eine Reise durch Möglichkeiten – Teil 3

Stärke kann vieles sein, es muss nicht immer die körperliche Kraft dahinter sein, sondern weit häufiger geht es um mentale Kraft und Stärke.
Die „Einsamer-Wolf-Methode“ mag ihre Berechtigung haben – ABER wenn du innere Stärke als „um Hilfe bitten ohne fordern“ – oder Hilfe annehmen siehst, auch das ist Stärke. Es ist ein Zulassen, das wir einfach erst erlernen müssen.

Schritt 3 betrifft „Widerstand“.

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Widerstand

Was fällt dir zum Thema Widerstand ein?

Ist es mehr das Dagegenhalten gegen Etwas oder als Schutz zu verstehen?
Du kennst sicher das Märchen „Dornröschchen“, nach außen geschützt, nach innen verborgen – sind die Dornenbüsche somit Widerstand in welcher Version?

Rosemarie ist in ihrer Welt nicht sonderlich glücklich. Als Landkind aufgewachsen lebt sie des Jobs wegen in der Stadt und ist mit dem Leben dort heillos überfordert. Sie kennt und mag es beschaulich, Kraft, in der Natur zu tanken und mit den Nachbarn vielleicht auch mal grillen, gehörte für sie immer dazu. In der großen Stadt jedoch eckt sie mit ihrer Art immer wieder an und hat begonnen, sich einen Schutz im Inneren aufzubauen, der sie langsam aber sicher selbst zu ersticken droht. Am Land hatte sie Freunde, in der Stadt die Hektik und Ellenbogenmentalität, die sie ständig verletzt … als sie in die Stadt kam, war sie offen, wollte helfen und wurde ausgenutzt. Dadurch baute sie sich eine innere Schutzbarriere auf.

Erst als ein Mann in ihr Leben trat, der ihr klarmachte mit liebevollen Worten und Gesten, dass es so nicht gut war, weil ihre innere Flamme am Ersticken war – erkannte sie, sie musste weg, zurück aufs Land. Sie kündigte und ging – und die Dornenhecke in ihrem Inneren wurde zu süßen Hagebutten.
Erst jetzt begriff sie, wo sie hingehörte – und sah, wie auch andere litten. So dauerte es nicht lange, bis sie die Dinge in die Hand nahm und ihre eigene „Praxis“ eröffnete und die Hilfe weitergab, die sie selbst erhalten hatte.

Widerstand kann in den verschiedensten Weisen in Erscheinung treten – mal ist es Schutz, mal Trotz und dann wieder Torheit oder schlichtweg Blödheit.
Hast du dir einmal die schönen Brombeersträucher angesehen, an denen so viele Dornen stecken? Sie sind zum Schutz und damit als Widerstand und somit zum Überleben der Pflanze gedacht – ABER steckst du selber mitten in den Dornensträuchern können sie dich halten und fesseln.

  • Widerstand – Dornen zum Eigenschutz
  • Widerstand – Aufbegehren eines Kindes gegen die Eltern
  • Widerstand – Unverständnis gegen unlogische Vorgaben
  • Widerstand – Rebellion gegen Diktaturen
  • Widerstand – blinden Gehorsam verweigern

Vorteil und Nachteil

Widerstand entsteht meist, wenn das innere ich mit den äußeren Einflüssen nicht einverstanden ist. Wir leben, um uns zu entwickeln, wenn etwas gegen diese Entwicklung vorgeht, entstehen leicht Unverständnis, Arbeiten nach Vorschrift oder schlichtweg das völlige Verweigern von Kooperation.


Denken wir einmal an diejenigen, die in Diktaturen ihr Leben riskier(t)en, weil sie mit der aktuellen Situation nicht einverstanden sind/waren und etwas unternehmen wollten. Was ist mit denen, die die Bauernaufstände anführten, weil sie selber nichts mehr zu essen hatten, der Adel aber in Fülle schwelgte? Wie steht es um ein Kind, das sich gegen die Eltern auflehnt, weil es nicht versteht, warum es den widerlichen Spinat essen soll?


Widerstand kann im Äußeren wie im Inneren stattfinden – gern gesehen wird er selten, weil er das „herrschende System“ durchbricht – ABER sind es nicht nötige Veränderungen, die eine Welt vorwärtsbringt? Vielleicht sind es Erkenntnisse aus archäologischen Funden, die etwas erklären oder eine technische Errungenschaft, die das Aktuelle auf den Kopf stellt? Oder sind/waren es nicht immer wieder einzelne Personen, die eine „Revolution“ in Bewegung setzten? Hätte sich beispielsweise ohne Martin Luthers Entschlossenheit die Kirche so weiterentwickelt? Wäre ohne Columbus Amerika noch länger verborgen geblieben? Was war mit Rosa Parks, der es gereicht hat und die sich im „falschen Teil“ des Busses setzte?

Aspekt

Widerstand ist sinnvoll, um Schwachstellen aufzudecken – ABER er kann auch gebrochen werden. Widerstand mag aktiv zur Verteidigung oder passiv zum Schutz genutzt werden.


Ohne Widerstand hätte es viele Veränderungen nicht gegeben – ohne Widerstand könnten aber auch manche Dinge leichter umgesetzt werden.

Nützlich für Figuren und Geschichten:

Widerstand kann sich langsam formen oder wie ein Blitzschlag eintreten.

*) Aufbegehren gegen Ungerechtigkeiten.
*) Wunsch, dass etwas Bestimmtes bleiben möge.
*) Verzweiflung, weil durch Veränderung etwas verloren gehen kann/könnte.
*) Wunsch nach einer gravierenden Verbesserung.

Widerstand ist für den einen wichtig, für den anderen ein Störfaktor – die Frage ist nun, wie damit umgehen?

Deine Aufgabenstellung für diesen Schritt der Reise:

Was ist Stärke für deine Figur?
Welche Art Stärke hat sie bzw. welche soll sie erlangen und das fast schon Wichtigste daran – was tut deine Figur mit dieser Stärke? Wie setzt er/sie/es diese ein?

Welcher Art Widerstand könnte deine Figur begegnen oder in sich selbst entwickeln?
Was benötigt er/sie/es um dies zu erkennen und wie geht er/sie/es damit um für eine bessere Formung des eigenen Selbst?

eine Reise durch Möglichkeiten – Stärke

Stärke

Wohlstand ist nicht gleich Wohlstand. Mallory erkennt in ihrer Wahl, dass ihr „Wohlstand“ die Fülle an Erinnerungen sind. Hast du jemals den Film „Ratatouille“ gesehen, wo der harte Kritiker ganz weich wurde, als er die köstliche Speise aus seiner Kindheit vorgesetzt bekam? Erinnerungen sind etwas, das weit wertvoller ist, als so vieles anderes. Hier ist Wohlstand vor allem eines – ein wertvoller „Schatz“, aus der Vergangenheit.

Lange blickt Mallory all die Schätze an und blickt erstaunt auf Dinge, die sie niemals persönlich gesehen hat, die sie aber an Filme erinnern wie „die Schatzinsel“. Sie greift mal nach einem, mal nach einem anderen Gut und legt alles wieder beiseite.
Mitten in den Haufen sieht sie Bündel mit Geldscheinen und selbst ein sündhaft, teures Handy findet sie dort.
Egal, was auch immer sie angreift, nichts erscheint ihr richtig.

