eine Reise durch Möglichkeiten – Ziel …

„Finde etwas, das tot und doch nicht tot ist, das verborgen und doch offen ist!“

Diese Worte klangen in Mallorys Kopf weiter, während sie einen Fuß vor den anderen setzte und nachdachte. Doch all die Zeit vermochte sie sich keinen Reim drauf zu machen.
Ihr Weg führte an vielen Büschen und Dornen vorbei, an kleinen Bächen und Ruinen, Bäumen, die wie Skelette ihre Äste nach oben Richtung Firmament streckten und irgendwann kam sie an eine kleine Lichtung, in der ein einsamer Baumstumpf stand.

Etwas zog sie in dessen Richtung, bis sie direkt vor ihm stand. Er strahlte etwas aus, das sie anzog.

War der Baum selber überhaupt noch am Leben? Knorrig und rissig wirkte die Rinde auf sie, Efeu wuchs auf dem Baumstumpf und in der Mitte des Baumes fand sie eine Höhle, in der vor Ewigkeiten wohl Vögel genistet haben mochten …

„Finde etwas, das tot und doch nicht tot ist, das verborgen und doch offen ist!“
War es nicht genau das?
Tot und doch nicht tot
Verborgen und doch offen?

Also griff sie in die Höhle und fühlte etwas Hartes, das sie mit ihrer Hand umfasste und hervorholte. Mallory hob die Hand und öffnete sie – in ihr verborgen ruhte ein kleiner, roter Rubin. Erstaunt sah sie den Rubin an und betrachtete ihn von allen Seiten – bis sie hinter dem Baum eine Gestalt hervortreten sah, die ihr die Hand reichte.

Es war der Schamane, der sie all die Zeit begleitet hatte.

„Komm!“ Raunte er ihr zu und führte sie sicher zurück.

Schwer atmend und verschwitzt öffnete sie die Augen und sah ihn an. Verwirrung war in ihrem Inneren, als wüsste sie nicht so recht, wo sie sich aufhielt – bis es ihr dämmerte.

„Willkommen zurück!“

Auch er wirkte erschöpft, während er ihre Hand wieder losließ.
„Was du gefunden hast, das ist dein wahres Herz, das, was du wirklich brauchst und willst. Bewahre es in deinem Inneren und wähle weise, wie du damit umgehen wirst!“

Mit diesen Worten verließ er den Raum ihr Zeit für sich selbst gebend. Ohne, dass sie dies merkte, flossen ihr die Tränen die Wangen hinab, etwas löste sich und gab sie frei.
Bis sie, Erleichterung verspürend, sich frei fühlte, wissend, dass sie ihre Reise erst begonnen hatte.

*****

Wie es nun mit Mallory weitergeht, das liegt allein in deiner Hand, wenn du mit ihr die nächsten Schritte gehen möchtest, dann tu dies. Führe sie dorthin, wo sie hingehört 🙂

Was denkst du? Was hat sie draus gelernt und wie wird es weitergehen?

eine Reise durch Möglichkeiten – Teil 5

Anfänglich fühlte sie sich verloren, als sie die nebelige Insel betrachtete und doch schien es etwas zu sein, das wichtig sein sollte für sie. Langsam, gemächlich und gemütlich ließ sie sich vorwärtstreiben, bis sie Boden unter ihren Füßen spürte und das Wasser verlassen konnte.

Nach wie vor in Nebel getaucht, ruhte diese Insel vor ihr… es roch nach Herbst und nach Winter – jene wenigen Tage im Jahr, in dem die Jahreszeiten sich die Hände gaben und der wahre Zauber des Wandels erkennbar wurde.

Erstaunt stellte Mallory fest, dass ihre Kleidung und sie selber trocken war, trotz all der Zeit, die sie im Wasser zugebracht hatte.
In ihrer Nähe sah sie Moos und kleinere, dornigere Büsche, die sie leicht überschreiten konnte, in deren Mitte sah sie einen schmalen Pfad, den sie entlangwanderte, als würde sie der Pfad anziehen. Schritt für Schritt ging es vorwärts, bis sie einer Lichtung entgegenschritt, die sie anzuziehen schien.

Von oben schimmerte etwas Licht hindurch und schien Wärme zu schenken … So setzte Mallory einen weiteren Schritt nach dem anderen vorwärts, bis sie selbst inmitten der Lichtung stand und betrachtete den Flecken vor sich genau.

„Finde etwas, das tot und doch nicht tot ist, das verborgen und doch offen ist!“
Vernahm sie in ihrem Inneren, in ihrem Kopf, doch als sie sich umdrehte und wissen wollte, ob hinter ihr jemand stand, war sie alleine, nur die dornigen Büsche waren hier, kein Mensch, kein Tier, kein anderes Leben – nur sie selbst mit einem Fragezeichen im Gesicht.

