Stille, Vergessen … silence, forgetting

Kennst du „Dr. Who“?
Er hat viele Gegner, Dalek, Wheeping Angels, Cyberman und unzählig viele andere … Der 11. bekommt einen Gegenspieler mit Namen „Stille“. Siehst du weg, vergisst du sie.
Der Vorteil dieser Serie ist die Vielfältigkeit, in der so vieles zu finden ist, das wir auch als „Inspiration“ für Geschichten nutzen können.

Nehmen wir als Beispiel „die Stille“, dann stehen die Charaktere zu Beginn vor einem fast nicht zu lösenden Rätsel. Es ist schwierig eine Lösung für etwas zu finden, das nicht einmal ansatzweise zu verstehen ist.
Genau davor setzen wir aber die Charaktere in unseren Geschichten. Wir sind, genau betrachtet, Vater oder Mutter dieser Charaktere und helfen ihnen damit bei ihrer Entwicklung. Am Ende der Geschichte sind sie stärker, erfahrener und wissender. Doch welche „Rätsel“ geben wir ihnen auf dem Weg mit?
Sollen sie anfänglich einfach sein oder gleich ein kaum lösbares Rätsel, bei dem die Charaktere verzweifeln und aufgeben?

Meine Krähe Noah steht vor dem Rätsel, wo seine geliebte Soar abgeblieben ist. Seine geliebte Krähendame, in die er sich verliebt hatte und die dann spurlos verschwand. Wo ist sie abgeblieben? Wird er sie wiederfinden? Was wird ihm helfen bei seiner Suche?
Ich bin mit der Geschichte jetzt am Über- und Ausarbeiten. Das Rätsel wird eine Lösung bekommen. Aber bis es soweit ist wird er Zweifel haben und nach ihr suchen.

Die Stille wäre vielleicht eine Lösung, sie vergessen ebenso … aber eine verliebte Krähe gibt nicht einfach auf.

Wie schwer machst du es deinen Charakteren?

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Do you know „Dr? Who“?
He has many opponents, Dalek, Weeping Angels, Cyberman and countless others … The 11th gets an opponent called „Silence“. If you look away, you forget them.
The advantage of this series is the diversity in which so much can be found that we can also use as „inspiration“ for stories.

If we take „Silence“ as an example, the characters are faced with an almost unsolvable puzzle at the beginning. It’s difficult to find a solution for something that can’t even begin to be understood.
Exactly there we put the put the characters in our stories. We are, in fact, the father or mother of these characters, helping them to develop. At the end of the story, they are stronger, more experienced and more knowledgeable. But what „puzzles“ do we give them along the way?
Are they supposed to be simple at the beginning of a puzzle that can hardly be solved, in which the characters despair and give up?

My crow Noah faces the mystery, where his beloved Soar remained. His beloved Krähendame, with whom he had fallen in love and who then disappeared without a trace. Where has she gone? Will he find her again? What will help him in his search?
I am now working on the story, overworking and working out. The riddle will get a solution. But until then he will have doubts and search for her.

The silence might be a solution, they forget as well … but a crow in love doesn’t just give up.

How hard do you make it for your characters?

Prolog – prologue

Prolog

Wort für Wort fügt sich der Text zu einem harmonischen Ganzen. Der Prolog der Geschichte ist in Sütterlin oben zu finden, wenn auch (noch) nicht handschriftlich, dafür jedoch unter Einhaltung der damaligen S-Regeln. Diese sind anfänglich ziemlich chaotisch, aber einfach, wenn sie einmal begriffen werden.
Wann nutzen wir im Süttelrin nun das runde und wann das spitze S?
Ich habe mich im Prolog bemüht, es möglichst gut umzusetzen und glaube fest daran, dass es mir gelungen ist. Sollte sich unter euch ein Sütterlin-Experte befinden, der dies anders sieht – bitte melde dich bei mir. Über Hilfe bin ich dankbar. 🙂

Parallel in allgemein lesbar und Sütterlin zu schreiben ist eine wahre Herausforderung, aber eine reizvolle. Darum entschloss ich mich, das Buch schlussendlich auch in Sütterlin herauszubringen, natürlich unter Einhaltung der S-Regeln. 🙂

Bis dahin gibt es hier einen ersten Vorgeschmack im Bild oben. Wer es als zu klein empfindet, braucht mich nur anschreiben unter Kontakt – ich schicke das Bild gern als pdf via mail.

