unendlich viele Möglichkeiten, welche schlägst du ein?

Hast du mich schon vermisst?

Die letzte Zeit war für meinereiner ziemlich – sagen wir mal – fordernd. Vor allem, da es zu viel Druck von allen möglichen Seiten gab, wodurch einfach einmal ein kleinerer Rückzug nötig war.

Sehen wir einfach in die Welt hinaus, so ist deutlich zu sehen, dass auf allem so unendlich viel Druck liegt. Gewiss – bis zu einem ganz gewissen Grad ist Druck sogar nötig, sonst würde aus Kohle kein Diamant entstehen – aus Stahl würde kein Schwert schmiedbar sein … ABER irgendwo ist auch der Punkt, wo Rückbesinnung einfach notwendig wird.

Wir können nicht immer nur Druck aushalten – weil wir uns sonst selbst vergessen …

Wie geht es dir derzeit mit all dem Druck?

Als der erste Lockdown war, fühlten sich Ruhe und Stille so schön an, ein klein wenig Erinnerung an alte Tage, in denen der Advent Besinnlichkeit schenkte. Heute ist das längst vergessen und es zählt nur noch das Weiter-Höher-Besser … aber ist das wirklich immer das Wichtigste?

Wo enden wir, wenn wir alle an diesen Dingen zerbrechen und was ist einem selbst wichtiger?

Ich sehe in meiner Firma, wie Menschen allmählich zu zerbrechen drohen, die Belastung immer stärker und mehr wird … und vermutlich geht es vielen anderen auch so.

Mein Ziel ist es, euch allen hier Motivation zur Kreativität zu geben, euch (ja auch dir) entsprechende Unterstützung zukommen zu lassen. Wenn dann die Erkenntnis ist – meine Kraft ist im Keller und ich kann nicht mehr unterstützen, wie gut ist das dann für jene, die es benötigen?

Darum möchte ich dich heute bitten – hör auf dich, horche in dich hinein und sieh dir an, wo deine Ziele sind. „Hörst“ du sie noch oder sind sie längst unter dem Druck begraben?
Spürst du noch die Energie des Schmetterlings in dir oder ist dieser längst in einem feinen Seidennetz gefangen worden und verausgabt sich im sinnlosen Versuch, sich zu befreien?

Ich für meinen Teil habe einige Entscheidungen getroffen, um mein Ziel wieder aufnehmen zu können … denn es ist ein gutes Ziel, zu unterstützen 🙂
Tu das Gleiche – folge deinem Herzen …

in den nächsten Tagen wird es mit der Reise weitergehen 🙂
Ich wünsche dir Kraft, in diesen Tagen … ein Zurück in die Zeit vor dem Lockdown wünschen sich so viele, aber auch wieder nicht …

wie geht es dir damit? möchtest du die Welt zurück, wie sie vorher war – mit all den Konsequenzen, die sich daraus ergeben?

Existieren unendlich viele Möglichkeiten?

Die „Reise durch Möglichkeiten“ ist zur Inspiration gedacht und wird noch ein paar weitere Schritte beinhalten 🙂

Nimm die ganz normalen Spielkarten, die für Poker oder Jolly-Spiele gedacht sind und sieh sie dir an. Du findest darin die Zahlen 1 bis 10, Bube, Dame, König und das As (was ja mit 1 gleich bedeutend ist).
Was kannst du daraus „sehen“?

Es gibt dazu eine ganz nette Geschichte.

Einst hielt ein Regiment Feldgottesdienst. Einer der darin dienenden Soldaten holte Spielkarten aus seiner Tasche und breitete sie auf dem Boden vor sich auf. Der Geistliche war irritiert, da er glaubte, der Soldat würde den Gottesdienst ignorieren.

Daraufhin wurde er aufgefordert, Rechenschaft abzulegen, und er begann zu erklären:
„Das As erinnert mich daran, es gibt nur einen einzigen Gott. Die Zwei steht für Gut und Böse, die Drei wiederum ist für die Dreifaltigkeit. Bei der Vier erkenne ich die vier Erzengel und die Fünf sind die klugen fünf Jungfrauen. Bei der 6 erinner ich mich an die 6 Tage, an denen Gott Himmel und Erde schuf, am 7. Tage wiederum ruhte er. Bei der 8 sehe ich die Familie um Noah – die zusammen acht waren. Die 9 wiederum sind die 9 Aussätzigen, die unser Herr im Himmel sandte und die 10 entsprechen den 10 Geboten. Die Königin ist die Heilige Jungfrau, die Mutter Jesu, der König wieder ist der König Salomon. Der Bube jedoch – ist der Verführer, der Teufel, das mich stets daran erinnert gerecht und wahr zu sein.
Zähle ich die Augen auf dem Kartenspiel, dann sind es 365 – die Tage im Jahr. 52 Karten gibt es – so wie das Jahr Wochen hat und bei 12 Bildkarten sind die Monate drinnen.

Die 4 Symbole sind die Jahreszeiten … Das Kartenspiel ist mir somit Gebetsbuch und auch Kalender. Und nicht zuletzt schenkte mir meine Mutter dieses Kartenspiel – und somit ist es mir eine liebe Erinnerung an sie.

Auch, wenn ich die Tarotkarten nicht dazu heranziehe, so sind sie ein gutes Beispiel. Jede der großen Arkana steht für etwas – vom Magier über den Narren bis hin zum Turm und den Liebenden. Sieh sie dir an und betrachte die Bilder genau. Sieh dir jedes einzelne Bild genau an und überlege, was du darin findest, betrachte die Details genau und zieh Querverbindungen. Wenn du dir die Möglichkeit schenkst, findest du so vieles, das du nutzen kannst, wenn dir einmal keine Idee einfällt 🙂

Durch alles fließt Kraft, Kreativität und Inspiration

In all den Geschichten, die du kennst existieren in der ein oder anderen Form Gegenpole, zumeist im Sinne von „Gut und Böse“. Ohne diese Gegenpole würden viele Geschichten in der Form nicht funktionieren. Häufig arbeitet die „negative“ Seite Kreativität, Entwicklung und Stärke zu behindern, zu unterdrücken und zu zerstören, doch diese lässt sich nicht einfach so vernichten, denn sie ist stark und mächtig und darum lässt sie aufbegehren und will „ihr Leben leben“ und inspirieren.