Erst, als sie nach einem kleinen Medaillon greift, das in einer kleinen Ecke am Boden liegt, spürt sie ein warmes Pulsieren in der Hand. Sie hebt es hoch, pustet den Staub ab und öffnet es. In seinem Inneren sieht sie einen Schattenriss, ähnlich einem stark verblichenen Bildnis, doch richtig zuzuordnen vermag sie das Bild nicht.

Mallory stellt sich gerade hin, sieht das Medaillon genauer an und lächelt. Sie spürt im Inneren, dass es die richtige Wahl ist.

„Gut!“ Hört sie eine Stimme aus dem Off und blickt hinein in einen dunkler werdenden Raum, in dem die ganzen Schätze langsam aber sicher wieder entschwinden. In ihrem Kopf beginnt es zu sausen und sie spürt verschiedenste Emotionen, die sie zu überrennen drohen. Schreiend vor überwältigenden Kräften in sich, geht sie in die Knie, hält dabei das Medaillon fest und bemerkt nicht jene Gestalt hinter sich, die sie mit verschränkten Armen an eine Wand gelehnt, beobachtet.

Erst, als die Fülle an Erinnerungen in ihrem Inneren für Chaos sorgte und sich mit den Atemzügen wieder setzte, kauerte sie längst am Boden und weinte. Die Erinnerungen schmerzten und erfreuten sich gleichermaßen. Darunter waren ein inniger Kuss mit einem Burschen, mit dem sie so manche leidenschaftliche Stunde zugebracht hatte, Erinnerungen an ihre verstorbenen Großeltern, mit denen sie so oft am Tisch gesessen hatte, Träume, die sie längst verloren geglaubt hatte und vieles mehr.

Erst, als die Tränen versiegten und sie erneut wieder ruhige Gedanken hegen konnte, spürte sie eine Berührung an der Schulter und sah hoch, blickte in das Gesicht jenes Burschen, dessen Küsse sie so geliebt hatte, bevor er sich aus ihrem Leben zurückgezogen hatte. Lange hatte sie ihn vergessen – jetzt war er wieder vor ihr und streckte ihr die Hand.

Eine Geste, die besagt, ob sie eine Einladung annehmen würde ….


Frage an dich:
Wird sie seiner Einladung folgen? Stärke kann so vieles sein – manchmal ist es die Stärke etwas loszulassen, dann wieder etwas anzunehmen oder …

eine Reise durch Möglichkeiten – Teil 2

Vieles kann Wohlstand sein und zu solchem werden – eines ist gewiss: Wohlstand ist nicht „nur“ im Physischen zu finden, sondern weit mehr noch im Geistigen 🙂

In Schritt 2 der Reise geht es um Stärke.

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Stärke

Was fällt dir ein, wenn du das Wort „Stärke“ liest oder hörst?

Denkst du dabei an einen Muskelprotz wie „Conan“ oder einen Bodybuilder oder siehst du Stärke wo anders? Stärke kann so viele sein, woran denkst du bei dem Wort als erstes?

Toby ist ein junger Bursche wie so viele andere auch. Er hat einfach das falsche Geburtsdatum und wurde bei der Lotterie gezogen – für ihn geht es nach Vietnam. Was er dort Vorort sieht lässt ihn erschauern und oft genug liegt er auf seiner Pritsche und wünscht sich, das Jahr wäre endlich vorüber, sodass er nach Hause kann.
Wenig später erhält er einen Brief von seiner Freundin, die mit ihm Schluss macht – und für ihn bricht eine Welt zusammen.
Er beginnt sich für die gefährlichsten Missionen zu melden, bis er vor einer Hütte steht, in der eine junge Familie vor sich hin zittert in der Hoffnung zu überleben. Wie so viele andere auch, werden sie aufgelesen und in die Sammelzentren gebracht, wo sie ihren Ahnen fern leben. Glück sieht anders aus.
Bis er in einer seiner Missionen auf einen buddhistischen Mönch trifft, der ihn erkennen lässt, dass es nicht darum geht, allem auszuweichen oder an allem zu verzweifeln – sondern darum, Kraft für das Leben aus allem zu ziehen – egal, wie schmerzhaft eine Sache auch sein mag.

Wer stark ist, kann dies in verschiedenen Aspekten verwenden. Einerseits um etwas zu bewegen, andererseits um etwas zu hemmen – was an sich in verschiedenster Weise gesehen werden kann.
Blockiert etwas Schweres eine Straße, braucht es Kraft, um diese Blockade zu beheben oder um eine Tür zu halten, wo andere diese aufbrechen wollen, auch hier braucht es Stärke.

Wo sehen wir Stärke? Ist sie „nur“ im Körperlichen oder auch im Geistigen vorhanden? Wenn wir uns Stärke vorstellen, was kann das sein?

  • Stärke – der Muskelprotz mit null Gehirn
  • Stärke – die Kraft, eine ungute Situation auszuhalten
  • Stärke – mentale Stärke
  • Stärke – etwas oder jemandem widerstehen können
  • Stärke – die Kraft um etwas zu beschützen oder zu zerstören

Vorteil und Nachteil

Stärke besteht nicht alleine darin, über physische Kraft zu verfügen. Wir mögen vielleicht Menschen wie „the strongest Man“ bewundern, die Telefonbücher mit den Händen zerreißen können, aber was ist mit dem Teenager, der die Launen ständig betrunkener Eltern ertragen muss oder dem Arbeitnehmer, der immer wieder von seinen Kollegen gemobbt wird?

Stärke kann so vieles sein, das wir auf den ersten Blick nicht erkennen oder begreifen. Nimm einmal den Faden einer Spinne. Auf den ersten Blick ist er hauchzart, aber kann doch die Fliege festhalten. Was ist mit der Mutter, die einen LKW hochhebt, um ihr Kind zu retten? Kehren wir zur Geschichte zurück, erinnern wir uns an die biblische Geschichte von Samson mit seinen Haaren – wo sich die Frage stellt – worin liegt der Kern der Stärke?

Aspekt

Stärke kann – wie so vieles andere – für alles Mögliche herangezogen werden. Einst waren starke Kämpfer zum Schutz eines Dorfes nötig, starke Krieger, die vor den heranreitenden Barbaren schützten. Ein Gladiator war stark, aber auch ein „Showman“ zu seiner Zeit, wie es die Wrestling-Leute heute sind.
Aber was ist die „wahre Stärke“? Was ist nötig, um sie wirklich zu erlangen?

Nützlich für Figuren und Geschichten:

Stärke kann etwas sein, das die Figur anfangs gar nicht realisiert und doch da ist.

*) Die Kraft etwas anzugehen
*) die Neugier, an etwas dranzubleiben
*) die Ausdauer, um eine schlechte Situation zu überstehen
*) Prüfungen des Willens, um das wahre ich zu erkennen

Stärke ist nicht das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheint – wie wird deine Figur das begreifen?

Deine Aufgabenstellung für diesen Schritt der Reise:
Was ist Stärke für deine Figur?
Welche Art Stärke hat sie bzw. welche soll sie erlangen und das fast schon Wichtigste daran – was tut deine Figur mit dieser Stärke? Wie setzt er/sie/es diese ein?

eine Reise durch Möglichkeiten – Wohlstand

Was ist Wohlstand für deine Figur und was tut diese Figur damit?

Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt, jeder Weg, jede Wanderung beginnt damit, einen Fuß vor den anderen zu setzen oder einen Gedanken zu denken, der zu weiteren Gedanken führt.

Denk an das Tarot und du siehst, dass die Karten eine „Reise“ darstellen, erinner dich an die griechischen Geschichten und Texte und du wirst darin viele „Reisen“ finden, die dem Helden alles abfordern – ihn aber dafür unendlich reifen lassen.

