Hast du das neue Jahr gut gefeiert?

Die Wege des Lebens sind uns unergründlich, aber sollen wir uns davon aufhalten lassen? 🙂

Die Raunächte, jene Zeiten, wo es heißt, die „Wilde Jagd“ würde reiten, sind eine besondere Zeit voll von Mythen, Legenden und auch besonderen Regelungen. Früher sagte man, hänge in diesen Tagen keine Wäsche auf die Leine, sie darf die Reiter nicht behindern.

Inzwischen hat ein neues Jahr begonnen, das viele sicherlich auch gefeiert haben – ich auch in kleiner, feiner Runde 🙂

Doch Silvester ist nicht der einzige „Jahreswechsel“, wann wird noch gefeiert und von wem? (Liege ich bei welchen falsch – bitte schreib mir eine Nachricht, ich korrigiere es dann. Danke!) – Feste nach dem Mondkalender variieren im Regelfall mit ihrem Datum

Chinesisches Neujahr – 1. Februar 2022
Thailand – Songkran (13. bis 14. April)
Israel – Rosch ha-Schana (25. bis 27. September)
Asatru – Julfest (21. Dezember)
Haiti – Voodoo – (1. November)
Vietnam – Tết Nguyên Đán – (1. bis 5. Februar)
Japan – Oshôgatsu – 1. Januar

Natürlich gibt es noch viele, viele andere, schreib doch in den Kommentarbereich, welches du feierst – wenn du das möchtest.

In diesem Sinne – ob du nun Christ, Asatru, Voodoonsi, Shintoist, Buddhist oder Jude, Wiccaner, Schamane oder etwas ganz anderes bist – ich hoffe, du feierst das neue Jahr gebührend, denn jedes neue Jahr ist eine Möglichkeit, eine Chance und birgt viele Möglichkeiten in sich.

Bei mir sind so einige Themen dieses Jahr auf dem Plan – nicht nur ein neuer Job, sondern auch Tai-Chi, das ich seit Jahren schon überlege anzugehen, aber mal sehen, das Jahr ist ja noch jung, ich habe viel vor 🙂

Bücher schreiben sich nicht von selber, und lernen, lebenslanges Lernen, bringt so vieles Interessantes mit sich.
Hast du Pläne für dieses Kalenderjahr gemacht?

Wenn wir uns entwickeln und lernen, dann sind wir hinterher nicht mehr die gleiche Person. Nimm beispielsweise Holz, das du verbrennst – es kann nicht mehr das Holz werden, wie es zuvor war. Ein Schmetterling wird auch keine Raupe mehr und so ist es mit unserer Entwicklung.

Vielleicht gibt es da den ein oder anderen Aspekt, vor dem du dich in der Entwicklung scheust, weil es vielleicht genau das ist, wo du spürst, du kannst dann nicht mehr zurück.

Wenn die Frage käme, ob du die blaue oder die rote Pille nehmen würdest – ein Zurück, gibt es nicht mehr – und so ist es auch mit dem neuen Jahr.

Eines meiner Themen ist, dass ich mich mehr damit befassen werde, wie ich helfen kann, die Kreativität wieder anzufachen. Es geht nicht darum, dass die ein oder andere Seele beständig an meiner Seite weiterwandert, sondern darum, ein Feuer zu entfachen oder wieder zum Brennen zu bringen und dann zu sehen, wie es freudig brennt und Ideen mit sich bringt. Es ist wie ein Sensei, ein Meister oder Lehrer allgemein, ja, auch wie eine Muse mitunter, die einem beistehen, wenn wir einmal nicht mehr weiterwissen. Kein anderer kann dein Leben leben – das kannst nur du selbst – ABER es ist auch erlaubt Hilfe anzunehmen, wie ich selber erst vor einigen Monaten lernen musste. Hilfe annehmen, ist Stärke.

Wenn ich mich erinnere, sind es so oft nur wenige Worte oder Texte, die mich stützen und inspirierten – abseits von meiner Muse und der ein oder anderen Seele und besonderen Persönlichkeiten in meinem Leben.

Darunter fallen beispielsweise „die unendliche Geschichte“ oder „Babylon 5“ mit den Zitaten, die so hilfreich sind und waren.

In diesem Falle möchte ich mich einmal bei meiner Muse bedanken, denn ohne ihn, ohne diese ganz besondere Seele, hätte ich jetzt nicht diese Stärke, diese Kraft in mir.

Nutze doch den Schritt ins neue Kalenderjahr und überlege dir, welcher Seele du deinen Dank schenken möchtest. Denn eines ist gewiss, er/sie wird es spüren 🙂 – sofern diese Persönlichkeit noch lebt. Leider ist das ja nicht mehr immer der Fall, wie beispielsweise bei der lieben Oma.