Ohne Willen und Leidenschaft verlieren sich häufig die Kraft zu erschaffen.

Leidenschaft braucht aber etwas, um zu fokussieren – was bietet sich hier mehr an, als innerer Frieden um die Leidenschaft wie Feuer zu lenken? Du kannst mit Feuer einen unkontrollierten Waldbrand auslösen oder aber auch wie einen Laser auf ein einziges Ziel lenken. Es mag dabei anfangs interessant sein, vieles auszutesten, aber irgendwann ist es eine gute Idee ein ganz bestimmtes Ziel ins Auge zu fassen und gezielt darauf hin zu arbeiten.

Theorie oder Praxis – oder beides zusammen? Was hilft Wissen, wenn es nur für sich behalten wird?

In vielen Geschichten sind Charaktere auf der Suche nach Wissen und Erfahrungen, doch was machen sie hinterher damit? Häufig landen die Artefakte in Museen in Kisten, ohne anderen Weisheit, zu vermitteln. Wissen ist gefährlich – darum auch die ganzen Bücherverbrennungen, bringt es doch den Wunsch nach Freiheit in die Herzen vieler.
Nur dann, wenn es sinnvoll genutzt wird, hat es einen Zweck.
Ist dann nicht häufig das Ziel der Weg und darüber hinaus? Oder wie es ein mir sehr wichtiger Freund mal formulierte – an die Grenzen und ein kleines Stück darüber hinaus. Wissen suchen und erlangen ist eine gute Sache, aber wer sich dem einmal verschrieben hat, kann derjenige dann überhaupt aufhören? Reizt es nicht, immer mehr davon zu erfahren? Doch was nützt das Wissen, wenn es nicht verwendet wird? Geht es dann nicht erst recht wieder verloren?

Freiheit im Leben und Sinn im Tod

Wenn wir uns die Figuren in Geschichten ansehen, so geht es häufig darum frei-und-selbst-Bestimmt leben zu können/zu dürfen und dabei gleichzeitig einen Sinn im Ende des Lebens zu sehen. (Zitat Babylon 5: das dritte Prinzip des vernunftbegabten Wesens ist die völlige Selbstaufgabe für einen Freund, eine Sache oder ein geliebtes Wesen). Das Zitat beinhaltet das Wichtigste – ohne einen guten Grund herrscht der „Überlebensinstinkt vor – selbst, wenn ein Charakter seinem Leben ein Ende setzt, kann hier die „Sache“ von einem Ende der aktuellen Situation schlagend werden.
Beides in Konsens gesetzt sorgt dafür, dass das Leben sich wandeln kann und aneinander wächst – so wie auf den Frühling der Sommer und Herbst folgen und damit der Tod Einzug halten kann und aus dem Grab des Winters heraus, neues Leben ersteht, indem es einen Lebensfunken in sich in Form von Samen trägt.

Der Sinn hinter der „Reise durch die Möglichkeiten“ ist einfach den Geist, Grips und die Kreativität zu entfachen ohne die es für einen Schreiberling schwer sein wird, etwas zu Papier zu bringen.

Lass mich deine Gedanken dazu lesen 🙂
wie siehst du das?

eine Reise durch Möglichkeiten – Teil 4

Als Lebewesen haben wir verschiedene Instinkte in uns, unterschiedliche Möglichkeiten und allgemein auch Grenzen, die über unser Gedeih und Verderben entscheiden. Innerer Widerstand kann nur bis zu einem gewissen Grad hinausgezögert werden – allzu lange sich dagegen zu wehren jedoch – kann einen als Lebewesen völlig zugrunderichten. Widerstand ist manchmal einfach eine Notwendigkeit – ABER nicht um uns zu vernichten, sonder um uns zu schützen, und dass wir daran wachsen können.

*****

Kommunikation

Was bedeutet für dich „Kommunikation“?
Bezieht es sich „nur“ auf die Wahl der Worte beim Unterhalten oder gehst du weiter? Ist Kommunikation einfach alles um einen herum oder nur auf wenige Punkte in der Existenz begründet?
Kennst du noch die Geschiche vom „Turmbau zu Babel“? Es ist eine schöne Anekdote, wie schön vielfältig etwas sein kann – ABER auch, dass es eine gemeinsame Basis braucht, um zu wissen, was der andere meint, oder wüßtest du genau, was beispielsweise in den verschiedenen Ländern der Erde eine ganz bestimmte Handgeste bedeutet? (ZB salutieren, oder das Victory-Zeichen oder schlichtweg Arme verschränken,…)

Vor einigen Jahre trat der jungen Sterlin seinen Beruf als Handelsangestellter an. Eigentlich mochte er, was er tat – und doch geschah immer wieder das ein oder andere Missgeschick, das er für Zufall hielt und abtat.
Als rationeller Mensch hielt er alles für Humbug, was er nicht sehen und somit erkennen konnte. Irgendwann verfolgte ihn das Pech, verlor ihm wichtige Personen und auch sein Geld.

Verzweifelt bat er seine Nachbarin um Hilfe und die bekam er. Sie stellte eine Verbindung zu jenem Wesen her, dessen Worte er beständig ignoriert hatte – und hörte zu. Tat, was ihm das Wesen riet und erkannte, dass er seinen eigenen Schutzgeist fast vergrault hätte, seinen Schutzengel, der ihm all die Zeit nur helfen wollte.