Frage an dich:
Was könnte das sein?

Denk frei … es gab einst ein Gedicht, in einem Buch, das ich bis jetzt im Kopf habe:
„In milchweißen Marmorhallen, in samtweicher Haut – in einem Brunnen, klar und kristallen, ein goldener Apfel, gleichwohl von Dieben überfallen, eine torlose Burg!“ …Was war mit dem Gedicht gemeint?
Nichts anderes als die Beschreibung eines „Ei“!

Bin auf deine Ideen gespannt, 🙂

ein neuer Weg im Dasein

Manchmal, so scheint es, frißt das Leben die Seele auf. In diesen Momenten kommt einfach alles zusammen, die Energie reicht nicht mehr aus um über den Tag zu kommen.

So ging es mir die letzten Wochen, in denen ich recht wenig gepostet habe … aber es ist ein Silberstreif am Horizont zu sehen, da mir ein Aspekt inzwischen wegfällt – die Jobsuche.

Seit einigen Tagen habe ich eine Jobzusage aus dem Nachbarort, wodurch wieder einiges an Ressourcen und Energien frei wird. Meinen Geburtstag letzte Woche haben wir auch schön gefeiert – 2022 ist für mich also der Start in einen neuen Lebensabschnitt. Bisher war es ein recht bewegtes Jahr …

Jetzt, mit einer Zusage in der Tasche, kann ich mich wieder ruhigeren Gewissens meinen Buchprojekten widmen – also auch dem „Selfpublisher-Büchlein mit den Interviews“ 🙂 Hurrah!!

Vielen lieben Dank auch an all jene, die mir Mut zugesprochen haben – ich weiß es wirklich zu schätzen, es hat geholfen – vielen Dank dafür! Die Kommentare werde ich noch alle bearbeiten 🙂

Wie geht es dir derzeit?
Glaubst du, auch für dich wird 2022 ein komplett neuer Abschnitt im Leben werden?

eine Reise durch Möglichkeiten – Kommunikation

Und weiter geht es mit Mallory …

😉

Kommunikation ist alles, auch, wenn manche das Wort per se einfach nicht mehr hören wollen oder können, weil schlichtweg gründlich überstrapaziert ist. Also verwenden wir einfach schlichtweg etwas anderes dafür mit der gleichen „Kernaussage“ 😉

Stehen wir in Verbindung zu- und miteinander, transportieren wir Gedanken und Meinungen und klären wir Missverständnisse 🙂
so können wir auch „Kommunikation“ bezeichnen …

Als sich die stürmische See beruhigte, trat Sonnenlicht hervor und spiegelte sich im Wasser. Leichte Wellen verblieben und die Sonne schenkte Mallory Wärme in ihr Herz.
Sie beruhigte sich und atmete tief ein, Sonnenlicht tat ihr gut.

Gemächlich ließ sie sich treiben und beinahe erschien es ihr, als würde in naher Ferne „seine“ Gestalt noch erkennbar sein und doch wusste sie, dass es vorbei war. Zumindest glaubte sie es.

Es war schön gewesen, ihn wieder zu sehen nach all der langen Zeit und schmerzhaft ihn gehen zu lassen. Manches musste man ziehen lassen, um weiter zu gelangen, und so trieb sie mit ihrem Holzstück weiter und weiter, bis sie einen Schwarm Vögel wahrnahm.

Gemächlich begann sie mit leichten Paddelbewegungen – hieß es nicht, wo Vögel waren, gab es auch Land? Noch konnte sie nicht erkennen, um welche Vögel es sich handelte und doch schien sich genau dort der nächste Schritt ihrer Reise zu bewegen.

Endlich, sah sie Land vor sich, eine kleine Hügelkette in weiter Ferne, die Vögel, wie sie sie anzulocken schienen. Über allem schien Nebel zu schweben und machte es ihr somit unmöglich, genauer zu erkennen, was dahinter ruhen mochte. Lange weiter auf dem Meer zu treiben war nicht das Wahre, wie auf einer Schatzsuche ging es für sie weiter – vorwärts. Einerseits trieb Neugierde sie an, andererseits das innere Empfinden, nicht stehenbleiben zu wollen.

Frage an dich:
Was meinst du, was könnte sie dort vorfinden?

unendlich viele Möglichkeiten, welche schlägst du ein?

Hast du mich schon vermisst?

Die letzte Zeit war für meinereiner ziemlich – sagen wir mal – fordernd. Vor allem, da es zu viel Druck von allen möglichen Seiten gab, wodurch einfach einmal ein kleinerer Rückzug nötig war.

