Strengst du dich zu sehr an um Erfolg zu ernten?

Ein alter Freund von mir sagte mal zu mir: „Du strengst dich viel zu sehr an! Lass die Dinge fließen, setz Impulse und dann lass die Dinge wachsen!“

Er ist einer der wenigen Menschen, wo ich im Nachhinein immer wieder drauf komme – er hat absolut recht, wenn er mir einen Rat gibt.
Auch in diesem Fall stimmte es wieder – er hatte Recht.

Die meisten gehen ein Projekt an, pflanzen einen Samen in die „Erde“ und gießen oft Wasser hinzu, geben Dünger dazu und bestrahlen es vielleicht noch mit künstlichem Licht. Es wird viel aufgefahren, um zum Erfolg zu kommen, und genau dadurch behindern wir uns mitunter.

Wenn wir uns die Natur ansehen, so gibt es keine Zielgerade darin, es gibt keine wirklichen Schranken (auch Berge und Meere können überwunden werden), keine geraden Linien und kaum direkte Verbindungen. Die Natur wächst wild, aber sie nimmt keimendes Leben und schenkt Kraft und Energie.
Betrachte einen liebevoll gepflegten Garten, gehegt und gepflegt und daneben einen Garten, in dem alles wild wuchern darf. Wo finden sich mehr Insekten und mehr Schmetterlinge? Wo wuchern schönere Blüten und wo fühlt man/frau sich wohler?

Ich seh es an mir selber, pflanze den Samen zu einem Projekt und tu mir schwer damit zu warten, bis es Früchte trägt. Aber ich lerne gerade es zu verlangsamen und den Projekten die Zeit zu geben, die sie brauchen. Denn die Arbeit läuft uns nicht weg, aber das Durchatmen und Krafttanken mitunter schon.

Wie geht es dir? Strengst du dich auch zu sehr an und wunderst dich dann, warum sich nichts tut? Ist es vielleicht so, dass wir uns beide zu sehr anstrengen?
Wie siehst du das?

Bilder und was sie sagen – die Tattoofrage

Vielen Dank an alle, die ihre Ideen in die Kommentare posteten.

Tatsächlich sind es zwei Raben, zwei Delphine und eine Rose in der Mitte.

Die Raben stehen für den hohen Norden, mit Eis und Schnee und Winterzauber, Raureif und Eisblumen, Kuscheldecke und warmen Kakao, glitzernde Schneeflocken im Abendlicht und dem herrlichen Duft nach kalter Luft. Ich bin ein Winterkind und dafür stehen die Raben.

Die Delphine stehen für den Süden. Ich hatte einst ein Patenkind auf Haiti und das ist die Verbindung dazu.

Die Rose ist speziell … ich suchte nach Nationalblumen verschiedener Länder und blieb dann bei der Nationalblume der USA hängen – und das ist die Rose. Mir gefiel der Gedanke einer Blüte, die so viel Liebe trägt (rote Rosen schenkt man dem geliebten Menschen) und die mit ihren offenen Blüten gleichzeitig auch so verschlossen sein kann. Das ist die Bedeutung der Blume in der Mitte.

Die Raben wirken beschützend und die Delphine schenken Lebendigkeit – so hat die Blume Zeit zu reifen – wie ein Projekt.

Doch eure Interpretationen finde ich auch wunderbar 🙂 – dafür vielen Dank.

Ich kann nur nicht so gut zeichen … 😉

Carpe diem

Zuletzt hatte mein Gatte Geburtstag und der wurde – im Rahmen der Möglichkeiten – zu zweit gefeiert. Doch müssen wir immer zum Geburtstag etwas schenken? Wir einigten uns darauf, wir schenken uns dann etwas, wenn es nötig ist oder wir es als richtig erachten.

Mir hat er beispielsweise den Brettchenwebrahmen gebaut und geschenkt – wo ich dann meinte „perfekt, damit brauchst mir zum Geburtstag nichts mehr schenken – ich hab schon mein Geburtstagsgeschenk!“.

Heute beim Einkaufen stachen mir diese Rosen ins Auge und ich nahm sie mit. Müssen die Rosen denn immer nur von Männern an Frauen verschenkt werden? Ich finde, wir dürfen das als Geste auch umgekehrt machen 😉

Überraschung gelungen … 🙂

Das Foto möchte ich dir/euch schenken / widmen. Nimm die erblühende Rose als Symbol und betrachte, was sie sein oder werden könnte. Wir arbeiten und basteln an so vielen Projekten und wundern uns manchmal, wie schnell die Zeit verrinnt. Eine Rose ist eine Blume mit viel Symbolkraft und daher auch mit mannigfaltiger Bedeutung.