Erst jetzt begriff er, wie wichtig es war, nicht alles zu ignorieren – und schlug einen neuen Weg ein. Als Jugendlicher hatte ihn das Spirituelle begeistert und so fand er schlussendlich seinen Weg im Buddhismus. Sein Schutzengel wollte ihm das All die Zeit klar machen, doch Sterlin hatte seine Worte völlig ignoriert – bis er sich gezwungen sah zuzuhören.

Kommunikation kann so vieles sein – es ist defakto unmöglich „nicht“ zu kommunizieren. Ob es nun Worte sind oder Gesten, Mimik oder Unausgesprochenes … selbst andere Welten könnten sich auf ihre Weise bei uns melden.
Kennst du die Geschichten über Telepathie und beispielsweise einem Menschen an der Grenze zum Tode, der seinen Liebsten in diesem Moment erscheint? Ist dies nicht auch eine Art von „Kommunikation“?

  • Kommunikation – richtige Wahl der Worte – der Autor, der eine Geschichte erzählt
  • Kommunikation – mit Gestik und Mimik etwas vermitteln – ein Baby, das mit seinen „Eltern“ spricht
  • Kommunikation – Botschaften verbreiten – als Kurier oder Botschafter
  • Kommunikation – ein spiritueller Führer in Zwiesprache
  • Kommunikation – neue Wege finden

Vorteil und Nachteil

Für viele ist heute das Wort „Kommunikation“ längst zum Reizwort geworden. Zu viele Meetings und Besprechungen fressen Zeit und unterwandern Arbeitszeiten, zu viele stellen sich gern in den Mittelpunkt und übergehen damit andere.

Doch ohne Kommunikation geht es einfach nicht.

Wie soll „Verstehen“ geschehen, wenn es kein Kommunizieren gibt? Dazu fügen sich Sprache, Worte, Gesten und vieles mehr zu einem großen Ganzen.
Doch wer sagt nicht, dass nicht auch andere Welten mit uns Menschen kommunizieren wollen?

Im Voodoo ist es beispielsweise so, dass jemand, der Hungan oder Mambo werden soll und dies ignoriert, so lange „hingewiesen“ wird von den Loah, bis er/sie dem Weg folgt. Dann wieder gibt es Naturwesen, die sich schüchtern verbergen, bis sie vertrauen und dann entsprechend sich zeigen (meist vor dem inneren Auge).

Kommunikation ist ein wahnsinnig breites Feld – doch sie ist ebenso wichtig, wie das Essen. Wenn du die Survival-Show „Alone“ gesehen hast, dann weißt du, was gemeint ist. Häufig war es nicht die Überlebens- und Hungersituation, die die Teilnehmer forderte – sondern weil sie niemanden hatten zum Sprechen. 😉

Aspekt

Kommunikation ist ein essentieller Aspekt des Daseins, ohne Zuwendung und Aufmerksamkeit verblüht die Seele.

Wir brauchen sie um Botschaften zu übertragen und zu empfangen – wer keine Worte hat, der braucht eben Bilder.

Nützlich für Figuren und Geschichten:

Kommunikation ist das um-und-auf für Entwicklung und Verständnis.

*) Lösung für Probleme
*) Missverständnis, bei gleichen Worten und anderem Hintergrund
*) Verbindung von Welten
*) Anleitung durch andere

Kommunikation bedeutet auch einen Mentor oder Lehrer haben zu können, der bei der Entwicklung hilft.

Deine Aufgabenstellung für diesen Schritt der Reise:

Überlege dir eine Art der Kommunikation, die du für deine Figur als „Lernbedarf“ vorgibst. Vielleicht ist es ein Mentor wie Yoda für Luke (bringt ihm den Umgang mit etwas bei), eventuell ist es eine Sprachgeschichte oder vielleicht etwas ganz anderes …

Wie verstehst du „Kommunikation“ und wie kannst du sie in eine Geschichte einbauen, wenn es genau darum geht?

eine Reise durch Möglichkeiten – Widerstand

Jedes Wesen trägt einen phyischen Körper und eine psychische Existenz in sich – vielleicht sogar noch mehr 😉

Stärke ist vielleicht nichts anderes, als die eigene, persönliche Entwicklung in vielerlei Hinsicht UND auch manches gehen lassen zu können.

„Warum bist du so traurig?“ scheinen seine Augen ihr sagen zu wollen – jene haselnussbraunen Augen, die sie so wunderschön fand und an die sie immer wieder dachte. Jenes Haar, das sie so gerne berührte und der Duft seines Körpers, den sie so mochte…

Alles das brachte sie zum Weinen. Wie sehr sie die Zeit mit ihm genossen hatte, bevor der Kontakt endete … lange hatte sie ihn völlig vergessen, dass er jetzt vor ihr stand, es ließ die Schleusen in ihrem Ich bersten.

„Wo bist du gewesen?“ Schmerz drang in ihr Herz ein, durchbohrte es – nach wie vor stand er im Sturm ihrer Gefühle vor ihr und sah sie an. Die Hand nach wie vor ausgestreckt und mit einem Gesichtsausdruck versehen, den sie einst so sehr mochte. „Vergessen“ …

Mallory sah ihn an und lächelte, trat zu ihm – doch statt seine Hand zu ergreifen, umarmte sie ihn, statt etwas zu sagen, traten Tränen aus ihren Augen, die sie schloss. Noch fühlte sie seine Umarmung, bis diese leichter und leichter wurde.

Langsam, nur sehr langsam, löste sie sich wieder von ihm und strich ihm über die rechte Wange, bevor sie ihm einen Kuß auf die Stirn hauchte und von ihm zurücktrat.

„Du bist nur eine Erinnerung, eine wundervolle zwar, aber nur eine Erinnerung!“
lächelnd, wischte sie die letzte Träne von ihrem Gesicht und sah zu, wie seine Erscheinung blasser und blasser wurde, bis sie in Nichts entschwand.

Es tat weh, ihn gehen zu lassen, sehr weh sogar – und doch fühlte sie etwas in sich, eine Stärke, in ihr, die sie nie zuvor gefühlt oder erkannt hatte.

