Grundbasis für den Charakter Step 24 – The basic for your character Step 24

Part 24 – Freiheit und Träume

Wenn du die Liebe suchst, dann flieht sie vor dir, suchst du sie nicht, dann steht sie unvermittelt vor der Tür.
So lässt sich dieser Punkt beschreiben. Jeder hat doch Träume und Wünsche und würde vermutlich alles dafür tun, diese umzusetzen.

Nehmen wir hier eine Figur, die ihre Herkunft entschlüsseln möchte. Er/sie/es ist ein Waisenkind, das bei Fremden aufwächst. Obwohl die Adoptiveltern liebevoll sind, spürt das Kind, dass ihm/ihr/es etwas fehlt und macht sich auf die Suche nach den leiblichen Eltern.
Doch all die Jahre ist die Suche vergebens. Das Kind hat nichts in der Hand außer dem Gefühl, dass da etwas nicht stimmt.
Dann kommt es in die Phase der ersten beruflichen Erfahrungen und hat einfach keine Zeit mehr zur Suche und genau in diesem Moment ist da ein Schlüsselmoment, der diese Figur den leiblichen Eltern nahebringt. Die Frage ist nun, greift das Kind zu oder nicht?

Viele wollen einen Traum beinahe schon mit Gewalt erzwingen, aber das geht selten gut oder funktioniert kaum.
Dann sagen andere, schreib deinen Traum auf und vergiss ihn. Aber wie soll etwas vergessen werden, das einem so wichtig ist?

Macht es einen Unterschied, ob wir einen Samen säen und ihn dann lange Zeit nicht beachten oder ob wir alle 5 Minuten hinsehen, um zu sehen, was sich tut?
Es ist schwer, sehr schwer sogar, einen Traum ruhen zu lassen und ihm diese Zeit zu gönnen, ihn zu vergessen und dann sich zu freuen, weil der Traum wahr geworden ist – wer kann das wirklich?

Was soll der Charakter nun erkennen?
Mit Gewalt kann deine Figur den Traum nicht herbeizaubern. Lehre ihn/sie/es Geduld oder eine Möglichkeit, nicht beständig an diesen Traum zu denken und sich dann darin vielleicht sogar zu verlieren.

Problemstellung:
Träume können zur Besessenheit werden. Was deine Figur auch will, Geduld zu lehren ist wichtig. Denk an dich selber, könntest du deinen wichtigsten Traum wirklich so einfach ziehen lassen? Das ist genau das Problem deiner Figur.

Was ist die Lösung?
Auch, wenn es schwer fällt, so bleibt häufig nur die Option die Dinge zu akzeptieren. Konzentriert und doch entspannt zu bleiben ist eine Kunst, die erst erlernt werden muss. Schafft deine Figur es nicht von sich aus eine Lösung zu finden, so bleibt nur die Möglichkeit, dass sich diese Figur selbst ändert um ihren Traum nicht zuletzt in einen Alptraum zu verwandeln.

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die die Liebe suchen
  • Figuren, die einem Traum nachjagen
  • Figuren, die sich etwas wünschen und dafür bereit sind über Leichen zu gehen
  • Geschichten von Aufbau und Zerstörung
  • Geschichten von Träumern und Realisten

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Wie kann deine Figur ihren Traum im Auge behalten, ohne ihn zu verlieren? Im Grunde ist es notwendig, sich selbst zu entwickeln. Träume können sich ändern, aber Herzenswünsche tun dies selten. So stellt sich die Frage, was deine Figur wirklich will und/oder braucht, um glücklich zu werden.

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Part 24 – Freedom and Dreams

If you seek love, then it flees from you, if you do not seek it, then it is suddenly at the door.
This is how this point can be described. Everyone has dreams and wishes and would probably do everything to make them come true.

Let’s take a character here who wants to decipher her origin. He/she is an orphan who grows up with strangers. Although the adoptive parents are affectionate, the child feels that he/she is missing something and sets off in search of his/her biological parents.
But all these years the search is in vain. The child has nothing in her/his hands except the feeling that something is wrong.
Then it comes into the phase of the first professional experiences and simply has no more time to search and exactly in this moment there is a key moment which brings this figure close to the bodily parents. The question is now, does the child take hold or not?

Many people almost want to force a dream with violence, but this rarely works well or hardly ever works.
Then others say, write down your dream and forget it. But how can you forget something that is so important to you?

Does it make a difference if we sow a seed and then ignore it for a long time or if we look every 5 minutes to see what is happening?
It is hard, very hard even to let a dream rest and allow it this time to forget it and then rejoice because the dream has come true – who can really do that?

What should the character now recognize?
Your character cannot conjure up the dream by force. Teach him/her patience or a way not to think about the dream all the time and then maybe even get lost in it.

Problem:
Dreams can become an obsession. Whatever your character wants, teaching patience is important. Think about yourself, could you really let your most important dream go so easily? This is exactly the problem of your figure.

What is the solution?
Even if it is difficult, often the only option is to accept things. Staying focused and yet relaxed is an art that must first be learned. If your character doesn’t manage to find a solution on his own, the only possibility is that the character changes himself and turns his dream into a nightmare.

For what kind of stories could this search be suitable?

  • Characters who are looking for love
  • Figures chasing a dream
  • Characters who make wishes and are willing to die for them
  • Stories of construction and destruction
  • Stories of dreamers and realists

Examples:
Which characters come to your mind that have already gone this way or are stuck in a story with it?

Question:
How can your character keep her dream in mind without losing it? Basically it is necessary to develop yourself. Dreams can change, but heart’s desires rarely do. So the question arises what your character really wants and/or needs in order to become happy.

Grundbasis für den Charakter Step 22 – The basic for your character Step 22

Part 22 – inneres Feuer

Der Funke der Schöpfung treibt diese Figur vorwärts. Das innere Feuer gibt Kraft um an Ziele zu gelangen, die auf den ersten Blick unmöglich erreichbar erscheinen. Nehmen wir hier eine Figur, die jahrelang dahinlebte und sich treiben ließ, vielleicht auch alles kostete und probierte, bis die Dinge schal schmeckten.

Was will dein Charakter sein/werden? Nutzen wir hier die Möglichkeit um ihn/sie/es in spirituelle Ebenen zu geleiten. Dazu braucht es allerdings Inspiration und den Wunsch, diesen Weg wirklich zu gehen. Etwas ist passiert, das ihm/ihr/es zeigte, die ganze materielle Fülle ist nicht das Wahre!
Figuren, die einen Weg in Glaubensdingen beschreiten, haben es selten leicht. Häufig pflastern Mühsal und Entbehrungen ihren Weg und lassen sie mitunter an sich selber zweifeln, ob der Weg der wirklich richtige ist. Doch andere wiederum betreten den Weg und sind sich absolut sicher, dass es der für sie richtige ist.

Diese Figur auf ihrem Weg geht beständig vorwärts, vorbei an Versuchungen und dem Wunsch seiner/ihrer Gottheit näherzukommen. Vielleicht ist es auch ein Wesen, das so gar nicht existiert. Nehmen wir beispielsweise eine Figur, die buddhistischer Mönch oder Nonne werden möchte. Im Buddhismus gilt die Suche der eigenen Erleuchtung und dem Willen ein besserer Mensch zu werden. Gerade in diesen Bereichen können zu viele Fragen aufhalten und verwirren, aber deine Figur sollte niemals aufhören zu lernen oder in ihrem Glauben verblendet und selbstgefällig werden.

