klassische Frauenromane – liest du sowas?- classic women’s novels – do you read that?

Blogger „tala2019“ brachte mich mit ihrem Kommentar (https://myskaldkonur.com/2019/05/28/wer-ist-fur-dich-eine-starke-weibliche-personlichkeit/comment-page-1/#comment-1315) auf einen Gedanken, der mir so noch nicht wirklich aufgefallen ist.

Romane mit weiblichen Hauptpersonen sind ganz schnell „Frauenromane“, werden weniger rezensiert, sind vielleicht weniger erfolgreich. Aber vielleicht ist das nur ein subjektives Vorurteil, das ich da habe.

Was sind deiner Meinung nach klassische Frauenromane?
Viele davon entstammen der Richtung „tatsächlich erlebt“ und handeln meist von Frauen, die aus irgendeinem Grund ein Marytrium hinter sich haben. Andere sind vorrangig Liebesromane. Vereinzelt finden sich Romane mit starken, weiblichen Charakteren, die vor allem an sich selber und ihrer eigenen Entwicklung arbeiten.

Die Frage ist nun, gibt es „typische Frauenromane“ überhaupt noch?
Mir muss eine Geschichte gefallen, ob der Hauptheld Mann, Frau oder was anderes ist, spielt für mich nur eine untergeordnete Rolle. Ich mag Gastlichtromane ebenso wie historische Geschichten, mitunter Sci-Fi oder andere Genre, solange die Story gut geschrieben ist und der Leser mit den Figuren mitfiebern kann.

Liest du klassische Frauenromane oder sind sie dir zu klischeebehaftet?

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Blogger „tala2019“ brought me with her comment (https://myskaldkonur.com/2019/05/28/wer-ist-fur-dich-eine-starke-weibliche-personlichkeit/comment-page-1/#comment-1315) to a thought that I hadn’t noticed yet.

Novels with female main characters are very fast „women’s novels“, are less reviewed, are perhaps less successful. But maybe that’s just a subjective prejudice I have.

What do you think are classic women’s novels?
Many of them come from the direction „actually experienced“ and are mostly about women who have a Marytrium behind them for some reason. Others are primarily romancing novels. There are a few novels with strong, female characters who work primarily on themselves and their development.

The question now is, do „typical women’s novels“ still exist at all?
I just like a story, whether the main hero is a man, a woman or something else, only plays a subordinate role for me. I like guest light novels as well as historical stories, sometimes sci-fi or other genres, as long as the story is well written and the reader can enjoy the characters.

Do you read classic women’s novels or are they too clichéd for you?

Stille, Vergessen … silence, forgetting

Kennst du „Dr. Who“?
Er hat viele Gegner, Dalek, Wheeping Angels, Cyberman und unzählig viele andere … Der 11. bekommt einen Gegenspieler mit Namen „Stille“. Siehst du weg, vergisst du sie.
Der Vorteil dieser Serie ist die Vielfältigkeit, in der so vieles zu finden ist, das wir auch als „Inspiration“ für Geschichten nutzen können.

Nehmen wir als Beispiel „die Stille“, dann stehen die Charaktere zu Beginn vor einem fast nicht zu lösenden Rätsel. Es ist schwierig eine Lösung für etwas zu finden, das nicht einmal ansatzweise zu verstehen ist.
Genau davor setzen wir aber die Charaktere in unseren Geschichten. Wir sind, genau betrachtet, Vater oder Mutter dieser Charaktere und helfen ihnen damit bei ihrer Entwicklung. Am Ende der Geschichte sind sie stärker, erfahrener und wissender. Doch welche „Rätsel“ geben wir ihnen auf dem Weg mit?
Sollen sie anfänglich einfach sein oder gleich ein kaum lösbares Rätsel, bei dem die Charaktere verzweifeln und aufgeben?

Meine Krähe Noah steht vor dem Rätsel, wo seine geliebte Soar abgeblieben ist. Seine geliebte Krähendame, in die er sich verliebt hatte und die dann spurlos verschwand. Wo ist sie abgeblieben? Wird er sie wiederfinden? Was wird ihm helfen bei seiner Suche?
Ich bin mit der Geschichte jetzt am Über- und Ausarbeiten. Das Rätsel wird eine Lösung bekommen. Aber bis es soweit ist wird er Zweifel haben und nach ihr suchen.