„Wieso bist du gegangen?“

Traurig die Träne wegwischend, sah Mallory ein schlagartig sich veränderndes Umfeld vor sich. Die Schätze entschwanden unter Wasser, ein Meer umschlang all die großartigen und weniger großartigen Dinge um sich, bevor es auch sie umschlang. Nicht mehr als ein Stück Holz umklammernd, erhob sie sich auf das dieses und hielt sich daran fest.

Die stürmische See umspülte alles, im Horizont erst schien ein Lichtschimmer auf und ließ sie nach Hoffnung streben. Längst völlig durchweicht, atmete sie tief ein und hielt sich am nassen Holz fest, immer wieder in Gefahr abzurutschen und verloren zu gehen.

Frage an dich:
Widerstand vermag sich in vielem auszudrücken und oft ist es eine Entwicklung aus verschiedenen Dingen heraus. Wie siehst du es hier und was passiert ihr als nächstes?

eine Reise durch Möglichkeiten – Teil 3

Stärke kann vieles sein, es muss nicht immer die körperliche Kraft dahinter sein, sondern weit häufiger geht es um mentale Kraft und Stärke.
Die „Einsamer-Wolf-Methode“ mag ihre Berechtigung haben – ABER wenn du innere Stärke als „um Hilfe bitten ohne fordern“ – oder Hilfe annehmen siehst, auch das ist Stärke. Es ist ein Zulassen, das wir einfach erst erlernen müssen.

Schritt 3 betrifft „Widerstand“.

*****

Widerstand

Was fällt dir zum Thema Widerstand ein?

Ist es mehr das Dagegenhalten gegen Etwas oder als Schutz zu verstehen?
Du kennst sicher das Märchen „Dornröschchen“, nach außen geschützt, nach innen verborgen – sind die Dornenbüsche somit Widerstand in welcher Version?

Rosemarie ist in ihrer Welt nicht sonderlich glücklich. Als Landkind aufgewachsen lebt sie des Jobs wegen in der Stadt und ist mit dem Leben dort heillos überfordert. Sie kennt und mag es beschaulich, Kraft, in der Natur zu tanken und mit den Nachbarn vielleicht auch mal grillen, gehörte für sie immer dazu. In der großen Stadt jedoch eckt sie mit ihrer Art immer wieder an und hat begonnen, sich einen Schutz im Inneren aufzubauen, der sie langsam aber sicher selbst zu ersticken droht. Am Land hatte sie Freunde, in der Stadt die Hektik und Ellenbogenmentalität, die sie ständig verletzt … als sie in die Stadt kam, war sie offen, wollte helfen und wurde ausgenutzt. Dadurch baute sie sich eine innere Schutzbarriere auf.

Erst als ein Mann in ihr Leben trat, der ihr klarmachte mit liebevollen Worten und Gesten, dass es so nicht gut war, weil ihre innere Flamme am Ersticken war – erkannte sie, sie musste weg, zurück aufs Land. Sie kündigte und ging – und die Dornenhecke in ihrem Inneren wurde zu süßen Hagebutten.
Erst jetzt begriff sie, wo sie hingehörte – und sah, wie auch andere litten. So dauerte es nicht lange, bis sie die Dinge in die Hand nahm und ihre eigene „Praxis“ eröffnete und die Hilfe weitergab, die sie selbst erhalten hatte.

Widerstand kann in den verschiedensten Weisen in Erscheinung treten – mal ist es Schutz, mal Trotz und dann wieder Torheit oder schlichtweg Blödheit.
Hast du dir einmal die schönen Brombeersträucher angesehen, an denen so viele Dornen stecken? Sie sind zum Schutz und damit als Widerstand und somit zum Überleben der Pflanze gedacht – ABER steckst du selber mitten in den Dornensträuchern können sie dich halten und fesseln.

  • Widerstand – Dornen zum Eigenschutz
  • Widerstand – Aufbegehren eines Kindes gegen die Eltern
  • Widerstand – Unverständnis gegen unlogische Vorgaben
  • Widerstand – Rebellion gegen Diktaturen
  • Widerstand – blinden Gehorsam verweigern

Vorteil und Nachteil

Widerstand entsteht meist, wenn das innere ich mit den äußeren Einflüssen nicht einverstanden ist. Wir leben, um uns zu entwickeln, wenn etwas gegen diese Entwicklung vorgeht, entstehen leicht Unverständnis, Arbeiten nach Vorschrift oder schlichtweg das völlige Verweigern von Kooperation.


Denken wir einmal an diejenigen, die in Diktaturen ihr Leben riskier(t)en, weil sie mit der aktuellen Situation nicht einverstanden sind/waren und etwas unternehmen wollten. Was ist mit denen, die die Bauernaufstände anführten, weil sie selber nichts mehr zu essen hatten, der Adel aber in Fülle schwelgte? Wie steht es um ein Kind, das sich gegen die Eltern auflehnt, weil es nicht versteht, warum es den widerlichen Spinat essen soll?


Widerstand kann im Äußeren wie im Inneren stattfinden – gern gesehen wird er selten, weil er das „herrschende System“ durchbricht – ABER sind es nicht nötige Veränderungen, die eine Welt vorwärtsbringt? Vielleicht sind es Erkenntnisse aus archäologischen Funden, die etwas erklären oder eine technische Errungenschaft, die das Aktuelle auf den Kopf stellt? Oder sind/waren es nicht immer wieder einzelne Personen, die eine „Revolution“ in Bewegung setzten? Hätte sich beispielsweise ohne Martin Luthers Entschlossenheit die Kirche so weiterentwickelt? Wäre ohne Columbus Amerika noch länger verborgen geblieben? Was war mit Rosa Parks, der es gereicht hat und die sich im „falschen Teil“ des Busses setzte?

