Alles im Leben hat einen Preis – ist er dir das wert?

Alles im Leben hat einen Preis – wie sehr willst du, was du willst wirklich?

Du kennst gewiss die Sache mit dem Flow. Wenn du etwas tust, das dir liegt und dir gefällt, fühlen sich Dinge und Tätigkeiten gut und schön an und du vergisst leicht die Zeit um dich herum.
Beim Schreiben stellt sich ein Schreiberling manchmal die Frage, wofür er überhaupt schreibt? Wer will denn den Text schon lesen? Nicht alle können davon leben, viele schreiben einfach nur um den Schreibens selbst willen.

Ich bin beispielsweise gerne in der Natur unterwegs, arbeite aber bevorzugt am Computer. Mit einem Stand-PC ist das nicht so einfach. Daher habe ich meinen Preis dafür mit einem Laptop bezahlt, den ich auf Wunsch auch mitnehmen kann.

Die Preise sind nicht immer materiell zu bemessen.

Manchmal ist es die Zeit mit Freunden, der Besuch in einem Lokal oder die eigene Gesundheit, die wir als Preis bezahlen müssen. Das trifft nicht nur das Schreiben, sondern alles, was du tust.

Gerade als Schreiberlinge finden wir uns leicht in unserer eigenen Welt wieder, wir sehen uns um, betrachten, was wir sehen und verlieren uns manchmal sehr leicht in dem, was wir schreiben. Manche – so wird gemunkelt – haben sich in ihren eigenen Geschichten völlig verloren.

Aber das wird uns ja woh nicht passieren – oder doch? 😉

Alles im Leben hat seinen Preis – der Spruch trifft auf einfach alles zu. Wenn wir eines machen, können wir was anderes im gleichen Moment nicht tun. Vielleicht verpassen wir dadurch einen schönen Sonnenaufgang oder vergessen auf ein leckeres Stück Schokolade. Gerade Kinder beklagen häufig, dass die Eltern ihnen zwar Materielles schenken, aber sie mitunter lieber die Zeit mit Mutter/Vater verbringen wollen. Alles können wir halt auch nicht haben.

Denk an dich. Was ist der Preis den du bezahlst, wenn du schreibst?

Orte der Stille – besuchst du manchmal die Toten?

Suchst du Stille, besuche einen Friedhof – Tote wie Lebende hüllen sich in Schweigen.

Inmitten einer großen Stadt findest du selten wahre „Orte der Stille“. Es ist häufig laut und hektisch und das Leben knallt sich einen vor die Nase. Ruhe und Beschaulichkeit finden ist eine Kunst, die Welt wird immer lauter und lauter.

In Wien gehört beispielsweise der Zentralfriedhof zu den stillsten Orten – und mit einem wahren Lebensquell aus unzähligen Wildtieren und Streunern. Seien wir dankbar für diese Orte der Stille.

Suchst du einen solchen Flecken – besuch doch mal einen Friedhof!

Dort wirst du Stille und Besinnlichkeit finden, wie an kaum einem anderen Platz. Wobei Wien hier eine »Sonderstellung« einnimmt. Viele Parks waren einst Friedhöfe! In den meisten von ihnen wirst du zwar keine diesbezügliche Anmerkung finden, aber du kannst sie im Internet recherchieren. Manchmal – wie im Waldmüllerpark – hast du sogar noch Grabsteine hinter Bäumen stehen, schön aufgereiht, aber hinter einem Zaun verschlossen.

Für alle Länder gilt dieser Gedanke jedoch nicht. In manchen Ländern feiern die Menschen mit ihren Ahnen auf den Friedhöfen, feiern Feste und machen Picknicks. Es kommt also sehr auf das Land an, in dem du dich aufhältst. Wobei es schon ein schöner Gedanke ist, mit den geliebten Verstorbenen zu feiern, einfach sie noch irgendwo in der Nähe zu wähnen.

Orte der Stille – die Heimat für Wildtiere

Ist es so von der Hand zu weisen, dass sich Tiere auf Friedhöfe zurückziehen um Ruhe und ein Zuhause zu haben? Insbesondere trifft dies schon auf den Wiener Zentralfriedhof zu, aber ähnliches kannst du auch in anderen, vor allem größeren, Friedhöfen vorfinden. Es ist ein Flecken der Ruhe, Erholung und weg von der Hektik.

Wenn du einmal wirklich Ruhe brauchst, dann nimm deine Schreibsachen oder ein Buch, setz dich auf eine der vorhandenen Bänke und genieße die Stille und den Frieden. Zieh Kraft daraus, fühle und spüre die Ruhe und nimm mit, was dir das Umfeld bieten mag.

Manche erzählen von besonders kreativen Schwüngen, die sie auf Friedhöfen empfinden, andere berichten, dass sie Ideen haben, die ihnen nie zuvorgekommen wären. Sei bereit dafür, deine innere Stimme zu vernehmen, und hör ihr zu. Vielleicht sagt sie dir, wie es mit deiner neuen Geschichte weitergehen kann.

Wer sagt nicht, dass schlichtweg die Schwingungen der Verstorbenen ein wenig inspirieren können? Orte der Stille und Besinnlichkeit verfügen oft über ein ganz eigenes Feld an kreativen Ideen und Gedanken. Nutze die Möglichkeit für dich und lass dich zu Geschichten inspirieren.

Wie empfindest du den Besuch eines Friedhofes, wenn du einfach nur Ruhe haben willst?