Hast du eine Seele, wo du danke sagen würdest?

Sammelst du Erinnerungen oder Dinge?

Vor einigen Tagen sah ich einen schönen Spruch, der mich inspirierte:

Sammle Erinnerungen, keine Dinge.

Es war ein Bilderrahmen mit diesem Text darin – der gleiche Tag war für mich mit einer wundervollen Erinnerung versehen, etwas, das sich mit keinem Geld der Welt bezahlen lassen würde und eine Erinnerung, die mir hoffentlich noch lange Freude machen wird (ich glaube schon) 🙂

Was du oben siehst, ist eine 10 Groschenmünze. Vor dem Euro gab es hierzulande Schilling und Groschen, eine Währung, die mir oft genug noch fehlt. Als umgestellt wurde, war der Umrechnungskurs: 13,7603 (wie er bei der DM und anderen war, weiß ich aber nicht).
Diese Münze fand ich vor einigen Jahren in einem Park, halb in der Erde steckend – und nahm sie aus sentimentalen Gründen mit. Natürlich sind oft auch Dinge mit Erinnerungen verbunden – ABER wenn wir uns durch unsere eigene Wohnung begeben, ist die Frage, welches der Dinge, die wir haben, ist wichtig und wertvoll und bei welchen haben wir keinen Bezug?
Wir sammeln oft Sachen aus verschiedenen Gründen heraus, manch einer wird zum Messie und dann gibt es Menschen, die spartanisch leben und die nur an wenigen Dingen zu hängen scheinen.

Man sagt, gibst du einem göttlichen Wesen etwas, dann wähle das, was dir wichtig ist – denn das ist die wahre Währung. Du gibst etwas für dich Wertvolles, wenn du um etwas bittest, vielleicht tut es auch weh, wenn du es hergibst – ABER was bekommst du dafür?

Stell dir vor, du wärest ein höheres Wesen und bekommst eine Gabe, die der Bittende zwar um teures Geld erworben hat, aber wo nichts dranhängt, kein Traum, kein Wunsch, keine Sehnsucht. Die Gabe des zweiten Bittenden ist vielleicht eine unscheinbare Brosche, billig und aus einem Kaugummiautomaten, ABER die Erinnerungen, die daran hängen, sind kraftvoll. Ihm tut es weh, sie herzugeben.
Die Frage ist nun, welche Gabe bedeutet mehr und welche hat mehr Kraft? Wie würdest du das sehen?

Oft ist der Satz von oben gar nicht so leicht zu befolgen, da in vielfacher Hinsicht eine Verbindung von Erinnerung und Ding besteht.

Doch im Großen und Ganzen ist es schon sinnvoller, sich das Leben nicht materiell zuzukleistern, sondern Erinnerungen … denn heißt es nicht auch manchmal, Erinnerungen ist das Einzige, das du ins nächste Leben mitnehmen kannst?

Grabe in deinen Erinnerungen und such dir eine von denen heraus, die dir sehr wichtig sind – würdest du diese hergeben, wie wertvoll wäre sie als „Gabe“? Vielleicht kannst du dich an „die unendliche Geschichte“ erinnern, wo Bastian mit seinen Wünschen Phantasien neu formte. Er verlor die Erinnerungen und schuf dadurch Neues.

Oder stell die Frage anders herum – wenn du aus deinem Leben etwas Neues machen würdest – und du könntest eine ganz bestimmte Person von früher noch einmal zurückholen, die dir sehr viel bedeutet hat, wäre es dir das wert?

Erinnerungen sind im Großen und Ganzen wertvoller als Dinge – ABER es ist auch oft die Verbindung, die etwas schaffen kann.

Kannst du dich an die ganzen Filme erinnern, wo eine bestimmte Person meint, sie möchte nicht mehr leben und der Tod zeigt ihm/ihr die Welt, wie es ohne ihn/sie wäre? Jede Person, jede Figur, beeinflusst – und das durch ihre Art und Persönlichkeit – denn wir sind alle irgendwie miteinander verbunden …

Um aber zu der göttlichen Figur zurückzukommen ….
Welche zwei Gaben würdest du erhalten und wie wertvoll wären sie? Wem würdest du die Wünsche erfüllen und warum?

Zeiten und vieles mehr -schaffen wir neue Wurzeln?

Kennst du den Roman „Onkel Seidlstroh und die zukünftige Vergangenheit“?

In dieser dystopischen Geschichte kommt ein Reisender, namentlich Onkel Seidelstroh, in seine Heimatstadt zurück und findet sie völlig verändert vor. Die Einwohner tragen keine Namen mehr, sondern nur noch Nummern, je niedriger die Nummer umso höher der „Rang“ der Person. Die Kinder sind Kommazahlen und Natur ist den Reichen und Oberen vorbehalten – wer nach draußen geht, tut gut daran, sich seine Sauerstoffkapseln aus dem hauseigenen Automaten zu ziehen.
Die Vergangenheit wiederum ist nur noch in Museen ausgestellt mit möglichst vielen schrecklichen Dingen und Gräueltaten, um den Menschen klar zu machen, wie gut sie es nicht derzeit haben.