Wer wissen möchte, was als Prolog oben steht, hier ist der Originaltext, wie er im Roman später stehen wird:

Es würde ein Frosttag werden.

Über dem barocken Wiener Augarten lag winterliche Stille. An heißen Sommertagen von Erholungssuchenden überrannt, schlief nun das Leben. Die Zeit stand still wie in einem alten Wintermärchen.

Ein neuer Tag brach an, eingehüllt in Violett und Orange, brach sich zartes Blau den Weg über das Firmament.

Nicht mehr als eine Handvoll Besucher hatte sich in diesen frühen Morgenstunden in den Augarten verirrt. Die meisten von ihnen wären lieber im kuscheligen Bett geblieben, statt ihrem vierbeinigen Liebling Auslauf zu verschaffen. So stapften sie mit grummeligen Gesichtern und in dicke Jacken gehüllt über die hauchzarte Decke aus frisch gefallenem Schnee.

Nur zwei Rattlerwelpen nutzten die Gunst der Stunde und tobten über die hauchdünne Schneeschicht im Hundeareal. Sie wirbelten Schneeflocken auf, die auf ihr dunkles Fell herabrieselten. In ihr Spiel vertieft, ignorierten sie die Nebelschwaden aus ihrem Maul.

Klirrende Kälte hatte den Park in ein Schneemärchen verwandelt. Morgenfrost hielt die letzten, dünnen Grashalme fest im Griff, wo einzelne Schneekristalle ihre wahre Schönheit zeigten und von alten Märchen erzählten.

An den Efeuranken hatte sich längst Nachtfrost geklammert und die letzten Gräser mit klammem Weiß umhüllt.

Langsam krochen morgendliche Sonnenstrahlen herauf, wärmten den hartgefrorenen Erdboden und vertrieben die bitterste Nachtkälte. Binnen weniger Stunden würden die zarten Schneekristalle schmelzen und als Tropfen in der folgenden Nacht erneut gefrieren.

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The word for word, the text blends into a harmonious whole. The prologue of the story can be found in Sütterlin above, although not (yet) handwritten, but in compliance with the S-Rules of that time. These are initially rather chaotic, but simple once they are understood.
When do we use the round S in the Süttelrin and when the pointed S?
In the prologue, I tried to implement it as well as possible and firmly believe that I succeeded. If there is a Sütterlin expert among you who sees this differently – please contact me. I am grateful for the help. 🙂

To write parallel is generally readable and Sütterlin is a real challenge, but an attractive one. That’s why I decided to finally publish the book in Sütterlin as well, of course in compliance with the S-Rules. 🙂

Until then there is a first foretaste in the picture above. If you think it’s too small, just write to me under contact – I’ll send you the picture as pdf via mail.

If you want to know what the prologue says above, here is the original text as it will appear in the novel later – translated in English and I hope it is well enough 🙂

It would be a frosty day.

Winter silence lay over the baroque Viennese Augarten. On hot summer days, overrun by those seeking relaxation, life now slept. Time stood still as in an old winter fairy tale.

A new day dawned, wrapped in violet and orange, delicate blue broke its way across the firmament.

No more than a handful of visitors had gotten lost in the early morning hours of the Augarten. Most of them would have preferred to stay in a cuddly bed instead of giving their four-legged darling a run. So they trudged with grumpy faces and wrapped in thick jackets over the wafer-thin blanket of freshly fallen snow.

Only two Rattler puppies took advantage of the opportunity and raved over the wafer-thin layer of snow in the dog area. They stirred up snowflakes that trickled down onto their dark fur. Deeply absorbed in their game, they ignored the wafts of mist from their mouths.

The clinking cold had turned the park into a snowy fairy tale. Morning frost kept the last thin blades of grass firmly under control, where individual snow crystals showed their true beauty and told of old fairy tales.

Night frost had long since clung to the ivy vines and the last grasses had been covered in clammy white.