Ich möchte dir die Rose schenken, weil ich denke, wir können alle mal eine solche brauchen. Glaub an dich und deine Projekte, an deine Arbeit, deine Träume und all das, was dich im Inneren ausmacht.

Und ich möchte dir einen Gedanken auf den Weg mitgeben – schenk der Person, die du liebst einfach mal spontan etwas, wir vergessen oft viel zu leicht, wie wertvoll diese Person für uns ist und trauern, wenn wir dieser Person eines Tages vielleicht nichts mehr sagen können.

Carpe diem – nutze den Tag 🙂

Bilder und was sie sagen

Wieder hätte ich ein Bild für dich – was siehst du darauf? Was könnte es sein?

Hierzu eine kleine Anekdote am Rande. Eigentlich wollte ich dies ja als Tattoo, nur ließ mich der Tättowierer dann schnöde im Stich (mein kleiner Preis fürs Corona vermutlich).

Das Bild selber ist mir recht wichtig. Wenn du gut zeichnen kannst, melde dich bitte bei mir … denn mit der Skizze hab ich noch was anderes vor 😉

Suchst du nach Gegenlesern oder bietest du dich selbst als solchen an?

Ein Herzstück der „Skaldenschule“ wird auch die Möglichkeit sein, Gegenleser zu finden und sich selbst als Gegenleser anzubieten.
Wenn wir Schreiberlinge arbeiten, sind wir oft so stolz auf unser Werk, dass wir einfach nicht merken, dass mitunter manche Texte Rechtschreibfehler beinhalten oder auch die Grammatik nicht so möchte, wie wir wollen. Wir können betriebsblind werden und darum sind Gegenleser eine schöne Sache.

Um die „Skaldenschule“ zu erschaffen benötigt es auch Gegenleser und darum lade ich dich ein, hier deinen Kommentar zu hinterlassen:
https://skaldenschule.com/2020/10/04/mochtest-du-gegenlesen-oder-brauchst-du-einen-gegenleser-would-you-like-to-proofread-or-do-you-need-a-proofreader/?preview_id=216&preview_nonce=149e7cc6f3&preview=true

Fühl dich eingeladen mitzumachen – du bist willkommen.

Möchtest du mehr über mein neues „Projekt Schildmaid“ erfahren?

Du hast vielleicht den Beitrag zum Thema „Eyya“ gelesen und wozu sie mich inspiriert hat. Dazu lade ich dich ein, mich hier zu besuchen:
https://schildmaiddotart.wordpress.com/home/

Es wird so einiges an Recherchen, Arbeit und viel Schweiß benötigen, um ein passendes Ergebnis zu erzielen und um Informationen zu sammeln. Daher wird dort auch nicht jeden Tag ein Beitrag stehen, aber vielleicht inspiriert es dich, dort nach deinem eigenen, inneren Wikinger zu suchen.

Auch Themen wie nähen, Brettchenweben und vieles mehr werden dort einfließen.

In diesem Sinn – fühl dich eingeladen ab und an reinzulesen – und vielleicht etwas Schönes für dich zu entdecken.

Schenke ihnen Leben 08

Vorschlag 8 – Hörbert

Gestern, als ich im Wald unterwegs war und das Herbstwetter roch, sah ich im Gras etwas, das mich auf den ersten Blick an einen kleinen Waldbewohner erinnerte.

Dann trat ich näher und sah Hörbert. Dieses kleine Geschöpf sieht aus wie ein Baumstumpf und mit den Blättern ist er sehr gut getarnt.

Wie Miselind ist er ein Geschöpf des Waldes. Er bewegt sich flink wie ein Wiesel und erstarrt augenblicklich, wenn er eines Menschen ansichtig wird.

Er ist scheu, aber verfügt über das Wissen von Generationen. Viele kommen zu ihm und fragen um Rat.

Und er hütet den Wald in dem er lebt. Wenn er sieht, wie sich Gäste schlecht benehmen, dann trifft ihn dies … nunja, manche Gäste kamen nachher nie mehr zurück … waren sie doch der Meinung, es spuke in diesem Wald …

Erzähl mir von ihm, welche Geschichte verbirgt sich deiner Meinung nach hinter Hörbert?

Schenke ihnen Leben 07

Vorschlag 7 – Beatrice

Hast du jemals Gaslichtromane gelesen oder Geschichten aus dem 19. Jahrhundert, in der es um eine unerfüllte Liebe geht? Oft waren die Hauptfiguren Gouvernanten, die sich in den Hausherrn verliebten.

