Sind Träume für das Schreiben wichtig?

Sind es die nicht die Träume, die uns voran treiben? Wovon sprechen deine Träume, glaubst du, sie sind zum Schreiben wichtig?

Hast du je ein Traumtagebuch geführt oder kannst du dich an einen ganz besonderen Traum erinnern?

In vielen Kulturen werden Träume als Botschaften gesehen, werden analysiert und begutachtet. Wie oft erscheinen sie als Propheten und bieten so viel mehr, als nur einfach eine Verarbeitung des normalen Alltags?

Hast du dich je mit der Interpretation von Träumen beschäftigt oder dass sie auf unser „Urgedächtnis“ zugreifen sollen? Bilder vom Fallen, vom Sterben oder von Zähnen können mitunter Ängste zeigen oder dass wir etwas verarbeiten sollen.

Aber was ist mit den hellen Köpfen, die große Rätsel mit Hilfe ihrer Träume lösten oder mit Geschichten, die durch Träume inspiriert wurden?

Letztens lief eine Biographie von J.K.Rowling über den Bildschirm, worin gezeigt wurde, dass sie von Harry Potter eigentlich im Traum erfuhr und dann über ihn schrieb, wodurch sie ihn ins Leben rief.
Nun könnte man/frau sich auch denken, dass vielleicht die Gestalt des Jungen immer schon existierte und leben wollte, bei ihr im Traum anklopfte und sie dazu brachte über ihn zu schreiben und ihm somit Leben schenkte.

Träume sind wie Spiegel, wir können viel oder wenig in sie hineininterpretieren. Ich kann mich noch sehr gut erinnern als ich als Teenager davon träumte auf einer Eisscholle zu treiben und einen Wolf bei mir zu haben. Ob es sich erfüllt hat? Nunja, ich kenne tatsächlich jemanden, der viel Gemeinsamkeiten mit einem Wolf hat und mich im geistigen Sinne von einer Eisscholle zog, wenn auch viele Jahre später.
Dann träumte ich vor einiger Zeit von meiner Muse und 13 Monden – was das nun wieder bedeutet, daran wird noch gerätselt 😉
Ich selber führe übrigens kein Traumtagebuch, aber vielleicht sollte ich es tun 😉

Führst du eines? Gibt es darin einen Traum, an den du dich gut erinnern kannst? Möchtest du davon erzählen?

Träume können jedenfalls eines sein – Inspirationsquelle für Geschichten, Romane und vieles mehr. Wir sollten vielleicht öfters träumen und so die Welt erleben, weg von den allgemeinen, trockenen Fakten und uns mehr aufs Abenteuerliche einlassen – denn auch die Träume sind im Grunde Abenteuer im Inneren.

Hat sich einer deiner Träume aus Schlafenszeiten einmal erfüllt?

Lässt du dich gerne inspirieren? Was tust du, wenn die „Luft raus ist“?

Sind wir nicht umgeben von vielerlei Inspirationsquellen? Doch welche passt zu mir?

Könntest du dir ein Leben ohne Pausen vorstellen?

Das Schreiben und daraus werden ist ein kreativer Prozess, der manchmal einen Push braucht. Schreibblockaden oder wenn „die Luft raus ist“ mögen ein Graus sein, aber vielleicht sind sie sinnvolle „Pausen“, die dabei helfen, wieder etwas zu Atem zu kommen.

Wenn ich ein Werk fertig habe, schließe ich es geistig ab und schon, während das fertige Manuskript bereit ist, beim Verlag hochgeladen zu werden, arbeite ich schon an nächsten Buch, bin geistig schon beim folgenden Werk – wobei ich immer an mehreren Sachen parallel arbeite. Für mich ist es kein Multi-Tasking, sondern schlichtweg bin ich nicht immer in der gleichen Stimmung. So kann ich abwechseln und immer an dem Arbeiten, wonach mir gerade ist. Aber auch ich kenne es, wenn die „Luft raus ist“ und nutze dann mein Umfeld, um mich inspirieren zu lassen.

Besonders gut eignen sich für mich beispielsweise die verschiedenen Elemente:

*) Wasser – diesem Element zuzusehen, wenn es fließt, die Geräusche zu hören, wenn es gluckst oder im Regen zu stehen, wenn er auf die Haut prasselt – das erweckt Geschichten, Träume und Phantasie …
Übrigens gilt Wasser als „weibliches“ Element – vielleicht sind deswegen so viele Sagengestalten weiblich? Wer weiß …

*) Feuer – es ist inspirierend, wenn ich in die prasselnden Flammen sehe, wie sie sich bewegen, der Geruch von Kaminfeuer inspiriert mich, weil ich einfach ein Faible für das Einstige habe und ich den Duft mit alten Geschichten längst vergangener Tage verbinde

