Nutzt du deine Stimme zur Fehlerkorrektur?

Für meinen Roman nutzte ich ein neues Mittel der Fehlerkorrektur und las mir selbst laut vor, was ich geschrieben hatte. Das Ergebnis waren einige ausgetauschte Wörter, ein paar neue Ideen und ein leicht abgewandeltes Ergebnis, als ich es zuerst schrieb.

Klingt eine Geschichte gut, wenn du sie vorliest, ist es ein weiteres Puzzlestück für eine wundervolle Story, mit der du andere verzaubern kannst.

Dieser Ausschnitt ist ein Stück davon – viel Spaß beim Reinhören in „Wenn Krähen lieben …“

Wie sehen wir Island?

Ob ein Land wie Island oder etwas gänzlich anderes – wir alle sehen Dinge aus verschiedenen Augen und Perspektiven – es gibt nichts, das zwei oder mehrere Personen völlig gleich wahrnehmen. Umso schöner wird es, wenn wir auch unterschiedliche Sichtweisen einer noch recht unbekannten Nation wahrnehmen dürfen.

Hier möchte ich dich einladen, von anderen Autoren und Reisenden, zu lesen, wie diese Island wahrgenommen und erlebt haben.
Viel Freude beim Lesen.

Und wenn du selbst Island schon mal besucht hast und etwas davon erzählen möchtest, schreib mich an und melde dich bei mir. 🙂

Hier die bisherigen Beiträge:

https://islensku.com/2020/08/06/zwischenstopp-von-new-york-city-nach-island/

https://islensku.com/2020/08/07/ricochet/

Was haben Waldluft und der Blues mit einem Polarfuchs zu tun?

Hast du manchmal den „Blues“, wenn dir nichts mehr recht ist und du nur noch genervt bist?
Jeder von uns hat ihn manchmal – bei dem einen geht es vielleicht sogar in Richtung Depressionen, der andere hat dies vielleicht nur ab und zu, wenn etwas schief läuft und gerade wir Frauen benötigen manchmal monatlich Unmengen an Schokolade, um den „Blues“ wieder loszuwerden.

Die Taktiken, damit umzugehen sind naturgegeben verschieden.
Der eine nutzt eine TV-Show, um sich darin zu verlieren, wir verspachteln vielleicht Unmengen an leckerem Vanilleeis oder gehen shoppen. Andere wie ich relaxen im Wald oder anderem natürlichen Umfeld.

Mein Weg ist da ein anderer – ich liebe den Wald und die darin verbundene Freiheit einmal weg von allem zu sein. Das Leben in einer Großstadt kann manchmal sehr anstrengend werden, vor allem, wenn man eigentlich ein Landei ist wie ich. Da ist ein Ausflug ins Grüne auch mal sehr wichtig und bringt einen wieder die nötige Ruhe ins Herz.

Warst du schon mal nachts im Wald spazieren? Gut, mich hat gestern ein heftiger Regenguss dabei erwischt und ich war schlussendlich nass bis auf die Haut – aber dafür durfte ich den Duft „Petrichor“ genießen, den der Waldboden nach einem Regen schenkt, wenn zuvor eine Hitzewelle vorhanden war.
Mitten im Wald entdeckte ich eine kleine Wiese – auf der leider der Vollmond nicht zu sehen war, dank der dicken Regenwolken 🙂 aber das machte nichts. Ganz im Gegenteil durfte ich dabei die diesigen Nebelwolken genießen, die über den Baumwipfeln hingen, die wenigen Nachtvögel, die schrien, gaben allem einen herrlichen Sound von Frieden und vollkommener Entspannung.

Wenn du das noch nie in deinem Leben gemacht hast – ich kann dir nur empfehlen, probier es aus. Nimm aber eine Taschenlampe oder Ähnliches mit, wenn du die Wege nicht kennst, sonst geht es dir wie mir gestern und du stehst mitten im grünen Gemüse und hast keine Ahnung, wie du da eigentlich hingekommen bist …

So ganz auf sich selbst zurückgeworfen, in einem wunderschönen, natürlichen Umfeld, kannst du dich mit Fragen beschäftigen, die dir sonst keine Lösung erlauben, weil es schlichtweg einfach zu laut ist oder du keine Ruhe hast, um an einer Lösung einer bestimmen Problematik zu arbeiten.
Das tat ich gestern auch und erhielt dabei Antworten, mit denen ich nie im Leben gerechnet hätte. Ganz nebenbei ist es auch eine Möglichkeit, um neue Figuren für deine Geschichten zu finden – und ich habe einen „Polarfuchs“ dabei entdeckt, der sich unbedingt als Teil einer Geschichte zeigen möchte. Da diese nicht nur wunderschön sind, sondern auch in Island ihr Zuhause haben, wäre das eine interessante Idee, eine entsprechende Geschichte für den Polarfuchs zu schaffen …

Wie entspannst du dich, wenn du den Blues hast?

