Prolog – prologue

Prolog

Wort für Wort fügt sich der Text zu einem harmonischen Ganzen. Der Prolog der Geschichte ist in Sütterlin oben zu finden, wenn auch (noch) nicht handschriftlich, dafür jedoch unter Einhaltung der damaligen S-Regeln. Diese sind anfänglich ziemlich chaotisch, aber einfach, wenn sie einmal begriffen werden.
Wann nutzen wir im Süttelrin nun das runde und wann das spitze S?
Ich habe mich im Prolog bemüht, es möglichst gut umzusetzen und glaube fest daran, dass es mir gelungen ist. Sollte sich unter euch ein Sütterlin-Experte befinden, der dies anders sieht – bitte melde dich bei mir. Über Hilfe bin ich dankbar. 🙂

Parallel in allgemein lesbar und Sütterlin zu schreiben ist eine wahre Herausforderung, aber eine reizvolle. Darum entschloss ich mich, das Buch schlussendlich auch in Sütterlin herauszubringen, natürlich unter Einhaltung der S-Regeln. 🙂

Bis dahin gibt es hier einen ersten Vorgeschmack im Bild oben. Wer es als zu klein empfindet, braucht mich nur anschreiben unter Kontakt – ich schicke das Bild gern als pdf via mail.

Wer wissen möchte, was als Prolog oben steht, hier ist der Originaltext, wie er im Roman später stehen wird:

Es würde ein Frosttag werden.

Über dem barocken Wiener Augarten lag winterliche Stille. An heißen Sommertagen von Erholungssuchenden überrannt, schlief nun das Leben. Die Zeit stand still wie in einem alten Wintermärchen.

Ein neuer Tag brach an, eingehüllt in Violett und Orange, brach sich zartes Blau den Weg über das Firmament.

Nicht mehr als eine Handvoll Besucher hatte sich in diesen frühen Morgenstunden in den Augarten verirrt. Die meisten von ihnen wären lieber im kuscheligen Bett geblieben, statt ihrem vierbeinigen Liebling Auslauf zu verschaffen. So stapften sie mit grummeligen Gesichtern und in dicke Jacken gehüllt über die hauchzarte Decke aus frisch gefallenem Schnee.

Nur zwei Rattlerwelpen nutzten die Gunst der Stunde und tobten über die hauchdünne Schneeschicht im Hundeareal. Sie wirbelten Schneeflocken auf, die auf ihr dunkles Fell herabrieselten. In ihr Spiel vertieft, ignorierten sie die Nebelschwaden aus ihrem Maul.

Klirrende Kälte hatte den Park in ein Schneemärchen verwandelt. Morgenfrost hielt die letzten, dünnen Grashalme fest im Griff, wo einzelne Schneekristalle ihre wahre Schönheit zeigten und von alten Märchen erzählten.

An den Efeuranken hatte sich längst Nachtfrost geklammert und die letzten Gräser mit klammem Weiß umhüllt.

Langsam krochen morgendliche Sonnenstrahlen herauf, wärmten den hartgefrorenen Erdboden und vertrieben die bitterste Nachtkälte. Binnen weniger Stunden würden die zarten Schneekristalle schmelzen und als Tropfen in der folgenden Nacht erneut gefrieren.

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The word for word, the text blends into a harmonious whole. The prologue of the story can be found in Sütterlin above, although not (yet) handwritten, but in compliance with the S-Rules of that time. These are initially rather chaotic, but simple once they are understood.
When do we use the round S in the Süttelrin and when the pointed S?
In the prologue, I tried to implement it as well as possible and firmly believe that I succeeded. If there is a Sütterlin expert among you who sees this differently – please contact me. I am grateful for the help. 🙂

To write parallel is generally readable and Sütterlin is a real challenge, but an attractive one. That’s why I decided to finally publish the book in Sütterlin as well, of course in compliance with the S-Rules. 🙂

Until then there is a first foretaste in the picture above. If you think it’s too small, just write to me under contact – I’ll send you the picture as pdf via mail.