Sehen wir einfach in die Welt hinaus, so ist deutlich zu sehen, dass auf allem so unendlich viel Druck liegt. Gewiss – bis zu einem ganz gewissen Grad ist Druck sogar nötig, sonst würde aus Kohle kein Diamant entstehen – aus Stahl würde kein Schwert schmiedbar sein … ABER irgendwo ist auch der Punkt, wo Rückbesinnung einfach notwendig wird.

Wir können nicht immer nur Druck aushalten – weil wir uns sonst selbst vergessen …

Wie geht es dir derzeit mit all dem Druck?

Als der erste Lockdown war, fühlten sich Ruhe und Stille so schön an, ein klein wenig Erinnerung an alte Tage, in denen der Advent Besinnlichkeit schenkte. Heute ist das längst vergessen und es zählt nur noch das Weiter-Höher-Besser … aber ist das wirklich immer das Wichtigste?

Wo enden wir, wenn wir alle an diesen Dingen zerbrechen und was ist einem selbst wichtiger?

Ich sehe in meiner Firma, wie Menschen allmählich zu zerbrechen drohen, die Belastung immer stärker und mehr wird … und vermutlich geht es vielen anderen auch so.

Mein Ziel ist es, euch allen hier Motivation zur Kreativität zu geben, euch (ja auch dir) entsprechende Unterstützung zukommen zu lassen. Wenn dann die Erkenntnis ist – meine Kraft ist im Keller und ich kann nicht mehr unterstützen, wie gut ist das dann für jene, die es benötigen?

Darum möchte ich dich heute bitten – hör auf dich, horche in dich hinein und sieh dir an, wo deine Ziele sind. „Hörst“ du sie noch oder sind sie längst unter dem Druck begraben?
Spürst du noch die Energie des Schmetterlings in dir oder ist dieser längst in einem feinen Seidennetz gefangen worden und verausgabt sich im sinnlosen Versuch, sich zu befreien?

Ich für meinen Teil habe einige Entscheidungen getroffen, um mein Ziel wieder aufnehmen zu können … denn es ist ein gutes Ziel, zu unterstützen 🙂
Tu das Gleiche – folge deinem Herzen …

in den nächsten Tagen wird es mit der Reise weitergehen 🙂
Ich wünsche dir Kraft, in diesen Tagen … ein Zurück in die Zeit vor dem Lockdown wünschen sich so viele, aber auch wieder nicht …

wie geht es dir damit? möchtest du die Welt zurück, wie sie vorher war – mit all den Konsequenzen, die sich daraus ergeben?

Existieren unendlich viele Möglichkeiten?

Die „Reise durch Möglichkeiten“ ist zur Inspiration gedacht und wird noch ein paar weitere Schritte beinhalten 🙂

Nimm die ganz normalen Spielkarten, die für Poker oder Jolly-Spiele gedacht sind und sieh sie dir an. Du findest darin die Zahlen 1 bis 10, Bube, Dame, König und das As (was ja mit 1 gleich bedeutend ist).
Was kannst du daraus „sehen“?

Es gibt dazu eine ganz nette Geschichte.

Einst hielt ein Regiment Feldgottesdienst. Einer der darin dienenden Soldaten holte Spielkarten aus seiner Tasche und breitete sie auf dem Boden vor sich auf. Der Geistliche war irritiert, da er glaubte, der Soldat würde den Gottesdienst ignorieren.

Daraufhin wurde er aufgefordert, Rechenschaft abzulegen, und er begann zu erklären:
„Das As erinnert mich daran, es gibt nur einen einzigen Gott. Die Zwei steht für Gut und Böse, die Drei wiederum ist für die Dreifaltigkeit. Bei der Vier erkenne ich die vier Erzengel und die Fünf sind die klugen fünf Jungfrauen. Bei der 6 erinner ich mich an die 6 Tage, an denen Gott Himmel und Erde schuf, am 7. Tage wiederum ruhte er. Bei der 8 sehe ich die Familie um Noah – die zusammen acht waren. Die 9 wiederum sind die 9 Aussätzigen, die unser Herr im Himmel sandte und die 10 entsprechen den 10 Geboten. Die Königin ist die Heilige Jungfrau, die Mutter Jesu, der König wieder ist der König Salomon. Der Bube jedoch – ist der Verführer, der Teufel, das mich stets daran erinnert gerecht und wahr zu sein.
Zähle ich die Augen auf dem Kartenspiel, dann sind es 365 – die Tage im Jahr. 52 Karten gibt es – so wie das Jahr Wochen hat und bei 12 Bildkarten sind die Monate drinnen.

Die 4 Symbole sind die Jahreszeiten … Das Kartenspiel ist mir somit Gebetsbuch und auch Kalender. Und nicht zuletzt schenkte mir meine Mutter dieses Kartenspiel – und somit ist es mir eine liebe Erinnerung an sie.