Aspekt

Widerstand ist sinnvoll, um Schwachstellen aufzudecken – ABER er kann auch gebrochen werden. Widerstand mag aktiv zur Verteidigung oder passiv zum Schutz genutzt werden.


Ohne Widerstand hätte es viele Veränderungen nicht gegeben – ohne Widerstand könnten aber auch manche Dinge leichter umgesetzt werden.

Nützlich für Figuren und Geschichten:

Widerstand kann sich langsam formen oder wie ein Blitzschlag eintreten.

*) Aufbegehren gegen Ungerechtigkeiten.
*) Wunsch, dass etwas Bestimmtes bleiben möge.
*) Verzweiflung, weil durch Veränderung etwas verloren gehen kann/könnte.
*) Wunsch nach einer gravierenden Verbesserung.

Widerstand ist für den einen wichtig, für den anderen ein Störfaktor – die Frage ist nun, wie damit umgehen?

Deine Aufgabenstellung für diesen Schritt der Reise:

Was ist Stärke für deine Figur?
Welche Art Stärke hat sie bzw. welche soll sie erlangen und das fast schon Wichtigste daran – was tut deine Figur mit dieser Stärke? Wie setzt er/sie/es diese ein?

Welcher Art Widerstand könnte deine Figur begegnen oder in sich selbst entwickeln?
Was benötigt er/sie/es um dies zu erkennen und wie geht er/sie/es damit um für eine bessere Formung des eigenen Selbst?

eine Reise durch Möglichkeiten – Stärke

Stärke

Wohlstand ist nicht gleich Wohlstand. Mallory erkennt in ihrer Wahl, dass ihr „Wohlstand“ die Fülle an Erinnerungen sind. Hast du jemals den Film „Ratatouille“ gesehen, wo der harte Kritiker ganz weich wurde, als er die köstliche Speise aus seiner Kindheit vorgesetzt bekam? Erinnerungen sind etwas, das weit wertvoller ist, als so vieles anderes. Hier ist Wohlstand vor allem eines – ein wertvoller „Schatz“, aus der Vergangenheit.

Lange blickt Mallory all die Schätze an und blickt erstaunt auf Dinge, die sie niemals persönlich gesehen hat, die sie aber an Filme erinnern wie „die Schatzinsel“. Sie greift mal nach einem, mal nach einem anderen Gut und legt alles wieder beiseite.
Mitten in den Haufen sieht sie Bündel mit Geldscheinen und selbst ein sündhaft, teures Handy findet sie dort.
Egal, was auch immer sie angreift, nichts erscheint ihr richtig.

Erst, als sie nach einem kleinen Medaillon greift, das in einer kleinen Ecke am Boden liegt, spürt sie ein warmes Pulsieren in der Hand. Sie hebt es hoch, pustet den Staub ab und öffnet es. In seinem Inneren sieht sie einen Schattenriss, ähnlich einem stark verblichenen Bildnis, doch richtig zuzuordnen vermag sie das Bild nicht.

Mallory stellt sich gerade hin, sieht das Medaillon genauer an und lächelt. Sie spürt im Inneren, dass es die richtige Wahl ist.

„Gut!“ Hört sie eine Stimme aus dem Off und blickt hinein in einen dunkler werdenden Raum, in dem die ganzen Schätze langsam aber sicher wieder entschwinden. In ihrem Kopf beginnt es zu sausen und sie spürt verschiedenste Emotionen, die sie zu überrennen drohen. Schreiend vor überwältigenden Kräften in sich, geht sie in die Knie, hält dabei das Medaillon fest und bemerkt nicht jene Gestalt hinter sich, die sie mit verschränkten Armen an eine Wand gelehnt, beobachtet.

Erst, als die Fülle an Erinnerungen in ihrem Inneren für Chaos sorgte und sich mit den Atemzügen wieder setzte, kauerte sie längst am Boden und weinte. Die Erinnerungen schmerzten und erfreuten sich gleichermaßen. Darunter waren ein inniger Kuss mit einem Burschen, mit dem sie so manche leidenschaftliche Stunde zugebracht hatte, Erinnerungen an ihre verstorbenen Großeltern, mit denen sie so oft am Tisch gesessen hatte, Träume, die sie längst verloren geglaubt hatte und vieles mehr.

Erst, als die Tränen versiegten und sie erneut wieder ruhige Gedanken hegen konnte, spürte sie eine Berührung an der Schulter und sah hoch, blickte in das Gesicht jenes Burschen, dessen Küsse sie so geliebt hatte, bevor er sich aus ihrem Leben zurückgezogen hatte. Lange hatte sie ihn vergessen – jetzt war er wieder vor ihr und streckte ihr die Hand.

Eine Geste, die besagt, ob sie eine Einladung annehmen würde ….


Frage an dich:
Wird sie seiner Einladung folgen? Stärke kann so vieles sein – manchmal ist es die Stärke etwas loszulassen, dann wieder etwas anzunehmen oder …

eine Reise durch Möglichkeiten – Teil 2

Vieles kann Wohlstand sein und zu solchem werden – eines ist gewiss: Wohlstand ist nicht „nur“ im Physischen zu finden, sondern weit mehr noch im Geistigen 🙂

In Schritt 2 der Reise geht es um Stärke.

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Stärke

Was fällt dir ein, wenn du das Wort „Stärke“ liest oder hörst?

Denkst du dabei an einen Muskelprotz wie „Conan“ oder einen Bodybuilder oder siehst du Stärke wo anders? Stärke kann so viele sein, woran denkst du bei dem Wort als erstes?