Was soll der Charakter nun erkennen?
Vielfach erkennt eine Figur erst im Lauf des Lebens, wo das Ziel liegt. Erst, wenn er/sie/es alles probiert und erlebt hat, kehrt diese Figur an den Kern zurück. Deine Figur sollte also erkennen, was ihm/ihr/es wirklich wichtig im Leben ist.

Problemstellung:
Wagt deine Figur den Schritt hin zum wirklichen Ziel? Es hat lange gedauert, dieses Ziel zu erreichen, doch jetzt, wo er/sie/es dies sieht, erkennt deine Figur, es ist gar nicht so einfach diesen Schritt zu tun und aus seinem gewohnten Leben hinaus zu treten.

Was ist die Lösung?
Hat deine Figur die Lösung gefunden und weiß, wohin er/sie/es will, gibt es zwei Hauptmöglichkeiten – entweder einen radikalen Wandel hin zum Neuen oder das Alte langsam abstreifen und zum Neuen hin zu gehen.

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die ihre Zukunft beeinflussen wollen
  • Figuren, die von der modernen, hektischen Welt genug haben
  • Figuren, die ein sinnerfülltes Leben führen wollen
  • Geschichten um Aussteiger
  • Geschichten um das persönliche Wachstum

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Gelingt deiner Figur der Spagat zwischen dem Einst und dem Morgen in der persönlichen Weiterentwicklung? Die innere Feuerkraft mag über lange Zeit schlummern, aber wenn sie da ist, kann deine Figur sie wirklich sinnvoll nutzen oder überrollt sie sie?

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Part 22 – Inner fire

The spark of creation drives this figure forward. The inner fire gives the power to reach goals that seem impossible toc achieve at first sight. Let us take a figure here who lived for years and let himself drift, perhaps even tasting and tasting everything until things tasted stale.

What does your character want to be/become? Let’s use the opportunity here to guide him/her into spiritual levels. For this, however, inspiration and the desire to go this way is needed. Something happened that showed him/her that all material abundance is not the real thing!
Figures who walk a path in matters of faith rarely have it easy. Often hardship and privations pave their way and sometimes make them doubt themselves whether the road is the right one. Others, however, enter the path and are sure that it is the right one for them.

This figure on her path is continually moving forward, past temptations, and the desire to come closer to her/his deity. Perhaps it is also a being that does not exist. Let’s take, for example, a figure who wants to become a Buddhist monk or nun. In Buddhism, the search for one’s enlightenment and the will to become a better human being is essential. Especially in these areas, too many questions can stop and confuse, but your character should never stop learning or become blinded and complacent in their beliefs.

What should the character recognize now?
In many cases, a character only realizes in the course of life where the goal lies. Only when he/she has tried and experienced everything, does the character return to the core. Your character should, therefore, recognize what is important to him/her in life.

Problem definition:
Does your character dare to take a step towards the real goal? It has taken a long time to reach this goal, but now that he/she sees this, your character realizes that it is not so easy to take this step and step out of his/her permanent life.

What is the solution?
Once your character has found the solution and knows where he/she wants to go, there are two main possibilities – either a radical change towards the new or slowly shed the old and move towards the original.

What kind of stories could this search be suitable for?

  • characters who want to influence their future
  • Figures who have had enough of the modern, hectic world
  • Characters who wish to live a life full of meaning
  • Stories about dropouts
  • Stories about personal growth

Examples:
Which characters come to your mind that have already gone this way or is stuck in a story with it?

Question:
Does your character succeed in the balancing act between the past and the future in his personal development? The inner firepower may be dormant for a long time, but when it’s there, can your character use it wisely or does it overrun it?

Grundbasis für den Charakter Step 21 – The basic for your character Step 21

Part 21 – Harmonie und Eins-Sein mit Schöpfung und Umwelt

Wie sieht ein Fluss oder ein Bach für dich aus? Fließt das Wasser ruhig und sprudelt um die darin herumliegenden Steine oder Äste fröhlich herum oder ist das Wasser eingesperrt in Beton?

Stell dir vor, deine Figur ist eine Nymphe und lebt in einem Gewässer, das nicht mehr frei fließen kann. Sie ist unglücklich, es wirkt sich auf ihr Leben aus. Sie wünscht sich, dass das Wasser wieder frei fließen kann, wie es einst so vorgesehen worden war. Eine ihrer Schwestern wiederum lebt im Meer und steht vor dem Problem von Fischernetzen und Müll. Auch sie kann nicht mehr frei leben, wie es eigentlich ihr natürlicher Zyklus wäre. Somit werden beide Schwestern unglücklich und das wiederum wirkt sich auf das Leben der Menschen in ihrem Umfeld aus. Sie sorgen für Überschwemmungen, aber auch für miserable Fänge bei den Fischern. Erst, als ein paar Kinder der Umgebung auf die Idee kommen, sie könnten ihnen Gaben geben und Fluss wie Meer säubern, werden sie wieder friedlich und bringen Geschenke in Form von reichem Fischfang.

Das Leben sollte frei fließen können, seelische Ausgewogenheit der Figur ist eine Notwendigkeit um sie zum Erfolg und zum Ziel zu bringen. Viele Figuren sind zu Beginn unausgeglichen und tragen Probleme mit sich, die sie erst im Lauf der Geschichte lösen können. Jedes gelöste Problem verhilft dabei, die Figur voranzubringen.

Üblicherweise gilt die Lehre von den „4 Elementen“ – Feuer, Erde, Luft und Wasser. In anderen Kulturen kommen mitunter weitere Elemente hinzu – wie beispielsweise Holz. Hier passt das Element Wasser als Beispiel gut, denn du kannst den lunaren Aspekt mit einbauen.
Die meisten Lebewesen tragen viel Wasser in sich, das Meer reagiert mit Ebbe und Flut auf den Mondstand, die Geschichten um Werwölfe sind allseits bekannt und so ließe sich die Reihenfolge fortsetzen.

Mit dem Mond kannst du hier eine wundervolle Verflechtung von Element und Gestirn erstellen.

Was soll der Charakter nun erkennen?
Deine Figur sollte erkennen, wo etwas in ihrem Leben eine Blockade darstellt und daran arbeiten, diese zu lösen.

Problemstellung:
Für Figuren, die längst der Natur entfremdet sind, ist es schwer sich mit dieser in Harmonie zu fügen. Blockaden erstehen häufig durch einen fehlenden Kontakt zum Inneren.

Was ist die Lösung?
Egal, wo deine Figur lebt, es fehlt der Zugang zum Natürlichen. Ob er/sie/es mitten im Wald oder gar im Weltall lebt, spielt keine Rolle. Allein die seelische Ausgeglichenheit ist das Ziel um mit allem in Harmonie zu treten.

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die sich in Werwesen verwandeln
  • Figuren in modernen Märchen
  • Figuren mit gravierenden psychischen Problemen
  • Geschichten um Aussteiger
  • Geschichten um das Leben per se

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Welche Probleme bereitest du der Figur am Anfang, um sie zur Harmonie zu führen?

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Part 21 – Harmony and oneness with creation and the environment

What does a river or stream look like to you? Does the water flow calmly and gush happily around the stones or branches lying around it, or is the water locked up in concrete?

Imagine that your character is a nymph and lives in a body of water that can no longer flow freely. She is unhappy. It affects her life. She wishes that the water can flow freely again, as it was once intended. One of her sisters, on the other hand, lives in the sea and faces the problem of fishing nets and garbage. She, too, can no longer live freely, as her natural cycle would be. So both sisters become unhappy, and this, in turn, affects the lives of the people around them. They cause floods, but also miserable catches for the fishermen. Only when a few local children get the idea that they could give them gifts and clean both river and sea, they become peaceful again and bring donations in the form of productive fishing.