Slowly the morning sun rays crawled up, warmed the hard frozen ground and drove away from the bitterest night cold. Within a few hours, the delicate snow crystals would melt and freeze again as drops in the following night.

„Du bekommst was du brauchst, nicht was du willst!“ – „You get what you need, not what you want!“

„Du bekommst was du brauchst, nicht was du willst!“
Diese Worte stammen von meiner Muse.

Wie oft wünschen wir uns etwas, betrachten die Welt nur mit den Augen des „Ich-will-das-haben“?
Aber wäre es wirklich gut, diesen Wunsch jetzt sofort erfüllt zu bekommen?
Muss man selber (oder der Charakter, an dem wir schreiben) nicht manchmal auf etwas verzichten, um zu reifen?

Dann gibt es einen Wunsch, der reift und stärker wird. Doch statt ihn erfüllt zu bekommen, erhältst du etwas anderes. Was du bekommst, ist etwas, das dir hilft dich weiterzuentwickeln oder das dich schützt. Vielleicht ist dein Wunsch zum falschen Zeitpunkt gekommen oder der Platz ist der falsche.
So geht es mit dem Schreiben auch manchmal.

Hast du dir je die Frage gestellt, was du willst und warum du es nicht bekommst? Vielleicht liegt die Antwort darin, weil du in dem Moment etwas anderes brauchst, um dich selbst weiterzuentwickeln.

Wenn du schreibst, dann gibst du deinem Charakter auch nicht immer alles, was er/sie/es sich wünscht. Du überlegst dir, was kann diese Figur zur Entwicklung brauchen und schenkst später das Gewünschte vielleicht als Belohnung. Natürlich mag auch ein Funke Enttäuschung dabei sein. Daher ist die Fragestellung auch, wie geht der Charakter damit um? Ist allein die Akzeptanz ein Zeichen von Reife oder ist nur der Frust da, wie bei einem kleinen Kind?
Wo steht der Charakter, an dem du schreibst? Kann er/sie/es verkraften, wenn der Wunsch nicht erfüllt wird? Oder verhält er/sie/es sich wie ein trotziges Kind?

Der Weg der eigenen Entwicklung ist mit Verzicht gepflastert und mitunter spielen harte Entscheidungen eine Rolle. Unmengen an Charakteren in Geschichten und Romanen erleben das auf jeder einzelnen Seite ihres Daseins. Du kennst es aus deinem Leben ganz sicher auch.

Darum blieben mir diese Worte von meiner Muse so gut in Erinnerung. Sie haben mir geholfen, ein paar Dinge in meinem Leben zu verstehen und zu erkennen, warum manches im Leben notwendig ist und wir nicht jeden Wunsch dann erfüllt bekommen, wenn wir uns danach verzehren.

Die Frage ist daher, wie gehen wir damit um?
„Du bekommst was du brauchst, nicht was du willst!“

Hätte mir meine Muse damals den Wunsch erfüllt, hätte ich etwas anderes, weitaus Wertvolleres, nicht bekommen. Im Nachhinein betrachtet ist es vor allem die Erkenntnis, dass ich ein Stück gereifter bin, mehr in mir selber ruhe. Darum erfüllte mir die Muse damals den Wunsch nicht, sondern hielt mir mit den Worten einen Spiegel der Selbsterkenntnis vor Augen.

Betrachte diese Art der Worte genauer. Wie würdest du darauf reagieren, wenn es ein Wunsch ist, der dir wichtig ist?
Oder anders gefragt, wenn du einen Charakter beschreibst, wie würde dieser darauf reagieren?

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„You get what you need, not what you want!“
These words come from my muse.

How often do we wish for something, look at the world only through the eyes of the „I want to have it“?
But would it be good to get this wish fulfilled right now?
Don’t you (or the character we write about) sometimes have to give up something to mature?

Then there is a wish that matures and becomes stronger. But instead of getting it fulfilled, you get something else. What you get is something that helps you to develop further or that protects you. Maybe your wish has come at the wrong time or the place is the wrong one.
That’s how writing works sometimes.

Have you ever asked yourself what you want and why you don’t get it? Maybe the answer is because you need something else at that moment to develop yourself.