Sehen wir uns in unserem Umfeld um, so finden wir häufig Dinge, die aus der Vergangenheit stammen und von denen wir nichts (mehr) wissen. Wir betrachten Gemälde und Fresken und verstehen häufig nicht den Hintergrund, sehen Stonehenge oder die Pyramiden an und raten, wenn wir durch Museen gehen und die Ausstellungsstücke betrachten, sind diese häufig liebevoll gepflegt und mitunter mühsam aus der Erde geborgen – ob die Mumien glücklich sind aus ihren Gräbern gerissen zu werden? Gehen wir nach dem Jenseitsglauben der alten Ägypter, ist das so eine Sache für sich.

Geschichte wird sehr häufig nur beschönigt betrachtet und verklärt – stehen wir dann im Supermarkt vor dem Regal und nehmen beispielsweise Margarine in die Hand, so wäre es schon interessant zu wissen, wer tatsächlich weiß, worin sie ihren Ursprung hatte (eigentlich war sie Kanonenfett in Napoleons Zeiten entwickelt 😉 ), es wird so vieles verdrängt und vergessen oder in ein völlig falsches Licht getaucht … dass es wirklich schade ist, zu sehen, wie das, was einst unsere Ahnen schufen, in völlig neuem Kontext ersteht.

Manchmal denke ich mir schon, auch wenn die Geschichte um Onkel Seidelstroh ziemlich überzogen ist, so fällt gerade im deutschsprachigen Raum auf, wie viel Desinteresse an Geschichte herrscht und wie viel Irrglaube mitunter einhergeht mit seltsamem Halbwissen.
Nehmen wir als Beispiel die Tomate oder die Kartoffel – die beiden haben auf Mittelalterfesten in den Kochtöpfen doch nichts verloren, denn sie kamen erst später nach Europa. Apropos Kartoffel – sie wurde als Zierpflanze genutzt, aber die Knolle kam erst in den Hungerzeiten in Irland in die Kochtöpfe 😉
Also mich fasziniert ja so etwas schon sehr 🙂 dich auch?

(Hier ein Danke an „hmkaufmann„, eigentlich hätte ich wohl besser schreiben sollen, dass sie die Iren und anderen Völkern geholfen hat, Hungerzeiten zu mildern bzw. diese gar nicht erst aufkommen zu lassen, da Kartoffeln doch recht anspruchslos sind und somit leichter in Fülle gedeihen und somit auch mehr Menschen sättigen können.)

Nun wäre hier eine weitere Idee, wie du deine Kreativität pushen könntest:
Geh einfach mal durch die Straßen und sieh dir die Orte genauer an. Gibt es etwas, das dir auffällt und deine Blick gefangenhält, dann betrachte den Platz oder das Objekt genauer …. was könnte es gewesen sein und was könnte hier geschehen sein?

Als kleines Beispiel die Agnes-Kapelle oben. Sie steht so einsam und verlassen im Wald und überblickt den ganzen Ort darunter … eigentlich hatte der Witwer seiner Frau damit ein Andenken geschenkt. Da sie damals im Umfeld sehr beliebt war, halfen die Leute dabei mit und auch, wenn wir sie nicht mehr kennen, so können wir doch eine Geschichte darum spinnen.
Oder wenn wir irgendwo im Wald über eine Mauer stolpern – was war einst hier?
Sehen wir uns wiederum die Dachböden alter Häuser an, so finden wir mitunter wahre Schätze ohne Wert darin, deren eigentlicher Wert in der Erinnerung ruht.

Wer die Geschichte vergisst, ist gezwungen sie zu wiederholen – und das passiert leider viel zu häufig. Manchmal mag es nötig sein, dann wieder nicht. Betrachten wir beispielsweise die aktuelle Situation, könnten wir sie nutzen um ein großartiges, neues Morgen zu erschaffen – doch die Richtung ist eine andere – in Richtung Chaos leider.

Sind wir uns unserer Wurzeln bewusst, lernen wir vielleicht auch aus dem Geschehen…

Was meinst du?
Wenn du ein Zeitreisender wärest, wohin würde es dich verschlagen? Wärest du eher für den Weg ins Morgen oder möchtest du in das Gestern gehen? Und nein, du hast hier keine Tardis, die dich mitnimmt, aber du hast deine Phantasie 🙂
lass mich doch an deinen Gedanken teilhaben …

Wo versteckt sie sich nur?