Die Stille wäre vielleicht eine Lösung, sie vergessen ebenso … aber eine verliebte Krähe gibt nicht einfach auf.

Wie schwer machst du es deinen Charakteren?

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Do you know „Dr? Who“?
He has many opponents, Dalek, Weeping Angels, Cyberman and countless others … The 11th gets an opponent called „Silence“. If you look away, you forget them.
The advantage of this series is the diversity in which so much can be found that we can also use as „inspiration“ for stories.

If we take „Silence“ as an example, the characters are faced with an almost unsolvable puzzle at the beginning. It’s difficult to find a solution for something that can’t even begin to be understood.
Exactly there we put the put the characters in our stories. We are, in fact, the father or mother of these characters, helping them to develop. At the end of the story, they are stronger, more experienced and more knowledgeable. But what „puzzles“ do we give them along the way?
Are they supposed to be simple at the beginning of a puzzle that can hardly be solved, in which the characters despair and give up?

My crow Noah faces the mystery, where his beloved Soar remained. His beloved Krähendame, with whom he had fallen in love and who then disappeared without a trace. Where has she gone? Will he find her again? What will help him in his search?
I am now working on the story, overworking and working out. The riddle will get a solution. But until then he will have doubts and search for her.

The silence might be a solution, they forget as well … but a crow in love doesn’t just give up.

How hard do you make it for your characters?

Kerzenlicht, eine Kuscheldecke und heißen Kakao bitte – Candlelight, a blanket and hot cocoa, please

Bald wird es November sein, die traditionelle Zeit, in der Bücher in die Hand genommen und gelesen werden.
Dazu gehören eine Kuscheldecke, die sich meine Miezekatzen einkassiert haben, und eine heiße Tasse Kakao. Ganz oben auf dem Bücherstapel liegen Märchenbücher mit Geschichten aus alten Tagen, ein paar Romane und meine „Magicians-Romane“, zu denen ich die letzten Monate nicht wirklich gekommen bin.

Was ich dann in die Hand nehme und lese, entscheidet sich ohnehin nach dem Bauchgefühl, wonach mir in dem Moment ist. Vielleicht wird es auch ein Sachbuch. Davon stehen auch viele in den Regalen.

Mein Holder hat sich derzeit in das Spiel „Warhammer“ vertieft, dementsprechend sieht auch die Lektüre am stillen Örtchen aus, aber warum auch nicht?

Viele von euch haben Bücher zu Hause liegen, die erst in der stilleren Jahreszeit gelesen werden. Wonach greifst du? Was ist es, das du dir aufgehoben hast? Und vor allem, wie gestaltest du deine Lesezeit?

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Soon it will be November, the traditional time when books are picked up and read.
This includes a cuddly blanket that my pussycats have collected and a hot cup of cocoa. At the top of the pile of books are fairy tale books with stories from the old days, a few novels and my „Magicians novels“, which I haven’t come across in recent months.

What I pick up and read anyway depends on the gut feeling I have at the moment. Maybe it will also be a non-fiction book. There are many of them on the shelves.

My Holder is currently immersed in the game „Warhammer“, accordingly the reading at the quiet place looks, but why not?

Many of you have books at home that are only read in the quiet season. What are you reaching for? What is it that you have saved for yourself? And above all, how do you shape your reading time?

Die Rückkehr der stillen Jahreszeit – the return of the silent season

Viele feiern in diesen Tagen die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche.
Wer auch immer von euch diese Zeit feiert, ich wünsche euch ein schönes Fest.

Mein Geburtstag ist Anfang November. Seit meiner Kindheit mochte ich die kühlere, stillere Zeit. Besinnlichkeit und Nachdenklichkeit, die damals schon Kreativität und Phantasie beflügelte und die in der heißen Sommerzeit so oft zu kurz kommt.

Die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche markiert den Zeitpunkt, in der die Tage wieder kürzer werden und mehr Raum für die Nacht bleibt.
Gewiss, nicht jeder mag die kühle Jahreszeit, doch wer sie als besinnliche Zeit kennenlernt, der wird sie beginnen zu lieben.

