Heiðabýr / Hedeby: Wikingerleckerei – viking delicacies

Heiðabýr / Hedeby Haithabu war einst eine recht bedeutende Siedlung und wichtiger Handelsort für den Fernhandel zwischen Skandinavien, dem westlichen Europa, der Nordsee und dem Baltikum. 1066 wurde sie zerstört.
Das Rezept dieser Haselnussplätzchen stammt aus meinem neuen Kochbuch und gilt dieser Siedlung zugehörig. Aber diese Leckerei wird mit Sicherheit auch in anderen Regionen zu bekommen gewesen sein.

Geriebene Haselnüssen, Ei, Honig (oder ähnlichem Süßungsmittel) und Mehl vermischen, kleine Plätzchen draus formen und ohne Fett bei kleiner Flamme trocknen. Der einzige heikle Punkt dabei ist, die Plätzchen nicht zu lange auf der Flamme zu lassen und der zweite ist das „Risiko“ den Teig bereits im Rohzustand zu verfuttern.

Mit knapp 20 Minuten ist die nötige Zeitdauer auch recht gering und wer Kinder hat, der kann sie leicht helfen lassen.
Also mein Fazit daraus ist, die sind total lecker und werden auf jeden Fall bald mal wieder auf dem Tisch landen.

Wenn du auch etwas Leckeres, Gesundes und noch dazu Historisches zubereiten möchtest, ich kann es dir wirklich nur empfehlen – probier es selber nachzubacken – schwer empfehlenswert 🙂

*****

Heiðabýr / Hedeby Haithabu was once a significant settlement and essential trading place for long-distance trade between Scandinavia, Western Europe, the North Sea, and the Baltic States. It was destroyed in 1066.
The recipe for these hazelnut cookies is from my new cookbook and is related to this settlement. But this delicacy will surely have been available in other regions as well.

Mix grated hazelnuts, egg, honey (or similar sweetener) and flour, form small cookies, and dry them without fat on a low flame. The only tricky point is not to leave the cookies on the flame too long, and the second is the „risk“ of eating the dough in its raw state.

At just under 20 minutes, the time required is also quite short, and those who have children can easily let them help.
So my conclusion is, they are delicious and will end up on the table again soon.

If you want to prepare something tasty, healthy and historical, I can only recommend it – try to bake it yourself – highly recommended 🙂

Japan: Süßes und mehr: eine geniale Comic-Verfilmung – Sweets and more: an ingenious comic adaptation

Magst du Süßspeisen?

Vor einiger Zeit stolperte ich über die Serie »Kantaro: Das süße Leben eines Angestellten«. Darin dreht sich alles um die Süßspeisen, die der japanische Foodblogger Kantaro vorstellt. Es geht weniger darum WAS er schreibt, als vielmehr, WIE er selber den Verzehr der Süßspeisen wahrnimmt. Darunter fallen beispielsweise Kakigori, Ohagi oder Mamekan.

Ich fand vor allem Mamekan interessant. Bald war offensichtlich, es ist nahezu unmöglich, die Zutaten hierzulande zu bekommen.

Nach einigen Recherchen war klar, was hierzulande zur Verfügung steht:

  1. Agar-Agar-Geleepulver (auf Algenbasis – das fand ich in einer großen Supermarktkette)
  2. süße, rote Bohnen (die fand ich in einem japanischen Supermarkt in der Nähe vom Wiener Praterstern)
  3. Honig in Ermangelung des Zuckersirups

Weitaus schwerer war es, die richtige Konsistenz zu schaffen. Das beste Mischverhältnis fand ich in der 1,5fachen Menge der Packungsangabe des Gelees.
Entweder du nimmst fertige Bohnen aus der Dose oder kochst die trockenen Bohnen. Ohne diese speziellen Bohnen funktioniert das Rezept nicht! Der flüssige Honig sollte dezenter im Geschmack sein, nicht aufdringlich!

Als Süßspeise ist Mamekan gewöhnungsbedürftig, aber lecker und ich habe noch niemanden erlebt, der es kennt.

Wenn du (insbesondere als Foodblogger) eine neue Serie suchst – probier es mit Kantaro.
Erzähl mir doch hinterher, wie sie dir gefällt und ob du Mamekan selber ausprobiert hast. Ist es dir gelungen?

*****

Do you like dessert?

Some time ago, I stumbled across the series „Kantaro: The Sweet Life of an Employee“. It’s all about the desserts presented by the Japanese food blogger Kantaro. It’s not so much about WHAT he writes, but rather HOW he perceives the consumption of the sweets. Among them are, for example, Kakigori, Ohagi, or Mamekan.

I found Mamekan especially interesting. Soon it was evident that it is almost impossible to get the ingredients in this country.

After some research, it was clear what is available in this country:

  1. Agar-agar-jelly powder (algae-based – I found this in a big supermarket chain)
  2. sweet red beans (I found them in a Japanese supermarket near the Wiener Praterstern)
  3. Honey in the absence of sugar syrup

It was far more challenging to create the right consistency. I found the best mixing ratio in the 1.5 times the amount of jelly’s packaging information.
Either take ready-to-eat beans from the can or cook the dry beans. Without these unique beans, the recipe does not work! The liquid honey should be more subtle in taste, not pushy!

As a dessert, Mamekan takes some getting used to, but it is delicious, and I have never experienced anyone who knows it.

If you are looking for a new series (especially as a food blogger) – try Kantaro.
Tell me afterward how you like it and if you tried Mamekan yourself. Did you succeed?