Life should be able to flow freely; the mental balance of the figure is a necessity to bring them to success and the goal. Many characters are unbalanced at the beginning and carry problems with them that they can only solve in the course of the story. Every problem solved helps the character to move forward.

Usually, the doctrine of the „4 elements“ – fire, earth, air, and water – is valid. In other cultures, other elements are sometimes added – such as wood. Here the part of water is an excellent example because you can include the lunar aspect.
Most creatures carry a lot of water, the sea reacts to the moon with ebb and flow, the stories about werewolves are well known, and so the sequence could be continued.

With the moon, you can create a beautiful interweaving of elements and stars.

What should the character recognize now?
Your character should recognize where something in their life represents a blockage and work on solving it.

Problem definition:
For characters who have long since become alienated from nature, it isn’t very easy to blend in with it. Blockages often arise from a lack of contact with the inner self.

What is the solution?
No matter where your figure lives, access to the natural is missing. Whether he/she lives in the middle of the forest or even in outer space, it does not matter. Only the mental balance is the goal to get in harmony with everything.

For what kind of stories could this search be suitable?

  • Figures that turn into were-creatures
  • Figures in modern fairy tales
  • Figures with severe psychological problems
  • Stories about dropouts
  • Stories about life per se

Examples:
Which characters come to your mind that have already gone this way or is stuck in a story with it?

Question:
What problems do you give the character, in the beginning, to lead him to harmony?

Grundbasis für den Charakter Step 20 – The basic for your character Step 20

Part 20 – Schicksal

Arbeitest du gerade an einer Figur, die einen spirituellen Weg geht, so kann dieser mit vielen Stolperfallen gepflastert sein. Ist bei dieser Figur Ausgleich vorhanden, dann ist eine mögliche „Erleuchtung“ nahe – wenn nicht, ist es nötig, erst einmal Seele und Geist mit dem Körper in Ausgleich zu bringen.
Geht diese Figur nun nur in eine einzige Wegrichtung oder akzeptiert er/sie/es sich so, wie er/sie/es wirklich ist?

Manchmal ist es nötig innezuhalten, und ein Resumee zu ziehen. Das kann für deine Figur bedeuten, dass er/sie/es erst einmal erkennen muss, inwieweit sich Gutes wie Schlechtes in ihr fügen. Wo Licht ist, das ist auch Schatten – den Spruch kennst du sicherlich. So muss diese Figur auch erst erkennen, wieweit Licht und Schatten auf sie bezogen miteinander harmonieren oder ob es noch ein weiter Weg ist, bis zum eigentlichen Ziel.

Jede Figur hat ein Schicksal in den Geschichten, manchmal ist es offensichtlich, manchmal sind die Figuren überrascht über ihren Werdegang. Hier besteht die Option, einen Seher einzufügen, den diese Figur auch mal befragen kann.
Doch so offenkundig ein Schicksal für deine Figur auch ausgelegt sein mag, unterschätze niemals eine Weiterentwicklung beim Schreiben direkt. Manches Schicksal ist schwer zu ertragen, anderes wiederum schwer zu finden.
Wehrt sich ein Charakter gegen das Schicksal, kann es vorkommen, dass die Prüfungen immer härter werden, bis es sich in ebendieses fügt.

Nimm an, für deine Figur ist Priesterschaft vorgesehen. Dabei muss es keine christliche Priesterschaft sein, es kann auch einer mythologischen Welt entspringen.
Da ist ein höheres Wesen, das möchte unbedingt, dass genau diese Figur sein/ihr Priester sein sollte, und setzt alles daran, dass genau dies passiert. Nimmt die Figur das Schicksal an, warten Belohnungen, will er/sie/es partout nicht, dann besteht die Möglichkeit, dass dieses höhere Wesen so lange interveniert, bis die Figur aufgibt und doch annimmt.
Sein Schicksal zu finden ist schon schwer, aber manchmal ist es noch schwerer diesen Weg zu gehen. Herausforderungen und Verantwortungen sind nicht immer leicht, zu tragen, aber Notwendigkeit, um zu wachsen und zu verstehen.
Mitunter ist es nötig, das Gehen zu lassen, was einem selbst am Wichtigsten ist um eine Erkenntnis zu erlangen, die für das eigene Schicksal Bedingung ist.

Was soll der Charakter nun erkennen?
Welches Schicksal ist dieser Figur zugedacht und wie geht er/sie/es mit der daraus resultierenden Entwicklung um?

Problemstellung:
Wehrt sich deine Figur gegen das offenkundige Schicksal, dann können harte Schicksalsschläge die Folge sein. Wie schafft diese Figur es aber das eigene ich nicht ins Negative zu senken, wenn die Proben besonders hart sind?

Was ist die Lösung?
Jede/r hat ein Schicksal und damit verbunden das Recht dieses auch zu erfüllen. Es ist von den Entscheidungen abhängig. Deine Figur kann ihr Schicksal auch ändern, ABER dazu muss er/sie/es bereit sein, auch Entscheidungen zu treffen. Sich treiben lassen, ist hier keine Lösung!

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die aufgrund einer Prophezeiung ihr Schicksal bewusst suchen
  • Figuren, die nach etwas streben und sich so auf die Suche nach ihrem Schicksal machen
  • Figuren, die keinen Wert auf ihr Schicksal legen und es so gründlich herausfordern
  • Geschichten um Entwicklung
  • Geschichten um Abenteurer aber auch Geistliche

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Wagt deine Figur ihr Schicksal anzugehen, ist die Frage, mit welchen „Herausforderungen“ konfrontierst du ihn/sie/es?

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Part 20 – Fate

If you are working on a character who is on a spiritual path, it can be paved with many pitfalls. If this figure is balanced, then a possible „enlightenment“ is near – if not, it is necessary first to bring soul and spirit into balance with the body.
Does this figure now only go in one direction, or does he/she accept him/herself as he/she is?

Sometimes it is necessary to stop and draw a conclusion. This can mean for your character that he/she first has to recognize to what extent good and bad things are happening. Where there is light, there is also shadow – you certainly know the saying. This means that the character has to recognize how far light and shadow harmonize with each other or if it is still a long way to go until the actual goal is reached.

Every character has a destiny in the stories, sometimes it is evident, sometimes the characters are surprised about their development. Here there is the option to insert a seer, whom this figure can also question at times.
But no matter how apparent fate for your character may be designed, never underestimate a development in writing directly. Some destinies are hard to bear; others are hard to find.
If a character resists fate, the trials and tribulations may become harder and harder until he or she fits into them.

Suppose your character is destined for the priesthood. It doesn’t have to be a Christian priesthood. It can also come from a mythological world.
There is a higher being, who wants that figure to be your priest, and is doing everything possible to make that happen. If the character accepts fate, rewards are waiting. If he/she doesn’t want to, then there is the possibility that this higher being will intervene until the figure gives up and still accepts.
Finding one’s destiny is already tricky, but sometimes it is even harder to follow this path. Challenges and responsibilities are not always natural to bear but necessary to grow and understand.
Sometimes it is necessary to let go of what is most important to you to gain an insight that is a condition for your destiny.

What should the character recognize now?
What fate is intended for this character, and how does he/she deal with the resulting development?

Problem definition:
If your character resists the apparent fate, hard blows of fortune can be the result. But how does this character manage not to lower his/her self into the negative when the trials are particularly hard?