Auch, wenn ich die Tarotkarten nicht dazu heranziehe, so sind sie ein gutes Beispiel. Jede der großen Arkana steht für etwas – vom Magier über den Narren bis hin zum Turm und den Liebenden. Sieh sie dir an und betrachte die Bilder genau. Sieh dir jedes einzelne Bild genau an und überlege, was du darin findest, betrachte die Details genau und zieh Querverbindungen. Wenn du dir die Möglichkeit schenkst, findest du so vieles, das du nutzen kannst, wenn dir einmal keine Idee einfällt 🙂

Durch alles fließt Kraft, Kreativität und Inspiration

In all den Geschichten, die du kennst existieren in der ein oder anderen Form Gegenpole, zumeist im Sinne von „Gut und Böse“. Ohne diese Gegenpole würden viele Geschichten in der Form nicht funktionieren. Häufig arbeitet die „negative“ Seite Kreativität, Entwicklung und Stärke zu behindern, zu unterdrücken und zu zerstören, doch diese lässt sich nicht einfach so vernichten, denn sie ist stark und mächtig und darum lässt sie aufbegehren und will „ihr Leben leben“ und inspirieren.

Ohne Willen und Leidenschaft verlieren sich häufig die Kraft zu erschaffen.

Leidenschaft braucht aber etwas, um zu fokussieren – was bietet sich hier mehr an, als innerer Frieden um die Leidenschaft wie Feuer zu lenken? Du kannst mit Feuer einen unkontrollierten Waldbrand auslösen oder aber auch wie einen Laser auf ein einziges Ziel lenken. Es mag dabei anfangs interessant sein, vieles auszutesten, aber irgendwann ist es eine gute Idee ein ganz bestimmtes Ziel ins Auge zu fassen und gezielt darauf hin zu arbeiten.

Theorie oder Praxis – oder beides zusammen? Was hilft Wissen, wenn es nur für sich behalten wird?

In vielen Geschichten sind Charaktere auf der Suche nach Wissen und Erfahrungen, doch was machen sie hinterher damit? Häufig landen die Artefakte in Museen in Kisten, ohne anderen Weisheit, zu vermitteln. Wissen ist gefährlich – darum auch die ganzen Bücherverbrennungen, bringt es doch den Wunsch nach Freiheit in die Herzen vieler.
Nur dann, wenn es sinnvoll genutzt wird, hat es einen Zweck.
Ist dann nicht häufig das Ziel der Weg und darüber hinaus? Oder wie es ein mir sehr wichtiger Freund mal formulierte – an die Grenzen und ein kleines Stück darüber hinaus. Wissen suchen und erlangen ist eine gute Sache, aber wer sich dem einmal verschrieben hat, kann derjenige dann überhaupt aufhören? Reizt es nicht, immer mehr davon zu erfahren? Doch was nützt das Wissen, wenn es nicht verwendet wird? Geht es dann nicht erst recht wieder verloren?

Freiheit im Leben und Sinn im Tod

Wenn wir uns die Figuren in Geschichten ansehen, so geht es häufig darum frei-und-selbst-Bestimmt leben zu können/zu dürfen und dabei gleichzeitig einen Sinn im Ende des Lebens zu sehen. (Zitat Babylon 5: das dritte Prinzip des vernunftbegabten Wesens ist die völlige Selbstaufgabe für einen Freund, eine Sache oder ein geliebtes Wesen). Das Zitat beinhaltet das Wichtigste – ohne einen guten Grund herrscht der „Überlebensinstinkt vor – selbst, wenn ein Charakter seinem Leben ein Ende setzt, kann hier die „Sache“ von einem Ende der aktuellen Situation schlagend werden.
Beides in Konsens gesetzt sorgt dafür, dass das Leben sich wandeln kann und aneinander wächst – so wie auf den Frühling der Sommer und Herbst folgen und damit der Tod Einzug halten kann und aus dem Grab des Winters heraus, neues Leben ersteht, indem es einen Lebensfunken in sich in Form von Samen trägt.

Der Sinn hinter der „Reise durch die Möglichkeiten“ ist einfach den Geist, Grips und die Kreativität zu entfachen ohne die es für einen Schreiberling schwer sein wird, etwas zu Papier zu bringen.

Lass mich deine Gedanken dazu lesen 🙂
wie siehst du das?

eine Reise durch Möglichkeiten – Teil 4

Als Lebewesen haben wir verschiedene Instinkte in uns, unterschiedliche Möglichkeiten und allgemein auch Grenzen, die über unser Gedeih und Verderben entscheiden. Innerer Widerstand kann nur bis zu einem gewissen Grad hinausgezögert werden – allzu lange sich dagegen zu wehren jedoch – kann einen als Lebewesen völlig zugrunderichten. Widerstand ist manchmal einfach eine Notwendigkeit – ABER nicht um uns zu vernichten, sonder um uns zu schützen, und dass wir daran wachsen können.

