Grundbasis für den Charakter Step 7 – The basic for your character Step 7

Part 7 – der Preis für ein Geschenk

Biete der Figur ein Geschenk an. Ist es etwas Materielles oder etwas Spirituelles? Doch wie alles, hat auch ein Geschenk einen Preis, der auf die eine oder andere Weise zu begleichen ist.
So mag diese Figur das Geschenk annehmen und beispielsweise einem anderen etwas dafür schenken. So gibt er/sie/es das „Geschenk“ weiter.
Oder er/sie/es macht ein Gegengeschenk.

Das mag bei materiellen Dingen funktionieren, doch was, wann die Figur eine mediale und/oder spirituelle Gabe erhält? Nehmen wir an, dieser Charakter erhält die Gabe der „Hellsichtigkeit“. Das kann eine spannende Sache für eine Geistergeschichte sein, so kann die Figur diese Gabe sinnvoll oder zur Zerstörung nutzen.

Alles im Leben braucht Ausgleich. Nimmt deine Figur das Geschenk an, so sollte er/sie/es auch bereit sein, etwas zu geben – und er/sie/es sollte willens sein, dieses Geschenk nicht zu missbrauchen.

Mit anderen Worten, ein Geschenk kann in einer guten Geschichte wie eine Art „Prüfung“ genutzt werden.

Was soll der Charakter nun erkennen?
Geschenke erhält ein Charakter in einer Geschichte selten ohne Grund. Zumeist hat es einen Preis und/oder den Effekt, dass er/sie/es etwas zu lernen hat. Ein (spirituelles) Geschenk mit Demut anzunehmen und die darin verborgenen Gaben in Güte zu nutzen ist insbesondere für negativ ausgelegte Figuren ein ziemlicher Lernprozess.
Ein Geschenk jedweder Art kann für diese Figur eine ziemliche Herausforderung in der eigenen Persönlichkeitsentwicklung darstellen, je nachdem, was er/sie/es als „Lernziel“ in der Geschichte hat.

Problemstellung:
Das Leben besteht aus Geben und Nehmen. Wer nimmt, sollte auch geben um den Kreislauf zu wahren. Eine Gabe sollte nicht missbraucht werden, auch, wenn es Verlockungen gibt.
Wenn deine Figur die Gabe der Hellsichtigkeit erhält, wie geht er mit seiner Gabe um? Glauben ihm die anderen? Kann er/sie/es als „Orakel“ oder „Medium“ helfen? Wird diese Gabe missbraucht, kann es auch zum Verlust dessen führen. Die Fragestellung ist hier, wie lernt deine Figur durch das Geschenk sich selbst zum Guten zu entwickeln?

Was ist die Lösung?
Die Figur könnte die Gabe als solche erkennen und überlegen, wie er/sie/es diese zum Wohle einsetzen kann. Bleiben wir beim Beispiel des Mediums. Er/sie/es könnte – gegen ein entsprechendes Entgelt verfluchte Häuser reinigen oder Besessene von ihren Dämonen lösen. Möglicherweise findet er/sie/es ruhelose Seelen und geleitet diese ins Licht.
Nicht jede „Bezahlung“ ist Geld im materiellen Sinne!

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die plötzlich mediale Fähigkeiten erlangen
  • Figuren, die auf einer Seelenreise – wie bei Indogenen Völkern die Reise zum Erwachsenwerden
  • Geschichten, mit Spukelementen
  • Geschichten über Indogene Völker

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Wie würdest du das „Dilemma“ lösen?

*****

Part 7 – the price of a gift

Offer the figure a gift. Is it something material or spiritual? But like everything else, a charity has a price to pay in one way or another.
So this figure may accept the gift and give something to someone else for it. So he/she passes on the „gift“.
Or he/she makes a return gift.

This may work with material things, but what when does the figure receive a medial and/or spiritual gift? Let us assume that this character gets the gift of „clairvoyance“. This can be an exciting thing for a ghost story, so the character can use this gift sensibly or for destruction.

Everything in life needs balance. If your character accepts the gift, he/she should also be willing to give something – and he/she should be ready not to abuse it.

In other words, a gift can be used in a good story as a kind of „test“.

What should the character recognize now?
Gifts are rarely given to a character in a story without reason. Mostly it has a price and/or the effect that he/she has something to learn. Accepting a (spiritual) gift with humility and using the hidden tips in kindness is quite a learning process, especially for negatively designed characters.
A gift of any kind can be quite a challenge for this character in his or her personal development, depending on what he or she has as a „learning goal“ in history.

Problem:
Life consists of giving and taking. Whoever takes should also gives to preserve the cycle. A gift should not be misused, even if there are temptations.
If your character receives the gift of clairvoyance, how does he deal with his gift? Do the others believe him? Can he/she help as „oracle“ or „medium“? If this gift is misused, it can also lead to the loss of it. The question here is, how does your character learn to develop for good through the gift?

What is the solution?
The figure could recognize the gift as such and consider how he/she can use it for the good. Let’s stick to the example of the medium. He/she could – for a fee – clean cursed houses or release possessed people from their demons. He/she may find restless souls and lead them into the light.
Not every „payment“ is money in the material sense!

What kind of stories could this search be suitable for?

  • Figures that suddenly acquire medial abilities
  • Figures, which on a soul journey – like with Indigenous peoples the quest to grow up
  • Stories with haunted elements
  • Stories of Indigenous Peoples

Examples:
Which characters can you think of that have already gone that way or are stuck in a story?