What is the solution?
Everyone has a fate, and with it the right to fulfill it. It depends on the decisions. Your character can also change his destiny, BUT he/she must be willing to make decisions. To let yourself drift is no solution here!

What kind of stories could this search be suitable for?

  • Figures, who are consciously searching their fate based on a prophecy
  • Figures that strive for something and thus set out to find their destiny
  • Figures who place no value on their future and challenge it so thoroughly
  • Stories about development
  • Stories about adventurers but also clergymen

Examples:
Which characters come to your mind that has already gone this way or is stuck in a story with it?

Question:
If your character dares to tackle her/his fate, the question is, what „challenges“ do you confront him/her with?

Grundbasis für den Charakter Step 19 – The basic for your character Step 19

Part 19 – Fortschritt

Welche Figuren stehen außerhalb eines sozialen Kontextes? Gerade Menschen und Fantasywesen sind häufig in ein soziales Umfeld gebettet, in dem sie sich bewegen.
Doch nicht jede Figur ist gleichermaßen gut darin, ein eigenes „Netz“ aufzubauen.

Betrachte eine moderne Figur, die alles dran setzt, möglichst viele Follower für den eigenen Blog oder Social-Media-Account zu generieren. Es ist eine Figur, die als einziges Ziel hat, einen möglichst hohen „Status“ zu erlangen und bekannt und berühmt zu werden. Dabei geht diese Figur vielleicht auch über „virtuelle“ Leichen.
Versteht diese Figur wirklich, was sie mit dem Aufbau eines guten Netzes erreichen kann oder geht es ihm/ihr/es „nur“ um die Anzahl der Follower?
Ein gutes Netz kann helfen großartige Sachen auf die Beine zu stellen, ein riesiges Netzwerk muss aber nicht damit gleichbedeutend sein.

Fortschritt ist in diesem Zusammenhang gleichbedeutend damit, neue Verbindungen zu knüpfen. Diese Verbindungen können der Figur dabei helfen sich selbst weiterzuentwickeln, aber auch andere zu unterstützen. Ob dies nun durch Zuhören oder durch andere Aspekte ist, spielt hier keine Rolle.
Fortschritt bedeutet nicht nur, sich alleine zu entwickeln, sondern auch anderen dabei zu helfen und sich von anderen helfen zu lassen.

Was soll der Charakter nun erkennen?
Hat diese Figur ein Ziel, wird sie sich darum bemühen die richtigen „Kontakte“ anzuziehen, die helfen können. Dazu muss er/sie/es aber auch ein gewisses Maß an Loyalität den anderen gegenüber an den Tag legen – gleichwohl sich selbst gegenüber. Der Charakter darf also durchaus stolz auf die eigenen Leistungen sein, aber nur mit Bescheidenheit und dem richtigen Umgang mit den anderen wird diese Figur auch das Ziel gut erreichen können.

Problemstellung:
Ohne soziale Unterstützung ist es schwerer, ein Ziel zu erreichen. Fragestellung ist hier, was will diese Figur erreichen und um welchen Preis? Welche Kontakte will er/sie/es anziehen und was ist er/sie/es bereit, dafür zu zahlen? Würde er/sie/es für das eigene Ziel über Leichen gehen oder noch „menschlich“ bleiben?

Was ist die Lösung?
Selbst hochgesteckte Ziele benötigen die richtige Unterstützung. Nicht jeder „Kontakt“ ist ein passender und manchmal ist ein potentieller Kontakt so unscheinbar wie ein kleines Gänseblümchen unter lauter Rosenbüschen. Es ist wichtig, die Augen offen zu halten und nach den passenden Kontakten Ausschau zu halten.

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die als Blogger oder Influencer etwas aufbauen wollen
  • Figuren, die ein politisches Amt anstreben
  • Figuren, die für ein konkretes Ziel über „Leichen“ gehen würden
  • Geschichten aus dem Morgen – sprich Sci-Fi
  • Geschichten mit Ambitionen und einem gewissen „Lernfaktor“

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Erkennt deine Figur die passenden „Kontakte“ und kann er/sie/es mit Hilfe dieser Kontakte auch das Projekt erreichen? Begreift diese Figur, dass für Fortschritt mehr als „nur“ die eigene Leistung zählt?

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Part 19 – Progress

Which figures are outside a social context? Especially humans and fantasy creatures are often embedded in a social environment in which they move.
But not every figure is equally good at building up its own „web“.

Consider a modern figure who does everything possible to generate as many followers as possible for his or her blog or social media account. It’s a figure whose sole goal is to achieve the highest possible „status“ and become known and famous. In the process, this figure may even be over „virtual“ corpses.
Does this character understand what he/she can achieve by building a good network, or is he/she „only“ concerned with the number of followers?
A good network can help to get great things up and running, but a vast network doesn’t have to be synonymous with that.

Progress in this context is synonymous with making new connections. These connections can help the character to develop himself, but also to support others. Whether this is through listening or through other aspects is not essential here.
Progress does not only mean to develop oneself alone but also to help others and to let others help you.

What should the character recognize now?
If this character has a goal, he will try to attract the right „contacts“ who can help. To do this, however, he/she must also show a certain degree of loyalty to the others – but also him/herself. So the character can be proud of his/her achievements, but only with modesty and the right approach to others will this character be able to achieve the goal well.

The problem:
Without social support, it is more difficult to achieve a goal. The question here is, what does this character want to make, and at what price? Which contacts does he/she want to attract, and what is he/she willing to pay for them? Would he/she walk over dead bodies for his/her own goal, or would he/she remain „human“?

What is the solution?
Even ambitious goals need the right support. Not every „contact“ is a suitable one, and sometimes a potential contact is as inconspicuous as a little daisy under a lot of rose bushes. It is essential to keep your eyes open and look for the right connections.

What kind of stories could this search be suitable for?

  • Characters who want to build something as bloggers or influencers
  • Figures who aspire to political office
  • Figures that would go over „dead bodies“ for a specific target
  • Tales from the morning– speak sci-fi
  • Stories with ambition and a specific „learning factor.“

Examples:
Which characters come to your mind that have already gone this way or is stuck in a story with it?

Question:
Does your character recognize the appropriate „contacts,“ and can he/she reach the project with the help of these contacts? Does this character understand that for progress more than „just“ his/her performance counts?

Grundbasis für den Charakter Step 18 – The basic for your character Step 18

Part 18 – Neubeginn

Wann hast du den letzten Frühjahrsputz gemacht?
Starten wir doch hier mit dem nächsten Punkt. Manchmal steht eine Figur an einem Punkt in der Existenz, wo es nötig ist, Altes hinter sich zu lassen und sich Neuem zuzuwenden.

Ob dies nun darin liegt, mit den materiellen Gütern anzufangen oder den „Frühjahrsputz im geistigen Sinne“ anzugehen, spielt hier nur im Zusammenhang mit der jeweiligen Geschichte eine tragende Rolle.