Toby ist ein junger Bursche wie so viele andere auch. Er hat einfach das falsche Geburtsdatum und wurde bei der Lotterie gezogen – für ihn geht es nach Vietnam. Was er dort Vorort sieht lässt ihn erschauern und oft genug liegt er auf seiner Pritsche und wünscht sich, das Jahr wäre endlich vorüber, sodass er nach Hause kann.
Wenig später erhält er einen Brief von seiner Freundin, die mit ihm Schluss macht – und für ihn bricht eine Welt zusammen.
Er beginnt sich für die gefährlichsten Missionen zu melden, bis er vor einer Hütte steht, in der eine junge Familie vor sich hin zittert in der Hoffnung zu überleben. Wie so viele andere auch, werden sie aufgelesen und in die Sammelzentren gebracht, wo sie ihren Ahnen fern leben. Glück sieht anders aus.
Bis er in einer seiner Missionen auf einen buddhistischen Mönch trifft, der ihn erkennen lässt, dass es nicht darum geht, allem auszuweichen oder an allem zu verzweifeln – sondern darum, Kraft für das Leben aus allem zu ziehen – egal, wie schmerzhaft eine Sache auch sein mag.

Wer stark ist, kann dies in verschiedenen Aspekten verwenden. Einerseits um etwas zu bewegen, andererseits um etwas zu hemmen – was an sich in verschiedenster Weise gesehen werden kann.
Blockiert etwas Schweres eine Straße, braucht es Kraft, um diese Blockade zu beheben oder um eine Tür zu halten, wo andere diese aufbrechen wollen, auch hier braucht es Stärke.

Wo sehen wir Stärke? Ist sie „nur“ im Körperlichen oder auch im Geistigen vorhanden? Wenn wir uns Stärke vorstellen, was kann das sein?

  • Stärke – der Muskelprotz mit null Gehirn
  • Stärke – die Kraft, eine ungute Situation auszuhalten
  • Stärke – mentale Stärke
  • Stärke – etwas oder jemandem widerstehen können
  • Stärke – die Kraft um etwas zu beschützen oder zu zerstören

Vorteil und Nachteil

Stärke besteht nicht alleine darin, über physische Kraft zu verfügen. Wir mögen vielleicht Menschen wie „the strongest Man“ bewundern, die Telefonbücher mit den Händen zerreißen können, aber was ist mit dem Teenager, der die Launen ständig betrunkener Eltern ertragen muss oder dem Arbeitnehmer, der immer wieder von seinen Kollegen gemobbt wird?

Stärke kann so vieles sein, das wir auf den ersten Blick nicht erkennen oder begreifen. Nimm einmal den Faden einer Spinne. Auf den ersten Blick ist er hauchzart, aber kann doch die Fliege festhalten. Was ist mit der Mutter, die einen LKW hochhebt, um ihr Kind zu retten? Kehren wir zur Geschichte zurück, erinnern wir uns an die biblische Geschichte von Samson mit seinen Haaren – wo sich die Frage stellt – worin liegt der Kern der Stärke?

Aspekt

Stärke kann – wie so vieles andere – für alles Mögliche herangezogen werden. Einst waren starke Kämpfer zum Schutz eines Dorfes nötig, starke Krieger, die vor den heranreitenden Barbaren schützten. Ein Gladiator war stark, aber auch ein „Showman“ zu seiner Zeit, wie es die Wrestling-Leute heute sind.
Aber was ist die „wahre Stärke“? Was ist nötig, um sie wirklich zu erlangen?

Nützlich für Figuren und Geschichten:

Stärke kann etwas sein, das die Figur anfangs gar nicht realisiert und doch da ist.

*) Die Kraft etwas anzugehen
*) die Neugier, an etwas dranzubleiben
*) die Ausdauer, um eine schlechte Situation zu überstehen
*) Prüfungen des Willens, um das wahre ich zu erkennen

Stärke ist nicht das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheint – wie wird deine Figur das begreifen?

Deine Aufgabenstellung für diesen Schritt der Reise:
Was ist Stärke für deine Figur?
Welche Art Stärke hat sie bzw. welche soll sie erlangen und das fast schon Wichtigste daran – was tut deine Figur mit dieser Stärke? Wie setzt er/sie/es diese ein?

eine Reise durch Möglichkeiten – Wohlstand

Was ist Wohlstand für deine Figur und was tut diese Figur damit?

Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt, jeder Weg, jede Wanderung beginnt damit, einen Fuß vor den anderen zu setzen oder einen Gedanken zu denken, der zu weiteren Gedanken führt.

Denk an das Tarot und du siehst, dass die Karten eine „Reise“ darstellen, erinner dich an die griechischen Geschichten und Texte und du wirst darin viele „Reisen“ finden, die dem Helden alles abfordern – ihn aber dafür unendlich reifen lassen.

Gehen wir nach verschiedenen, alten Kulturen, so gibt es immer wieder die Möglichkeite von beispielsweise Schamanenreisen, die einer Seele helfen sollen, sich zu entwickeln – und genau das ist der Sinn dieser „Reise“. Kann diese Seele erkennen und begreifen, loszulassen, was ihm/ihr/es Schaden zufügte oder gar, wie etwas Negatives zu etwas Gutem sich wandeln kann?

Nehmen wir als Beispiel die Mauern eines Gefängnisses … kann es nicht auch eine Mauer sein, die umgebaut zum Schutz dient?
Kann ein Dolch, der töten kann nicht auch zum Heilen eingesetzt werden, indem er beispielsweise etwas aus einer Wunde herausholt?
Wie steht es um eine Persönlichkeit, die wild um sich herumschlägt und andere verletzt? Vielleicht ist es einfach nur eine Person, die helfen will, aber deren Hilfe stets ausgeschlagen wird und die schlussendlich einfach nur stört?

Jede Münze hat zwei Seiten – betrachten wir diese einmal genauer:

Wohlstand

Wohlstand ist der erste Stein der Reise, denn viele wünschen sich Sicherheit und denken dabei an materiellen Wohlstand.

Mallory, um die es hier geht, die diese Reise stellvertretende macht, ist eine junge, aufstrebende Frau, der Karriere alles bedeutet. Sie hat sehr vieles mitbekommen aus ihrer Kinderstube, ist aber auch verwöhnt und entspricht dem, was viele als typischen Millennial ansehen.