*****

Kommunikation

Was bedeutet für dich „Kommunikation“?
Bezieht es sich „nur“ auf die Wahl der Worte beim Unterhalten oder gehst du weiter? Ist Kommunikation einfach alles um einen herum oder nur auf wenige Punkte in der Existenz begründet?
Kennst du noch die Geschiche vom „Turmbau zu Babel“? Es ist eine schöne Anekdote, wie schön vielfältig etwas sein kann – ABER auch, dass es eine gemeinsame Basis braucht, um zu wissen, was der andere meint, oder wüßtest du genau, was beispielsweise in den verschiedenen Ländern der Erde eine ganz bestimmte Handgeste bedeutet? (ZB salutieren, oder das Victory-Zeichen oder schlichtweg Arme verschränken,…)

Vor einigen Jahre trat der jungen Sterlin seinen Beruf als Handelsangestellter an. Eigentlich mochte er, was er tat – und doch geschah immer wieder das ein oder andere Missgeschick, das er für Zufall hielt und abtat.
Als rationeller Mensch hielt er alles für Humbug, was er nicht sehen und somit erkennen konnte. Irgendwann verfolgte ihn das Pech, verlor ihm wichtige Personen und auch sein Geld.

Verzweifelt bat er seine Nachbarin um Hilfe und die bekam er. Sie stellte eine Verbindung zu jenem Wesen her, dessen Worte er beständig ignoriert hatte – und hörte zu. Tat, was ihm das Wesen riet und erkannte, dass er seinen eigenen Schutzgeist fast vergrault hätte, seinen Schutzengel, der ihm all die Zeit nur helfen wollte.

Erst jetzt begriff er, wie wichtig es war, nicht alles zu ignorieren – und schlug einen neuen Weg ein. Als Jugendlicher hatte ihn das Spirituelle begeistert und so fand er schlussendlich seinen Weg im Buddhismus. Sein Schutzengel wollte ihm das All die Zeit klar machen, doch Sterlin hatte seine Worte völlig ignoriert – bis er sich gezwungen sah zuzuhören.

Kommunikation kann so vieles sein – es ist defakto unmöglich „nicht“ zu kommunizieren. Ob es nun Worte sind oder Gesten, Mimik oder Unausgesprochenes … selbst andere Welten könnten sich auf ihre Weise bei uns melden.
Kennst du die Geschichten über Telepathie und beispielsweise einem Menschen an der Grenze zum Tode, der seinen Liebsten in diesem Moment erscheint? Ist dies nicht auch eine Art von „Kommunikation“?

  • Kommunikation – richtige Wahl der Worte – der Autor, der eine Geschichte erzählt
  • Kommunikation – mit Gestik und Mimik etwas vermitteln – ein Baby, das mit seinen „Eltern“ spricht
  • Kommunikation – Botschaften verbreiten – als Kurier oder Botschafter
  • Kommunikation – ein spiritueller Führer in Zwiesprache
  • Kommunikation – neue Wege finden

Vorteil und Nachteil

Für viele ist heute das Wort „Kommunikation“ längst zum Reizwort geworden. Zu viele Meetings und Besprechungen fressen Zeit und unterwandern Arbeitszeiten, zu viele stellen sich gern in den Mittelpunkt und übergehen damit andere.

Doch ohne Kommunikation geht es einfach nicht.

Wie soll „Verstehen“ geschehen, wenn es kein Kommunizieren gibt? Dazu fügen sich Sprache, Worte, Gesten und vieles mehr zu einem großen Ganzen.
Doch wer sagt nicht, dass nicht auch andere Welten mit uns Menschen kommunizieren wollen?

Im Voodoo ist es beispielsweise so, dass jemand, der Hungan oder Mambo werden soll und dies ignoriert, so lange „hingewiesen“ wird von den Loah, bis er/sie dem Weg folgt. Dann wieder gibt es Naturwesen, die sich schüchtern verbergen, bis sie vertrauen und dann entsprechend sich zeigen (meist vor dem inneren Auge).

Kommunikation ist ein wahnsinnig breites Feld – doch sie ist ebenso wichtig, wie das Essen. Wenn du die Survival-Show „Alone“ gesehen hast, dann weißt du, was gemeint ist. Häufig war es nicht die Überlebens- und Hungersituation, die die Teilnehmer forderte – sondern weil sie niemanden hatten zum Sprechen. 😉

Aspekt

Kommunikation ist ein essentieller Aspekt des Daseins, ohne Zuwendung und Aufmerksamkeit verblüht die Seele.