Viele Geschichten spielen um Menschen oder menschenähnliche Wesen. Doch warum sollten wir nicht einmal eine Figur aus dem Pflanzenreich heranziehen? Betrachten wir eine Welt, die nach einem großen Vulkanausbruch ohne Menschen da steht. Die meisten haben die Gegend längst verlassen, Tiere und Pflanzen sind nicht mehr da.
Der Vulkan hat auf seine Weise einen „Frühjahrsputz“ verursacht. Nun liegt das Umfeld brach, bis sich erste Pflanzen erneut herauswagen. Darunter auch der Samen eines Baumes, der sich mühsam aus der Erde hinauf ans Tageslicht traut. Das kleine Pflänzchen reckt und streckt sich den Sonnenstrahlen entgegen, geschützt vor Tier und Mensch, die einen erneuten Ausbruch fürchten. So könnte nun aus Sicht dieser Pflanze eine Geschichte erzählt werden, in der sich Vögel und anderes Kleintier im Umfeld befindet und immer wieder zu Besuch kommt.
Der Vulkan hat somit Altes „entsorgt“ um Platz für Neues zu schaffen.

Was soll der Charakter nun erkennen?
Am Beginn jedes Zyklus steht es, Wünsche zu formulieren und Saaten auszustreuen. Doch es wird dauern, bis die Mühen auch belohnt werden. Für deinen Charakter ist es nun wichtig, sich neuen Aufgaben zu widmen.

Problemstellung:
Kann deine Figur das Alte gehen lassen oder hält er/sie/es an alten Dingen fest?

Was ist die Lösung?
Hängt deine Figur noch an Altem zu sehr fest, dann ist es Zeit für eine Art „Frühjahrsputz“ im Kopf. Dies mag eine alte Liebe sein oder schlichtweg die Sammlung eines Messies. Aber ohne, wird deine Figur den nächsten Schritt kaum frei gehen können.

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die ihr Leben neu anpacken wollen
  • Figuren, die alte Dinge zu lange angesammelt haben
  • Figuren, die erkennen müssen, dass sie zu viel „Müll“ angesammelt haben
  • Geschichten um Messies
  • Geschichten um Erkenntnisse

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Welche Altlasten muss deine Figur loswerden?

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Part 18 – New start

When did you last spring-clean?
Why don’t we start with the next item here? Sometimes a character stands at a point in existence where it is necessary to leave the old behind and turn to the new.

Whether this means starting with material goods or tackling „spring-cleaning in a spiritual sense“ only plays a significant role here in the context of the respective story.

Many stories play around people or human-like beings. But why shouldn’t we even use a character from the plant kingdom? Let us consider a world that stands there without people after an enormous volcanic eruption. Most have long since left the area, animals and plants are no longer there.
In its way, the volcano has caused a „spring cleaning“. Now the environment lies fallow until the first plants venture out again. Among them is the seed of a tree that laboriously dares to come up out of the earth and into the daylight. The small plant stretches and stretches towards the sun’s rays, protected from animals and humans who fear a new outbreak. From this plant, a story could be told in which birds and other small animals are in the area and come to visit again and again.
The volcano has thus „disposed“ of the old to make room for the new.

What should the character recognize now?
At the beginning of each cycle, it is necessary to formulate wishes and sow seeds. But it will take time until the efforts are rewarded. For your character, it is now essential to devote yourself to new tasks.

Problem definition:
Can your character let go of the old, or does he/she hold on to old things?

What is the solution?
If your character is still too attached to old things, then it is time for a kind of „spring cleaning“ in the head. This might be a past love or only the collection of a Messiah. But without it, your character will hardly be able to take the next step freely.

What kind of stories could this search be suitable for?

  • Figures who want to start their lives anew
  • Figures that old things have accumulated too long
  • Figures that must realize they’ve accumulated too much „garbage
  • Stories about Messies
  • Stories around findings

Examples:
Which characters come to your mind that has already gone this way or is stuck in a story with it?

Question:
Which legacies does your character have to get rid of?

Grundbasis für den Charakter Step 17 – The basic for your character Step 17

Part 17 – Initiation

Kommen wir zu einem Klassiker in den Geschichten: Prüfungen im Rahmen einer Initiation. Dabei spielt es keine Rolle, was die Figur im Anschluss werden soll oder wohin er/sie/es sich schlussendlich entwickeln soll.
Vor einer solchen Entwicklungsstufe stehen unterschiedliche Herausforderungen und verschiedene, neue Einsichten, die für den späteren Verlauf wichtig werden. Diese Prüfungen mögen dem Charakter Angst einjagen, aber sie sind notwendig.

Nun stellt sich die Frage, wie diese Figur handelt. Versucht er/sie/es sich mit Lügen durchzumogeln oder bleibt er/sie/es der Wahrheit treu? All die Zeit zuvor gab es viel zu lernen, manches, das die Figur nicht begriff, anderes, das genau auf diese Prüfungen hin abzielten.
Wo steht der Charakter nun? Welche Überzeugungen trägt er/sie/es im Herzen mit sich?

Wählen wir eine Figur, die vor der Abschlussprüfung steht. Will er/sie/es diese Prüfung, weil es für die Figur selber wichtig ist oder weil es von ihm/ihr/es erwartet wird?
Gehen wir davon aus, dass diese Figur bald Ritter sein wird, so ist der weitere Werdegang absehbar.
Gehen wir von einem Studium im Heute aus, so sind die Wege weit offen.
Gehen wir wiederum von einer Initiation ins Erwachsenwerden aus, so ist es der Startschuss in den nächsten Teil des Lebenszyklus.

Diese Figur ist gut vorbereitet worden, hat Tests und Prüfungen bestanden und steht nun vor der größten Herausforderung des eigenen, noch jungen, Lebens. Doch auch in höherem Alter sind Initiationen nicht von der Hand zu weisen. Dies mag beispielsweise der Übertritt in einen neuen Glauben sein.

Was soll der Charakter nun erkennen?
Initiationen und Abschlussprüfungen können Angst machen. Vielleicht glaubt der Charakter, er/sie/es sei noch nicht gut genug und möchte noch weiterlernen. Doch manchmal geht das einfach nicht. Es ist JETZT der Moment. Vergeht dieser ungenutzt, dann gibt es keine zweite Chance.
Der Charakter sollte also erkennen, dass es an der Zeit ist, das, was er/sie/es bislang gelernt hat, auch zu nutzen.

Problemstellung:
Ist dein Charakter noch nicht weit genug, fühlt er/sie/es sich noch nicht bereit. Furcht davor kann dieser Figur das Selbstvertrauen nehmen.

Was ist die Lösung?
Ein gutes Herz, ein fester Wille und die Überzeugung die Prüfung zu bestehen ist eines – sich daran zu wagen etwas anderes. Deiner Figur könnte es helfen, zu begreifen, dass Fehler keine Schwäche sind, sondern aus diesen kann auch jeder etwas lernen. So mag die eine Sache vielleicht scheitern, eine andere Prüfung dafür mit Bravour bestanden werden.

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die vor einer Abschlussprüfung stehen
  • Figuren, die vor einer großen Aufgabe stehen
  • Figuren, die Angst vor dem Lernen haben
  • Geschichten, die das Leben schreibt
  • Geschichten um Schulen, Prüfungen und Prüfungsängste

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Schafft deine Figur es, ehrlich an eine Herausforderung heranzugehen? Schafft er/sie/es, die eigenen Schwächen zu Stärken umzuwandeln? Begreift er/sie/es, dass Scheitern Lektionen des Lebens sind, die jeder zu lernen hat, der demütig und ehrlich sucht?

*****

Part 17 – Initiation

Let’s get to a classic in the stories: Initiation trials. It doesn’t matter what the character is supposed to become afterward or where he/she is supposed to develop into finally.
Before such a stage of development, there are different challenges and different, new insights that become important for the latter course. These tests may scare the character, but they are necessary.

Now the question arises how this character acts. Does he/she try to muddle through with lies, or does he/she stay faithful to the truth? All the time before, there was a lot to learn, some things the character didn’t understand, others that were aimed precisely at these tests.
Where does the character stand now? What convictions does he/she carry in his/her heart?

