. Es würde ein Frosttag werden.

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Welchen Stil ziehst du vor – beim Lesen wie beim Schreiben?

Wenn ein Kind sich in ein Tier verliebt, ….

Ein weiterer, kleiner Textbaustein, welcher der Geschichte dienen sollte.
Jeder, der als Kind ein Haustier wollte oder als Elternteil einem Kind klarzumachen versuchte, warum nicht, wird diese Situation kennen.
Sie eignet sich hervorragend für den Part einer Story, einen kleinen Nebenhandlungsstrang, um einiges zu verdeutlichen. Betrachten wir uns selber in der Situation, wie würden wir darauf reagieren?

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»Komm, wir sollten los!«
Sein Haar zurückkämmend, die Schuhe anziehend und sich die alte, abgetragene, nichtsdestotrotz liebgewordene Jacke überwerfend, hatte er längst alles für den Spaziergang vorbereitet. Wartete nur noch auf seine Tochter.
Längst war sie fertig, hatte die Tür aufgestoßen und wartete bereits im hellen Sonnenlicht auf ihren Vater. Es war ein guter Tag fürs Rausgehen. Vielleicht ging es ja im Anschluss daran zu ihren Großeltern.
Graumeliert schimmerten die Schläfen im Sonnenlicht, das Alter war ihm kaum anzusehen, wirkte er doch älter, als er wirklich war. Die Ruhe des sonntäglichen Spazierens tat ihm und seiner Tochter ganz gut. Obwohl sie nicht miteinander sprachen, waren es die Vater-Tochter-Stunden, die ihm so wichtig waren.

Mehr schlendernd, als zügig vorwärts gehend, latschten sie an den Häusern vorbei, zogen in Richtung Kirche und von dort zur alten Burg, die inzwischen staatlichen Interessen diente. Lächelnd winkte der diensthabende Soldat dem Mann zu. Nicht das erste Mal war er mit seiner gerade einmal 5 jährigen Tochter in der Kaserne gewesen.

Während er nachdenklich die Wolken betrachtete, suchte sie auf der Wiese nach hübschen Blumen. Emsig darum bemüht, einen schönen Strauß für ihre Mutter zusammenzustellen. War sie sich doch sicher, dass bereits das Essen auf dem Tisch stünde, wenn sie zurückkämen.
Fasziniert betrachtete sie die unterschiedlichsten Farben und Blütenformen. Wo sich im sachten Wind die Gräser bewegten, schoben sie sich beiseite.
Einige Grasbüschel gaben den Blick auf etwas Schwarzes frei. Mitten zwischen den Gräsern hockte ein kleines, Kätzchen.
Ungläubig starrte das Kind das Tier an. Voll Entzücken näherte es sich, während das Kätzchen zurückwich. Versuchte scheu den Abstand zu wahren.
Doch nach einigen Minuten, in denen es sanft, sehr sanft, mit dem Tier sprach, fasste das Kätzchen Vertrauen und trat näher. Überaus vorsichtig näherte es sich dem Kind und ließ sich dann sogar von ihm streicheln.
Beinahe, als hätte es auf diese Zuneigungsbekundung gewartet.
Erstaunt, mehr noch erfreut, kniete das Kind vor dem Tier und strich sanft über dessen leicht strohiges Fell. Die leichte Glatze auf dem Kopf völlig ignorierend, wollte sie dem Tier einfach nur etwas Gutes tun.

»Komm steh auf, wir gehen!«
»Papa, schau mal!«
Seinen Blick vermochte das Kind nicht zu deuten.
»Komm schon!«
»Aber Papa, die Katze hier …«
»Lass sie.«
»Können wir sie nicht mitnehmen? Die gehört bestimmt keinem.«
»Nein. Komm jetzt!«
Strenge lag in der Stimme, als er seine Tochter aufforderte, endlich in die Gänge zu kommen und folgsam hinter ihm herzutraben.
Es sieht dem Kätzchen hinterher, das den Blick erwidert. Etwas ist in diesem Blick, das sie nicht zu deuten vermag.
»Papa, bitte.«
»Nein, komm jetzt.«

Traurig trabte das Kind hinter dem Vater her. Warum durfte sie kein Kätzchen haben?
Blickte mehrmals zurück und sah das Kätzchen ihnen folgen. Es versuchte, Schritt zu halten, aber dafür waren die kleinen Pfötchen zu kurz.
»Papa, schau mal, die will mit!«
Wortlos ging der Mann voran. Minutenlang schwieg er, während er das Drama erahnte.
An der Kreuzung zur Stadt blieb er stehen, sah seine Tochter und das Kätzchen an.
»Sie kommt nicht mit. Sorg dafür, dass sie dir nicht mehr folgt!«
»Warum?«
»Weil es so ist!«
Traurig blickte die Tochter dem Kätzchen in die Augen, wollte mit ihm spielen und es liebhaben. Doch was sollte sie tun? Also lief sie, zurück zur Wiese, bis das Kätzchen sie aus den Augen verloren hatte. Sie spürte, es war nicht richtig. Dennoch hatte ihr Vater das Sagen.
Hinter der Wiese langte sie erneut an die Straße, wo ihr Vater bereits auf sie wartete.
»Du bist alt genug. Es wird keine Katze geben!«
Während die Tochter schwieg und ihrem Vater nach Hause folgte, blickte sie immer wieder zurück zur Wiese, wo sie das Kätzchen vermutete.
Etwas in ihr war zerbrochen, Vertrauen, das sie in ihren Vater hatte, lag angeschlagen in einer Mulde aus Schmerz. Es würde lange dauern, bis sie darüber zu sprechen in der Lage war.

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Meinst du, sie finden im Endeffekt doch zueinander? Das Kind und das Kätzchen?

Verbesserungsvorschläge (by-the-way – für konstruktive Kritik und Verbesserungen bin ich immer zu haben):

von Ulrich Lucas:
Bei der Gelegenheit: Darf ich Dir für den ersten Satz einen Tip geben? Aktuell klingt er, als würde der Vater alles gleichzeitig machen, kämmen, Schuhe an, Jacke an. „Überwerfend“ beschreibt eine Tätigkeit, die gerade passiert. („Sich die Jacke im Hinausgehen überwerfend …“) Tatsächlich wartet er ja komplett fertig gemacht auf seine Tochter: „Sein Haar zurück gekämmt, die Schuhe angezogen und die alte, abgetragene, nichtsdestotrotz liebgewordene Jacke übergeworfen, hatte er längst alles für den Spaziergang vorbereitet. Nun wartete er nur noch auf seine Tochter.“

Wird beim Überarbeiten berücksichtigt. 🙂