Gehen wir nach verschiedenen, alten Kulturen, so gibt es immer wieder die Möglichkeite von beispielsweise Schamanenreisen, die einer Seele helfen sollen, sich zu entwickeln – und genau das ist der Sinn dieser „Reise“. Kann diese Seele erkennen und begreifen, loszulassen, was ihm/ihr/es Schaden zufügte oder gar, wie etwas Negatives zu etwas Gutem sich wandeln kann?

Nehmen wir als Beispiel die Mauern eines Gefängnisses … kann es nicht auch eine Mauer sein, die umgebaut zum Schutz dient?
Kann ein Dolch, der töten kann nicht auch zum Heilen eingesetzt werden, indem er beispielsweise etwas aus einer Wunde herausholt?
Wie steht es um eine Persönlichkeit, die wild um sich herumschlägt und andere verletzt? Vielleicht ist es einfach nur eine Person, die helfen will, aber deren Hilfe stets ausgeschlagen wird und die schlussendlich einfach nur stört?

Jede Münze hat zwei Seiten – betrachten wir diese einmal genauer:

Wohlstand

Wohlstand ist der erste Stein der Reise, denn viele wünschen sich Sicherheit und denken dabei an materiellen Wohlstand.

Mallory, um die es hier geht, die diese Reise stellvertretende macht, ist eine junge, aufstrebende Frau, der Karriere alles bedeutet. Sie hat sehr vieles mitbekommen aus ihrer Kinderstube, ist aber auch verwöhnt und entspricht dem, was viele als typischen Millennial ansehen.

Als sie auf einer Urlaubsreise in einem kleinen ländlichen Ort landet, lernt sie den dort lebenden Schamanen kennen. Der betrachtet sie verwundert, auf seiner Stirn steht ein Fragezeichen geschrieben und er kritzelt etwas auf eine Serviette, die er in die Hand drückt, bevor er wieder geht.

Sie hebt die Serviette und sieht ein eigenartiges Symbol darauf, das sie nicht kennt, aber das etwas in ihr anspricht. Ein Blick in die Runde des Lokals wo sie gerade ist, zeigt ihr, dass die Blicke der anderen ihr ausweichen.

Der Wirt sieht sie nur mitleidig an und schenkt ihr ein Glas Whisky ein, „auf Kosten des Hauses“ meint er und lässt sie mit ihren Fragen stehen.

Mallory will, weil ihr Bauch das sagt, herausfinden, was los ist und geht damit zu dem Schamanen, den sie am Rand des Ortes findet, wo er halb auf einer Motorhaube sitzt und schon auf sie gewartet hat.

„Komm rein!“
Lädt er sie ein in seine bescheidene Bleibe und sieht sie an. Deutet auf eine Matte am Boden.
„Was soll das?“
Wirft sie ihm die Serviette vor die Füße.
„Du weißt es, sonst wärst du nicht gekommen. Setz dich!“
Tatsächlich spürt sie, dass etwas ist.

Willst du Hilfe?“
Sie nickt, denn diese Reise sollte auch eine Art Selbstfindungstrip werden.

Er reicht ihr die Hand, sieht sie an und sie spürt eine Wärme in sich, wie nie zuvor. Seine Berührung elektrisiert sie beinahe.

„Gut, setz dich!“

Wenig später umgibt sie Weihrauchgeruch und Trommeln erklingen im Hintergrund.
Ihr wird schwindlig und sie verliert den Bezug zu allem um sich heru
m.

Als sie wieder klar denken kann, steht sie vor einem Berg von Münzen, inmitten eines Raumes voller Schätze.

„Wähle!“
Erklingt eine Stimme aus dem Nichts – und wieder:
„Wähle!“

Sie wandelt lange herum und sieht sich alles an. Es sind so viele Schätze dabei, selbst Dinge, die sie aus Museen kennt … und weiß genau, was sie hier wählen soll, es ist eine Prüfung.

„Wähle!“

*****

Frage an dich:
Was wird sie wählen und warum gerade das? Bedenke dabei, was kann Wohlstand alles sein?

eine Reise durch Möglichkeiten – Teil 1

Unsere „Reise“ beginnen wir gemeinsam, wir entwickeln und zusammen und doch jeder auf eine andere Weise. Wo meine Stärken und Schwächen liegen – sind die deinen andere. Wären wir alle gleich, so wäre es doch furchtbar langweilig 🙂

Vor jeder neuen Reise steht ein Anfang, es geht immer nur Schritt für Schritt – Step-by-Step vorwärts, ein Stein baut schlussendlich auf dem anderen auf.

In dieser „Reise“ findest du in den Bildern immer die Frage zum Thema. Lass dich davon inspirieren und geh auch deine eigene Reise, wohin auch immer diese führen mag:

Nimm dir ein leeres Notizbuch und schreibe dir deine Gedanken dazu nieder.

Und nun, lass uns loslegen 🙂

*****

Wohlstand

Was fällt dir ein, wenn du das Wort „Wohlstand“ liest oder hörst?

Denkst du dabei an Geld und materielle Werte?

Edward war im 19. Jahrhundert einer der damals so häufig vorkommenden „Zeitungsjungen“, der ganz gerne auf die Taschen der reichen Herrschaften blickte. Er hatte niemals viel besessen, geschweige denn mehr, als er für eine einzige Mahlzeit bezahlen könnte. Das Herz wurde ihm schwer, wenn er an die reich gedeckten Tafeln in den noblen Häusern dachte, wo niemand Hunger leiden musste.
Manchmal dachte er darüber nach, wie es wohl wäre, wenn er so viel Reichtum hätte und erkannte mit den Jahren, dass es auch Vorteile hatte, wenn er nicht viel besaß. Immer wieder erkannte er Angst in den Augen der Wohlhabenden, Angst davor, alles zu verlieren, das sie hatten und bettelarm zu werden. In diesen Momenten erkannte Edward, das Wohlstand auch seine Schattenseiten hatte – nur manchmal hätte er wohl gern ein Stückchen davon abgehabt 😉

Alles hat zwei (oder mehrere Seiten) … Wer Wohlstand hat, kann ihn verlieren oder teilen, horten oder Gutes damit tun.

Ist Wohlstand tatsächlich „nur“ auf materielle Güter beschränkt oder gibt es nicht auch andere Arten von Wohlstand? Gehen wir in die verschiedenen Geschichtsepochen, was wird und wurde als „Wohlstand“ bezeichnet?

  • Wohlstand – das Vieh, das einen über den kalten Winter bringt
  • Wohlstand – das Geld, das im Beutel klimpert
  • Wohlstand – die Kinder, denen so vieles weitergegeben werden kann
  • Wohlstand – Wissen, das wir erlangen und das wir spenden
  • Wohlstand – materiell/geistig/spirituell?

Vorteil und Nachteil

Materieller Wohlstand schenkt Sicherheit – aber auch Sorge, das er entschwinden könnte.
Geld kommt und geht, es zu horten, kann einen zu einem Ebenezer Scrooge machen, der nur auf sich bedacht ist und dem es nicht einfällt seinen Wohlstand zu teilen.
Kennst du das Märchen vom „Mädchen mit den Schwefelhölzern“? Wie viele liefen an dem Kind vorbei, das inmitten anderer starb, weil sich niemand um diese Seele kümmerte?