If you want to know what the prologue says above, here is the original text as it will appear in the novel later – translated in English and I hope it is well enough 🙂

It would be a frosty day.

Winter silence lay over the baroque Viennese Augarten. On hot summer days, overrun by those seeking relaxation, life now slept. Time stood still as in an old winter fairy tale.

A new day dawned, wrapped in violet and orange, delicate blue broke its way across the firmament.

No more than a handful of visitors had gotten lost in the early morning hours of the Augarten. Most of them would have preferred to stay in a cuddly bed instead of giving their four-legged darling a run. So they trudged with grumpy faces and wrapped in thick jackets over the wafer-thin blanket of freshly fallen snow.

Only two Rattler puppies took advantage of the opportunity and raved over the wafer-thin layer of snow in the dog area. They stirred up snowflakes that trickled down onto their dark fur. Deeply absorbed in their game, they ignored the wafts of mist from their mouths.

The clinking cold had turned the park into a snowy fairy tale. Morning frost kept the last thin blades of grass firmly under control, where individual snow crystals showed their true beauty and told of old fairy tales.

Night frost had long since clung to the ivy vines and the last grasses had been covered in clammy white.

Slowly the morning sun rays crawled up, warmed the hard frozen ground and drove away from the bitterest night cold. Within a few hours, the delicate snow crystals would melt and freeze again as drops in the following night.

wähl das richtige Material – choose the right material

Gerade zu Beginn ist es wichtig, auch das passende Schreibwerkzeug zu haben. Füllfeder und Tinte lassen sich ja relativ leicht auftreiben. Doch die passenden Schreibhefte zu finden ist schwer.

Per Zufall bin ich dann über ein Schreibheft gestolpert, das ich mir auf gut Glück bestellt habe. Heute kam es mit der Post an und macht einen guten Eindruck. Gehalten im A5 Format sollte es gerade fürs Üben und Schreiben lernen eine gute Hilfe sein.

wer auch welche haben möchte:
https://www.twentysix.de/shop/schreibheft-fuer-suetterlin-alois-meier-9783740744434

Es ist aus dem twentysix.de Verlag und hat 180 Seiten. Damit ihr einen Eindruck bekommt, ist eine klassische Füllfeder dazu abgebildet.
Auf mich macht es einen guten Eindruck, zumal die Ringbindung es ermöglicht, ohne Knick zu arbeiten.

Wenn du auch überlegst, ob du Sütterlin anfangen willst, ist das eine gute Idee 😉

Welche Materialien brauchst du für deine Projekte?

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Especially at the beginning, it is important to have the right writing tool. Fountain pens and ink are relatively easy to find. But finding the right notebooks is difficult.

By chance, I stumbled across a notebook that I ordered on good luck. Today it arrived by post and makes a good impression. Held in A5 format it should be a good help for practicing and learning to write.

whoever wants some:
https://www.twentysix.de/shop/schreibheft-fuer-suetterlin-alois-meier-9783740744434

It is from the twentysix.de publishing house and has 180 pages. So that you get an impression, a classical fountain pen is illustrated also.
It makes a good impression on me, especially since the ring binding makes it possible to work without kinks.

If you are also considering whether you want to start Sütterlin, this is a good idea 😉

What materials do you need for your projects?

Tritt einen Schritt zurück um voran zu kommen. – Take a step back to get ahead.

In dieser schnellebigen Zeit muss alles immer rascher und flotter werden. Viele haben gar keine Möglichkeit mehr, um sich daran anzupassen. Immer mehr sehnen sich nach der „guten, alten Zeit“, ohne sich wirklich mit ihr zu befassen.
Wir „entschleunigen“ unser Leben und behalten dabei doch das Smartphone im Auge.