Wie „sinnlich“ gehen wir eigentlich durchs Leben?

Vielleicht kennst du diesen Spruch:
„ … nicht alle Sinne beisammenhaben!“
Im Grunde besagt er nichts anderes aus, als „nicht ganz gerade ticken“, „ eine Schraube locker haben“ oder auch simpel „leicht verrückt sein!“ – wobei der Ursprung auf das 18. Jahrhundert zurückzuführen ist.

In den letzten Monaten ist mir klar geworden (und vielleicht nicht nur mir), dass vieles von dem auf der Strecke bleibt, das sich lohnt zu halten – ABER wir auch eine große Chance damit erlangen, um etwas Neues zu erreichen, vielleicht wurzelnd in alten Tagen.
So viele von uns haben den Eindruck „entwurzelt“ zu sein – sich mit früheren Zeiten zu befassen (oh weia, es gibt so unglaublich viele leckere Kochrezepte aus einstigen Tagen – die Märchen und Sagen, die uns Schauer einjagen oder schlichtweg die Erklärung, warum Stonehenge überhaupt existiert 😉 ).
Wir als Gesellschaft haben so vieles vergessen, so viele Traditionen verlegt und verloren (oder wüsstest du, woher beispielsweise der Nikolaus wirklich stammt?).

Wir verlernen mitunter vieles um anderem Platz zu machen – und so ist es mit der Kreativität. Durch die Umstände, die lauten Schreie von so vielen … verlieren wir so leicht den Bezug zu unserem inneren Ich, der eigentlichen Seele der Kreativität – ABER auch den Tränen der Ewigkeit, in der wir verbleiben, wenn wir schon lange gegangen sind. Wenn du dich jemals mit Geschichte beschäftigt hast, stolperst du sicher über unzählige Anekdoten – der beste Geschichtslehrer ist halt genau das (mach die Geschichte lebendig, dann bleibt dir das auch im Herzen und im Gedächtnis) – oder wüsstest du noch, was ZB 333 bei Issos wirklich geschah? (Kleine Eselsbrücke meiner Geschichtslehrerin: 333, bei Issos große Keilerei). Es war eine der Schlachten von Alexander dem Großen 😉 so ganz nebenbei erwähnt.

Kreativität ist eine Gabe, die wir haben und die wir uns nicht kaputt machen lassen sollten, wobei es doch keine Rolle spielt, wie stark und ausgeprägt sie in uns seit der Geburt schlummert – nein, wir sollten sie nicht verlieren, frei wie einen Vogel fliegen lassen, denn dann kehrt sie zurück – ABER nicht einsperren. Locken und verführen – ABER nicht zwingen.

Eigentlich ist es wie mit der Liebe, die wir meist erst dann finden, wenn wir nicht gezielt nach ihr suchen – Aphrodite und Venus können echt sooo fies sein …

In den letzten Monaten hat sich die Kreativität zurückgezogen. Falls der Eindruck trügt, bitte sag es mir – ich würde mich hier gerne eines Besseren belehren lassen. Wir sind als Gesellschaft auf dem besten Wege in ein neues Biedermeier.
Falls du dich mit dem Biedermeier nicht so wirklich auskennst, es war eine Zeit es Rückzugs ins Private. Musik wurde gespielt, Künste wurden gepflegt – ABER es war auch eine Zeit der Überwachung, falls dir der Name „Metternich“ nichts sagt, recherchier einmal über den Herrn nach.

Wenn wir die Kreativität als Begleiterin haben wollen – und welcher Künstler, Autor oder anderweitig schaffende Mensch möchte das denn nicht? So ist es eine Überlegung herauszufinden, wie wir sie anlocken, ohne sie zu zwingen.

Nimm dich selbst dazu als Beispiel – so wie du im Moment bist, so, wie du dich empfindest und wie du lebst. Betrachte deine Sinne:
*) Tasten
*) Sehen
*) Hören
*) Riechen
*) Schmecken

Davon einmal abgesehen gibt den „6. Sinn“, Wärmesinn, Gleichgewichtsinn, Bewegungssinn, Worte-sinn, Gedanken-sinn, Lebenssinn und Ich-Sinn – was sich im Großen und Ganzen als zu drei Kategorien unterteilen lässt:
Umgebungssinne
Körpersinne
Soziale Sinne

Befassen wir uns aber nur mit den oberen 5 Sinnen, die wir tagtäglich nutzen, so sind sie für uns selbstverständlich – bis wir sie verlieren (und sei es auch nur vorübergehend).