Als Menschen sind wir eine soziale Spezies, die häufig als arrogant und egoistisch wirkt, aber häufig liegt es an Ängsten, die dieser einzelne Mensch in sich trägt. Sein/Ihr geistiger Wohlstand ist geschrumpft und klein, vielleicht braucht diese Seele etwas vom Wohlstand eines anderen, der geistig viel zu geben hat?

Aspekt

Jede Art von Wohlstand kann sinnvoll eingesetzt, reiche Früchte tragen, es kommt nur darauf an, sorgsam damit umzugehen, aber in Fluss zu halten.
Wird Wohlstand sinnvoll genutzt, kann er Berge versetzen und auch dem Gebenden sehr vieles schenken. Wohlstand ist nicht dazu da, um ihn für sich zu behalten!

Nützlich für Figuren und Geschichten:

Wohlstand kann hinter etwas verborgen sein, dem Charakter aber ohnehin schon gehören.
*) Der Schatz hinter dem Drachen
*) Das Wissen hinter dem Vergessen
*) Die Goldkiste hinter einer verborgenen Wand
*) Die Schatztruhe auf einer einsamen Insel nach einer langen Suche

Finden lässt sich dieser Wohlstand – aber was macht die Figur damit?

Deine Aufgabenstellung für diesen Schritt der Reise:
Was ist Wohlstand für deine Figur und was tut diese Figur damit? Welche Konsequenzen hat es und wohin soll es schlussendlich gehen?

Weckst du die Kreativität aus dem Dornröschenschlaf?

Ist die Kreativität eingeschlafen?

Manchmal, wenn der Fernseher eingeschaltet ist und mein Mann und ich die neuesten Sachen durchgehen, stellt sich häufig die Frage … haben wir nur einfach schon so viel gesehen oder fällt den Verantwortlichen einfach nur nichts mehr ein?

Es werden alte Sachen neu verfilmt (meist ist das Original besser gelungen als das Remake). Neuverfilmungen haben meist (vielleicht der heutigen Zeit geschuldet), viel lautere Musikstücke und Knalleffekte als die Originale drinnen. Neue Filme sind eher selten, was eigentlich schade ist, weil es so viele gute Bücher gibt, die eine Verfilmung brauchen könnten 🙂

Die letzte Neuverfilmung, die wir fanden, bin ich fast schon am Überlegen:
„Der Doktor und das liebe Vieh“ – die alte Serie war so charmant … 🙂 – mal sehen 😉

Einen Geniestreich legte hier zum Beispiel Dr. Who hin, als der erste Doktor gewechselt wurde und genau darum gelang das auch so gut … eine neue Regeneration!

Dann wiederum werden Filme und Serien bis ins Letzte ausgequetscht – mein Mann nannte das mal „kicking the dead horse“. Als Beispiel nehme ich hier mal Star Wars (wenn du ein Fan davon bis, nimm es nicht persönlich, weil die Geschichten mitunter und der aufgebaute Hintergrund bis zu einem gewissen Grad richtig gut sind). Manchmal frage ich mich, ob es nicht sinnvoller wäre, es mit dem ruhen zu lassen, was bisher ist? Wie viele Facetten können in dieser Welt denn tatsächlich geschrieben und gedreht werden?
(Gegen gute Geschichten ist übrigens nichts einzuwenden 😉 )

Wie mit Star Wars ist es mit vielen anderen Bereichen auch, Star Trek oder die ganzen Marvel/DC Themen beispielsweise. Fakt ist, dass es irgendwann einmal nichts mehr zu erzählen gibt – oder doch?

Wenn wir uns beispielsweise das Vampir-Genre ansehen, so existiert eine immense Bandbreite (wenn du mal die Möglichkeit hast und das Genre glaubst gut zu kennen, dann sieh dir mal den Film „Martin“ an, der ist etwas – sagen wir mal – ungewöhnlich, aber gehört auch in dieses Genre). Ähnlich ist es mit dem Zombie-Thema und anderen Genres.

Manch einer mag sich die Frage stellen, warum so viele „versuchen zu schreiben“, obwohl doch alles erzählt wurde. Gegenfrage, ist das wirklich so?

Jeder Mensch hat ein eigenes Leben, mit eigenen Verwicklungen und Ver(w)irrungen, Freuden und Leiden … so wie kein Cocktail oder keine Speise 100% ident ist, so ist es auch bei Erzählungen. Gewiss, die Geschichten mögen sich ähnlich sein, aber sie sind doch auch vom Schreiberling geprägt.

Zudem kommt dazu, dass viele es einmal probieren wollen und dann merken, es ist nicht das, was sie wirklich tun wollen. Darum, haut in die Tasten und macht euch ans Werk … für jeden Text gibt es Leser und das ist auch gut so!

Nehmen wir einmal Folgendes an:

Du und ich würden eine Aufgabe bekommen:
Schreib eine Geschichte, es sollte eine Liebesgeschichte werden zweier Seelen, die erst mit der Zeit einander „zugehörig“ sein dürfen. (Ein wenig wie Romeo und Julia) 😉
Viele würden zwei Teenager auf einer Schule wählen mit den üblichen Herz-Schmerz-Themen.
Ich würde bei so einer Aufgabe zwei Tiere nehmen, vielleicht zwei Katzen oder eine Katze und einen Husky. Beides in Alaska ansiedeln, und zwar in Kombination mit dem dortigen Schlittenhunderennen.
Was würdest du nehmen? Was wäre deine Version?

Von einer einzigen, kleinen Aufgabe heraus können wir uns einbringen mit den Dingen und Aspekten, dass es schade wäre, wenn Gedanken nicht nach außen dringen dürfen 😉

Und aus diesem Grunde heraus hab ich eine kleine „Reise“ zusammengestellt, die du in den nächsten Beiträgen bekommen wirst. Nutze sie, wenn du dies willst, denn ich bin der Meinung, wenn du schreiben möchtest, dann tu es!
Manchmal braucht es „nur“ einen kleinen Gedanken, bis die Flügel flattern und die Worte fließen.

Was meinst du? Interessiert?

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Konventionen und Grenzen – wie gehen wir damit um?

Unsere Leben gehören nicht uns!

Wie siehst du das?

Wie viel in unserem Leben können wir tatsächlich „frei“ entscheiden? Es fängt damit an, in welche Kultur wir hinein geboren werden. Jede Kultur hat ihre „erwünschten Verhaltensmuster“ bei weiblichen wie männlichen Nachkommen. Hinzu kommt, wie alt wir jetzt sind und somit, wann wir aufwuchsen. Was prägte uns in unserer Jugend?
Wir haben Vorbilder, leben in einer Welt der Werbung und Medien und vieles mehr … also stellt sich hier die Frage, wie frei sind wir wirklich und gehören unsere Leben wirklich uns?

Ich mag den Film „der Wolkenatlas“, weil nicht nur die Geschichte gut ist und zum Nachdenken anregt, sondern auch, weil es so viele schöne Zitate drin gibt.

Darunter dieses aus dem Munde von Somni:
„Unsere Leben gehören nicht uns! Von der Wiege bis zur Bahre sind wir mit anderen verbunden, in Vergangenheit und Gegenwart und mit jedem Verbrechen und jedem Akt der Güte erschaffen wir unsere Zukunft.“

Der Mensch ist ein soziales Wesen und somit sind wir auch mit anderen verbunden. Selbst jene, die für gewisse Zeit Survivals praktizieren, auf einer einsamen Insel landen oder isoliert leben (aus verschiedenen Gründen heraus), haben etwas, das sie prägte. Selbst jene „Wolfskinder“ wie Tarzan, die es tatsächlich gab und gibt und die von Tieren aufgezogen wurden, stehen nicht alleine wie der „Einsame Wolf“, sondern sind mit anderen verbunden.