Question:
How would you solve the „dilemma“?

Grundbasis für den Charakter Step 6 – The basic for your character Step 6

Part 6 – die erhaltene Erleuchtung

Nehmen wir an, dein Charakter war sein Leben lang blind und nach einer Operation erhält er/sie/es das erste Mal im Leben die Möglichkeit zu sehen.
Oder der Charakter hält ein Buch in Händen, in dem etwas steht, das die Welt erschüttern könnte.

Viele streben im Leben nach Erkenntnissen, Erleuchtung oder suchen nach der Wahrheit. Haben sie sie gefunden, endet eine Geschichte zumeist. Doch spinnen wir einmal den Faden weiter.
Da hat diese Figur also gefunden, wonach er/sie/es so lange gesucht hat und hält Wissen in den Händen, das vielleicht seit Jahrtausenden verborgen war. Vielleicht kennst du den „Stein von Rosette“. Durch ihn ließen sich alte Schriftzeichen entziffern, deren Bedeutung über Jahrtausende vergessen waren. Nun hätte dieses Wissen geheim gehalten werden können, doch stattdessen drang es an die Öffentlichkeit.

Setzt du deinen Charakter vor eine ähnliche Situation, wie würde er/sie/es reagieren? Würde er/sie/es das Wissen für sich behalten oder es anderen zugänglich machen?

So ähnlich ist es mit Gründern von Gemeinschaften. Stell dir eine Figur vor, die mit göttlichen Erkenntnissen gesegnet ist und eine Gruppe an Interessierten um sich schart. Wie geht er mit diesem Wissen um? Nutzt er/sie/es zum Segen der Gruppe oder wird es eine neue, diktatorische Sekte?

Erkenntnisse und Einsichten zu haben ist eine wundervolle Sache – ABER – dieses neue Verständnis für andere zum Wohle zu nutzen … wäre deine Figur jetzt schon soweit oder müsste er/sie/es noch viel lernen? Nach einer Erkenntnis ist die Frage – wie geht es weiter?

Was soll der Charakter nun erkennen?
Wie soll er/sie/es mit diesen Kenntnissen umgehen? Wer derartiges Wissen erlangt, verliert sich vielleicht darin, nutzt die Macht, um sich selbst vorwärts zu puschen, aber andere bleiben dabei auf der Strecke.
Die Fragestellung ist hier – wie kann er/sie/es dieses Wissen zum Wohle einsetzen? Wissen bedeutet Macht – großes Wissen bedeutet große Macht.

Problemstellung:
Stell ein Kind in einen Süßigkeitenladen und sag, es darf damit machen was es will. Behält es die Süßigkeiten für sich oder teilt es sie mit anderen?
Diese Frage lässt sich leicht umlegen. Einsicht und Weisheit sind ein „Dreamteam“, um den Wert von Macht zu verstehen und diese auch positiv umzusetzen. Der Charakter muss teilen lernen!

Was ist die Lösung?
Viele suchen ihr Leben lang nach Erleuchtung – darum boomen Religionen auch vielfach. Sie liefern leicht verdauliche Ansichten, was ja nichts Schlechtes sein muss. Manchmal sind einfache Worte besser als die Dinge zu verkomplizieren.

Sinnvoll ist es beispielsweise einen Charakter eine Erleuchtung angedeihen zu lassen und diesen dann in eine Einöde oder in eine mehrtägige, spirituelle Erfahrungsreise zu schicken. Auf sich selbst besinnend, abseits von Trubel und Hektik anderer Menschen kann die Figur auf einer Seelenreise erkennen, wie dieses neue Wissen zum Wohle anstatt zum Schaden eingesetzt werden kann.

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die eine Erleuchtung und/oder Vision haben
  • Figuren in historischem Kontext, insbesondere zu Zeiten der Kreuzzüge oder der beginnenden Neuzeit – vielleicht auch in Zusammenhang mit der Inquisition
  • Geschichten, die eine Seelenreise beinhalten (beispielsweise mit Initiationsriten)

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Wie würdest du das „Dilemma“ lösen?

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Part 6 – the received enlightenment

Suppose your character was blind all his life and after an operation, he/she gets the chance to see it for the first time in life.
Or the character has a book in his hands that contains something that could shake the world.

Many people strive in life for knowledge, enlightenment or seek the truth. Once they have found it, a story usually ends. But let’s spin the thread some more.
So this character has found what he/she has been searching for so long and holds knowledge in his hands that has perhaps been hidden for millennia. Perhaps you know the „Stone of Rosette“. He made it possible to decipher old characters whose meaning had been forgotten for thousands of years. Of course, this knowledge could have been kept a secret, but instead, it penetrated the public.

If you put your character in a similar situation, how would he/she react? Would he/she keep the knowledge to himself/herself or make it available to others?

It is similar to the founders of communities. Imagine a figure blessed with divine knowledge and gathering a group of interested people around it. How does he deal with this knowledge? Does he/she use it to bless the group or does it become a new dictatorial sect?

To have insights and insights is a wonderful thing – BUT – to use this new understanding for the benefit of others … would your figure be ready by now or would he/she still have to learn a lot? After a realization is a question – what is the next step?

What should the character recognize now?
How should he/she deal with this knowledge? Whoever acquires such knowledge may lose himself in it, use the power to push himself forward, but others fall by the wayside.
The question here is – how can he/she use this knowledge for the good? Knowledge means power – great knowledge means great power.