Spürst du die Macht der Stimme?

Kennst du die Macht der Stimme?
Natürlich können wir die Stimme trainieren, Sprachtraining absolvieren und vieles mehr, aber es gibt einzelne Menschen, die von Natur aus über eine ganz besondere Stimme verfügen.

Ein Freund von mir gehört dazu. Wenn er spricht, hat man das Gefühl, sich bei ihm geborgen und sicher zu fühlen. Diese Stimme kann unglaubliche Gänsehaut verursachen und vieles mehr – kurzerhand, seine Stimme ist einfach zum Niederknien. Er hat nie dafür geübt oder trainiert – seit ich ihn kenne, hat er es einfach in sich – und wichtig dazu zu sagen ist, dass er diese Gabe nicht missbraucht – ganz im Gegenteil!

Ich gehöre nicht in diese „Kategorie“ und etwas Derartiges hab ich auch bei keinem anderen bisher erlebt – aber wenn du einmal jemanden sprechen hörst, der über eine ähnliche Art verfügt, dann spürst du es, du fühlst es.

In manchen Märchen und Sagen gibt es Figuren, die über eine Stimme verfügen, mit denen sie sich alles erobern können ohne große Mühe aufzuwenden. Eine Stimme, die Wände einstürzen lassen kann, die ein Weltreich erobern könnte oder die einfach nur ein gutes Händchen für Tiere ermöglicht.
Die Macht der Stimme kann vieles ermöglichen und verändern. Wir hören Stimmen tagtäglich, sei es im Radio, TV, Podcats oder auch im direkten Gespräch. Es ist eine ganz besondere Gabe, die solche Menschen tragen – auch wenn sie dies vielleicht selbst nicht einmal wissen.

Die Macht der Stimme kann uns verzaubern, entzücken oder verängstigen – eines ist gewiss, keine Stimme ist gleich.
Lassen wir uns verzaubern davon, wie in unseren Kindertagen und freuen wir uns, wenn wir eine solch ungewöhnliche Stimme vernehmen dürfen. Denn sie ist etwas Besonderes – genauso wie der Mensch, zu dem sie gehört.

Kennst du so jemanden Besonderen?

schreiten wir voran, entwickeln wir uns weiter …

Heute einmal etwas ganz Neues von meiner Seite her … die Aufnahme ist vielleicht nicht die Beste, aber sie kann dir mal einen Eindruck von meiner Stimme vermitteln 😉
Einfach, weil ich nicht über das passende Equipment verfüge, so muss halt das Diktaphon meines Handy dafür herhalten ….

Manchmal spüren wir, es ist Zeit für den nächsten Schritt im Leben. Ich arbeite derzeit in einem Callcenter und helfe dabei in beratender Tätigkeit – bin quasi eine Art „Problemlöser“.
In letzter Zeit höre ich immer wieder, ich hätte doch eine wundervolle, beruhigende Stimme und merke selbst, dass ich es schaffe, sogar die aufgeregtesten Gemüter zu beruhigen.
Treten manche Dinge gehäuft im Leben auf, so können sie durchaus als Zeichen zu werten sein. In meinem Fall sehe ich es als Hinweis mehr mit meiner Stimme zu machen. Wer weiß heute schon, was sich daraus entwickeln wird?

Lass mich mal deine Meinung dazu hören oder lesen 😉

Magst du Märchen?

Die meisten von uns haben ein ganz bestimmtes Lieblingsmärchen. Verrate mir doch, welches ist dein Lieblingsmärchen?

Diese schönen Geschichten lernen wir bereits in frühesten Kindertagen kennen. Als ich noch klein war, liebte ich die tschechischen Versionen der Märchen, die heute manchmal noch zu finden sind.
Es sind häufig wunderschöne Märchen aus alten Tagen, in denen wir noch träumen dürfen. Disney hat die Neuverfilmungen von Märchen fast schon wie ein Geschäft aufgezogen – mir etwas zu kommerziell, denn ich mag lieber die alten, charmanten Märchenfilme – aber Geschmäcker sind glücklicherweise verschieden. 🙂

Gehen wir den Märchen ein klein wenig auf den Grund, so finden wir manchmal sogar den Kern einer alten Geschichte, etwas Zauberhaftes oder Gruseliges darin, das Schreiberlinge wie die Gebrüder Grimm schlichtweg entsorgten.
Beispielsweise war Rotkäppchen einst alles andere als kindertauglich, denn der ach so pöse Wolf wollte sie nicht nur fressen. In manchen Varianten geht Rotkäppchen auf eine der alten Werwolfsgeschichten zurück – und wie wir wissen, sind Werwölfe mit Vorsicht zu genießen.
Schneewittchen wiederum beruht auf einer Adelstochter, die aus ihrem Heim entlaufen war und schlussendlich bei 7 Bergleuten unterkam.
In anderen Märchen findest du alte Gottheiten, beispielsweise war „Frau Holle“ ursprünglich Huld, die Holde oder einfach auch nur Holle, die germanische Erd- und Himmelsgöttin.