Einst, als die Menschen noch mehr mit dem Jahreszyklus lebten, mehr auf die natürlichen Ressourcen angewiesen waren, für die sie meist selber Sorge trugen, lebten sie auch anders mit den Wesen in ihrem Umfeld.
Für sie waren Naturgeister alltägliche Zeitgenossen. Selbst heute gibt es Menschen, die im Einklang mit diesen Wesen Kekse und Milch vor die Tür stellen an bestimmten Tagen im Jahr.
Warum stellen Kinder heute Santa Claus noch Milch und Kekse hin?

Ich will mit meinen Geschichten diesen alten Zauber in die Herzen zurückbringen. Doch dazu braucht es Stille um zu lesen, aber auch um zu schreiben.

Wie steht es um dich? Welchen Zauber willst du mit deinen Geschichten vermitteln?

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Many celebrate the autumn equinox these days.
Whoever of you are celebrating this time, I wish you a happy feast.

My birthday is at the beginning of November. Since my childhood, I have liked the cooler, quieter time. Reflection and thoughtfulness, which inspired creativity and fantasy even then and which is so often neglected in the hot summertime.

The autumn equinox marks the time when the days become shorter again and there is more room for the night.
Certainly, not everyone likes the cool season, but those who get to know it as a time for reflection will begin to love it.

Once, when people lived even more with the annual cycle, when they were more dependent on natural resources, for which they mostly took care of themselves, they also lived differently with the beings in their environment.
For them, nature spirits were everyday contemporaries. Even today there are people who, in harmony with these beings, put biscuits and milk outside the door on certain days of the year.
Why do children today Santa Claus still put milk and biscuits?

With my stories, I want to bring this old magic back into the hearts. But it takes silence to read, but also to write.

What about you? What magic do you want to convey with your stories?

Prolog – prologue

Prolog

Wort für Wort fügt sich der Text zu einem harmonischen Ganzen. Der Prolog der Geschichte ist in Sütterlin oben zu finden, wenn auch (noch) nicht handschriftlich, dafür jedoch unter Einhaltung der damaligen S-Regeln. Diese sind anfänglich ziemlich chaotisch, aber einfach, wenn sie einmal begriffen werden.
Wann nutzen wir im Süttelrin nun das runde und wann das spitze S?
Ich habe mich im Prolog bemüht, es möglichst gut umzusetzen und glaube fest daran, dass es mir gelungen ist. Sollte sich unter euch ein Sütterlin-Experte befinden, der dies anders sieht – bitte melde dich bei mir. Über Hilfe bin ich dankbar. 🙂

Parallel in allgemein lesbar und Sütterlin zu schreiben ist eine wahre Herausforderung, aber eine reizvolle. Darum entschloss ich mich, das Buch schlussendlich auch in Sütterlin herauszubringen, natürlich unter Einhaltung der S-Regeln. 🙂

Bis dahin gibt es hier einen ersten Vorgeschmack im Bild oben. Wer es als zu klein empfindet, braucht mich nur anschreiben unter Kontakt – ich schicke das Bild gern als pdf via mail.

Wer wissen möchte, was als Prolog oben steht, hier ist der Originaltext, wie er im Roman später stehen wird:

Es würde ein Frosttag werden.

Über dem barocken Wiener Augarten lag winterliche Stille. An heißen Sommertagen von Erholungssuchenden überrannt, schlief nun das Leben. Die Zeit stand still wie in einem alten Wintermärchen.

Ein neuer Tag brach an, eingehüllt in Violett und Orange, brach sich zartes Blau den Weg über das Firmament.

Nicht mehr als eine Handvoll Besucher hatte sich in diesen frühen Morgenstunden in den Augarten verirrt. Die meisten von ihnen wären lieber im kuscheligen Bett geblieben, statt ihrem vierbeinigen Liebling Auslauf zu verschaffen. So stapften sie mit grummeligen Gesichtern und in dicke Jacken gehüllt über die hauchzarte Decke aus frisch gefallenem Schnee.

Nur zwei Rattlerwelpen nutzten die Gunst der Stunde und tobten über die hauchdünne Schneeschicht im Hundeareal. Sie wirbelten Schneeflocken auf, die auf ihr dunkles Fell herabrieselten. In ihr Spiel vertieft, ignorierten sie die Nebelschwaden aus ihrem Maul.

