Bist du ein Einsamer Wolf oder offen für „Einflüsse“?

Viele Schreiberlinge hocken alleine in ihrem Kämmerchen und quälen sich manchmal an Texten – keine Fortschritte, nur Stillstand.

In meiner Schulzeit gab es ein kleines »Spielchen«. Einer aus der Klasse nahm ein Blatt Papier, schrieb darauf einen Satz und reichte diesen weiter. Der Zweite schrieb Passendes und knickte den Teil mit dem ersten Satz um. Daraufhin vermochte der Dritte nur den zweiten Satz zu lesen und schrieb dazu Passendes. So ging das weiter, bis der Zettel vollgefüllt war.

Manchmal kamen dabei seltsame Texte heraus, dann waren sie in sich harmonisch.

Warum erzähle ich das?

Diese Erinnerung ermöglicht eine Reaktion auf Schreibblockaden oder wenn eine Geschichte einmal nicht mehr mag. Manchmal benötigt es einen »neuen und frischen« Einfluss.

Version 1:
Lass jemand anderen Vorschläge machen, wie der Handlungsstrang weitergehen könnte. Frag um mehrere Ideen und wähle die für dich passende Version aus.

Version 2:
Schreib gemeinsam mit einer anderen Person eine Geschichte. Wechselt euch ab und betrachtet es wie ein »Ping-Pong-Spiel«. Dadurch gewinnt die Geschichte an Dynamik. Jeder »reagiert« auf den anderen, wodurch sich neue Entwicklungen ergeben können. Im Gegensatz zu Version 1 ist es hier nötig sich auf das Gegenüber einzulassen, du als Schreiberling hast hier nicht mehr die alleinige Kontrolle – es kann einer Story einen unglaublichen Push verpassen und somit Einzigartiges entstehen.

Probier es aus und sieh selber.

Gibt es in deinem Umfeld jemanden, mit dem du vor allem Version 2 probieren könntest? Mit wem könntest du dir ein »Experiment« wie dieses vorstellen?