When you write, you don’t always give your character everything he/she wants. You think about what this character can use for development and perhaps give what you want later as a reward. Of course, there might also be a spark of disappointment. Therefore the question is also, how does the character deal with it? Is acceptance alone a sign of maturity or is there only frustration, like with a small child?
Where is the character you are writing on? Can he/she cope if the wish is not fulfilled? Or does he/she behave like a defiant child?

The path of personal development is paved with abandonment and sometimes hard decisions play a role. A vast number of characters in stories and novels experience this on every single page of their existence. You certainly know it from your life, too.

That’s why I remembered these words from my muse so well. They helped me to understand a few things in my life and to recognize why some things are necessary for life and why we don’t get every wish fulfilled when we consume ourselves for them.

So the question is, how do we deal with it?

„You get what you need, not what you want!

If my muse had fulfilled my wish at that time, I would not have got something else, something far more valuable. In retrospect, it is above all the realization that I am a bit more mature, more resting within myself. That’s why the muse didn’t fulfill my wish at that time but held a mirror of self-knowledge before my eyes with the words.

Take a closer look at these words. How would you react if it was a wish that was important to you?
Or in other words, if you describe a character, how would it react?

wähl das richtige Material – choose the right material

Gerade zu Beginn ist es wichtig, auch das passende Schreibwerkzeug zu haben. Füllfeder und Tinte lassen sich ja relativ leicht auftreiben. Doch die passenden Schreibhefte zu finden ist schwer.

Per Zufall bin ich dann über ein Schreibheft gestolpert, das ich mir auf gut Glück bestellt habe. Heute kam es mit der Post an und macht einen guten Eindruck. Gehalten im A5 Format sollte es gerade fürs Üben und Schreiben lernen eine gute Hilfe sein.

wer auch welche haben möchte:
https://www.twentysix.de/shop/schreibheft-fuer-suetterlin-alois-meier-9783740744434

Es ist aus dem twentysix.de Verlag und hat 180 Seiten. Damit ihr einen Eindruck bekommt, ist eine klassische Füllfeder dazu abgebildet.
Auf mich macht es einen guten Eindruck, zumal die Ringbindung es ermöglicht, ohne Knick zu arbeiten.

Wenn du auch überlegst, ob du Sütterlin anfangen willst, ist das eine gute Idee 😉

Welche Materialien brauchst du für deine Projekte?

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Especially at the beginning, it is important to have the right writing tool. Fountain pens and ink are relatively easy to find. But finding the right notebooks is difficult.

By chance, I stumbled across a notebook that I ordered on good luck. Today it arrived by post and makes a good impression. Held in A5 format it should be a good help for practicing and learning to write.

whoever wants some:
https://www.twentysix.de/shop/schreibheft-fuer-suetterlin-alois-meier-9783740744434

It is from the twentysix.de publishing house and has 180 pages. So that you get an impression, a classical fountain pen is illustrated also.
It makes a good impression on me, especially since the ring binding makes it possible to work without kinks.

If you are also considering whether you want to start Sütterlin, this is a good idea 😉

What materials do you need for your projects?

Tritt einen Schritt zurück um voran zu kommen. – Take a step back to get ahead.

In dieser schnellebigen Zeit muss alles immer rascher und flotter werden. Viele haben gar keine Möglichkeit mehr, um sich daran anzupassen. Immer mehr sehnen sich nach der „guten, alten Zeit“, ohne sich wirklich mit ihr zu befassen.
Wir „entschleunigen“ unser Leben und behalten dabei doch das Smartphone im Auge.

In der Schulzeit wurde das Alphabet per Hand erlernt und nun schreiben die meisten nur noch am Computer. Wir beschleunigen uns dabei immer mehr selber, ohne uns auch einmal rückwärts zu besinnen.

Für gute Geschichten ist es sinnvoll, auch einmal innezuhalten. Händisch zu schreiben kann auch als Form der Meditation betrachtet werden. Neben meinem „Privatprojekt“ wird es einen weiteren Punkt geben, der den Blog bereichern wird:

Klappt es wie gewünscht, wird es neben dem englischen Beitrag auch den Text in Sütterlin geben. Viel Spaß beim Lesen!