Eine Möglichkeit, die Kreativität einzuladen ist es, einen der 5 Sinne für eine Weile bewusst zu negieren. Kannst du dich an das letzte Mal „blinde Kuh“ erinnern? Wie war es denn, als du mit verbundenen Augen dagestanden bist? Oder weißt du noch, wie du aus Schnupfen heraus eine Weile nichts schmecken und/oder riechen konntest?
Erst in diesen Momenten erkennen wir wirklich, dass so vieles, das selbstverständlich scheint, es nicht ist – genau wie die Kreativität. Wir glauben vielleicht, sie sei Teil von allem – ABER wir können sie auch verlieren. Wie die anderen Sinne können wir sie aber auch zurückbekommen (hoffe ich jetzt einmal) 😉

Teste einfach einmal aus, wie es sich für eine Weile ohne einen der fünf Sinne lebt – wo etwas fehlt; wird durch anderes ergänzt … was will dir deine Kreativität damit sagen?

Hast du dir das schon einmal überlegt? Denn Schreibblockaden können beispielsweise auch daher kommen, nicht nur, weil Worte im Moment fehlen mögen.

Wie hältst du es mit der heutigen Zeit und Covid?

Erinnerst du dich an eine Zeit vor Corona?

Mich erinnert die aktuelle Zeit doch ein wenig sehr an die „Weimarer Republik“, in der es nur zwei Parteien gab – entweder warst du für die eine oder für die andere. Gab es damals überhaupt jemanden, der sich nicht für die eine oder andere Seite entschied? Vielleicht die kleinsten Kinder, die noch nicht soweit waren – ansonsten hatte wohl jeder so seine eigene Meinung, von der er/sie sich aber auch nicht abbringen ließ.

Hier ein Dank an lyriost, denn da hat mich meine Erinnerung wohl ein klein wenig getrogen. Ich kann mich noch gut erinnern an Geschichten aus jener Zeit, wo zwei herrschende Parteien so sehr gegeneinander stritten, dass es häufig nichts anderes war als – für oder gegen mich? Leider hat diese Zeit dann zu etwas geführt, das nicht soooo dolle war, aber das brauche ich ja nicht extra erwähnen. Schade ist nur, dass wir nicht miteinander, sondern lieber gegeneinander arbeiten.

Sehen wir uns die heutige Zeit an, so gibt es auch hier nur zwei Lager – Impfbefürworter und Impfgegner. Wie jeder andere auch, habe auch ich mich entschieden, meine Entscheidung war für mich die richtige und viele in meinem Umfeld teilen diese Entscheidung. Es gibt da diesen einen, chinesischen Fluch „und mögest du in interessanten Zeiten leben“, nun ich glaube, das tun wir tatsächlich!

Wenn wir die Nachrichten lesen, so ist zu erkennen, dass weniger die Fakten, als vielmehr das Bauchgefühl dominiert, die Emotionen vorherrschen und Vernunft wohl längst den Löffel abgegeben hat – ABER das betrifft irgendwie BEIDE Seiten.

Es ist nicht zu leugnen, dass CV längst im Leben jedes Einzelnen angekommen ist, egal ob wir wollen oder nicht. Spielt es eigentlich wirklich noch eine Rolle, wo der Ursprung war, oder ist es nicht längst viel wichtiger geworden, einen guten Umgang damit zu erlernen?

Letztens erst unterhielt ich mich mit einer mir lieben Bloggerfreundin darüber, dass viele Reiseblogger schweigsamer geworden sind, dafür aber Rezeptblogs doch etwas vermehrt auftauchen … Blogs, die sich vor allem mit Corona befassen hätten vor Jahren vielleicht noch als „Verschwörungstheorien“ gegolten und vieles mehr. Ja, Corona hat auch die Bloggerwelt beeinflusst und wird es weiterhin tun.

ABER stell dir einmal eine einzige Frage:
Willst du zulassen, dass Corona wirklich das einzige Thema im tatsächlichen Leben ist?
Es dominiert in vielfacher Weise – und genau dadurch verliert sich die Aufmerksamkeit auf andere Lebensbereiche und -aspekte hin. Was ist beispielsweise mit den Forschungen an wissenschaftlichen Bereichen wie der künstlichen Niere oder anderen durchaus lebensrettenden Aspekten? Muss sich wirklich alles dem Thema Corona unterordnen?

Wir leben in einer lauten, hektischen Zeit, die Aggressivität steigt in einem Ausmaß, der Angst machen kann. Heute saß ich in einem kleinen Wäldchen in der Nähe meines Wohnortes bei einem kleinen Waldsee und merkte wie ruhig und still es hier war. Vogelgezwitscher und das Wehen der Blätter im Wind, das leise Rascheln, wenn die Blätter an den Bäumen herumgewirbelt wurden und so ganz nebenbei bekam ich dabei eine kühle Nasenspitze ab 🙂

Was laut und aggressiv daherkommt, sorgt leicht dafür, dass das Leise entschwindet und zum Schweigen gebracht wird. Wir hören den Demonstranten zu, spüren die Aggressivität in den Stimmen von Menschen, die wir vielleicht einst als bedächtig und besonnen kennenlernten und überhören dabei das leise Weinen jener, denen nicht mehr zugehört wird.