Klirrende Kälte hatte den Park in ein Schneemärchen verwandelt. Morgenfrost hielt die letzten, dünnen Grashalme fest im Griff, wo einzelne Schneekristalle ihre wahre Schönheit zeigten und von alten Märchen erzählten.

An den Efeuranken hatte sich längst Nachtfrost geklammert und die letzten Gräser mit klammem Weiß umhüllt.

Langsam krochen morgendliche Sonnenstrahlen herauf, wärmten den hartgefrorenen Erdboden und vertrieben die bitterste Nachtkälte. Binnen weniger Stunden würden die zarten Schneekristalle schmelzen und als Tropfen in der folgenden Nacht erneut gefrieren.

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The word for word, the text blends into a harmonious whole. The prologue of the story can be found in Sütterlin above, although not (yet) handwritten, but in compliance with the S-Rules of that time. These are initially rather chaotic, but simple once they are understood.
When do we use the round S in the Süttelrin and when the pointed S?
In the prologue, I tried to implement it as well as possible and firmly believe that I succeeded. If there is a Sütterlin expert among you who sees this differently – please contact me. I am grateful for the help. 🙂

To write parallel is generally readable and Sütterlin is a real challenge, but an attractive one. That’s why I decided to finally publish the book in Sütterlin as well, of course in compliance with the S-Rules. 🙂

Until then there is a first foretaste in the picture above. If you think it’s too small, just write to me under contact – I’ll send you the picture as pdf via mail.

If you want to know what the prologue says above, here is the original text as it will appear in the novel later – translated in English and I hope it is well enough 🙂

It would be a frosty day.

Winter silence lay over the baroque Viennese Augarten. On hot summer days, overrun by those seeking relaxation, life now slept. Time stood still as in an old winter fairy tale.

A new day dawned, wrapped in violet and orange, delicate blue broke its way across the firmament.

No more than a handful of visitors had gotten lost in the early morning hours of the Augarten. Most of them would have preferred to stay in a cuddly bed instead of giving their four-legged darling a run. So they trudged with grumpy faces and wrapped in thick jackets over the wafer-thin blanket of freshly fallen snow.

Only two Rattler puppies took advantage of the opportunity and raved over the wafer-thin layer of snow in the dog area. They stirred up snowflakes that trickled down onto their dark fur. Deeply absorbed in their game, they ignored the wafts of mist from their mouths.

The clinking cold had turned the park into a snowy fairy tale. Morning frost kept the last thin blades of grass firmly under control, where individual snow crystals showed their true beauty and told of old fairy tales.

Night frost had long since clung to the ivy vines and the last grasses had been covered in clammy white.

Slowly the morning sun rays crawled up, warmed the hard frozen ground and drove away from the bitterest night cold. Within a few hours, the delicate snow crystals would melt and freeze again as drops in the following night.

Noahs Futterstelle – feeding place

Kehren wir wieder zurück zu meiner Geschichte um Noah, die Aaskrähe. Sie schreitet voran und ist in der letzten Überarbeitung – natürlich auch dank der Unterstützung meines Beraters.
Dafür möchte ich mich hier einfach mal bei ihm bedanken.

Die Fotos oben sind von dieser Woche, stellt dir einfach mal etwas mehr Schnee und Eiseskälte vor, dann bist du dort richtig.

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Let’s get back to my story about Noah, the carrion crow. It is progressing and is in its last revision – of course also thanks to the support of my advisor.
I just want to thank him for that.

The photos above are from this week, just imagine a bit more snow and icy cold, then you are right there.

„Du bekommst was du brauchst, nicht was du willst!“ – „You get what you need, not what you want!“

„Du bekommst was du brauchst, nicht was du willst!“
Diese Worte stammen von meiner Muse.

Wie oft wünschen wir uns etwas, betrachten die Welt nur mit den Augen des „Ich-will-das-haben“?
Aber wäre es wirklich gut, diesen Wunsch jetzt sofort erfüllt zu bekommen?
Muss man selber (oder der Charakter, an dem wir schreiben) nicht manchmal auf etwas verzichten, um zu reifen?

Dann gibt es einen Wunsch, der reift und stärker wird. Doch statt ihn erfüllt zu bekommen, erhältst du etwas anderes. Was du bekommst, ist etwas, das dir hilft dich weiterzuentwickeln oder das dich schützt. Vielleicht ist dein Wunsch zum falschen Zeitpunkt gekommen oder der Platz ist der falsche.
So geht es mit dem Schreiben auch manchmal.