Problem:
Put a child in a candy shop and say, it may do with it what it wants. Does it keep the sweets for itself or does it share them with others?
This question is easy to answer. Insight and wisdom are a „dream team“ to understand the value of power and to implement it positively. The character must learn to share!

What is the solution?
Many seek enlightenment throughout their lives – which is why religions are booming many times over. They deliver easily digestible views, which doesn’t have to be a bad thing. Sometimes simple words are better than complicating things.

For example, it makes sense to let a character enlighten and then send him to a wasteland or a spiritual journey of several days. Reflecting on itself, away from the hustle and bustle of other people, the figure on a soul journey can see how this new knowledge can be used for the good instead of the harm.

What kind of stories could this search be suitable for?

  • Figures that have enlightenment and/or vision
  • Figures in a historical context, especially during the Crusades or the beginning of the modern era – perhaps also in connection with the Inquisition.
  • Stories, which contain a soul journey (for example with initiation rites)

Examples:
Which characters can you think of that have already gone that way or are stuck in a story?

Question:
How would you solve the „dilemma“?

Grundbasis für den Charakter Step 5 – The basic for your character Step 5

Part 5 – Zyklus des Lebens

Steckt deine Figur gerade in einer für sie unerträglichen Situation?
Das kann ein grauenhafter Job oder auch, eine unerträgliche Beziehung sein. Vielleicht steckt diese Figur in einer Depression oder leidet an etwas anderem …

So wie einst die Menschen direkt im Zyklus der Natur lebten, wo sie im Herbst die Ernten einfuhren und der Winter mehr der Ruhe diente, so ist es wie alles andere im Leben auch.
Das Leben ist ein Zyklus, egal ob es dich als Autor betrifft, oder ob es deine Figur betrifft.
Mal geht es aufwärts – mal geht es abwärts.

Es gab übrigens einen Fluch aus dem Roman „Die Säulen der Erde“, der hier auch passt:
„Mögest du ganz hoch hinauf steigen und dann ganz tief fallen!“

Denk darüber nach, was das bedeutet.
Wer niemals die obersten Höhen kennenlernte, der kann nicht ganz so tief fallen. Wer ein Vermögen hatte, den schmerzt es mehr alles zu verlieren als jemanden, der sein Leben lang mit wenig auskommen musste.

Das Gleiche gilt auch umgekehrt.
Steckt dein Charakter in einer Krise fest, so bleibt noch immer der Blick nach vorne. Im Grunde lernt er/sie/es durch diese Krise.
Je härter das Leben ihm/ihr/es jetzt mitspielt, umso schöner und erfreulicher ist das, was darauf folgen kann.

Es ist nur die Frage, hat der Charakter bereits so viel gelernt, dass er/sie/es bereit ist für die Belohnung?

Was soll der Charakter nun erkennen?
Alles im Leben hat seinen Platz und seine Zeit. Jedes Erlebnis und jedes Ereignis lehrt ihm/ihr/es und bringt die Figur ein kleines Stück weiter auf dem Weg. Je rascher er/sie/es dieses Dilemma erkennt, umso schneller ist die Entwicklung und damit auch ein Ende der ganzen Situation.

Problemstellung:
Hier sieht die Figur kein Ende. Doch alles im Leben hat einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende. Es ist nur die Frage, wie lange diese Phasen dauern. Die Figur hat Angst oder andere negative Empfindungen, die genau diese Erkenntnis verhindern.

Was ist die Lösung?
Alles im Leben hat einen passenden Moment – das gilt auch für die schweren Zeiten. Sie dienen häufig dazu, dass wir etwas lernen. Genau diese Erkenntnis braucht die Figur. Diese Zeiten sind eine Herausforderung mit dem passenden Lohn im Anschluss.

Erkennt der Charakter das, so kann er/sie/es leichter den Weg gehen, aber auch gleichzeitig leichter nach einer Lösung suchen (Jobsuche, Depressionen angehen, …)

Oder wie ein mir sehr nahestehender Freund einst sagte:
Was ziehst du vor?
Einen leichten ansteigenden Weg, der dich zwar auf den Gipfel bringt, aber dann abfällt in eine endlose Tiefe und dir dort Schaden zufügt – oder einen steilen Aufstieg, der dann flacher ausläuft?
Ich kannte meine Antwort – kennst du sie für deinen Charakter auch?

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die in einem grauenhaften Job feststecken, der ihre Seele auffrisst, aber Angst vor der Kündigung hat (beispielsweise aus wirtschaftlichen Gründen)
  • Figuren, die in einer emotionalen/seelischen Krise stecken und nicht wissen, wie sie aus dem allem rauskommen können
  • Geschichten mit wahrem Background oder aus dem alltäglichen Leben gegriffene Erzählungen

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Wie würdest du das „Dilemma“ lösen?

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Part 5 – Cycle of life

Is your character in an unbearable situation right now? This can be a horrible job or an unbearable relationship. Maybe this character is in depression or suffers from something else …

Just as people once lived directly in the cycle of nature, where they reaped the harvests in autumn and winter served more to rest, so it is like everything else in life. Life is a cycle, whether it concerns you as an author or your character.
Sometimes it goes up – sometimes it goes down.
By the way, there was a curse from the novel „The Pillars of the Earth“ that also fits here:
„May you climb all the way up and then fall all the way down!“

Think about what that means.
He who never got to know the highest heights cannot fall quite so low. Anyone who had a fortune hurts more to lose everything than someone who had to make do with little all his life.