In eine ähnliche Schiene läuft Beatrice. Sie entstammte einer Familie der Mittelschicht und lernte in ihren jungen Jahren einen Mann kennen, den sie sehr mochte und wo sich auch eine zarte Blüte der Liebe entwickelte. Er bedeutete ihr sehr viel und oft genug träumte sie auch von ihm.

Dann jedoch verloren sie sich aus den Augen und jeder ging seiner eigenen Wege.

Wie es ihm dabei ging? Das fragte sie sich des Öfteren. Lange Zeit hoffte sie darauf, ihn wiederzusehen, bis sie das normale Leben einholte und sie ihn langsam aber sicher aus dem Gedächtnis verlor. Sie selbst heiratete und gründete eine Familie. Bald schon war sie Witwe und führte das Erbe ihres Mannes weiter.

Nach vielen Jahren trafen sie erneut aufeinander. Anfangs war sie skeptisch, doch binnen kurzem tauchte etwas in ihrem Herzen auf, das nach ihm verlangte.

Doch wieder sollten sie sich aus den Augen verlieren, nur diesmal schrieben sie sich Briefe und hielte so Kontakt.

Erst nach vielen weiteren Jahren, als sie schon grauhaarig war und ihr Leben gelebt hatte, da trafen sie sich erneut und sie erkannte, dass sie eigentlich nie wirklich gelebt hatte.
Sie hatte viel erreicht, lebte in Wohlstand und hatte einen Kreis an Leuten, mit denen sie sich regelmäßig traf, aber nichts davon war wirklich wichtig für sie. Vielleicht war das der Grund, warum sie immer erfolgreich gewesen war.

Nach all diesen Jahren stand ihr dieser eine Mann gegenüber, den sie in jungen Jahren so sehr begehrt hatte. Er trug sein Haar nun schlohweiß, doch die Wangenknochen und die leicht schrägen Zähne, das Glitzern in den Augen und seine Stimme ließen sie vibrieren.

Er steht ihr gegenüber und sieht sie an – greift nach ihrer Hand und sie steht da und weißt nicht im Geringsten, wie sie mit der Situation umgehen soll.

Wie denkst du, wird es hier weitergehen?

Möchtest du Teil der Skaldenschule sein?

Vor einiger Zeit erzählte ich davon, dass ich eine „Skaldenschule“ aufbauen möchte – in der jeder seinen Beitrag bringen kann und es auch schön ist, wenn wir uns gegenseitig unterstützen können.

Maria vom Meereskindblog brachte mich dann auf eine Idee:
https://skaldenschule.com/2020/09/20/liebesbrief/

Wir können uns alle gegenseitig unterstützen, wenn wir zum Beispiel unsere Texte gegenlesen lassen oder wer jemanden braucht, der andere ermutigen möchte, ist dort genau richtig.

In diesem Sinne möchte ich dich einladen dir zu überlegen, ob du Teil davon sein möchtest und wenn ja – dann sei herzlich willkommen. Wir können alle etwas beitragen zu einem großen Neuen und hoffentlich auch hilfreichen Miteinander.

Die Skaldenschule findest du hier:
https://skaldenschule.com/

Kennst du die Schicksalsweberinnen?

Das „Projekt Schildmaid“ zieht längst seine Kreise und bringt neue Themen mit sich – unter anderem das „Brettchenweben“. Immerhin war Weben bei den alten Völkern eine gewichtige wie auch zeitaufwendige Prozedur und Bänder wie diese waren lange vor den Wikingern zur Zierde in Gebrauch. Der Webstuhl hier ist übrigens ein selbstgebauter meines Mannes und die verwendete Wolle stammt von Merinoschafen 🙂

Betrachten wir den Webfaden doch einfach mal wie einen Lebensfaden. Die Schicksalsweberinnen, die diesen Faden spinnen, findest du beispielsweise im hohen Norden als „Nornen“, doch auch andere Völker und Zeiten finden weibliche Figuren, die den Lebensfaden eines Menschen spinnen und ihm Gutes wie Schlechtes einweben können.

Stell dir vor, du wärest eine dieser Weberinnen und wählst den Faden für deine neue Figur, du bist es, der ihm/ihr/es das Leben einhaucht. Du bist es der ihm/ihr/es die Fallstricke und die Glücksmomente mit auf dem Weg gibt. Doch wie eine gute Weberin, wirst du darauf achten, Fehler zu entfernen und einen möglichst guten Faden weben und verzwirnen.

Wie sieht der Faden aus, den du weben würdest? Klar und einfach oder doch eher hart und kantig?