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In these fast-moving times, everything has to get faster and faster. Many have no way to adapt to it. More and more people are longing for the „good old days“ without really dealing with them.
We „decelerate“ our lives while keeping an eye on the smartphone.

In school, the alphabet was learned by hand and now most people only write on the computer. We accelerate ourselves more and more without thinking backward.

For good stories it makes sense to pause for a moment. Writing by hand can also be seen as a form of meditation. Beside my „private project“ there will be another point, which will enrich the blog:

If it works as desired, there will also be the text in Sütterlin in addition to the English contribution. Have fun reading!

Ein altes Projekt auf das neue übertragen – macht das Sinn? – Transferring an old project to a new one – does that make sense?

1. Versuch in Sütterlin – 1. attempt in Sütterlin

In meiner Schulzeit wählte ich ein Projekt für mich, das für ein Kind mitunter atypisch erscheinen mag – ich übte für mich selbst die Kurrentschrift.
Durch meine Beschäftigung mit historischen Themen erwachte dieses Interesse erneut, nur bin ich jetzt zum Sütterlin übergegangen.

Dieses Projekt ist vorerst mein „Privatprojekt“. Ihr wisst, ich schreibe an einem Roman. Für mich selbst werde ich diese Geschichte parallel dazu in Sütterlin verfassen, einfach, wie eine große Schreibübung.

Dieses Foto zeigt meinen ersten Versuch und ich kann versichern, wenn man schon ewig nicht mehr mit einem Füllfederhalter und Tinte gearbeitet hat, ist es eine ziemlich heftige Umstellung. Irgendwie war das Gefühl von einem Schulanfänger wieder da.

Ein paar Worte zum Sütterlin selbst:
Heute können nur noch wenige diese Schrift lesen, aber gerade, wenn einem beispielsweise ein altes Kochbuch in die Hände fällt, in denen noch die Rezepte in Sütterlin geschrieben sind, dann ist hilfreich diese Schrift zu können. Viele alte Postkarten oder sogar Feldpost wurde noch in Sütterlin verfasst.

Und hier ist der Originaltext, wie er auf dem Foto zu lesen ist:
Es würde ein Frosttag werden.
Über dem Wiener Augarten lag angenehme Stille. An heißen Sommertagen von Erholungssuchenden überrannt, schlief nun das Leben. Die Zeit stand still wie in einem alten Wintermärchen.

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When I was at school, I chose a project for myself that might sometimes seem atypical for a child – I practiced the Currents script for myself.
This interest was awakened again by my involvement with historical themes, but I have now moved on to Sütterlin.

This project is my „private project“ for the time being. You know, I am writing a novel. For myself, I will write this story parallel to it in Sütterlin, simply, like a great writing exercise.

This photo shows my first attempt and I can assure you that if you haven’t worked with a fountain pen and ink for a long time, it’s quite a violent change. Somehow the feeling of a school beginner was back.

A few words about Sütterlin himself:
Today only a few people can read this script, but just when for example an old cookbook falls into your hands, in which the recipes are still written in Sütterlin, then it is helpful to be able to read this script. Many old postcards or even field post were still written in Sütterlin.

And here is the original text as it can be read on the photo (translated to English!):
It would be a frosty day.
Over the Viennese, Augarten lay pleasant silence. On hot summer days, overrun by those seeking relaxation, life now slept. Time stood still as in an old winter fairy tale.

Vielschichtige männliche Charaktere, losgelöst von Stereotypen … Multilayered male characters, detached from stereotypes

Betrachten wir die männlichen Figuren in Roman und Film, dann wirken diese häufig klischeebehaftet … leider fehlt hier häufig die Vielschichtigkeit.

Männliche Charaktere sind weit mehr als nur „stark“, „kampfeslustig“ oder „kräftig“ , sondern in ihnen können sich so viel mehr Aspekte verstecken, auch wenn dies manchmal aufgrund der Kürze einer Geschichte bisweilen schwer darzustellen ist.

Ein sehr gutes Beispiel ist Dr. Who, gerade im 50er Jahre-Special wo mehrere Inkarnationen aufeinandertreffen. Die aktuelle Doktorin nehme ich hier bewusst aus, da es in diesem Beitrag um männliche Charaktere geht! (Tja, damit ist wohl klar, ich mag den Doktor.)