Wir brauchen sie um Botschaften zu übertragen und zu empfangen – wer keine Worte hat, der braucht eben Bilder.

Nützlich für Figuren und Geschichten:

Kommunikation ist das um-und-auf für Entwicklung und Verständnis.

*) Lösung für Probleme
*) Missverständnis, bei gleichen Worten und anderem Hintergrund
*) Verbindung von Welten
*) Anleitung durch andere

Kommunikation bedeutet auch einen Mentor oder Lehrer haben zu können, der bei der Entwicklung hilft.

Deine Aufgabenstellung für diesen Schritt der Reise:

Überlege dir eine Art der Kommunikation, die du für deine Figur als „Lernbedarf“ vorgibst. Vielleicht ist es ein Mentor wie Yoda für Luke (bringt ihm den Umgang mit etwas bei), eventuell ist es eine Sprachgeschichte oder vielleicht etwas ganz anderes …

Wie verstehst du „Kommunikation“ und wie kannst du sie in eine Geschichte einbauen, wenn es genau darum geht?

eine Reise durch Möglichkeiten – Widerstand

Jedes Wesen trägt einen phyischen Körper und eine psychische Existenz in sich – vielleicht sogar noch mehr 😉

Stärke ist vielleicht nichts anderes, als die eigene, persönliche Entwicklung in vielerlei Hinsicht UND auch manches gehen lassen zu können.

„Warum bist du so traurig?“ scheinen seine Augen ihr sagen zu wollen – jene haselnussbraunen Augen, die sie so wunderschön fand und an die sie immer wieder dachte. Jenes Haar, das sie so gerne berührte und der Duft seines Körpers, den sie so mochte…

Alles das brachte sie zum Weinen. Wie sehr sie die Zeit mit ihm genossen hatte, bevor der Kontakt endete … lange hatte sie ihn völlig vergessen, dass er jetzt vor ihr stand, es ließ die Schleusen in ihrem Ich bersten.

„Wo bist du gewesen?“ Schmerz drang in ihr Herz ein, durchbohrte es – nach wie vor stand er im Sturm ihrer Gefühle vor ihr und sah sie an. Die Hand nach wie vor ausgestreckt und mit einem Gesichtsausdruck versehen, den sie einst so sehr mochte. „Vergessen“ …

Mallory sah ihn an und lächelte, trat zu ihm – doch statt seine Hand zu ergreifen, umarmte sie ihn, statt etwas zu sagen, traten Tränen aus ihren Augen, die sie schloss. Noch fühlte sie seine Umarmung, bis diese leichter und leichter wurde.

Langsam, nur sehr langsam, löste sie sich wieder von ihm und strich ihm über die rechte Wange, bevor sie ihm einen Kuß auf die Stirn hauchte und von ihm zurücktrat.

„Du bist nur eine Erinnerung, eine wundervolle zwar, aber nur eine Erinnerung!“
lächelnd, wischte sie die letzte Träne von ihrem Gesicht und sah zu, wie seine Erscheinung blasser und blasser wurde, bis sie in Nichts entschwand.

Es tat weh, ihn gehen zu lassen, sehr weh sogar – und doch fühlte sie etwas in sich, eine Stärke, in ihr, die sie nie zuvor gefühlt oder erkannt hatte.

„Wieso bist du gegangen?“

Traurig die Träne wegwischend, sah Mallory ein schlagartig sich veränderndes Umfeld vor sich. Die Schätze entschwanden unter Wasser, ein Meer umschlang all die großartigen und weniger großartigen Dinge um sich, bevor es auch sie umschlang. Nicht mehr als ein Stück Holz umklammernd, erhob sie sich auf das dieses und hielt sich daran fest.

Die stürmische See umspülte alles, im Horizont erst schien ein Lichtschimmer auf und ließ sie nach Hoffnung streben. Längst völlig durchweicht, atmete sie tief ein und hielt sich am nassen Holz fest, immer wieder in Gefahr abzurutschen und verloren zu gehen.

Frage an dich:
Widerstand vermag sich in vielem auszudrücken und oft ist es eine Entwicklung aus verschiedenen Dingen heraus. Wie siehst du es hier und was passiert ihr als nächstes?

eine Reise durch Möglichkeiten – Teil 3

Stärke kann vieles sein, es muss nicht immer die körperliche Kraft dahinter sein, sondern weit häufiger geht es um mentale Kraft und Stärke.
Die „Einsamer-Wolf-Methode“ mag ihre Berechtigung haben – ABER wenn du innere Stärke als „um Hilfe bitten ohne fordern“ – oder Hilfe annehmen siehst, auch das ist Stärke. Es ist ein Zulassen, das wir einfach erst erlernen müssen.