The same goes for the other way round.
If your character is stuck in a crisis, you still have to look ahead. Basically, he/she learns through this crisis.
The harder life plays along with him/her now, the more beautiful and pleasant is what can follow.

It is only the question, has the character already learned so much that he/she is ready for the reward?
What should the character recognize now?
Everything in life has its place and its time. Every experience and every event teaches him/her and takes the character a little further along the way. The quicker he/she recognizes this dilemma, the quicker the development is and with it the end of the whole situation.
Problem:
Here the figure sees no end. But everything in life has a beginning, a middle part, and an end. It is only the question of how long these phases last. The figure has fear or other negative feelings that prevent exactly this realization.
What is the solution?
Everything in life has a suitable moment – this also applies to difficult times. They often help us to learn something. This is exactly what the figure needs. These times are a challenge with the right reward afterward.
If the character recognizes this, he/she can walk the path more easily, but also search for a solution more easily at the same time (looking for a job, tackling depressions, …).

Or as a friend very close to me once said:
What do you prefer?
A slightly ascending path that takes you to the summit, but then drops into an endless depth and causes you damage there – or a steep ascent that ends flatter?
I knew my answer – do you know it for your character?

What kind of stories could this search be suitable for?

  • Figures stuck in a gruesome job that eats up their soul but is afraid of resignation (for economic reasons, for example).
  • Figures who are in an emotional/mental crisis and don’t know how to get out of it all.
  • Stories with true background or stories taken from everyday life

Examples:
Which characters can you think of that have already gone that way or are stuck in a story?

Question:
How would you solve the „dilemma“?


Grundbasis für den Charakter Step 4 – The basic for your character Step 4

Part 4 – erkennen von Botschaften

Wie oft erzählen Geschichten von Figuren auf einer Suche?
Betrachte eine Figur, die mitten in einem Handlungsfaden steht und auf Antworten in seinem/ihrem Leben sucht. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Frage auf die Liebe, den Beruf oder andere Themen gemünzt ist.
Was kann in einer derartigen Geschichte eintreffen?

Im Grunde geht es darum, die Antworten zu finden und die Botschaften zu erkennen. Spielt es eine Rolle, wer oder was diese Botschaften schickt? Der Charakter kann ein Gläubiger sein oder einfach jemand, der das Schicksal herausfordert.

Betrachtet er/sie/es die Welt um sich herum genauer, dann wird klar, wie blind diese Figur bislang war – oder wie verblendet.
Was ist mit jemandem, der/die in einem Umfeld aufwächst, aber spürt, da stimmt etwas nicht? Oder jemand, der auf der Suche nach der einzig, wahren Liebe im Leben ist und diese sitzt ihm gegenüber, aber er/sie/es nimmt dieses Gegenüber nicht wahr?

Stellst du diese Figur vor einen Spiegel, vermag er/sie/es so manches nicht zu erkennen, bis es zu spät ist. Aber willst du es wirklich so weit kommen lassen? Ist es nicht besser, spät zu erkennen, als nie?

Jemand, der lernt Botschaften und Antworten zu finden, wird irgendwann den berühmten „Aha-Effekt“ erleben und daran reifen.

Was soll der Charakter nun erkennen?
Jeder sucht Antworten, mit Ausnahme derer, die ihre gefunden haben. Der Charakter könnte nun nach Bestätigungen seiner/ihrer Frage suchen, dabei die Fühler ausstrecken und/oder offener sein für Zeichen. Im Grunde genommen könnte einfach alles eine Botschaft sein.
Ignoriert der Charakter diese Botschaften, dann verliert er/sie/es sich vielleicht in der Suche oder bekommt die Antworten später mit einem Knall um die Ohren geschlagen.

Problemstellung:
Bei dieser „Wandlungsphase“ stellt die Figur mitunter die falschen Fragen. Nicht die Antwort ist hier das Problem, sondern die Frage!

Was ist die Lösung?
Botschaften werden manchmal ganz gern falsch ausgelegt.
Der Charakter könnte beispielsweise eine Person kennenlernen, die ihm/ihr/es hilft die Botschaften zu erkennen oder er/sie/es könnte etwas erleben, das die Brille der Blindheit ablegen hilft.

Grundsätzlich gilt es hier, die richtigen Fragen zu stellen und die Antworten auch als solche wahrzunehmen.

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die auf ihrer Suche ein Medium/einen Seher befragen und erst die Antworten nicht verstehen
  • Figuren, die ein Unglück nach dem anderen erleben und nicht erkennen, dass die Antworten auf die Frage nach dem „Warum“ ganz wo anders liegt, als sie glauben
  • Figuren, die ein Trauma erlebt haben und nach einer Lösung für ihr Problem suchen
  • Geschichten mit Heldenthemen und/oder die Reise zum Erwachsenwerden

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Wie würdest du das „Dilemma“ lösen?

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Part 4 – Recognizing messages

How often do stories tell of „characters“ on a quest?
Look at a character standing in the middle of an action thread looking for answers in his/her life. It doesn’t matter if this question is about love, work or other topics.
What can happen in such a story?

Basically, it is about finding the answers and recognizing the messages. Does it matter who or what sends these messages? The character can be a believer or simply someone who challenges fate.