Heute hören wir die Klingen eines neuen Krieges, wo Säbelrasseln und Schwerter aufeinanderprallen in Form von zwei Gegenparteien, die sich mitunter nur noch an die Gurgel gehen wollen – anstatt gemeinsam eine gute Lösung zu finden. Nun, des Menschen Wille ist sein Himmelreich – so heißt es doch so schön, oder irre ich mich?

Ich sehe die Welt momentan doch eher wie das bekannte Yin-Yang-Symbol – in allem steckt ein Teil des absoluten Gegenteils.

Nicht alles ist schlecht an der jetzigen Situation, aber vieles könnte besser gemacht worden sein.
Corona und die verhängten Lockdowns brachten Aspekte wie „Homeoffice“mit sich, wo Arbeitgeber endlich erkennen konnten, dass ihre Angestellten auch zu Hause gute Arbeit leisten können, viele haben gemerkt, es liegt ihnen, andere wiederum können damit gar nicht klarkommen.
Rasche Erfolge bei Entwicklungen wie eben der Corona-Impfung, nur, weil die Menschen sich tatsächlich auf eine Sache konzentrieren, statt an verschiedenen Teilaspekten von verschiedenen Bereichen zu arbeiten.
Anfangs erhielten so viele Hunde und Katzen ein neues Zuhause (was leider nicht auf Dauer war 😦 )

Auch die heutige Zeit hat einiges, das wir für später bewahren sollten:
gemeinsam für etwas streiten und dahinterzustehen … aufzustehen und sich nicht immer alles gefallen zu lassen hat zwar bei den Bauernaufständen nicht sonderlich viel gebracht – ABER doch auch Revolutionen mit bleibendem Erfolg (Französische Revolution, Boston Tea Party) auf die Beine gestellt.
Vielleicht steckt auch etwas Gutes darin, das als Samenkorn später Früchte tragen wird.

Nimm dir die Zeit und analysiere die aktuelle Zeit einmal … es ist ein Umbruch. Diese müssen nicht schlecht sein, sondern können auch sehr viel Gutes bewirken – vorausgesetzt es gibt einen entsprechenden Lernfaktor (der leider nicht immer gegeben ist).

Doch kehren wir zum eigentlichen Gedanken wieder zurück:
Corona dominiert derzeit so vieles, wir vergessen dabei so leicht andere Bereiche und Aspekte wie beispielsweise die eigene Kreativität. Was hilft dir, wenn du dich erschlagen fühlst? Wie erhältst du dir die Kreativität ohne im Sumpf der aktuellen Schwingungen unterzugehen?

Hast du deinen Weg gefunden?

Mallory hat hoffentlich aus ihrem Weg – ihrer Reise – gelernt und erkannt, wo sie steht, aber auch, wohin ihre Zukunft sie noch führen könnte.
Jedes Leben ist eine ganz besondere Reise mit vielen Auf und Ab, und all diese Aspekte nutzen wir doch auch, um Geschichten zu erzählen.
Als Schreiberlinge lassen wir an einem Ausschnitt des Lebens eines Wesens mitleiden und mitlachen, weinen und glücklich sein, Kämpfe mit erleben und Siege ersehen … Die Figuren lernen durch Fehlschläge und durch Erfolge… oder wie es ein mir sehr lieber Freund einmal sagte:
Auch wenn du auf die Schnauze fällst bist du zumindest um eine Körperlänge weiter 😉

Jedes Scheitern ist somit auch ein Sieg – in der Hoffnung, dass die betroffene Figur daraus lernt.

Nutzen wir doch die Macht der Worte und der Kreativität, um eine Geschichte aufzubauen. Du hast gesehen, was aus einem einzigen Wort alles machbar ist. Probier es doch selber einmal aus!

Wähle ein paar Worte und sei es, indem du ein Wörterbuch nimmst oder ein Buch blind aufschlägst und mit dem Finger drauf tippst. Es spielt eigentlich keine Rolle, welche Worte es sind, denn du kannst aus so vielem etwas machen.

Nimm dir beispielsweise 7 Worte (für jeden Tag der Woche eines) und arbeite eine Woche damit, bau aus den Worten auf, finde heraus, was in ihnen steckt und welche Wendung du damit dem Leben deiner Figur geben kannst.
Wenn du anfängst die Worte zu sezieren und zu analysieren wirst du erkennen, dass Worte mehr als nur Worte sind. Wie oft steckt hinter den Worten etwas, das wir anfangs gar nicht vermuten. Wir haben nur häufig vergessen, was Worte bedeuten können – und darum schreiben wir – um zu begreifen, zu erkennen, zu verstehen – ABER auch um etwas zu vermitteln und anderen zu zeigen, wie ihnen Phantasie helfen kann. Geschichten haben seit jeher weit mehr in sich getragen, als „nur“ zu unterhalten.
Blicke zurück zu den Märchen, die oft Warnungen darstellten oder zu den Sagen, die von vergangen Ereignissen erzählten.