Er ist lustig (Nr 11), kann arrogant sein (Nr 6), ist ein Lehrer (Nr 8), ein besorgter Großvater (Nr 1) … und vieles mehr. Er zeigt verschiedenste Facetten in unterschiedlichen Inkarnationen, ABER er ist es nicht gleichzeitig.

Würdest du Floki (Vikings), den Joker (Comicfigur), Jareth (die Reise ins Labyrinth) oder den Tod (Scheibenweltromane) als vielschichtig bezeichnen?

Welche vielschichtigen, männlichen Charaktere kennst du? Welche würdest du als solche sehen?

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If we look at the male characters in novel and film, they often seem clichéd … Unfortunately, complexity is often missing here.

Male characters are much more than „strong“, „belligerent“ or „strong“, but they can hide so much more aspects, even if this is sometimes difficult to portray because of the brevity of a story.

A very good example is Dr. Who, especially in the 50’s special where several incarnations meet. I deliberately exclude the current doctor here, because this article is about male characters! (Well, that’s for sure, I like the doctor.)

He is funny (number 11), can be arrogant (number 6), is a teacher (number 8), a worried grandfather (number 1) … and much more. He shows different facets of different incarnations, BUT he is not at the same time.

Would you describe Floki (Vikings), the Joker (cartoon character), Jareth (the journey into the labyrinth) or Death (Discworld novels) as multi-layered?

What multi-layered male characters do you know? Which ones would you see as such?

Wer ist für dich eine starke, weibliche Figur in der Literatur? – Who do you think is a strong female figure in literature?

Starke, männliche Charaktere gibt es in Film und Literatur zur Genüge. Bei starken, weiblichen Charakteren jedoch fällt auf, dass sie häufig fehlen.

Erinnerst du dich an den Ausdruck „Scream Queen?“. Damit sind weibliche Rollen in Filmen gemeint, die schreien und versuchen davonzulaufen … Schauspielerinnen wie Linnea Quigley spielten sie häufig.

Inzwischen haben es starke, weibliche Charaktere in Film und Literatur geschafft. Und dennoch fallen einem selbst jetzt nicht besonders viele Charaktere ein, eigenständiger Charaktere, von Beginn auf.

Natürlich ist es leicht, männliche Charaktere auf weiblich umzubauen, aber diese meine ich nicht.

Nein. Nimm Charaktere, die von Anfang an als weiblich gedacht sind.

Dazu stellt sich dann die Frage – wie definierst du weibliche Stärke bei Charakteren in Filmen, Serien oder Romanen?

Würdest du beispielsweise Susan Ivanova (Babylon 5), Hermine Granger (Harry Potter), Margot (the magicians), Alanna von Trebond (die schwarze Stadt) oder Johanna von Orleans (Kriegerin) als stark sehen?

Betrachte dein Umfeld. Gibt des dort jemanden, der für dich dieser Stärke entspricht?

Was würdest du einer starken, weiblichen Figur auf ihrem Weg mitgeben?

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There are plenty of strong male characters in film and literature. With strong, female characters, however, it is noticeable that they are often missing.

Do you remember the expression „Scream Queen“? This refers to female roles in movies that scream and try to run away … Actresses like Linnea Quigley often played them.

In the meantime, powerful female characters have made it into film and literature. And yet even now you can’t think of many characters that match them.

Of course, it’s easy to convert male characters to female. But characters that were created as female from the beginning!

The question then arises – how do you define female strength in characters in movies, series or novels?

For example, would you see Susan Ivanova (Babylon 5), Hermione Granger (Harry Potter), Margot (the magicians), Alanna of Trebond (the Black City) or Johanna of Orleans (historical personality) as strong?

Look at your surroundings. Is there anyone there who corresponds to this strength for you?

What would you give to a strong female figure on her way?

Gefühle – feelings

Charaktere in Geschichten tragen Emotionen und Gefühle wie wir. Je besser wir diese beschreiben und umschreiben können, umso besser können wir Schreiberlinge Entscheidungen der Charaktere vermitteln.
Nun ist es aber oft sehr schwer die richtigen Worte dafür zu finden und der Charakter bleibt dadurch farbloser.