Als sie auf einer Urlaubsreise in einem kleinen ländlichen Ort landet, lernt sie den dort lebenden Schamanen kennen. Der betrachtet sie verwundert, auf seiner Stirn steht ein Fragezeichen geschrieben und er kritzelt etwas auf eine Serviette, die er in die Hand drückt, bevor er wieder geht.

Sie hebt die Serviette und sieht ein eigenartiges Symbol darauf, das sie nicht kennt, aber das etwas in ihr anspricht. Ein Blick in die Runde des Lokals wo sie gerade ist, zeigt ihr, dass die Blicke der anderen ihr ausweichen.

Der Wirt sieht sie nur mitleidig an und schenkt ihr ein Glas Whisky ein, „auf Kosten des Hauses“ meint er und lässt sie mit ihren Fragen stehen.

Mallory will, weil ihr Bauch das sagt, herausfinden, was los ist und geht damit zu dem Schamanen, den sie am Rand des Ortes findet, wo er halb auf einer Motorhaube sitzt und schon auf sie gewartet hat.

„Komm rein!“
Lädt er sie ein in seine bescheidene Bleibe und sieht sie an. Deutet auf eine Matte am Boden.
„Was soll das?“
Wirft sie ihm die Serviette vor die Füße.
„Du weißt es, sonst wärst du nicht gekommen. Setz dich!“
Tatsächlich spürt sie, dass etwas ist.

Willst du Hilfe?“
Sie nickt, denn diese Reise sollte auch eine Art Selbstfindungstrip werden.

Er reicht ihr die Hand, sieht sie an und sie spürt eine Wärme in sich, wie nie zuvor. Seine Berührung elektrisiert sie beinahe.

„Gut, setz dich!“

Wenig später umgibt sie Weihrauchgeruch und Trommeln erklingen im Hintergrund.
Ihr wird schwindlig und sie verliert den Bezug zu allem um sich heru
m.

Als sie wieder klar denken kann, steht sie vor einem Berg von Münzen, inmitten eines Raumes voller Schätze.

„Wähle!“
Erklingt eine Stimme aus dem Nichts – und wieder:
„Wähle!“

Sie wandelt lange herum und sieht sich alles an. Es sind so viele Schätze dabei, selbst Dinge, die sie aus Museen kennt … und weiß genau, was sie hier wählen soll, es ist eine Prüfung.

„Wähle!“

*****

Frage an dich:
Was wird sie wählen und warum gerade das? Bedenke dabei, was kann Wohlstand alles sein?

eine Reise durch Möglichkeiten – Teil 1

Unsere „Reise“ beginnen wir gemeinsam, wir entwickeln und zusammen und doch jeder auf eine andere Weise. Wo meine Stärken und Schwächen liegen – sind die deinen andere. Wären wir alle gleich, so wäre es doch furchtbar langweilig 🙂

Vor jeder neuen Reise steht ein Anfang, es geht immer nur Schritt für Schritt – Step-by-Step vorwärts, ein Stein baut schlussendlich auf dem anderen auf.

In dieser „Reise“ findest du in den Bildern immer die Frage zum Thema. Lass dich davon inspirieren und geh auch deine eigene Reise, wohin auch immer diese führen mag:

Nimm dir ein leeres Notizbuch und schreibe dir deine Gedanken dazu nieder.

Und nun, lass uns loslegen 🙂

*****

Wohlstand

Was fällt dir ein, wenn du das Wort „Wohlstand“ liest oder hörst?

Denkst du dabei an Geld und materielle Werte?

Edward war im 19. Jahrhundert einer der damals so häufig vorkommenden „Zeitungsjungen“, der ganz gerne auf die Taschen der reichen Herrschaften blickte. Er hatte niemals viel besessen, geschweige denn mehr, als er für eine einzige Mahlzeit bezahlen könnte. Das Herz wurde ihm schwer, wenn er an die reich gedeckten Tafeln in den noblen Häusern dachte, wo niemand Hunger leiden musste.
Manchmal dachte er darüber nach, wie es wohl wäre, wenn er so viel Reichtum hätte und erkannte mit den Jahren, dass es auch Vorteile hatte, wenn er nicht viel besaß. Immer wieder erkannte er Angst in den Augen der Wohlhabenden, Angst davor, alles zu verlieren, das sie hatten und bettelarm zu werden. In diesen Momenten erkannte Edward, das Wohlstand auch seine Schattenseiten hatte – nur manchmal hätte er wohl gern ein Stückchen davon abgehabt 😉

Alles hat zwei (oder mehrere Seiten) … Wer Wohlstand hat, kann ihn verlieren oder teilen, horten oder Gutes damit tun.

Ist Wohlstand tatsächlich „nur“ auf materielle Güter beschränkt oder gibt es nicht auch andere Arten von Wohlstand? Gehen wir in die verschiedenen Geschichtsepochen, was wird und wurde als „Wohlstand“ bezeichnet?

  • Wohlstand – das Vieh, das einen über den kalten Winter bringt
  • Wohlstand – das Geld, das im Beutel klimpert
  • Wohlstand – die Kinder, denen so vieles weitergegeben werden kann
  • Wohlstand – Wissen, das wir erlangen und das wir spenden
  • Wohlstand – materiell/geistig/spirituell?

Vorteil und Nachteil

Materieller Wohlstand schenkt Sicherheit – aber auch Sorge, das er entschwinden könnte.
Geld kommt und geht, es zu horten, kann einen zu einem Ebenezer Scrooge machen, der nur auf sich bedacht ist und dem es nicht einfällt seinen Wohlstand zu teilen.
Kennst du das Märchen vom „Mädchen mit den Schwefelhölzern“? Wie viele liefen an dem Kind vorbei, das inmitten anderer starb, weil sich niemand um diese Seele kümmerte?