If he/she looks more closely at the world around him/herself, it becomes clear how blind this character has been – or how blind he/she has been.
What about someone who grows up in an environment but feels something is wrong? Or someone who is looking for the only true love in life and this is sitting opposite him, but he/she does not perceive this opposite?

If you place this figure in front of a mirror, he/she will not be able to recognize many things until it is too late. But do you really want to let it come to this? Isn’t it better to recognize late than never?

Someone who learns to find messages and answers will at some point experience and mature the famous „aha effect“.

What should the character recognize now?
Everyone is looking for answers, except those who have found theirs. The character could now look for confirmation of his/her question, stretching out feelers and/or being more open to signs. Basically, anything could just be a message.
If the character ignores these messages, then he/she might lose himself/herself in the search or get the answers later with a bang in the ears.

Problem:
During this „transformation phase,“ the character sometimes asks the wrong questions. Not the answer is the problem, but the question!

What is the solution?
Messages are sometimes misinterpreted.
For example, the character might get to know a person who helps him/her to recognize the messages, or he/she might experience something that helps to remove the glasses of blindness.

Basically, it is important to ask the right questions and to perceive the answers as such.

What kind of stories could this search be suitable for?

  • Figures who, in their search, question a medium/seer and do not understand the answers until they do.
  • Figures who experience one misfortune after another and don’t realize that the answers to the question of „why“ are quite different from what they think.
  • figures who have experienced traumata and are looking for a solution to their problem
  • stories with heroic themes and/or the journey to adulthood

Examples:
Which „characters“ can you think of that have already gone that way or are stuck in a story?

Question:
How would you solve the „dilemma“?

Grundbasis für den Charakter Step 3 – The basic for your character Step 3

Part 3 – innere Kraft – Herr über das eigene Innere

Was ist mit einem Charakter, der zu Macht kommt, aber nicht weiß, diese richtig zu nutzen? Hier brauchte es „innere Kraft“, um mit Macht auch verantwortungsvoll umzugehen.
Macht alleine zu „besitzen“ vermag viele verlocken, aber wie viele davon sind reif genug, mit ihr auch sinnvoll umzugehen?

Was passiert, wenn jemand Macht hat, aber nicht sinnvoll versteht damit umzugehen, dazu bedarf es nur eines Blickes in das eigene Umfeld. Dies mag ein Mensch sein, der Macht in Politik oder in einem Konzern hat, aber auch jemand, der glaubt, anderen ihren Weg „weisen“ zu können und diese dann ins Verderben stürzt. Beispiele dazu gibt es unendlich viele – und wer bereit ist, einen Blick in die Geschichte zu werfen, der wird noch viel mehr finden.

Jemand mit innerer Stärke und Macht wird sich darum bemühen, das Beste zu wollen und es anderen zu geben. Doch dazu braucht es eine Reife im Inneren, eine „Kraft“, die viele ihr Leben lang vergeblich suchen.

Was soll der Charakter nun erkennen?
Wie nutzt er/sie/es diese innere Kraft? Redet er/sie/es darüber und was er/sie/es damit alles tun würde oder schweigt er/sie/es und nutzt sie lieber im Stillen, um zu helfen?

Problemstellung:
Hier ist die Verlockung von Macht der Schlüssel.

Was ist die Lösung?
Dein Charakter könnte anhand einer erlebten Situation erkennen, wie verderblich Macht sein kann, wenn man/frau/es nicht richtig damit umzugehen in der Lage ist. Macht ist verführerisch und sollte „sinnvoll“ genutzt werden, nicht um nur seinen eigenen Gelüsten nachzugehen.

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die ein (politisches) Amt erhalten haben
  • Figuren, die reich geboren wurden, aber diese Macht nur zum eigenen Vorteil ausnutzen
  • Figuren, die in eine Sekte schlittern oder einem Glaubenssystem anhängen, das die Mitglieder nur ausnutzt oder zu Dingen treibt, die sie sonst nicht tun würden
  • Geschichten mit einem lehrreichen Ende

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Wie würdest du das „Dilemma“ lösen?

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Part 3 – inner strength – master of one’s inner being

What about a character who comes to power but doesn’t know how to use it properly? Here it took „inner strength“ to handle power responsibly.
To „possess“ power alone can tempt many, but how many of them are mature enough to deal with it meaningfully?

What happens when someone has power but does not understand how to deal with it in a meaningful way, only requires a look into one’s environment. This may be a person who has power in politics or a corporation, but also someone who believes he can „show“ others their way and then plunges them into ruin. There are countless examples of this – and those who are prepared to take a look at history will find much more.

Someone with inner strength and power will try to want the best and give it to others. But this requires a maturity within, a „power“ that many seek in vain for the rest of their lives.

What should the character recognize now?
How does he/she use this inner power? Does he/she talk about it and what he/she would do with it or does he/she remain silent and prefer to use it in silence to help?

Problem:
Here the lure of power is the key.

What is the solution?
Your character could see from an experienced situation how perishable power can be if you are not able to handle it properly. Power is seductive and should be used „sensibly“, not just to pursue one’s desires.

What kind of stories could this search be suitable for?

  • Figures that have received a (political) office
  • Figures that were born rich, but use this power only for their own advantage.
  • Figures that slide into a sect or adhere to a belief system that only exploits members or drives them to do things they wouldn’t otherwise do.
  • Stories with an instructive ending

Examples:
Which characters can you think of that have already gone that way or are stuck in a story?

Question:
How would you solve the „dilemma“?