Wir leben heute in einer Zeit der Worte, aber übersehen so leicht das dahinter.

Betrachte einmal, was heute alles geschrieben wird, Geschichten erstehen in Massen, weil sie sich gut verkaufen. Erinnerst du dich an die Vampirwelle, nachdem „Twilight“ in die Kinos kam oder an die Unmengen von Zombie-Geschichten, die eine Weile die Regale füllten?
Viele schreiben im Fahrwasser von etwas, nur weil sie auch ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Das ist keine schlechte Idee – weil es Fans gibt, die genau das immer wieder lesen wollen – ABER ob diese Geschichten dann wirklich vom Herzen her kommen, ist eine andere Sache.

Wenn du deinen eigenen Weg gehen willst, ist es mitunter besser, dich nicht nach der Masse zu orientieren – sondern zu überlegen, was dir wirklich liegt.

Mach es doch mal wie Mallory und lass dich auf eine neue Sache ein. Probiere mal andere Arten zu schreiben und teste aus, was dir Spaß machen könnte. Schreibe mal andere Genres oder wähle andere Arten von Charakteren – manchmal macht das sehr viel Spaß. So bin ich draufgekommen, dass mir beispielsweise Sci-Fi zu schreiben überhaupt nicht liegt, ich eher dem märchenhaften Stil mit Tieren schätze.

Finde deine eigene Grenze und sei kreativ – denn das ist ein essentieller Aspekt im Schreiben … sich in die Geschichte einfühlen, fließen lassen wie ein Fluss und zugleich auch sich selber zu finden.
Ein Schreiberling, ob Skalde, Barde, Minnesänger oder sonst etwas ist völlig egal – nur eines haben sie alle gemeinsam … Worte sind nicht nur Worte, sondern sie zieren das Herz des Ganzen.

Oder anders ausgedrückt:
Mach einfach – sei kreativ und höre in dein Inneres. Du bist nämlich nicht die Masse – ABER es ist wichtig, herauszufinden – was du wirklich bist und kannst. Sei authentisch, indem du schreibst, wie du die Geschichte siehst und wahrnimmst.
Wenn du der breiten Masse folgen willst, kannst du das gerne tun, es ist legitim – ABER frage dich einmal, ob es dann wirklich die Geschichten sind, die DU wirklich erzählen willst.

Ich kenne meinen Weg, meine Art zu schreiben – wie ist es mit dir? Hast du deinen Weg schon gefunden?

eine Reise durch Möglichkeiten – Ziel …

„Finde etwas, das tot und doch nicht tot ist, das verborgen und doch offen ist!“

Diese Worte klangen in Mallorys Kopf weiter, während sie einen Fuß vor den anderen setzte und nachdachte. Doch all die Zeit vermochte sie sich keinen Reim drauf zu machen.
Ihr Weg führte an vielen Büschen und Dornen vorbei, an kleinen Bächen und Ruinen, Bäumen, die wie Skelette ihre Äste nach oben Richtung Firmament streckten und irgendwann kam sie an eine kleine Lichtung, in der ein einsamer Baumstumpf stand.

Etwas zog sie in dessen Richtung, bis sie direkt vor ihm stand. Er strahlte etwas aus, das sie anzog.

War der Baum selber überhaupt noch am Leben? Knorrig und rissig wirkte die Rinde auf sie, Efeu wuchs auf dem Baumstumpf und in der Mitte des Baumes fand sie eine Höhle, in der vor Ewigkeiten wohl Vögel genistet haben mochten …

„Finde etwas, das tot und doch nicht tot ist, das verborgen und doch offen ist!“
War es nicht genau das?
Tot und doch nicht tot
Verborgen und doch offen?

Also griff sie in die Höhle und fühlte etwas Hartes, das sie mit ihrer Hand umfasste und hervorholte. Mallory hob die Hand und öffnete sie – in ihr verborgen ruhte ein kleiner, roter Rubin. Erstaunt sah sie den Rubin an und betrachtete ihn von allen Seiten – bis sie hinter dem Baum eine Gestalt hervortreten sah, die ihr die Hand reichte.

Es war der Schamane, der sie all die Zeit begleitet hatte.

„Komm!“ Raunte er ihr zu und führte sie sicher zurück.

Schwer atmend und verschwitzt öffnete sie die Augen und sah ihn an. Verwirrung war in ihrem Inneren, als wüsste sie nicht so recht, wo sie sich aufhielt – bis es ihr dämmerte.