Als Menschen sind wir eine soziale Spezies, die häufig als arrogant und egoistisch wirkt, aber häufig liegt es an Ängsten, die dieser einzelne Mensch in sich trägt. Sein/Ihr geistiger Wohlstand ist geschrumpft und klein, vielleicht braucht diese Seele etwas vom Wohlstand eines anderen, der geistig viel zu geben hat?

Aspekt

Jede Art von Wohlstand kann sinnvoll eingesetzt, reiche Früchte tragen, es kommt nur darauf an, sorgsam damit umzugehen, aber in Fluss zu halten.
Wird Wohlstand sinnvoll genutzt, kann er Berge versetzen und auch dem Gebenden sehr vieles schenken. Wohlstand ist nicht dazu da, um ihn für sich zu behalten!

Nützlich für Figuren und Geschichten:

Wohlstand kann hinter etwas verborgen sein, dem Charakter aber ohnehin schon gehören.
*) Der Schatz hinter dem Drachen
*) Das Wissen hinter dem Vergessen
*) Die Goldkiste hinter einer verborgenen Wand
*) Die Schatztruhe auf einer einsamen Insel nach einer langen Suche

Finden lässt sich dieser Wohlstand – aber was macht die Figur damit?

Deine Aufgabenstellung für diesen Schritt der Reise:
Was ist Wohlstand für deine Figur und was tut diese Figur damit? Welche Konsequenzen hat es und wohin soll es schlussendlich gehen?

Weckst du die Kreativität aus dem Dornröschenschlaf?

Ist die Kreativität eingeschlafen?

Manchmal, wenn der Fernseher eingeschaltet ist und mein Mann und ich die neuesten Sachen durchgehen, stellt sich häufig die Frage … haben wir nur einfach schon so viel gesehen oder fällt den Verantwortlichen einfach nur nichts mehr ein?

Es werden alte Sachen neu verfilmt (meist ist das Original besser gelungen als das Remake). Neuverfilmungen haben meist (vielleicht der heutigen Zeit geschuldet), viel lautere Musikstücke und Knalleffekte als die Originale drinnen. Neue Filme sind eher selten, was eigentlich schade ist, weil es so viele gute Bücher gibt, die eine Verfilmung brauchen könnten 🙂

Die letzte Neuverfilmung, die wir fanden, bin ich fast schon am Überlegen:
„Der Doktor und das liebe Vieh“ – die alte Serie war so charmant … 🙂 – mal sehen 😉

Einen Geniestreich legte hier zum Beispiel Dr. Who hin, als der erste Doktor gewechselt wurde und genau darum gelang das auch so gut … eine neue Regeneration!

Dann wiederum werden Filme und Serien bis ins Letzte ausgequetscht – mein Mann nannte das mal „kicking the dead horse“. Als Beispiel nehme ich hier mal Star Wars (wenn du ein Fan davon bis, nimm es nicht persönlich, weil die Geschichten mitunter und der aufgebaute Hintergrund bis zu einem gewissen Grad richtig gut sind). Manchmal frage ich mich, ob es nicht sinnvoller wäre, es mit dem ruhen zu lassen, was bisher ist? Wie viele Facetten können in dieser Welt denn tatsächlich geschrieben und gedreht werden?
(Gegen gute Geschichten ist übrigens nichts einzuwenden 😉 )

Wie mit Star Wars ist es mit vielen anderen Bereichen auch, Star Trek oder die ganzen Marvel/DC Themen beispielsweise. Fakt ist, dass es irgendwann einmal nichts mehr zu erzählen gibt – oder doch?

Wenn wir uns beispielsweise das Vampir-Genre ansehen, so existiert eine immense Bandbreite (wenn du mal die Möglichkeit hast und das Genre glaubst gut zu kennen, dann sieh dir mal den Film „Martin“ an, der ist etwas – sagen wir mal – ungewöhnlich, aber gehört auch in dieses Genre). Ähnlich ist es mit dem Zombie-Thema und anderen Genres.

Manch einer mag sich die Frage stellen, warum so viele „versuchen zu schreiben“, obwohl doch alles erzählt wurde. Gegenfrage, ist das wirklich so?

Jeder Mensch hat ein eigenes Leben, mit eigenen Verwicklungen und Ver(w)irrungen, Freuden und Leiden … so wie kein Cocktail oder keine Speise 100% ident ist, so ist es auch bei Erzählungen. Gewiss, die Geschichten mögen sich ähnlich sein, aber sie sind doch auch vom Schreiberling geprägt.

Zudem kommt dazu, dass viele es einmal probieren wollen und dann merken, es ist nicht das, was sie wirklich tun wollen. Darum, haut in die Tasten und macht euch ans Werk … für jeden Text gibt es Leser und das ist auch gut so!

Nehmen wir einmal Folgendes an:

Du und ich würden eine Aufgabe bekommen:
Schreib eine Geschichte, es sollte eine Liebesgeschichte werden zweier Seelen, die erst mit der Zeit einander „zugehörig“ sein dürfen. (Ein wenig wie Romeo und Julia) 😉
Viele würden zwei Teenager auf einer Schule wählen mit den üblichen Herz-Schmerz-Themen.
Ich würde bei so einer Aufgabe zwei Tiere nehmen, vielleicht zwei Katzen oder eine Katze und einen Husky. Beides in Alaska ansiedeln, und zwar in Kombination mit dem dortigen Schlittenhunderennen.
Was würdest du nehmen? Was wäre deine Version?

Von einer einzigen, kleinen Aufgabe heraus können wir uns einbringen mit den Dingen und Aspekten, dass es schade wäre, wenn Gedanken nicht nach außen dringen dürfen 😉

Und aus diesem Grunde heraus hab ich eine kleine „Reise“ zusammengestellt, die du in den nächsten Beiträgen bekommen wirst. Nutze sie, wenn du dies willst, denn ich bin der Meinung, wenn du schreiben möchtest, dann tu es!
Manchmal braucht es „nur“ einen kleinen Gedanken, bis die Flügel flattern und die Worte fließen.

Was meinst du? Interessiert?

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