Grundbasis für den Charakter Step 2 – The basic for your character Step 2

Part 2 – innere Stärke

Fühlt sich dein Charakter anfangs schwach und machtlos? Dann ist eine Suche nach der „inneren Stärke“ interessant.
Dabei könnte er die Bedeutung falsch verstehen und sich nach Vorherrschaft orientieren. Aber weitaus wichtiger als die „Herrschaft nach außen“, ist doch die „Herrschaft nach Innen“, also die innere Stärke, nach der er/sie/es sucht.

Wie bei der Suche nach spirituellem Reichtum wird er/sie/es sich vermutlich zuerst den eigenen Schwächen stellen und genau diese dann in Stärken wandeln. So kann ein schüchterner Schüler beispielsweise an Redewettbewerben teilnehmen und dadurch Preise erlangen und vielleicht sogar eine Reise gewinnen.

Dieser Weg ist ein schmerzhafter, vor allem, wenn er/sie/es anfangs vielleicht sogar Angst vor allem hat, insbesondere davor, sich seinem eigenen ich zu stellen.

Was soll der Charakter nun erkennen?
Wie nutzt er/sie/es diese innere Stärke?

Problemstellung:
Hier sind die Schwächen der Schlüssel.

Was ist die Lösung?
Dein Charakter könnte sich beispielsweise eine Schwäche gezielt auswählen, die ihm/ihr/es Angst macht und sich damit konfrontieren. Er/sie/es könnte eine Erfahrung machen und erkennen – dass hier eine Schwäche liegt und an dieser gezielt arbeiten.

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die aufgrund einer Schwäche Schwierigkeiten im sozialen Umgang haben
  • Figuren, die ein Trauma hinterfragen oder lösen wollen
  • Geschichten mit einem schulischen Kontext oder einer allgemeinen „Schulsituation“

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Wie würdest du das „Dilmma“ lösen?

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Part 2 – inner strength

Does your character feel weak and powerless in the beginning? Then a search for „inner strength“ is interesting.
He might misunderstand the meaning and orientate himself towards domination. But far more important than the „domination to the outside“ is the „domination to the inside“, the inner strength he/she is looking for.

As in the search for spiritual wealth, he/she will presumably first face his/her own weaknesses and then turn them into strengths. For example, a shy student can take part in speech competitions and win prizes and perhaps even a trip.

This way is a painful one, especially if he/she may even be afraid of everything in the beginning, especially of facing his/her own self.

What should the character recognize now?
How does he/she use this inner strength?

Problem:
Here the weaknesses are the key.

What is the solution?
Your character could, for example, specifically choose a weakness that frightens him/her and confront them. He/she could make an experience and recognize that there is a weakness here and work on it purposefully.

What kind of stories could this search be suitable for?

  • Figures who have difficulties in social interaction due to a weakness
  • Figures who want to question or solve a trauma
  • stories with a school context or a general school situation

Examples:
Which characters can you think of that have already gone that way or are stuck in a story?

Question:
How would you solve the „Dilemma“?

Grundbasis für den Charakter Step 1 – The basic for your character Step 1

Kehren wir im Blog wieder zu den Charakterbasics zurück. Wie bauen wir einen Charakter mit Hintergrund gut auf?
Was gilt es alles zu bedenken, wenn du nicht einfach „nur“ drauflos spielen möchtest?

Part 1 – Spiritueller Reichtum

Nehmen wir an, dein Charakter ist auf einer spirituellen Suche. Ob dies nun in einem Glaubenssystem oder durch Meditation, durch eine spirituelle Erfahrung oder beispielsweise durch ein besessenes Haus geschieht, spielt hier nur eine untergeordnete Rolle.

Dieser Weg kann ein überaus dorniger sein, ein schmerzhafter aber er birgt auch einen Schatz ohne materielle Güter. Es ist unwichtig, ob der Charakter ein geistiger Führer wird oder ob er/sie/es diese Erfahrung „nur“ für sich selber macht. Im Grunde geht es darum, dass er/sie/es daran reift, oder auch

Was soll der Charakter nun erkennen?
Wie nutzt er/sie/es diesen spirituellen Reichtum?

Problemstellung:
Seelische Störungen können Probleme sein, die vor dem Zugang stehen.

Was ist die Lösung?
Dein Charakter könnte sich beispielsweise um Ausgewogenheit im Leben bemühen.

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die nach sich selber suchen
  • Figuren, die ein Trauma hinterfragen oder lösen wollen
  • Geschichten in einem „religiösen“ oder anderweitig „gläubigen“ Umfeld

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Wie würdest du das „Dilemma“ lösen?

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Let’s go back to the character basics in the blog. How do we build a good character with a background?
What do we have to keep in mind if we don’t just want to „play“?

Part 1 – Spiritual Wealth

Suppose your character is on a spiritual quest. Whether this happens in a belief system or through meditation, through a spiritual experience or, for example, through a possessed house, plays only a subordinate role here.

This way can be an extremely thorny one, a painful one, but it also holds a treasure without material goods. It does not matter whether the character becomes a spiritual guide or whether he/she experiences this „only“ for himself/herself. Basically, it is a matter of him/her maturing on it, or also of

What should the character recognize now?
How does he/she use this spiritual wealth?

Problem:
Mental disturbances can be problems that stand before access.

What is the solution?
Your character could, for example, strive for balance in life.

What kind of stories could this search be suitable for?