„Willkommen zurück!“

Auch er wirkte erschöpft, während er ihre Hand wieder losließ.
„Was du gefunden hast, das ist dein wahres Herz, das, was du wirklich brauchst und willst. Bewahre es in deinem Inneren und wähle weise, wie du damit umgehen wirst!“

Mit diesen Worten verließ er den Raum ihr Zeit für sich selbst gebend. Ohne, dass sie dies merkte, flossen ihr die Tränen die Wangen hinab, etwas löste sich und gab sie frei.
Bis sie, Erleichterung verspürend, sich frei fühlte, wissend, dass sie ihre Reise erst begonnen hatte.

*****

Wie es nun mit Mallory weitergeht, das liegt allein in deiner Hand, wenn du mit ihr die nächsten Schritte gehen möchtest, dann tu dies. Führe sie dorthin, wo sie hingehört 🙂

Was denkst du? Was hat sie draus gelernt und wie wird es weitergehen?

eine Reise durch Möglichkeiten – Teil 5

Anfänglich fühlte sie sich verloren, als sie die nebelige Insel betrachtete und doch schien es etwas zu sein, das wichtig sein sollte für sie. Langsam, gemächlich und gemütlich ließ sie sich vorwärtstreiben, bis sie Boden unter ihren Füßen spürte und das Wasser verlassen konnte.

Nach wie vor in Nebel getaucht, ruhte diese Insel vor ihr… es roch nach Herbst und nach Winter – jene wenigen Tage im Jahr, in dem die Jahreszeiten sich die Hände gaben und der wahre Zauber des Wandels erkennbar wurde.

Erstaunt stellte Mallory fest, dass ihre Kleidung und sie selber trocken war, trotz all der Zeit, die sie im Wasser zugebracht hatte.
In ihrer Nähe sah sie Moos und kleinere, dornigere Büsche, die sie leicht überschreiten konnte, in deren Mitte sah sie einen schmalen Pfad, den sie entlangwanderte, als würde sie der Pfad anziehen. Schritt für Schritt ging es vorwärts, bis sie einer Lichtung entgegenschritt, die sie anzuziehen schien.

Von oben schimmerte etwas Licht hindurch und schien Wärme zu schenken … So setzte Mallory einen weiteren Schritt nach dem anderen vorwärts, bis sie selbst inmitten der Lichtung stand und betrachtete den Flecken vor sich genau.

„Finde etwas, das tot und doch nicht tot ist, das verborgen und doch offen ist!“
Vernahm sie in ihrem Inneren, in ihrem Kopf, doch als sie sich umdrehte und wissen wollte, ob hinter ihr jemand stand, war sie alleine, nur die dornigen Büsche waren hier, kein Mensch, kein Tier, kein anderes Leben – nur sie selbst mit einem Fragezeichen im Gesicht.

Frage an dich:
Was könnte das sein?

Denk frei … es gab einst ein Gedicht, in einem Buch, das ich bis jetzt im Kopf habe:
„In milchweißen Marmorhallen, in samtweicher Haut – in einem Brunnen, klar und kristallen, ein goldener Apfel, gleichwohl von Dieben überfallen, eine torlose Burg!“ …Was war mit dem Gedicht gemeint?
Nichts anderes als die Beschreibung eines „Ei“!

Bin auf deine Ideen gespannt, 🙂

ein neuer Weg im Dasein

Manchmal, so scheint es, frißt das Leben die Seele auf. In diesen Momenten kommt einfach alles zusammen, die Energie reicht nicht mehr aus um über den Tag zu kommen.

So ging es mir die letzten Wochen, in denen ich recht wenig gepostet habe … aber es ist ein Silberstreif am Horizont zu sehen, da mir ein Aspekt inzwischen wegfällt – die Jobsuche.

Seit einigen Tagen habe ich eine Jobzusage aus dem Nachbarort, wodurch wieder einiges an Ressourcen und Energien frei wird. Meinen Geburtstag letzte Woche haben wir auch schön gefeiert – 2022 ist für mich also der Start in einen neuen Lebensabschnitt. Bisher war es ein recht bewegtes Jahr …

Jetzt, mit einer Zusage in der Tasche, kann ich mich wieder ruhigeren Gewissens meinen Buchprojekten widmen – also auch dem „Selfpublisher-Büchlein mit den Interviews“ 🙂 Hurrah!!

Vielen lieben Dank auch an all jene, die mir Mut zugesprochen haben – ich weiß es wirklich zu schätzen, es hat geholfen – vielen Dank dafür! Die Kommentare werde ich noch alle bearbeiten 🙂

Wie geht es dir derzeit?
Glaubst du, auch für dich wird 2022 ein komplett neuer Abschnitt im Leben werden?