Gehen wir nun einen Schritt weiter, so sind wir nicht nur mit anderen Menschen, sondern mit der Umwelt verbunden. Können wir wirklich in einer Welt leben, in der der Mensch völlig isoliert von allem ist? Selbst in einer abgekapselten Welt wie einem kleinen Raumschiff ist doch die Verbindung zu etwas anderem da. Auf Erden fühlen wir den Wind durch das Haar streichen, riechen das Salz des Meeres oder spüren die wohltuende Entspannung der Wälder. Wenn du dich mit „Waldbaden“ einmal genauer befasst hast, wirst du wissen, worauf ich hinaus will.
Wir sind ein Teil von allem, von unserer Umwelt und unserem sozialen Umfeld. Da mag es die ein oder andere Seele geben, mit der wir einfach bevorzugt Kontakt haben wollen, aber es gibt auch unzählige Leben, die an uns vorbeirauschen, wenn wir beispielsweise in einem anonymen Supermarkt einkaufen und an der Kassa stehen. Da blicken wir vielleicht dem Kunden hinter uns kurz in die Augen – auch das zählt!

Blicken wir auf all das, so sind wir mit einfach allem verbunden – ein Teil des sogenannten „Raumschiff Erde“.

Doch kehren wir zurück, so erkennen wir, dass wir in dem Umfeld, in dem wir aktuell leben, gewissen Konventionen folgen um ein Teil davon zu sein und es vielleicht auch zu bleiben.

Dabei sind Konventionen per se eine „Notwendigkeit“, um ein Miteinander abseits von Anarchie zu praktizieren. Wobei bei genauer Betrachtung selbst Anarchie ein Muster von Konventionen zeigt und praktiziert 😉

„Alle Grenzen sind Konventionen, die nur darauf warten, überwunden zu werden. Man kann jede Konvention überwinden, man muss diesen Schritt nur erst begreifen.“ (Zitat Wolkenatlas)

Wie gerne würden wir doch so manche uns auferlegte Grenze überwinden und ignorieren? Vielleicht kommt daher die Sehnsucht von so vielen nach „Superhelden“, die sich um Konventionen keinen deut scheren müssten und es nach eigenen Gedanken doch tun.

Ein Freund von mir formulierte es einmal so (oder so ähnlich):
„Keine Grenze, die ich mir nicht selbst auferlegt habe …“

Doch betrachten wir die Sachlage genauer, so sind Grenzen oft unüberwindbar – und genau darum mag ich das Zitat so gerne … „man muss diesen Schritt nur erst begreifen.“

Wie viele Geschichten kennst du, in denen die Hauptfigur die ihm/ihr gesetzten Grenzen überwand und nicht nur daraus lernte, sondern Alternativen zum Gewohnten aufzeigten? Natürlich bestand für die Figur dabei häufig das Dilemma, etwas verbergen zu müssen oder das Risiko sein Leben aufs Spiel zu setzen – ABER der Weg hinter die Grenzen war es wert.

Alanna von Trebond (die schwarze Stadt, im Bann der Göttin)
Konvention und Grenze – nur Burschen werden zum Ritter ausgebildet ….
sie pfeift drauf und verkleidet sich als Junge …
Neo (Matrix)
Die Wahl der Pillen … bleiben in den Grenzen der Konventionen oder diese verlassen – ein Weg ohne Wiederkehr
Kirk und Uhura (Star Trek)
In Zusammenhang mit einer damals recht fortschrittlichen Serie „Raumschiff Enterprise“ und der erste Kuss zwischen Farbig und Weiß (wenn auch erzwungen).

Jede Konvention kann überwunden werden, wenn wir erst einmal realisieren, dass es eine Grenze ist. Jede Grenze hat einen Punkt dahinter und davor haben so viele einfach nur Angst. Doch warum ist das so? Haben wir Angst davor, das zu verlieren, das wir haben?

Konventionen sollen eine Figur in Schach halten und insbesondere in dystopischer Literatur ist es nahezu immer so, dass ein bestimmter Charakter aus verschiedenen Gründen heraus das aktuelle Sein in Frage stellt und dadurch auch die Grenzen.

Beispiele dafür sind „schöne, neue Welt“, „Logans Run“, „1984“ oder „Wir“, in denen der ein oder andere Charakter aus seiner „Realität“ erwacht, weil einmal die eine oder andere Kleinigkeit nicht stimmig ist. Mitunter entdeckt die Figur andere, die zu erwachen beginnen und schlussendlich erkennt diese Figur, dass da mehr ist, als das, was ihm/ihr/es vorgespiegelt wird.

Es spielt hier keine Rolle, ob es eine vergangene Zeitepoche oder eine mögliche Zukunft betrifft, vielleicht ist es eine Welt auf einem fernen Planeten oder es ist eine Fantasy-Welt, in der Terror herrscht oder etwas ganz anderes. Immer sind es Konventionen, wo die Figur erkennt, dass etwas nicht stimmt.

Genau hier kannst du ansetzen, wenn dir eine Idee fehlt.

„Alle Grenzen sind Konventionen, die nur darauf warten, überwunden zu werden. Man kann jede Konvention überwinden, man muss diesen Schritt nur erst begreifen.“ (Zitat Wolkenatlas)

In jeder, wirklich jeder Welt, gibt es Konventionen, jene Grenzen, die aus verschiedensten Gründen heraus gesetzt sind und wurden, damit auch das Zusammenleben funktionieren kann. Eine Welt ohne Regeln formuliert schlussendlich ihre eigenen – Umstürze bauen neu auf, ebenso wie Revolutionen oder Anarchie. Menschen wollen Regeln nach denen sie leben können – ABER es ist sinnvoller, wenn diese nachvollziehbar sind. Darum hat dieser Freund von mir recht mit seinen Worten: „Keine Grenze, die ich mir nicht selbst auferlegt habe …“

Schlussendlich geht es vielfach auch darum, sich selbst in den Spiegeln sehen zu können und zu wissen, die Regelung, der ich unterworfen bin (oder mich unterworfen habe), ist sinnvoll.

Alle Grenzen sind Konventionen, die nur darauf warten, überwunden zu werden.

Keine Konvention ist in Stein gemeißelt, auch wenn manch einer das gerne hätte 😉 … Grenzen, in Regelungen formatiert, die angeben, wie zu leben ist – wir sind in unserem Naturell zwar sehr ähnlich, aber auch grundverschieden. Wo der eine Ruhe mag, schätzt der andere Partykracher, die einen mögen Mathe, die anderen Philosophie, und so geht es weiter. Die Grenzen sollen ein Miteinander ermöglichen, ABER manchmal ist es Zeit zu hinterfragen und zu sehen, was HINTER der Grenze ist. Wer sich traut die Grenzen und damit die festgefahrenen Konventionen zu überwinden – den erwarten mitunter Wunder!

Man kann jede Konvention überwinden, man muss diesen Schritt nur erst begreifen.“

Aus dem Kokon einer sicheren Welt auszubrechen, heißt auch, vieles hinter sich zu lassen und einen Neuanfang zu wagen. Die Konsequenzen, die ein Überwinden mit sich bringt, reichen von ganz klein, bis zur Lebensgefahr und weit darüber hinaus. Nur wer starr in den Konventionen verharrt, der bleibt relativ sicher, aber entwickelt sich auch nicht sonderlich weiter – und das wollen wir doch für unsere Charaktere und Figuren 😉

In welche Welt würdest du eine Figur setzen und welche Konventionen und Grenzen sollte dieser Charakter überwinden?