Versuch ein kleines „Experiment“, wenn du an diesem Punkt angelangt bist.

Stell dir einen Raum voller farbiger Kugeln vor. Du weißt sicher, dass Gefühlen gewisse Farben zugeordnet werden. Sieh dich in diesem Raum um und betrachte die Kugeln. Welche zieht dich besonders an?
Nimm als Beispiel eine rote Kugel → Rot steht üblicherweise für die Liebe.

Greif dir diese Kugel und halte sie in den Händen. Stell dir den Charakter vor, über den du gerade schreibst und gib ihr die Kugel in die Hand. Sieh hin und betrachte den Charakter. Was geschieht?
Weint die Figur oder lacht sie? Gibt sie dir die Kugel zurück oder steckt sie diese ein?
Dann frage sie, wie sie sich fühlt.

Jetzt nimm dieses Bild und das, was dir der Charakter vermittelt und beschreibe genau das.

Was siehst du und was nimmst du wahr?

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Characters in stories carry emotions and feelings like us. The better we can describe and paraphrase them, the better we can communicate character decisions to scribblers.
But now it’s often very hard to find the right words for it and the character remains more colorless.

Try a little „experiment“ when you have reached this point.

Imagine a room full of colored balls. You know for sure that feelings are assigned certain colors. Look around in this room and look at the balls. Which one attracts you most?
Take as an example a red ball → Red usually stands for love.

Grab this ball and hold it in your hands. Imagine the character you are writing about and put the ball in her hand. Look and see the character. What happens?
Is the character crying or laughing? Does she give you the ball back or does she take it?
Then ask her how she feels.

Now take this picture and what the character conveys to you and describe exactly that.

What do you see and what do you perceive?

Wohin zieht es dich? Welche Charaktere magst du?

Denk an deine drei Lieblingsromane / -filme /-serien. Nimm jeweils daraus deinen Lieblingscharakter und vergleiche sie miteinander. Findest du bei ihnen Parallelen?

Die meisten lesen / sehen gern ähnliche Genre/Geschichtentypen und häufig sind es ähnliche Charaktere, die wir mögen.
Dabei sind es nicht immer die »Guten« oder die »Lieben und Freundlichen« Figuren, die wir schätzen. Meistens haben sie Ecken und Kanten, wenn sie uns ans Herz zu wachsen vermögen.

Welche Parallelen findest du bei deinen Lieblingscharakteren?

Häufig sind es Charakterzüge oder Verhaltensmuster, die gut ankommen. Die Figuren können Rebellen sein, mutig, stark oder das Gegenteil davon zaudernd, ängstlich oder mit Problemen beladen.

Beispiel für drei weibliche Figuren/Charaktere:

Alanna von Trebond (Roman: Die schwarze Stadt / Im Bann der Göttin)
Aliena (Roman: Die Säulen der Erde)
Commander Susan Ivanova (Serie: Babylon 5)

Sie stammen aus unterschiedlichsten Welten und doch haben sie Gemeinsamkeiten:
Jede ist weiblich und verfügt über einen starken Willen. Ihre Vergangenheit mag unterschiedlich sein, aber sie wirken lebendig in der Art der Darstellung und können für junge Frauen ein absolutes Vorbild sein.

Beispiel für drei männliche Figuren/Charaktere:

Cpt. Jack Harness (Serie: Torchwood / Dr. Who)
Eliot (Serie: The Magicians)
Lucifer Morningstar (Serie: Lucifer)

Jede dieser Figuren spielt mit ihrer Anziehungskraft, sie wirken verführerisch und gleichzeitig nehmen sie viele Dinge nicht ernst. Bei genauerer Betrachtung verfügen sie aber alle über eine erstaunliche Tiefe.

Vergleichst du deine Lieblingscharaktere miteinander, dann findest du erst eine Handvoll »oberflächlicher« Verbindungen. Tauch in sie ein und du erkennst, dass mehr dahinter steht. Gute Charaktere müssen nicht immer gut sein!
Im Lauf einer Geschichte verändern sich Charaktere und Figuren, wie wir entwickeln sie sich weiter.

Welche Charakter magst du und was siehst du in ihnen?