Let’s choose a character who is about to take the final exam. Does he/she want this exam because it is crucial to the character or because it is expected of him/her?
If we assume that this figure will soon be a knight, the further development is foreseeable.
If we assume a study today, the paths are wide open.
If we again assume an initiation into adulthood, it is the starting signal for the next part of the life cycle.

This figure has been well prepared, has passed tests and exams, and now faces the greatest challenge of its own, still young, life. But even at a higher age, rites of passage cannot be dismissed. This may be, for example, the conversion to a new faith.

What should the character recognize now?
Initiations and final exams can cause fear. Maybe the character believes that he/she is not yet good enough and wants to continue learning. But sometimes this does not work. It is the moment NOW. If this moment passes unused, there is no second chance.
So the character should realize that it is time to use what he/she has learned so far.

Problem definition:
If your character is not ready, he/she doesn’t feel ready. Fear of this can take away this character’s self-confidence.

What is the solution?
A good heart, a strong will, and the conviction to pass the test is one thing – to dare to do something else. It might help your character to understand that mistakes are not weaknesses, but everyone can learn from them. So one thing may fail; another test may be passed with flying colors.

What kind of stories could this quest be good for?

  • Figures that are about to take a final exam
  • Figures that face an excellent task
  • Figures who are afraid to learn
  • Stories that life writes
  • Stories about schools, reviews and exam nerves

Examples:
Which characters come to your mind that have already gone this way or is stuck in a story with it?

Question:
Does your character manage to approach a challenge honestly? Does he/she manage to turn his/her weaknesses into strengths? Does he/she understand that failure are lessons of life that anyone who seeks humbly and honestly has to learn?

Grundbasis für den Charakter Step 16 – The basic for your character Step 16

Part 16 – Glück

Steht deine Figur vor einer Situation, in der sie nahe am Verzweifeln ist, weil sie die Lösung auf eine Antwort nicht sieht?
Viele Charaktere verfügen über unglaublich viel Kraft, Motivation und die Gaben, etwas Gutes zu tun und auch zu erreichen, aber erkennen nicht, dass das Glück bereits an ihrer Seite ist.
Nicht jedes Projekt kann allein durch harte Arbeit abgeschlossen werden, manchmal benötigt es auch eine gute Portion Glück dafür.

Stell dir eine Figur vor, die vielleicht aus dem Armenhaus Londons im 19. Jahrhundert stammt. Es ist ein Junge, der versucht mit Zeitungsverkäufen sich etwas zu erarbeiten. Die typischen Zeitungsjungen prägten das Stadtbild einer zerrissenen Stadt, in der die Kluft zwischen arm und reich immens groß war.
In diesem Jungen steckt Glück. Was er anpackt, könnte gelingen, wenn er dies zuließe. Doch dafür darf er nicht auf der faulen Haut liegen. Er muss zugreifen, wenn sich eine Chance ergibt. Dazu muss er aber auch auf seinen Bauch hören.
Dann steht er eines Tages da, die Sonne strahlt von oben herab, es ist ein wunderschöner Tag. Vögel zwitschern in der noch kühlen Morgensonne und der Junge steht mit den Zeitungenda, blickt nach oben und spürt, es wird ein guter Tag werden. Wenig später stolpert er über einen Pater, der offensichtlich Hilfe braucht. Sein Bauch sagt ihm, hilf dem Mann.
Der Junge hat eine Chance vor sich, die er nutzen kann oder auch nicht. Hört er auf seinen Bauch und hilft uneigennützig, dann könnte dieser Pater ihn unter seine Fittiche nehmen und ihm lesen und schreiben beibringen und vielleicht sogar zu einer guten Zukunft verhelfen. Nichts geschieht ohne Grund und oft ist der Dank des Schicksals näher, als man glaubt.

Manchmal ist eine Phase der Ruhe und des Stillstandes notwendig, doch dann kommt eine Phase, in der es undenkbar ist, weiter zu ruhen. Nun ist die Zeit gekommen, aktiv zu werden.

Was soll der Charakter nun erkennen?
Der Charakter, an dem du schreibst, sollte erkennen, dass die Zeit der Ruhe vorbei ist. Wo ist die Chance, die ihn/sie/es vorwärtsbringt?

Problemstellung:
Nach einer Phase der Ruhe, in der die Figur zum Stillstand fast schon genötigt worden war, ist es fraglich, ob er/sie/es wirklich den Moment erkennt, dass der Stillstand vorbei ist. Lässt er/sie/es die Information des Bauchgefühls zu oder macht er/sie/es weiter mit ausruhen und entspannen?

Was ist die Lösung?
Hier ist die Devise – halte die Augen offen.
Die Zeit des Ruhens ist vorbei, nun ist es an der Zeit herauszufinden, wo sich die Chance auf eine Verbesserung der aktuellen Situation befindet. Stelle deine Figur vor Chancen, damit zumindest eine davon ergriffen wird.

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die in einer schwierigen Situation feststecken
  • Figuren, die einem Traum nachjagen
  • Figuren, die nach alten Dingen suchen
  • Geschichten um Weiterentwicklung
  • Geschichten um Märchenfiguren

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Erkennt die Figur die Chance, die nach der Ruhephase geboten wird? Wie viele „Stöckchen“ wirfst du deiner Figur hin, damit sie in die Gänge kommt?

*****

Part 16 – Luck

Is your character facing a situation where she is close to despair because she doesn’t see the solution to an answer?
Many characters have incredible strength, motivation, and the gifts to do and achieve good, but don’t realize that luck is already at their side.
Not every project can be completed by hard work alone. Sometimes it takes a good portion of luck to do so.

Imagine a character who may have come from the poorhouse of London in the 19th century. It’s a boy trying to earn something by selling newspapers. The typical newspaper boys shaped the cityscape of a torn city where the gap between rich and poor was immense.
There is happiness in this boy. What he tackles could succeed if he allowed it to happen. But for this, he must not lie on his tired skin. He must seize the opportunity when it presents itself. But he must also listen to his gut.
Then one day, he stands there, the sun shines down from above, it is a beautiful day. Birds are chirping in the still cold morning sun, and the boy is standing with the newspaper agenda, looking up and feeling it will be a good day. A little later, he stumbles over a father who needs help. His stomach tells him, help the man.
The boy has a chance before him, which he may or may not be able to take. If he listens to his belly and helps unselfishly, then this father could take him under his wing and teach him to read and write and maybe even help him to have a good future. Nothing happens without reason, and often the thanks of fate are closer than you think.

Sometimes a phase of rest and standstill is necessary, but then comes a step in which it is unthinkable to continue resting. Now is the time to become active.

What should the character recognize now?
The character you are writing should recognize that the time of rest is over. Where is the chance that will bring him/her forward?

Problem definition:
After a period of calm, when the character was almost forced to stop, it is questionable if he/she recognizes the moment that the standstill is over. Does he/she allow the information of the gut feeling, or does he/she continue to rest and relax?

What is the solution?
Here is the motto – keep your eyes open.
The time for resting is over. Now it is time to find out where the chance for improvement of the current situation is. Put your figure in front of luck, so that at least one of them is seized.

What kind of stories could this search be suitable for?

  • characters who are stuck in a difficult situation
  • Figures chasing a dream
  • Figures looking for old things
  • Stories about further development
  • Stories around fairy tale characters

Examples:
Which characters come to your mind that have already gone this way or is stuck in a story with it?