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Warum? Warum? Warum? öhm … gute Frage?

Was ist das Schönste an einem kleinen Kind?

Sicherlich werden hier insbesondere Eltern ihre ganz eigene Meinung vertreten. Da jedes Kind eine eigene Persönlichkeit ist, warum auch nicht?

Meiner Meinung nach ist das Schönste an jedem Kind die Neugierde und diese äußert sich in einem einzigen Wort: „Warum“?

Wenn du Kinder hast, wie oft bist du bei einer Frage dagestanden und hast keine Antwort gewusst? Das Warum dürfen wir niemals unterschätzen. 🙂

Ich sitze an derzeit an den Feinformulierungen der Fragen an die Selfpublisher, die mir das Interview geben (vielen Dank dafür) und sehe dabei, wie viele „Warum“ Fragen eigentlich darin stecken – eigentlich erstaunlich und vielleicht auch etwas erschreckend.

Warum …
Warum …
Warum …

Es sind im Grunde genommen die „Warum“ Fragen, die wir als Schreiberlinge auch nutzen können und ja – auch sollen. Figuren entwickeln sich im Laufe einer Story, werden reifer, älter und erfahrener. Sie lernen und nutzen dieses erworbene Wissen auch an (zumindest einen Teil davon). Vielleicht lernt die Figur zB Gebärdensprache und nutzt sie nur nie aus Mangel an Möglichkeiten oder etwas anderes?

Wenn wir eine Figur entwerfen (oder sich diese uns vorstellt), wissen wir anfangs nur wenig über ihn/sie/es. Vielleicht wissen wir, wie er/sie/es aussieht oder spricht. Manchmal scheint, als stünde er/sie/es im Raum und strahlt aus, was an Gedanken im Herzen ruhen. Mit der Zeit erfahren wir auch mehr über diese Figur und IMMER ist irgendwo ein Antrieb vorhanden.

Im WARUM liegt der Hintergrund für eine Handlung.

Somit brauchen wir für eine neue Figur nicht nur eine ungefähre er/sie/es-Version, sondern es macht auch Sinn einen Grund zu finden – ein warum? Nicht nur, die Figur selber betrifft es, sondern kann auch der Grund sein, warum er/sie/es sich in einer bestimmten Situation befindet.

Warum wurden Hänsel und Gretel in den Wald gebracht?
Warum ist Spock so ein logisches Wesen und dennoch in sich zerrissen?
Warum wollte Ragnar Lodbrok nach Westen?
Warum ritt Dschingis Khan mit seiner Horde nach Europa?
Warum hast du zu schreiben begonnen? 😉

Es ist so einfach, egal was passiert oder wohin eine Figur geht und woher er/sie/es kommt – es gibt IMMER ein Warum, auch wenn es im Moment nicht unbedingt klar ersichtlich sein mag.

Dieses Warum ist das Benzin, der Treibstoff, der Geschichte. Ein Warum kann vieles erklären aber auch viele neue Fragen aufwerfen. Lösen wir ein Warum, stecken hinter diesem weitere und wieder weitere.

Warum ist die Banane krumm?

Weißt du es, ohne zu googeln?
Bananen wachsen eigentlich parallel zum Erdboden, wobei das Sonnenlicht sie anzieht, wodurch sie sich nach oben krümmen.
Jedes Warum kannst du mit wenigen Worten erklären und genau hier kannst du deiner Figur eine mächtige „Waffe“ in die Hand geben – oder auch einen Schild.

Jede Figur steckt zu Beginn in einer Situation.

  • psychische Probleme
  • Lottogewinn verloren
  • nass im Regen stehend
  • im Knast sitzend
  • mit dem Enkel allein

Jede Figur hat einen Hintergrund, um etwas zu tun.

  • sucht nach den Eltern
  • sucht sich selbst
  • will sich entwickeln
  • hat etwas verloren

Jede Figur entscheidet – und sei es nur, sich nicht zu entscheiden.

  • einem anderen geholfen
  • jemanden verraten
  • Vermögen verschenkt
  • Beziehung eingegangen
  • Job gekündigt

Es gibt so vieles, das du als Schreiberling für ein Warum nutzen kannst – und genau hier sind Segen wie auch Fluch. Die Fülle ist großartig, aber auch schwierig, denn wie viel leichter ist eine Entscheidung zwischen drei Sachen oder 100.000enden?

Denk an dich selber, wie viele Entscheidungen du selbst im Leben schon getroffen hast. Ob dies die Wahl deiner Schule war oder der letzte Einkauf spielt hier keine Rolle, eifnach nur die Tatsache, du hast etwas entschieden. Warum hast du dich für das eine und gegen das andere entschieden?

Diese „Warum“ Frage geschieht oftmals unterbewusst, um uns als Mensch zu entlasten. Im Regelfall hat das mit den 08/15 Abläufen des täglichen Lebens zu tun. ABER dann gibt es Entscheidungen, die schwerer fallen und vielfach hinterfragt werden, um Hand-und-Fuß zu haben.

Betrachten wir die Welt draußen, so hängt alles zusammen.
Ob dies zu hohe Hitze ist, die für Überschwemmungen und Hagel sorgt oder die geringer werdenden Grünflächen, die für die Hitze mit Schuld tragen, ob es alte Relikte sind, die wir finden, und die uns vergangene Rätsel lösen halfen (Stein von Rosette) wodurch Vergessenes wieder ans Tageslicht kam – das Leben und die Welt in der wir sind, sind eins. Alles was getan wird, hat eine Auswirkung. Betrachte einen Stein, den du ins Wasser wirfst und die daraus entstehenden Wellen. Genau darin findest du den Punkt des „Warum“.

Das Warum ist der Stein, was daraus wird, sind die Wellen.

Vielleicht steht deine Figur vor einem Warum, das er/sie/es nicht beeinflussen kann, vielleicht hat er/sie/es dieses Warum selbst ausgelöst – das ist eine ganz andere Frage. ABER der Kernpunkt lautet: Gib deiner Geschichte mindestens EIN Warum und lass deine Figur mit diesem Punkt arbeiten. Ob dies jemand wie Fox Mulder ist, der an allem zweifelt oder jemand, wie Marie Curie, die etwas lösen wollte, spielt keine Rolle – das WARUM hingegen sehr wohl. Nehmen wir Figuren, die durchs Leben gleiten und denen einfach alles egal ist – für die spielt das warum wohl keine sonderliche Rolle, aber ihre Geschichten werden wohl auch nicht gelesen werden. Je klarer das Warum eine Story und eine Figur „dominiert“, umso eher sorgt die Geschichte auch für Interesse 😉

Hast du mal die Geschichte „Solos Reise“ gelesen? Eigentlich geht es um ein junges Katerchen, das immer auf den prophezeiten Retter wartet und nicht einmal mitbekommt, dass er dieser Retter selbst ist. Er stellt zwar die falsche Frage, aber das WARUM ist immer da. Warum tut er es? Weil er es kann und weil er die Notwendigkeit sieht. (Übrigens ist es ein wirklich entzückender Roman, den ich nur empfehlen kann.)

Das Warum ist immer da – nur ist es sinnvoll die richtigen Fragen zu stellen.

