Wofür schreiben wir eigentlich?

Wofür schreiben wir und wie gehen wir damit um, wenn sich jemand des Geschriebenen erfreut? Viele schreiben, verlegen und veröffentlichen ihre Werke.

Für viele steht das eigene Werk im Zentrum, für andere die Verkaufszahlen.

Lassen wir das tatsächliche Werk einmal beiseite und besinnen uns auf das Dahinter.

Häufig ist die Frage, wie Autoren mit ihren Verkäufen umgehen. Ich lese des Öfteren, dass über mangelnde Verkaufszahlen geklagt wird oder hohe Zahlen gefeiert werden.

Dabei ist die Frage einfach zu beantworten:
Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass es Leser gibt, die das Buch in Händen halten und sich darüber freuen.

Ich sah, wie meine Mutter das erste Buch in Händen hielt und damals wurde mir eine Sache klar. Es hat mit Innehalten zu tun, mit sich-besinnen und zu wissen, warum wir überhaupt schreiben.

Schreiben wir »nur« für den Leser oder vielleicht doch eher für uns?

Wie fühlt sich ein Autor, wenn er oder sie sieht, dass ein Buch verkauft wurde oder die Zahlen wie bei den Stars am Autorenhimmel nach oben schießen?

Ich weiß nicht mehr, wann ich damit angefangen habe, eines Tages bedankte ich mich in Gedanken bei einem der Buchkäufer, weil er das Buch gekauft hatte. In diesem Moment erschien es mir stimmig. Dieses kleine »Ritual« behielt ich bei. Ich weiß nicht einmal, ob es anderes bringt, als meine Gedanken auszudrücken.

Vermag ich mit diesem kleinen Ritual eine Art Verbindung aufzubauen?
Ich weiß es nicht.
Schaffe ich es damit, ein gutes Werk zu tun?
Das weiß ich nicht.
Eines weiß ich – für mich ist es das Richtige in diesem Moment.

Was macht ihr in solchen Momenten? Habt ihr ein »Ritual«?