Question:
Does the character recognize the opportunity offered after the rest period? How many „sticks“ do you throw to your character to get him or her going?

Grundbasis für den Charakter Step 15 – The basic for your character Step 15

Part 15 – Schutz

An etwas und an sich selbst zu glauben ist eine Sache, die viele Figuren erst im Lauf einer Geschichte erlernen müssen. Andere wiederum glauben von vorneweg an sich selbst.
Hier geht es darum, dass deine Figur ein höchst riskantes Vorhaben ausführen will. Dies mag beispielsweise eine Spekulation an der Wallstreet oder der Kampf mit einem Drachen sein. Hohes Risiko kann großen Gewinn mit sich bringen. Die Frage ist nun eher, wie er/sie/es dieses Vorhaben angeht.
Vertraut die Figur alleine auf sich und ihre Werte und Überzeugungen? Hat er/sie/es Familie und/oder Freunde, die helfen?
Oder – um auf den Kern dieses Punktes zu kommen – hat er/sie/es ein ganz spezielles Wesen, das für diesen Charakter da ist?

Betrachten wir die ganzen Glaubenssysteme und Geschichten, Märchen, Mythen und Sagen, so fällt auf, dass in den meisten Kulturen „unsichtbare“ Wesen helfend eingreifen. Das können Schutzengel sein, ein schützendes Totemtier, ein verstorbener Ahne, ein Geistwesen oder etwas ganz anderes. Für manche ist es ein ganz besonderer Mensch, der auf andere Ebenen und/oder Welten zugreifen kann und auf diesem Wege hilft – dies könnte beispielsweise ein Schamane sein.

Deine Figur bekommt sozusagen eine „unsichtbare“ Wesenheit zur Seite gestellt, mit der er/sie/es vielleicht anfangs sogar Schwierigkeiten hat, bis sie „zueinander“ finden.

Nehmen wir dieses Mal eine Figur aus dem hohen Norden. Er/sie/es war auf einer schamanistischen Reise und lernte dabei das eigene Totemtier kennen. Viele Arten von Tieren kennt diese Figur nicht – doch aus dem eigenen Umfeld heraus ist es mit Tieren wie einem großen Elch wohl vertraut.
Diese Figur lernt also ihr Totemtier kennen – es ist ein Elch, ein geistiger Beschützer vor schlechten, verderblichen Einflüssen. Es kann deiner Figur aber auch vor Gefahren warnen, da es sie spürt und deinem Charakter damit insbesondere in schwierigen Zeiten zur Seite stehen.
Somit kann deine Figur nun, mit diesem Schutz im Hintergrund, dem Wunsch nachgehen, um die Hand der Tochter des Clanführers anzuhalten. Dieser Wunsch ist ein mächtiges und riskantes Unterfangen, da der Charakter bislang weder über materielle Güter verfügte noch etwas ganz Besonderes konnte.
Nun wagt er es, seine Angebetete anzusprechen und zu fragen. Die Angst vor einem Nein hatte die Figur bislang davon abgehalten, den Versuch in die Tat umzusetzen.
Sein Totemtier hilft der Figur nun dabei, den richtigen Moment auszuwählen, denn nicht jeder Augenblick ist günstig. Hast zur falschen Zeit ist der verkehrte Weg!

Was soll der Charakter nun erkennen?
Wer oder was ist der Schutz, den deine Figur auf seinem/ihrem Weg bei sich führt? Jeder von uns wird beschützt – manchmal ist die Erkenntnis und das Wissen, wer oder was es ist – schwierig.
Dein Charakter sollte nun erkennen, wer sich um dessen Wohlergehen sorgt und auf dieses Wesen vertrauen. Dabei spielt es keine Rolle wer oder was es ist, sondern nur, dass es da ist. Mit diesem Wissen kann der Charakter auch Risiken eingehen, die er/sie/es zuvor vermieden hat.

Problemstellung:
Wer diesen Schutz erkennt, könnte sich leicht als „unverwundbar“ fühlen und Risiken eingehen, die viel zu gewaltig sind, um sie zu überstehen.
Schutzwesen sind nicht allmächtig – sie sind wie ein Navigationsgerät durch das Meer und warnen vor Untiefen oder Unwetter, damit die Figur diese umschiffen kann. Gerade die Kenntnis um diesen Schutz vermag eine Figur in den Leichtsinn treiben, wo er/sie/es das Schutzwesen schlichtweg überfordert.

Was ist die Lösung?
Kennt deine Figur dieses Wesen, dann ist es sinnvoll, auf sein Bauchgefühl zu hören. Schutzengel und andere Wesen dieser Art „kommunizieren“ gern über ein Bauchgefühl.
Lernt deine Figur dieses „Bauchgefühl“ richtig zu lesen, beginnt er/sie/es zu spüren, wo Risiken zu groß werden, aber welche Risiken er/sie/es noch gehen kann. Vorsichtig und ohne Hast kann diese Figur nun auch größere Projekte angehen.

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren, die als Börsenmakler spekulieren
  • Figuren, die aus ihrem Alltag ausbrechen wollen
  • Figuren, die etwas „Höheres“ erreichen wollen
  • Geschichten um große Taten
  • Biographien

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Welches Schutzwesen stellst du deiner Figur beiseite und wie lernen die beiden, miteinander umzugehen?

*****

Part 15 – Protection

To believe in something and oneself is something that many characters have to learn in the course of a story. Others believe in themselves from the outset.
The point here is that your character is about to carry out a highly risky venture. This might be speculation on Wall Street or fighting a dragon. High risk can mean high profit. The question now is how he/she approaches this.
Do the character trust himself/herself and his/her values and beliefs? Does he/she have family and/or friends who can help?
Or – to get to the heart of the matter – does he/she have an extraordinary being that is there for this character?

If we look at all the belief systems and stories, fairy tales, myths, and legends, it is noticeable that in most cultures, „invisible“ beings help. These can be guardian angels, a protecting totem animal, a deceased ancestor, a spirit being, or something completely different. For some, it is an extraordinary person who can access other levels and/or worlds and help in this way – this could be a shaman, for example.

Your character gets an „invisible“ being put aside, with whom he/she might even have difficulties at first until they find „each other“.

This time let’s take a figure from the far north. He/she was on a shamanistic journey and got to know his/her totem animal. This figure does not know many kinds of animals – but from his environment, he is well acquainted with animals like a big elk.
So this figure gets to know her totem animal – it is an elk, a spiritual protector against bad, pernicious influences. But it can also warn your character of dangers because it senses them and thus supports your character, especially in difficult times.
So now, with this protection in the background, your character can follow your wish to ask for the hand of the clan leader’s daughter. This wish is a mighty and risky undertaking, as the character has not had any material goods at his disposal until now, nor was he able to do anything special.
Now he dares to speak to his beloved and ask her. The fear of a „no“ had so far prevented the character from putting the attempt into action.
His totem animal now helps the figure to choose the right moment, because not every moment is favorable. Haste at the wrong time is the wrong way!

What should the character recognize now?
Who or what is the protection that your character carries with him/her on his/her way? Each of us is protected – sometimes, it isn’t very easy to recognize and know who or what it is.
Your character should now recognize who is concerned about his or her well-being and trust in this being. It doesn’t matter who or what it is, only that it is there. With this knowledge, your character can also take risks that he/she has avoided before.

Problem definition:
Whoever recognizes this protection could quickly feel „invulnerable“ and take risks that are far too enormous to survive.
Protective structures are not omnipotent – they are like a navigation device through the sea and warn of shoals or storms so that the figure can avoid them. It is precisely the knowledge of this protection that can drive a figure into recklessness, where he/she overwhelms the protection being.