  • Figures looking for themselves
  • Figures who want to question or solve a trauma
  • Stories in a „religious“ or otherwise „believing“ environment

Examples:
Which characters can you think of that have already gone that way or are stuck in a story?

Question:
How would you solve the „Dilemma“?

Stille, Vergessen … silence, forgetting

Kennst du „Dr. Who“?
Er hat viele Gegner, Dalek, Wheeping Angels, Cyberman und unzählig viele andere … Der 11. bekommt einen Gegenspieler mit Namen „Stille“. Siehst du weg, vergisst du sie.
Der Vorteil dieser Serie ist die Vielfältigkeit, in der so vieles zu finden ist, das wir auch als „Inspiration“ für Geschichten nutzen können.

Nehmen wir als Beispiel „die Stille“, dann stehen die Charaktere zu Beginn vor einem fast nicht zu lösenden Rätsel. Es ist schwierig eine Lösung für etwas zu finden, das nicht einmal ansatzweise zu verstehen ist.
Genau davor setzen wir aber die Charaktere in unseren Geschichten. Wir sind, genau betrachtet, Vater oder Mutter dieser Charaktere und helfen ihnen damit bei ihrer Entwicklung. Am Ende der Geschichte sind sie stärker, erfahrener und wissender. Doch welche „Rätsel“ geben wir ihnen auf dem Weg mit?
Sollen sie anfänglich einfach sein oder gleich ein kaum lösbares Rätsel, bei dem die Charaktere verzweifeln und aufgeben?

Meine Krähe Noah steht vor dem Rätsel, wo seine geliebte Soar abgeblieben ist. Seine geliebte Krähendame, in die er sich verliebt hatte und die dann spurlos verschwand. Wo ist sie abgeblieben? Wird er sie wiederfinden? Was wird ihm helfen bei seiner Suche?
Ich bin mit der Geschichte jetzt am Über- und Ausarbeiten. Das Rätsel wird eine Lösung bekommen. Aber bis es soweit ist wird er Zweifel haben und nach ihr suchen.

Die Stille wäre vielleicht eine Lösung, sie vergessen ebenso … aber eine verliebte Krähe gibt nicht einfach auf.

Wie schwer machst du es deinen Charakteren?

*****

Do you know „Dr? Who“?
He has many opponents, Dalek, Weeping Angels, Cyberman and countless others … The 11th gets an opponent called „Silence“. If you look away, you forget them.
The advantage of this series is the diversity in which so much can be found that we can also use as „inspiration“ for stories.

If we take „Silence“ as an example, the characters are faced with an almost unsolvable puzzle at the beginning. It’s difficult to find a solution for something that can’t even begin to be understood.
Exactly there we put the put the characters in our stories. We are, in fact, the father or mother of these characters, helping them to develop. At the end of the story, they are stronger, more experienced and more knowledgeable. But what „puzzles“ do we give them along the way?
Are they supposed to be simple at the beginning of a puzzle that can hardly be solved, in which the characters despair and give up?

My crow Noah faces the mystery, where his beloved Soar remained. His beloved Krähendame, with whom he had fallen in love and who then disappeared without a trace. Where has she gone? Will he find her again? What will help him in his search?
I am now working on the story, overworking and working out. The riddle will get a solution. But until then he will have doubts and search for her.

The silence might be a solution, they forget as well … but a crow in love doesn’t just give up.

How hard do you make it for your characters?

„Du bekommst was du brauchst, nicht was du willst!“ – „You get what you need, not what you want!“

„Du bekommst was du brauchst, nicht was du willst!“
Diese Worte stammen von meiner Muse.

Wie oft wünschen wir uns etwas, betrachten die Welt nur mit den Augen des „Ich-will-das-haben“?
Aber wäre es wirklich gut, diesen Wunsch jetzt sofort erfüllt zu bekommen?
Muss man selber (oder der Charakter, an dem wir schreiben) nicht manchmal auf etwas verzichten, um zu reifen?

Dann gibt es einen Wunsch, der reift und stärker wird. Doch statt ihn erfüllt zu bekommen, erhältst du etwas anderes. Was du bekommst, ist etwas, das dir hilft dich weiterzuentwickeln oder das dich schützt. Vielleicht ist dein Wunsch zum falschen Zeitpunkt gekommen oder der Platz ist der falsche.
So geht es mit dem Schreiben auch manchmal.

Hast du dir je die Frage gestellt, was du willst und warum du es nicht bekommst? Vielleicht liegt die Antwort darin, weil du in dem Moment etwas anderes brauchst, um dich selbst weiterzuentwickeln.

Wenn du schreibst, dann gibst du deinem Charakter auch nicht immer alles, was er/sie/es sich wünscht. Du überlegst dir, was kann diese Figur zur Entwicklung brauchen und schenkst später das Gewünschte vielleicht als Belohnung. Natürlich mag auch ein Funke Enttäuschung dabei sein. Daher ist die Fragestellung auch, wie geht der Charakter damit um? Ist allein die Akzeptanz ein Zeichen von Reife oder ist nur der Frust da, wie bei einem kleinen Kind?
Wo steht der Charakter, an dem du schreibst? Kann er/sie/es verkraften, wenn der Wunsch nicht erfüllt wird? Oder verhält er/sie/es sich wie ein trotziges Kind?

Der Weg der eigenen Entwicklung ist mit Verzicht gepflastert und mitunter spielen harte Entscheidungen eine Rolle. Unmengen an Charakteren in Geschichten und Romanen erleben das auf jeder einzelnen Seite ihres Daseins. Du kennst es aus deinem Leben ganz sicher auch.