Viele Märchen tragen einen wahren Kern in sich, der mit der Zeit jedoch gründlich ausgeschmückt wurde. Mach dir mal den Spaß und recherchier selbst ein wenig nach, wenn es dich interessiert.

Auch Märchen sind ein Teil unserer Geschichte, ein Teil unserer Wurzeln und Ahnen, durch die wir heute das geworden sind, was wir nun sind und es ist immer spannend ein wenig in den alten Zeiten zu suchen und zu graben – wer weiß heute schon, was wir dort noch finden werden …

Welches ist dein Lieblingsmärchen und warum gerade dieses?

Schenke ihnen Leben 04

Vorschlag 4 – Pherier

Kennst du Romane wie „der grüne Stern“ oder „1984“?

Hast du dich je mit dystopischer Literatur auseinandergesetzt und Romane dieser Sparte gelesen? Sie können richtig heftig werden und einen mit einem sehr flauen Gefühl im Magen zurücklassen.

Dieses Mal schlage ich dir einen Charakter vor, der in einer solchen Welt lebt. Wie in solchen Romanen üblich, wurde längst die Sprache verändert, vereinfacht und alles daraus entfernt, das nicht dem gewünschten Schema entspricht.

Pherier trägt einen zerschlissenen Anzug in Grau, allzu viele Wechselklamotten hat er nicht, denn das wäre „dekadent“, er interessiert sich für alles Mögliche, durch die Welt, in der er lebt, hat er jedoch nur wenige Möglichkeiten Dinge zu erfahren, die ihn wirklich interessieren.

Wo andere sich den Ablenkungen hingeben, die ihnen geboten werden (Brot und Spiele wie im alten Rom, dazu erzählt er mir aber nichts) – vielleicht ist es eine Art Social-Media, in der sich alle verlieren – mag er die Wanderungen alleine in den wenigen Wäldern, die noch übrig sind und taucht ein in verlassene Orte.
Er sucht etwas und weiß nur noch nicht was er eigentlich finden will. So folgt er seinem Herzen und findet Schätze, die aus alten Tagen stammen.

Als zufällig ein Bekannter etwas in seinem Besitz entdeckt, das ihm seltsam vorkommt, fragt er nach. Erst traut Pherier der Sache nicht, doch mit der Zeit vertraut er seinem Bekannten. Dieser jedoch unterhält sich mit einem anderen Freund und lässt Worte fallen, die ihn verdächtig machen und zieht so Pherier mit hinein.

Bald schon wird klar, dass der schöne Schein gar nicht so schön ist, wie die Welt dem Menschen glauben machen möchte und Pherier ergreift die Flucht. Verrate mir, wohin treibt es ihn und was findet Pherier dort?

Wurzelwerk, Verbundenheit und wie es auf das Schreiben wirken kann …

Seit ich denken kann, beschäftige ich mich mit Geschichte, den verschiedenen Pantheonen, den guten wie weniger guten Entwicklungen, die immer wellenweise kommen. Mal schlägt es in die eine Seite, mal in die andere. Wir haben jetzt eine lange Zeit der Globalisierung hinter uns und sehen jetzt erste Tendenzen, dass sich wieder Menschen mit ihren eigenen Wurzeln befassen, die das lange Zeit vermieden haben.

Kennst du deine Wurzeln? Weißt du, woher deine Familie kommt?
Wir können aus dem Einst so viel lernen – blicken wir einmal zurück in die Vergangenheit, erkennen wir Dinge, die wir für unsere Zukunft gut brauchen könnten.

Nimm Beispiel den Spruch „alter Schwede“ oder wüsstest du, warum wir heute Margarine aufs Brot streichen ohne im Internet zu rechercherieren?
Weißt du, dass ZB historische Romane sehr gerne gekauft und gelesen werden? Darunter fallen beispielsweise Geschichten wie „die Säulen der Erde“ oder „die Wanderhure“.

Stell dir jetzt einen Baum oder einen Pilz vor, in beiden Fällen sehen wir nur das, was über der Erdoberfläche gedeiht und wächst, aber die Wurzeln gehen oft sehr viel tiefer. So ist es mit unserer Geschichte, unseren Vorfahren, unserer Kultur und vielem mehr. All das wuchs über lange Jahrhunderte, wenn nicht gar Jahrtausende, bis wir das haben, was wir jetzt nutzen können – auch wenn vieles bereits beispielsweise im alten, römischen Reich schon existierte.