Du kennst sicher viele Autoren und ihre Werke (wenn auch nicht unbedingt persönlich). WARUM haben sich diese Autoren für genau ihr Genre entschieden?
Warum konzentriert sich Stephen King auf Horrorgeschichten?
Warum sind die Geschichten von Rosamunde Pilcher im romantischen Sektor?
Warum schrieb Ken Follet nach moderner Spionage historische Romane?
warum, warum, warum, …?

Meine Wahl für das Märchenhafte und das Tiergenre entfiel darauf, weil ich es selber gerne lese und mein Bauch irgendwann mal sagte – JA – das passt, nimm das und schreibe darin.
Meine Wahl für die Skaldenschule war, weil ich merkte, dass es so viele gibt, die ZB nicht mal wissen, wie sie anfangen sollen – die Skaldenschule ist dafür da, um zu helfen.

Das sind meine „Warum“.
Was sind deine Warum und was schreibst du, bzw. welche Genre bevorzugst du als Schreiberling?

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Sind Namen Schall und Rauch für dich?

Welchen Namen wird dein „Kind“ tragen?

Viele Eltern überlegen weit vor der eigentlichen Geburt, wie der Nachwuchs heißen soll. Dabei ist die Bandbreite enorm, die Namen können von klassisch, altertümlich, bis hin zu ultramodern so ziemlich alles sein. Aber nicht alle Namen sind für ein Kind wirklich sinnvoll oder geeignet.

Nehmen wir doch das Beispiel „Alexa“. Könntest du dir heute vorstellen, dein Kind so zu benennen? Oder ein anderes Beispiel eines alten, hochdeutschen und einst sehr beliebten Frauennamens – Kunigunde. (nunja, wer möchte heute denn „die Kuhäugige“ genannt werden? 😉 )

Im Grunde bedeuten so gut wie alle Namen etwas. Hast du deinen Namen eigentlich schon einmal nachrecherchiert?

Nehmen wir einfach ein paar Beispiele, die es in männlicher, wie weiblicher Version gibt:

Thomas / Thomine – der Zwilling
Alexander / Alexandra – der Beschützer + der Männer Abwehrende
Andreas / Andrea – der Tapfere

Ein paar eher ungewöhnliche Vornamen:

Allegra – die Fröhliche
Aurelia – die Goldene
Cedrik – der Liebenswürdige
Fionn – der Blonde, der Weiße
Madita – die Perle
Nieves – Frau aus dem Schnee
Vincent – der Siegende

Diese Namen findest du sowohl in göttlichen Sphären als auch in Pässe – und dazu kannst du jede Mythologie heranziehen 😉

Beispielsweise die Göttin der Jagd:
Skadi / Diana / Artemis

Baldur – Gott der Weisheit, Tugendhaftigkeit, Frühling
Freyr – Gott der Fruchtbarkeit
Frigg – Muttergöttin
Loki – Trickser und Schalk
Wotan – Göttervater
Thora – Gott des Donners

Natürlich gibt es sehr viel mehr, wenn dir einmal etwas „langweilig“ ist, dann mach dir ruhig den Spaß und such gezielt nach solchen Namen 😉

Sind Namen aber wirklich nur „Schall und Rauch“?

Jeder – und damit wirklich JEDER – verbindet mit bestimmten Namen etwas. Wer manche Vornamen trägt, der tut sich mitunter schwer, Karriere zu machen, nur aufgrund seines Vornamens. Ob dies nun daran liegt, weil diese Person dieses „Vorurteil“ irgendwann annimmt oder ob der Name selber die Person so werden lässt, spielt vielleicht auch gar keine Rolle.

Genau so verhält es sich aber auch mit deinem anderen „Kind“, deinem Buch und deiner Geschichte.

Wenn du schon veröffentlicht hast, wie bist du zu dem Namen gekommen?

Bei mir sind es verschiedene Motive. Die „Skaldenschule“ beispielsweise soll eine Reihe darstellen, in der du als Lesender deine Kreativität fördern kannst mit einfachen Mitteln (und Skaldenschmiede war schon vergeben 😉 ).

„Köstliches aus Wald und Flur“ – spricht das, was es ist, Rezepte mit den Kräutern und Pflanzen, die ebendort wachsen.

„Wenn Krähen lieben …“ – nun in dem Roman geht es um Noah, eine verliebte Krähe …

Andere wiederum nehmen Titel, die auf den ersten Blick nichts auszusagen scheinen, oder könntest du mit Titeln wie „die Nackten und die Toten“ etwas anzufangen ohne den Inhalt zu kennen?

Manchmal ist es schon sinnvoll, einen reißerischen Titel zu verwenden, immerhin ist es die Verpackung, auf der erste Blick fällt. Selbst, wenn wir eine noch so gute Geschichte schreiben, passt der Name nicht, dann bleibt das Buch häufig im Regal liegen.

Mit meiner momentanen Lesevorliebe von Tiergeschichten ist es vielleicht etwas einfacher, da der Titel häufig sagt, worum es geht (wie zb das Buch „Die Schwalbe Hirundo und ihre Erlebnisse“). Es werden nur mehr wenige Tierromane geschrieben, von daher ist es recht einfach sich auf ältere Geschichten zu konzentrieren.

Gib einmal in Amazon das Wort „Vampir“ oder „Zombie“ ein und setze den Filter auf Bücher – wie viele Titel werden aufgelistet? Wie oft kommt es zu ähnlich klingenden Titeln, über die ein williger Leser sofort drüberrasselt (oder gezielt zugreift?). Es ist doch der klassischen Namensgebung bei Kindern nicht unähnlich. Bestimmte Namen und Titel wecken eine gewisse Erwartungshaltung, die nicht immer eingehalten wird.

Wenn du also ein Buch schreibst und einen Titel vergibst, wonach orientierst du dich?
Wählst du einen Titel, der quasi in absoluter Kurzversion den Buchinhalt wiedergibt oder suchst du nach einem ungewöhnlichen Buchtitel, der nichts aussagt wie bei „die Nackten und die Toten“?

Wie weit spielt der Buchtitel wirklich eine Rolle?

Selbst wenn du dich jetzt für einen Titel entschieden hast, der supergut klingen mag und alles beinhaltet, was du dir vorstellst und wo du glaubst, damit bekommst du auch die Leser – wie verhält es sich dann mit dem Umstand, ob der Titel noch „frei“ ist?

Es ist ja schon interessant, wie viele Bücher im Titel „Bibel“ stehen haben. Die meisten von uns hatten dieses Buch ja tatsächlich mindestens einmal in Händen und Bibel selbst steht ja auch häufig für etwas anderes, als das religiöse Werk, ABER es wird auch ganz gern „inflationär“ genutzt.

Wie schwierig aber ist es wirklich, einen Titel zu finden, den es wirklich noch nicht gibt?
Der erste Gedanke ist schlichtweg – googeln wir doch einfach mal – oder du machst es einfacher und gehst auf diese Seite:
https://portal.dnb.de/opac.htm

Jeder Buchtitel, der mit ISBN versehen ist, scheint zumindest 1x dort auf. Du kommst beim Link auf die Seite der „Deutschen Nationalbibliothek“ und du kannst dort auch nach Autoren suchen. Das wiederum ist eine gute Sache, wenn du dir ein Pseudonym zulegen möchtest und überlegst, wie du dich benennen magst. Es ist nämlich keine gute Idee, ein Pseudonym zu wählen, das es schon gibt, weil es zu schrägen Verwicklungen führen kann.