Darum blieben mir diese Worte von meiner Muse so gut in Erinnerung. Sie haben mir geholfen, ein paar Dinge in meinem Leben zu verstehen und zu erkennen, warum manches im Leben notwendig ist und wir nicht jeden Wunsch dann erfüllt bekommen, wenn wir uns danach verzehren.

Die Frage ist daher, wie gehen wir damit um?
„Du bekommst was du brauchst, nicht was du willst!“

Hätte mir meine Muse damals den Wunsch erfüllt, hätte ich etwas anderes, weitaus Wertvolleres, nicht bekommen. Im Nachhinein betrachtet ist es vor allem die Erkenntnis, dass ich ein Stück gereifter bin, mehr in mir selber ruhe. Darum erfüllte mir die Muse damals den Wunsch nicht, sondern hielt mir mit den Worten einen Spiegel der Selbsterkenntnis vor Augen.

Betrachte diese Art der Worte genauer. Wie würdest du darauf reagieren, wenn es ein Wunsch ist, der dir wichtig ist?
Oder anders gefragt, wenn du einen Charakter beschreibst, wie würde dieser darauf reagieren?

*****

„You get what you need, not what you want!“
These words come from my muse.

How often do we wish for something, look at the world only through the eyes of the „I want to have it“?
But would it be good to get this wish fulfilled right now?
Don’t you (or the character we write about) sometimes have to give up something to mature?

Then there is a wish that matures and becomes stronger. But instead of getting it fulfilled, you get something else. What you get is something that helps you to develop further or that protects you. Maybe your wish has come at the wrong time or the place is the wrong one.
That’s how writing works sometimes.

Have you ever asked yourself what you want and why you don’t get it? Maybe the answer is because you need something else at that moment to develop yourself.

When you write, you don’t always give your character everything he/she wants. You think about what this character can use for development and perhaps give what you want later as a reward. Of course, there might also be a spark of disappointment. Therefore the question is also, how does the character deal with it? Is acceptance alone a sign of maturity or is there only frustration, like with a small child?
Where is the character you are writing on? Can he/she cope if the wish is not fulfilled? Or does he/she behave like a defiant child?

The path of personal development is paved with abandonment and sometimes hard decisions play a role. A vast number of characters in stories and novels experience this on every single page of their existence. You certainly know it from your life, too.

That’s why I remembered these words from my muse so well. They helped me to understand a few things in my life and to recognize why some things are necessary for life and why we don’t get every wish fulfilled when we consume ourselves for them.

So the question is, how do we deal with it?

„You get what you need, not what you want!

If my muse had fulfilled my wish at that time, I would not have got something else, something far more valuable. In retrospect, it is above all the realization that I am a bit more mature, more resting within myself. That’s why the muse didn’t fulfill my wish at that time but held a mirror of self-knowledge before my eyes with the words.

Take a closer look at these words. How would you react if it was a wish that was important to you?
Or in other words, if you describe a character, how would it react?

Vielschichtige männliche Charaktere, losgelöst von Stereotypen … Multilayered male characters, detached from stereotypes

Betrachten wir die männlichen Figuren in Roman und Film, dann wirken diese häufig klischeebehaftet … leider fehlt hier häufig die Vielschichtigkeit.

Männliche Charaktere sind weit mehr als nur „stark“, „kampfeslustig“ oder „kräftig“ , sondern in ihnen können sich so viel mehr Aspekte verstecken, auch wenn dies manchmal aufgrund der Kürze einer Geschichte bisweilen schwer darzustellen ist.

Ein sehr gutes Beispiel ist Dr. Who, gerade im 50er Jahre-Special wo mehrere Inkarnationen aufeinandertreffen. Die aktuelle Doktorin nehme ich hier bewusst aus, da es in diesem Beitrag um männliche Charaktere geht! (Tja, damit ist wohl klar, ich mag den Doktor.)

Er ist lustig (Nr 11), kann arrogant sein (Nr 6), ist ein Lehrer (Nr 8), ein besorgter Großvater (Nr 1) … und vieles mehr. Er zeigt verschiedenste Facetten in unterschiedlichen Inkarnationen, ABER er ist es nicht gleichzeitig.

Würdest du Floki (Vikings), den Joker (Comicfigur), Jareth (die Reise ins Labyrinth) oder den Tod (Scheibenweltromane) als vielschichtig bezeichnen?

Welche vielschichtigen, männlichen Charaktere kennst du? Welche würdest du als solche sehen?

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If we look at the male characters in novel and film, they often seem clichéd … Unfortunately, complexity is often missing here.

Male characters are much more than „strong“, „belligerent“ or „strong“, but they can hide so much more aspects, even if this is sometimes difficult to portray because of the brevity of a story.

A very good example is Dr. Who, especially in the 50’s special where several incarnations meet. I deliberately exclude the current doctor here, because this article is about male characters! (Well, that’s for sure, I like the doctor.)

He is funny (number 11), can be arrogant (number 6), is a teacher (number 8), a worried grandfather (number 1) … and much more. He shows different facets of different incarnations, BUT he is not at the same time.

Would you describe Floki (Vikings), the Joker (cartoon character), Jareth (the journey into the labyrinth) or Death (Discworld novels) as multi-layered?

What multi-layered male characters do you know? Which ones would you see as such?