What is the solution?
If your figure knows this being, it makes sense to listen to his/her gut feeling. Guardian angels and other people of this kind like to „communicate“ via a gut feeling.
If your character learns to read this „gut feeling“ correctly, he/she begins to feel where risks become too big, but which risks he/she can still take. Carefully and without haste, this character can now tackle larger projects.

For what kind of stories could this search be suitable?

  • Figures who speculate as stockbrokers
  • Characters who want to break out of their everyday life
  • Figures who wish to achieve something „higher“
  • Stories about great deeds
  • Biographies

Examples:
Which characters come to your mind that have already gone this way or is stuck in a story with it?

Question:
What kind of protection do you put aside for your character, and how do the two learn to deal with each other?

Grundbasis für den Charakter Step 14 – The basic for your character Step 14

Part 14 – Entscheidung – „Du hast keine Macht über mich!“

Was besagt dieser Spruch?
Viele glauben an Schicksal oder an höhere Mächte, die ihr Leben beeinflussen wo sie selbst nichts zu einer Veränderung beitragen können. Sie sind somit Spielball im Willen des Universums.
Nimmst du eine Figur, die ebenso denkt, dann steht vor ihr die Erkenntnis, dass sie selber lernen muss, für sich zu entscheiden.

Sicher, die Umstände mögen nicht immer gut sein, aber deine Figur hat IMMER ein Wahl, und sei es nur, dass er/sie/es sich nicht entscheidet – auch das ist eine Entscheidung.

Dies mag bei der Berufswahl beginnen und dabei enden, ob er/sie/es ein Vermögen im Lotto investieren soll oder nicht. Selbst kleinste Entscheidungen können unglaublich viel beeinflussen.

Nehmen wir diesmal eine Figur aus einer früheren Zeit – jene des Mittelalters. Diese Figur ist eine junge Frau, die eigentlich heiraten soll, aber der ihr zugedachte Mann ist nicht das, was sie haben will. Im Herzen trägt sie Zuneigung zu einem anderen, der von ihrer Liebe weiß und diese erwidert.
Die erste Entscheidung:
So will sie mit ihm durchbrennen und zieht dies auch durch. Da ihre Eltern und ihr Verlobter nicht begeistert sind, suchen sie nach ihr und finden sie schließlich auch. Sie entführen sie weg von ihrem Geliebten und bringen sie zurück nach Hause. Dort sperren sie sie ein. Nachdem sie festgestellt haben, sie ist noch immer Jungfrau wollen sie ihr doch noch die eigentliche Ehe antragen.
Die zweite Entscheidung:
Die junge Frau verweigert sich, obwohl sie weiß, dass ihr Geliebter vom eigenen Vater für die „Entführung“ gehängt wurde. Also stellen die Eltern sie nun vor die einzige, logische Alternative.
Die dritte Entscheidung:
Kloster oder Ehe? Die junge Frau verweigert die Entscheidung – somit entscheidet der Vater, sie ins Kloster zu bringen. Die „Ehe“ mit Gott ist eine ehrwürdige Alternative und damit legitim.

Mehrere Entscheidungen und nicht immer sind diese leicht.
Setz deine Figur vor Entscheidungen, die ihr vielleicht das Herz zum Bluten bringen. Dazu braucht es kein bestimmtes Genre, nur die Notwendigkeit.

Was soll der Charakter nun erkennen?
Sich nicht zu entscheiden ist auch eine Entscheidung – aber nur mit einer bewussten Entscheidung kann die Figur ihr eigenes Leben auch wirklich in die Hände nehmen anstatt sich von anderen wie eine Marionette lenken zu lassen.

Problemstellung:
Manchmal ist eine Entscheidung ein Ding der Unmöglichkeit. Wie soll beispielsweise eine Figur entscheiden, wer leben und wer sterben soll? Für manche Entscheidungen bedarf es ein starkes Herz und auch mehr Wissen, aber auch Einfühlsamkeit.

Was ist die Lösung?
Entscheidungen werden immer getroffen – auch unbewusst und intuitiv. Lass deine Figur auf ihren Bauch hören und sie vom Kopf dabei unterstützen. Das Schicksal deiner Figur ist nicht unausweichlich. Sie muss nur lernen die Würfel des Schicksals selbst zu werfen, um schlussendlich ihr eigenes Ziel zu erreichen.

Für welche Art Geschichten könnte diese Suche sich gut eignen?

  • Figuren auf Abenteuersuche
  • Figuren mit großer Verantwortung (sich selber aber auch anderen gegenüber)
  • Figuren, die etwas bewegen wollen
  • Geschichten, in denen es um definitive Weiterentwicklung geht
  • Geschichten mit großen Schicksalsschlägen

Beispiele:
Welche Charaktere fallen dir ein, die einen solchen Weg bereits hinter sich haben oder in einer Geschichte damit feststecken?

Fragestellung:
Welche Entscheidung wird deine Figur bekommen, die ihr Leben von Grund auf ändern wird? Womit stellst du sie vor eine Wahl, die sie absolut nicht verweigern kann?

*****

Part 14 – Decision – „You have no power over me!“

What does this spell say?
Many believe in fate or in higher powers that influence their lives, where they can contribute nothing to change. They are, therefore, pawns in the will of the universe.
If you take a character who thinks the same way, then you will see that he must learn to decide for himself.

Sure, the circumstances may not always be right, but your character ALWAYS has a choice, even if he/she does not decide – that too is a decision.

This may start with the choice of career and end with whether or not he/she should invest a fortune in the lottery. Even the smallest decisions can have an incredible impact.

This time let’s take a figure from an earlier time – that of the Middle Ages. This figure is a young woman who is supposed to marry, but the man she is destined for is not what she wants. In her heart, she has affection for someone else who knows about her love and returns it.
The first decision:
So she wants to run away with him and goes through with it. Since her parents and her fiancé are not enthusiastic, they search for her and finally find her. They kidnap her away from her lover and bring her back home. There they lock her up. After they have found out that she is still a virgin, they want to offer her real marriage after all.
The second decision:
The young woman refuses, even though she knows her father hung her lover for „kidnapping“. So her parents now present her with the only logical alternative.
The third decision:
Convent or marriage? The young woman refuses the decision – so the father decides to take her to a convent. The „marriage“ with God is a venerable alternative and, therefore, legitimate.

Several decisions and not always these are easy.
Put your character in front of decisions that might make her heart bleed. No particular genre is needed, only necessity.

What should the character recognize now?
Not to decide is also a decision – but only with a conscious decision can the character take his own life into his own hands instead of letting others guide him like a puppet.

Problem definition:
Sometimes a decision is an impossibility. For example, how should a figure decide who should live and who should die? Some decisions require a healthy heart and also more knowledge but also empathy.

What is the solution?
Decisions are always made – even unconsciously and intuitively. Let your character listen to her belly and let her head support her. The fate of your character is not inevitable. It just has to learn to roll the dice of fate itself to reach its own goal finally.

What kind of stories could this quest be good for?

  • Figures in search of adventure
  • Figures with great responsibility (towards themselves but also others)
  • Figures that want to make a difference
  • Stories that are about definitive evolution
  • Stories with great fortunes

Examples:
Which characters come to your mind that has already gone this way or is stuck in a story with it?

Question:
What decision will your character get who will change his life from the ground up? With what will you present her with a choice, she absolutely cannot refuse?