Hast du dir je die Frage gestellt, was du willst und warum du es nicht bekommst? Vielleicht liegt die Antwort darin, weil du in dem Moment etwas anderes brauchst, um dich selbst weiterzuentwickeln.

Wenn du schreibst, dann gibst du deinem Charakter auch nicht immer alles, was er/sie/es sich wünscht. Du überlegst dir, was kann diese Figur zur Entwicklung brauchen und schenkst später das Gewünschte vielleicht als Belohnung. Natürlich mag auch ein Funke Enttäuschung dabei sein. Daher ist die Fragestellung auch, wie geht der Charakter damit um? Ist allein die Akzeptanz ein Zeichen von Reife oder ist nur der Frust da, wie bei einem kleinen Kind?
Wo steht der Charakter, an dem du schreibst? Kann er/sie/es verkraften, wenn der Wunsch nicht erfüllt wird? Oder verhält er/sie/es sich wie ein trotziges Kind?

Der Weg der eigenen Entwicklung ist mit Verzicht gepflastert und mitunter spielen harte Entscheidungen eine Rolle. Unmengen an Charakteren in Geschichten und Romanen erleben das auf jeder einzelnen Seite ihres Daseins. Du kennst es aus deinem Leben ganz sicher auch.

Darum blieben mir diese Worte von meiner Muse so gut in Erinnerung. Sie haben mir geholfen, ein paar Dinge in meinem Leben zu verstehen und zu erkennen, warum manches im Leben notwendig ist und wir nicht jeden Wunsch dann erfüllt bekommen, wenn wir uns danach verzehren.

Die Frage ist daher, wie gehen wir damit um?
„Du bekommst was du brauchst, nicht was du willst!“

Hätte mir meine Muse damals den Wunsch erfüllt, hätte ich etwas anderes, weitaus Wertvolleres, nicht bekommen. Im Nachhinein betrachtet ist es vor allem die Erkenntnis, dass ich ein Stück gereifter bin, mehr in mir selber ruhe. Darum erfüllte mir die Muse damals den Wunsch nicht, sondern hielt mir mit den Worten einen Spiegel der Selbsterkenntnis vor Augen.

Betrachte diese Art der Worte genauer. Wie würdest du darauf reagieren, wenn es ein Wunsch ist, der dir wichtig ist?
Oder anders gefragt, wenn du einen Charakter beschreibst, wie würde dieser darauf reagieren?

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„You get what you need, not what you want!“
These words come from my muse.

How often do we wish for something, look at the world only through the eyes of the „I want to have it“?
But would it be good to get this wish fulfilled right now?
Don’t you (or the character we write about) sometimes have to give up something to mature?

Then there is a wish that matures and becomes stronger. But instead of getting it fulfilled, you get something else. What you get is something that helps you to develop further or that protects you. Maybe your wish has come at the wrong time or the place is the wrong one.
That’s how writing works sometimes.

Have you ever asked yourself what you want and why you don’t get it? Maybe the answer is because you need something else at that moment to develop yourself.

When you write, you don’t always give your character everything he/she wants. You think about what this character can use for development and perhaps give what you want later as a reward. Of course, there might also be a spark of disappointment. Therefore the question is also, how does the character deal with it? Is acceptance alone a sign of maturity or is there only frustration, like with a small child?
Where is the character you are writing on? Can he/she cope if the wish is not fulfilled? Or does he/she behave like a defiant child?

The path of personal development is paved with abandonment and sometimes hard decisions play a role. A vast number of characters in stories and novels experience this on every single page of their existence. You certainly know it from your life, too.

That’s why I remembered these words from my muse so well. They helped me to understand a few things in my life and to recognize why some things are necessary for life and why we don’t get every wish fulfilled when we consume ourselves for them.

So the question is, how do we deal with it?

„You get what you need, not what you want!

If my muse had fulfilled my wish at that time, I would not have got something else, something far more valuable. In retrospect, it is above all the realization that I am a bit more mature, more resting within myself. That’s why the muse didn’t fulfill my wish at that time but held a mirror of self-knowledge before my eyes with the words.

Take a closer look at these words. How would you react if it was a wish that was important to you?
Or in other words, if you describe a character, how would it react?