Schritt 3 betrifft „Widerstand“.

*****

Widerstand

Was fällt dir zum Thema Widerstand ein?

Ist es mehr das Dagegenhalten gegen Etwas oder als Schutz zu verstehen?
Du kennst sicher das Märchen „Dornröschchen“, nach außen geschützt, nach innen verborgen – sind die Dornenbüsche somit Widerstand in welcher Version?

Rosemarie ist in ihrer Welt nicht sonderlich glücklich. Als Landkind aufgewachsen lebt sie des Jobs wegen in der Stadt und ist mit dem Leben dort heillos überfordert. Sie kennt und mag es beschaulich, Kraft, in der Natur zu tanken und mit den Nachbarn vielleicht auch mal grillen, gehörte für sie immer dazu. In der großen Stadt jedoch eckt sie mit ihrer Art immer wieder an und hat begonnen, sich einen Schutz im Inneren aufzubauen, der sie langsam aber sicher selbst zu ersticken droht. Am Land hatte sie Freunde, in der Stadt die Hektik und Ellenbogenmentalität, die sie ständig verletzt … als sie in die Stadt kam, war sie offen, wollte helfen und wurde ausgenutzt. Dadurch baute sie sich eine innere Schutzbarriere auf.

Erst als ein Mann in ihr Leben trat, der ihr klarmachte mit liebevollen Worten und Gesten, dass es so nicht gut war, weil ihre innere Flamme am Ersticken war – erkannte sie, sie musste weg, zurück aufs Land. Sie kündigte und ging – und die Dornenhecke in ihrem Inneren wurde zu süßen Hagebutten.
Erst jetzt begriff sie, wo sie hingehörte – und sah, wie auch andere litten. So dauerte es nicht lange, bis sie die Dinge in die Hand nahm und ihre eigene „Praxis“ eröffnete und die Hilfe weitergab, die sie selbst erhalten hatte.

Widerstand kann in den verschiedensten Weisen in Erscheinung treten – mal ist es Schutz, mal Trotz und dann wieder Torheit oder schlichtweg Blödheit.
Hast du dir einmal die schönen Brombeersträucher angesehen, an denen so viele Dornen stecken? Sie sind zum Schutz und damit als Widerstand und somit zum Überleben der Pflanze gedacht – ABER steckst du selber mitten in den Dornensträuchern können sie dich halten und fesseln.

  • Widerstand – Dornen zum Eigenschutz
  • Widerstand – Aufbegehren eines Kindes gegen die Eltern
  • Widerstand – Unverständnis gegen unlogische Vorgaben
  • Widerstand – Rebellion gegen Diktaturen
  • Widerstand – blinden Gehorsam verweigern

Vorteil und Nachteil

Widerstand entsteht meist, wenn das innere ich mit den äußeren Einflüssen nicht einverstanden ist. Wir leben, um uns zu entwickeln, wenn etwas gegen diese Entwicklung vorgeht, entstehen leicht Unverständnis, Arbeiten nach Vorschrift oder schlichtweg das völlige Verweigern von Kooperation.


Denken wir einmal an diejenigen, die in Diktaturen ihr Leben riskier(t)en, weil sie mit der aktuellen Situation nicht einverstanden sind/waren und etwas unternehmen wollten. Was ist mit denen, die die Bauernaufstände anführten, weil sie selber nichts mehr zu essen hatten, der Adel aber in Fülle schwelgte? Wie steht es um ein Kind, das sich gegen die Eltern auflehnt, weil es nicht versteht, warum es den widerlichen Spinat essen soll?


Widerstand kann im Äußeren wie im Inneren stattfinden – gern gesehen wird er selten, weil er das „herrschende System“ durchbricht – ABER sind es nicht nötige Veränderungen, die eine Welt vorwärtsbringt? Vielleicht sind es Erkenntnisse aus archäologischen Funden, die etwas erklären oder eine technische Errungenschaft, die das Aktuelle auf den Kopf stellt? Oder sind/waren es nicht immer wieder einzelne Personen, die eine „Revolution“ in Bewegung setzten? Hätte sich beispielsweise ohne Martin Luthers Entschlossenheit die Kirche so weiterentwickelt? Wäre ohne Columbus Amerika noch länger verborgen geblieben? Was war mit Rosa Parks, der es gereicht hat und die sich im „falschen Teil“ des Busses setzte?

Aspekt

Widerstand ist sinnvoll, um Schwachstellen aufzudecken – ABER er kann auch gebrochen werden. Widerstand mag aktiv zur Verteidigung oder passiv zum Schutz genutzt werden.