*) Luft – jedesmal, wenn ich von meinen Ausflügen zurückkehrte in die Großstadt fühlte es sich für mich an, als würde mir jemand die Kehle zuschnüren. Wien ist, dank Feinstaubbelastung, nicht unbedingt der beste Ort für die Gesundheit, aber das ist ein anderes Thema. Fuhr ich hingegen aufs Land hinaus, klagte mein Mann häufig darüber (wenn auch im Scherz), es gäbe jetzt eine „Sauerstoff-Watschn“ (also ne kräftige Ohrfeige). Luft kann ebenso inspirieren, wenngleich hier aber Wind und Co eine tragende Rolle spielen. Stell dir mal vor, du wärest an einem Ort, wo keine Luft und kein Sauerstoff wären 😉

*) Erde – hast du mal als Kind in der Erde gegraben? Ich finde dieses Element unglaublich inspirierend, du weißt doch nie, was sich unter der obersten Erdschicht wirklich befindet.
Wie oft finden wir wahre Schätze unter der Bodenkrume in Form von Artefakten? Allein das so gut bekannte Pompeji birgt nach wie vor unbekannte Schätze. Weißt du denn, unter wie vielen Stellen der Erde sich Tote befinden? Nicht zuletzt sind die Erdölfelder nichts anderes als die sterblichen Überbleibsel der Dinosaurier. Ein weiteres Beispiel sind die Wiener Parks – die oftmals Friedhöfe waren – aber das wissen viele auch nicht mehr.

*) Holz – ist das nicht in manchen Kulturen auch als „Element“ gültig?
Betrachte einfach einmal ein x-beliebiges Stück Holz, sei es in verarbeiteter Form wie einer Tischplatte oder ein Baum, vor dem du gerade stehen magst. Sieh dir die Maserung an und berühre das Material. Schließe die Augen und fühle einfach nur – inspirieren lassen durch die Sinne 🙂

Selbst wenn die Luft raus ist und du erst einmal Pause brauchst, ist das nicht wichtige, denn selbst bei einem Dauerlauf wird dir irgendwann mal die Kraft ausgehen – dann halte inne und lass dich inspirieren 🙂

Welches Element würde denn zu dir passen in dieser Situation?

Orte der Stille – besuchst du manchmal die Toten?

Suchst du Stille, besuche einen Friedhof – Tote wie Lebende hüllen sich in Schweigen.

Inmitten einer großen Stadt findest du selten wahre „Orte der Stille“. Es ist häufig laut und hektisch und das Leben knallt sich einen vor die Nase. Ruhe und Beschaulichkeit finden ist eine Kunst, die Welt wird immer lauter und lauter.

In Wien gehört beispielsweise der Zentralfriedhof zu den stillsten Orten – und mit einem wahren Lebensquell aus unzähligen Wildtieren und Streunern. Seien wir dankbar für diese Orte der Stille.

Suchst du einen solchen Flecken – besuch doch mal einen Friedhof!

Dort wirst du Stille und Besinnlichkeit finden, wie an kaum einem anderen Platz. Wobei Wien hier eine »Sonderstellung« einnimmt. Viele Parks waren einst Friedhöfe! In den meisten von ihnen wirst du zwar keine diesbezügliche Anmerkung finden, aber du kannst sie im Internet recherchieren. Manchmal – wie im Waldmüllerpark – hast du sogar noch Grabsteine hinter Bäumen stehen, schön aufgereiht, aber hinter einem Zaun verschlossen.

Für alle Länder gilt dieser Gedanke jedoch nicht. In manchen Ländern feiern die Menschen mit ihren Ahnen auf den Friedhöfen, feiern Feste und machen Picknicks. Es kommt also sehr auf das Land an, in dem du dich aufhältst. Wobei es schon ein schöner Gedanke ist, mit den geliebten Verstorbenen zu feiern, einfach sie noch irgendwo in der Nähe zu wähnen.

Orte der Stille – die Heimat für Wildtiere

Ist es so von der Hand zu weisen, dass sich Tiere auf Friedhöfe zurückziehen um Ruhe und ein Zuhause zu haben? Insbesondere trifft dies schon auf den Wiener Zentralfriedhof zu, aber ähnliches kannst du auch in anderen, vor allem größeren, Friedhöfen vorfinden. Es ist ein Flecken der Ruhe, Erholung und weg von der Hektik.

Wenn du einmal wirklich Ruhe brauchst, dann nimm deine Schreibsachen oder ein Buch, setz dich auf eine der vorhandenen Bänke und genieße die Stille und den Frieden. Zieh Kraft daraus, fühle und spüre die Ruhe und nimm mit, was dir das Umfeld bieten mag.

Manche erzählen von besonders kreativen Schwüngen, die sie auf Friedhöfen empfinden, andere berichten, dass sie Ideen haben, die ihnen nie zuvorgekommen wären. Sei bereit dafür, deine innere Stimme zu vernehmen, und hör ihr zu. Vielleicht sagt sie dir, wie es mit deiner neuen Geschichte weitergehen kann.

Wer sagt nicht, dass schlichtweg die Schwingungen der Verstorbenen ein wenig inspirieren können? Orte der Stille und Besinnlichkeit verfügen oft über ein ganz eigenes Feld an kreativen Ideen und Gedanken. Nutze die Möglichkeit für dich und lass dich zu Geschichten inspirieren.

Wie empfindest du den Besuch eines Friedhofes, wenn du einfach nur Ruhe haben willst?