In der Schulzeit wurde das Alphabet per Hand erlernt und nun schreiben die meisten nur noch am Computer. Wir beschleunigen uns dabei immer mehr selber, ohne uns auch einmal rückwärts zu besinnen.

Für gute Geschichten ist es sinnvoll, auch einmal innezuhalten. Händisch zu schreiben kann auch als Form der Meditation betrachtet werden. Neben meinem „Privatprojekt“ wird es einen weiteren Punkt geben, der den Blog bereichern wird:

Klappt es wie gewünscht, wird es neben dem englischen Beitrag auch den Text in Sütterlin geben. Viel Spaß beim Lesen!

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In these fast-moving times, everything has to get faster and faster. Many have no way to adapt to it. More and more people are longing for the „good old days“ without really dealing with them.
We „decelerate“ our lives while keeping an eye on the smartphone.

In school, the alphabet was learned by hand and now most people only write on the computer. We accelerate ourselves more and more without thinking backward.

For good stories it makes sense to pause for a moment. Writing by hand can also be seen as a form of meditation. Beside my „private project“ there will be another point, which will enrich the blog:

If it works as desired, there will also be the text in Sütterlin in addition to the English contribution. Have fun reading!

Ein altes Projekt auf das neue übertragen – macht das Sinn? – Transferring an old project to a new one – does that make sense?

1. Versuch in Sütterlin – 1. attempt in Sütterlin

In meiner Schulzeit wählte ich ein Projekt für mich, das für ein Kind mitunter atypisch erscheinen mag – ich übte für mich selbst die Kurrentschrift.
Durch meine Beschäftigung mit historischen Themen erwachte dieses Interesse erneut, nur bin ich jetzt zum Sütterlin übergegangen.

Dieses Projekt ist vorerst mein „Privatprojekt“. Ihr wisst, ich schreibe an einem Roman. Für mich selbst werde ich diese Geschichte parallel dazu in Sütterlin verfassen, einfach, wie eine große Schreibübung.

Dieses Foto zeigt meinen ersten Versuch und ich kann versichern, wenn man schon ewig nicht mehr mit einem Füllfederhalter und Tinte gearbeitet hat, ist es eine ziemlich heftige Umstellung. Irgendwie war das Gefühl von einem Schulanfänger wieder da.

Ein paar Worte zum Sütterlin selbst:
Heute können nur noch wenige diese Schrift lesen, aber gerade, wenn einem beispielsweise ein altes Kochbuch in die Hände fällt, in denen noch die Rezepte in Sütterlin geschrieben sind, dann ist hilfreich diese Schrift zu können. Viele alte Postkarten oder sogar Feldpost wurde noch in Sütterlin verfasst.

Und hier ist der Originaltext, wie er auf dem Foto zu lesen ist:
Es würde ein Frosttag werden.
Über dem Wiener Augarten lag angenehme Stille. An heißen Sommertagen von Erholungssuchenden überrannt, schlief nun das Leben. Die Zeit stand still wie in einem alten Wintermärchen.

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When I was at school, I chose a project for myself that might sometimes seem atypical for a child – I practiced the Currents script for myself.
This interest was awakened again by my involvement with historical themes, but I have now moved on to Sütterlin.

This project is my „private project“ for the time being. You know, I am writing a novel. For myself, I will write this story parallel to it in Sütterlin, simply, like a great writing exercise.

This photo shows my first attempt and I can assure you that if you haven’t worked with a fountain pen and ink for a long time, it’s quite a violent change. Somehow the feeling of a school beginner was back.

A few words about Sütterlin himself:
Today only a few people can read this script, but just when for example an old cookbook falls into your hands, in which the recipes are still written in Sütterlin, then it is helpful to be able to read this script. Many old postcards or even field post were still written in Sütterlin.

And here is the original text as it can be read on the photo (translated to English!):
It would be a frosty day.
Over the Viennese, Augarten lay pleasant silence. On hot summer days, overrun by those seeking relaxation, life now slept. Time stood still as in an old winter fairy tale.