Ohne Widerstand hätte es viele Veränderungen nicht gegeben – ohne Widerstand könnten aber auch manche Dinge leichter umgesetzt werden.

Nützlich für Figuren und Geschichten:

Widerstand kann sich langsam formen oder wie ein Blitzschlag eintreten.

*) Aufbegehren gegen Ungerechtigkeiten.
*) Wunsch, dass etwas Bestimmtes bleiben möge.
*) Verzweiflung, weil durch Veränderung etwas verloren gehen kann/könnte.
*) Wunsch nach einer gravierenden Verbesserung.

Widerstand ist für den einen wichtig, für den anderen ein Störfaktor – die Frage ist nun, wie damit umgehen?

Deine Aufgabenstellung für diesen Schritt der Reise:

Was ist Stärke für deine Figur?
Welche Art Stärke hat sie bzw. welche soll sie erlangen und das fast schon Wichtigste daran – was tut deine Figur mit dieser Stärke? Wie setzt er/sie/es diese ein?

Welcher Art Widerstand könnte deine Figur begegnen oder in sich selbst entwickeln?
Was benötigt er/sie/es um dies zu erkennen und wie geht er/sie/es damit um für eine bessere Formung des eigenen Selbst?

eine Reise durch Möglichkeiten – Stärke

Stärke

Wohlstand ist nicht gleich Wohlstand. Mallory erkennt in ihrer Wahl, dass ihr „Wohlstand“ die Fülle an Erinnerungen sind. Hast du jemals den Film „Ratatouille“ gesehen, wo der harte Kritiker ganz weich wurde, als er die köstliche Speise aus seiner Kindheit vorgesetzt bekam? Erinnerungen sind etwas, das weit wertvoller ist, als so vieles anderes. Hier ist Wohlstand vor allem eines – ein wertvoller „Schatz“, aus der Vergangenheit.

Lange blickt Mallory all die Schätze an und blickt erstaunt auf Dinge, die sie niemals persönlich gesehen hat, die sie aber an Filme erinnern wie „die Schatzinsel“. Sie greift mal nach einem, mal nach einem anderen Gut und legt alles wieder beiseite.
Mitten in den Haufen sieht sie Bündel mit Geldscheinen und selbst ein sündhaft, teures Handy findet sie dort.
Egal, was auch immer sie angreift, nichts erscheint ihr richtig.

Erst, als sie nach einem kleinen Medaillon greift, das in einer kleinen Ecke am Boden liegt, spürt sie ein warmes Pulsieren in der Hand. Sie hebt es hoch, pustet den Staub ab und öffnet es. In seinem Inneren sieht sie einen Schattenriss, ähnlich einem stark verblichenen Bildnis, doch richtig zuzuordnen vermag sie das Bild nicht.

Mallory stellt sich gerade hin, sieht das Medaillon genauer an und lächelt. Sie spürt im Inneren, dass es die richtige Wahl ist.

„Gut!“ Hört sie eine Stimme aus dem Off und blickt hinein in einen dunkler werdenden Raum, in dem die ganzen Schätze langsam aber sicher wieder entschwinden. In ihrem Kopf beginnt es zu sausen und sie spürt verschiedenste Emotionen, die sie zu überrennen drohen. Schreiend vor überwältigenden Kräften in sich, geht sie in die Knie, hält dabei das Medaillon fest und bemerkt nicht jene Gestalt hinter sich, die sie mit verschränkten Armen an eine Wand gelehnt, beobachtet.

Erst, als die Fülle an Erinnerungen in ihrem Inneren für Chaos sorgte und sich mit den Atemzügen wieder setzte, kauerte sie längst am Boden und weinte. Die Erinnerungen schmerzten und erfreuten sich gleichermaßen. Darunter waren ein inniger Kuss mit einem Burschen, mit dem sie so manche leidenschaftliche Stunde zugebracht hatte, Erinnerungen an ihre verstorbenen Großeltern, mit denen sie so oft am Tisch gesessen hatte, Träume, die sie längst verloren geglaubt hatte und vieles mehr.

Erst, als die Tränen versiegten und sie erneut wieder ruhige Gedanken hegen konnte, spürte sie eine Berührung an der Schulter und sah hoch, blickte in das Gesicht jenes Burschen, dessen Küsse sie so geliebt hatte, bevor er sich aus ihrem Leben zurückgezogen hatte. Lange hatte sie ihn vergessen – jetzt war er wieder vor ihr und streckte ihr die Hand.

Eine Geste, die besagt, ob sie eine Einladung annehmen würde ….


Frage an dich:
Wird sie seiner Einladung folgen? Stärke kann so vieles sein – manchmal ist es die Stärke etwas loszulassen, dann wieder etwas anzunehmen oder …