Genau diese historischen Wurzeln und Themen können wir für wundervolle Geschichten nutzen, wir können Biographien schreiben, Fantasyelemente mit historischen Themen mischen oder etwas gänzlich Neues aus alten Erzählungen kreieren.

Doch was fasziniert uns an den alten Geschichten so sehr, dass wir so gern darüber lesen? Waren die Zeiten „einfacher“ oder hat es andere Gründe?

Meine heutige Frage an dich:
Wenn du eine Geschichte im historischen Kleid schreiben möchtest, welche Zeit und welchen Ort würdest du wählen? Warum gerade diesen?

Wandel, Traditionen und wie du es für dein Schreiben nutzen kannst ….

Vor einiger Zeit unterhielt ich mich mit Frigga über Dichtkunst im Allgemeinen und über die „Sprache der Dichtkunst“, wie sie Snorri Sturluson in der „Edda“ beschrieb.
Wer, wie ich, sich gern mit Worten umgibt, sie ausschmückt und mit ihnen arbeitet, merkt bald, dass es „mehr“ gibt, als „nur“ eine Art sich auszudrücken. Da werden die Berge zu Giganten, die sich dem Firmament entgegenstrecken, der Ozean wandelt sich zum Sammelbecken der Tränen des Himmels und eine Katze bleibt auch nicht unbedingt eine Katze 😉

Dichtkunst ist etwas, das sich über Jahrhunderte, sogar Jahrtausende entwickelt hat und immer feinere Formen angenommen. Wir nehmen Bücher, lesen oftmals sehr ähnliche Schreibstile und greifen wir zu Klassikern wie William Shakespeare, verstehen wir häufig nur, dass wir nicht mehr wissen, wie der Dichter es damals gemeint hat.

Entweder wir haben das Talent und spüren von Anfang an, wie wir schreiben um andere zu fesseln, oder wir erlernen es mühsam oder wir wachsen schlichtweg hinein, indem wir uns vielfach mit Texten befassen, jeder ist da anders.

Wir leben in einer seltsamen Zeit. Traditionen – egal welcher Art – wurden oftmals über Jahre hinweg zerstört, Wurzeln ausgerissen und jetzt scheint der Trend allmählich wieder in die Gegenrichtung zu gehen. Dazu brauch ich nicht viel zu sagen, es reicht, wenn du dir die Schlagzeilen in den Medien durchliest.

Wir haben vielfach verlernt, die alten Traditionen wertzuschätzen, die über Generationen getragen wurden – sieh nach Island und frag dich, warum sie ihre Sprache seit so langer Zeit nahezu gleich behalten konnten, wo andere vieles verloren.

Als Schreiberling ist es unsere Aufgabe, alte Traditionen (der Dichtkunst) zu (be)wahren. Wir tragen die Verantwortung dafür, dass auch künftige Generationen etwas haben, worauf sie noch lange stolz sein können.
In diesem Sinne werde ich mich mit jetzt mehr mit der alten Dichtkunst der Skalden befassen – was wirst du tun?

Wasser ist Leben

Kehren wir wieder zum Schreiben und Dichten, zum Kreativen und zum Erfüllenden der Worte zurück.

Die Basis einer guten (oder auch einer schlechten) Geschichte ist der Kern. Stell dir ein Samenkorn vor, das du in Händen hältst und in dem eine ganze Geschichte steckt. Vielleicht ist es auch ein Ei, das du siehst oder eine Zwiebelknolle.
Alle drei haben eines gemeinsam – in ihnen steckt die Frucht des werdenden Lebens.

Wie sich dieses neue Leben entwickeln wird, das wissen wir zu Beginn nicht. Wir sehen den Kern und überlegen, betrachten das Ei oder die Knolle und fragen uns vielleicht, was könnte daraus entstehen.

Der nächste Schritt, um eine Geschichte gut werden zu lassen ist das Wasser. Ohne Wasser gibt es kein Leben, ohne Wasser verdorren und verdursten wir und genauso geht es dieser Geschichte.

Wasser kann sanft oder gewaltig sein, kann Leben geben oder nehmen. Wir sehen die klaren Quellen und die gewaltigen Tsunami, freuen uns auf den warmen Sommerregen und fürchten die Überschwemmungen.
Gießt du eine Pflanze zu viel, fängt sie an zu schimmeln, gießt du sie zu wenig, verdorrt sie.

Mit dem Samenkorn, das du in Händen hältst und aus dem du eine Geschichte schreiben willst, benötigt Wasser für ihr Gedeihen und Werden.

Meine Frage an dich:
Was könntest du dir vorstellen, ist dieses Wasser? Was würdest du deiner Geschichte schenken – denn bedenke dabei, Wasser ist Leben!