Wenn du dein Werk veröffentlichen willst, dann wähle entweder deinen tatsächlichen Namen, oder ein Pseudonym, das es so noch nicht gibt. Im Übrigen darfst du deinen tatsächlichen Namen verwenden, selbst wenn dieser irgendwo als Autor schon aufscheint – immerhin ist es ja auch dein Name.

Bei all den Gedanken, wie wir eine Figur gut aufbauen und wie wir eine Geschichte aufs Papier oder in den Computer zaubern, dürfen wir nicht vergessen, wenn wir schreiben und den Text irgendwann mal veröffentlichen, dass wir hier einiges zu beachten haben.

Wenn ich mir die ganzen Plagiatsthemen so betrachte, die einem das Leben gründlich versauen können, so sind wir ja auch stolz auf unser Werk und wollen auch einzigartig bleiben (und sein). Darum ist es so wichtig, auf den Namen zu achten.

Namen sind definitiv mehr als nur „Schall und Rauch“, denn sie sind in Kürze das, wofür du als Schreiberling blutest, wofür dein Werk stehen mag und was nicht zuletzt jener Punkt ist, für den du alles tust. Einzigartig sein und vor allem auch – dein Herz bloßlegen.

Machen wir uns nichts vor, in unseren Texten steckt so viel von uns selbst, wenn du schreibst, tust du das häufig um zu unterhalten und schenkst dabei vieles von dir her. Wir Schreiberlinge geben viel von uns, denn einerseits sind wir „Handwerker“, andererseits aber auch Künstler und gerade letztere gehen ihrem Werk nach, um andere glücklich zu machen. (Der Handwerker wiederum tut es häufiger für Geld, als für Luft und Liebe 😉 – bei Künstlern mag das mitunter andersrum sein.) Somit sind wir Schreiberlinge irgendwo das Bindeglied zwischen beiden Aspekten.

Wie wählst du deinen Buchtitel? Worauf kommt es dir an?

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Sendest du deine Wünsche an den Weihnachtsmann?

Möchtest du dir auch was wünschen?

Wenn du meinem Blog schon eine Weile folgst, dann weißt du wahrscheinlich auch, dass ich nur bedingt ein Freund hoher Temperaturen bin und mich längst wieder auf die nächsten Schneewehen und Eiszapfen freue 🙂

Wie geht es dir, wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen? Bei mir fängt im Durchschnitt ab 33 Grad Weihnachtsstimmung an aufzukommen.

Kennst du auch nur einen einzigen Weihnachtsfilm, in dem es KEINEN Schnee gibt? Ich schon – leider! Aber auch NUR einen einzigen 🙂 – juhu!

Auch wenn Weihnachtsfilme wahnsinnig kitschig sein können, so haben sie vielfach eines gemeinsam – Besinnlichkeit in Kombination mit guten Wünschen und vor allem WINTER und SCHNEEEEEEEEEE! 🙂

Vielleicht sollte ich mal ne Weihnachtsedition mit einer Auflistung aller Weihnachtsfilme zusammenstellen … Aber Spaß beiseite.

Es spielt doch im Grunde gar keine Rolle, ob jemand Weihnachten feiert oder nicht, ob er/sie nun Chanukka (Judentum), Diwali (Hinduismus), Visakha Puja (Buddhismus), das Julfest (Asatru und Naturreligionen) oder etwas anderes feiert, es geht in allen diesen Festen um das Beisammensein und das sich-unterstützen.

Weihnachtsstimmung bedeutet für mich jedoch einfach einmal heißer Kakao, meine Kuscheldecke, Kaminfeuerprogramm im Fernseher und einfach Schnee.

Dazu stell ich dir hier einfach mal zwei der Weihnachtsfilme vor, die ich wirklich mag:

„Santa’s Slay – Blutige Weihnachten (bzw. „Very Bad Santa“)

Eigentlich ist es eine Horrorkomödie aus dem Jahr 2005, in der Santa Claus der Sohn des Satans ist. Bis er mit einem Engel eine Wette einging und diese verlor. Erst verbreitete er Angst und Schrecken und als verlorene Wette hatte er nun die Aufgabe, den Menschen 1.000 Jahre Freude zu bereiten.

Nach Ende der 1.000 Jahre verlässt er den Nordpol und beginnt seinen blutigen Weihnachtsfeldzug. Allerdings – wie in sehr vielen anderen Filmen auch – findet sich ein junger Widersacher, der diesem Santa gründlich Paroli bietet.

Hier ist das Kostüm optisch eher an nördlichere Tracht angelehnt, als dem klassischen „Coca-Cola-Weihnachtsmann“. Ernst nehmen darf den Film echt keiner, aber auf seine Weise ist der Streifen schon richtig charmant.

Den zweiten Weihnachtsfilm fand ich erst vor wenigen Tagen:

„Wunder einer Winternacht – Die Weihnachtsgeschichte (Originaltitel Joulutarina)“

Dieser Streifen entstammt einer finnisch/kanadischen Coproduktion aus dem Jahre 2007.

Vor hunderten von Jahren verlor Nikolas seine Eltern auf tragische Weise. Der Weisenknabe kam nun jedes Jahr bei einer anderen Familie unter, bis die Fischsaison keine ausreichende Nahrung brachte. Nikolas bedankte sich auf seine Weise und schnitzte den Familien als Dankeschön etwas Schönes. Das sah auch der Tischler Iisakki, der ihn als seinen Lehrling übernahm, wo kein anderer ausreichend Nahrung für ihn übrig hatte. Nach einer anstrengenden Lehrzeit wird Nikolas praktisch sein Sohn und hat ein feines Zuhause. Jedes Jahr zu Weihnachten verschenkt er seine Schnitzereien, indem er sie vor die Türen der Familien legt und sorgt sogar dafür, dass ihn keiner mit dem „Weihnachtsmann“ in Verbindung bringt.
Als er dann zu alt dafür wird, übernehmen die Eltern diese Aufgabe, sodass immer ein Geschenk vor der Tür für die Kinder da ist.

Diese Version gefällt mir von all den Santa-Claus-Filmen inzwischen am besten. Sie ist nicht kitschig, sondern einfach nur märchenhaft mit einem leichten Touch der früheren, tschechischen Märchenfilme. Angezuckerte Landschaften, tiefe Schneewehen und vor allem die Entwicklung von einem traurigen Weisenjungen hin zum Weihnachtsmann ist einfach nur entzückend und absolut kindgerecht gedreht! Achja, und die Rentiere dort haben schlichtweg Angst vor roter Kleidung – darum bekam er seine rote Tracht….

Also wenn du mal in Weihnachtsstimmung bist dank der Hitze, guck einfach mal in diese Filme rein – es lohnt sich 😉

Abgesehen davon gibt es natürlich noch viele andere, wundervolle Weihnachtsfilme wie ZB:
-The Nightmare Before Christmas (1993)
-Schöne Bescherung (National Lampoon’s Christmas Vacation, 1989)
-Buddy, der Weihnachtself (Elf, 2003)
-Der Grinch (How the Grinch stole Christmas, 2000, 2018)
-Santa Clause – Eine schöne Bescherung (1994)

Was ist dein liebster Weihnachtsfilm und warum?

Heiße Sommertage und Weihnachtsfilme sind vielleicht grundsätzlich konträr, aber warum auch nicht? Sie sind meist kurzweilige, nette Filme, mit einer lieben Grundaussage und vor allem SCHNEE … lasst uns das nicht vergessen, denn als Kinder haben wir diese Zeit doch alle geliebt …

Hm … würdest du eine Weihnachtsgeschichte schreiben, wovon würde sie handeln?

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