Bilder und was sie wirklich sind – pictures and what they really are

Ab und zu werde ich auf meinem Blog Bilder zeigen, die einfach nur dazu dienen sollen, deine Kreativität zu fördern.

Diese zeichne ich selber, und hinter jedem der Bilder steckt noch eine weitere Bedeutung – ähnlich wie jenes mit der Zwiebel.

Verrate mir doch, was siehst du und was glaubst du, steckt noch dahinter?

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From time to time I will show pictures on my blog, which are just to encourage your creativity.

I draw them myself, and behind each of the pictures is another meaning – similar to the one with the onion.

Tell me, what do you see and what do you think is behind it?

Sieh mir in die Augen, was siehst du darin? – Look in my eyes, what can you see inside?

Nimm das Foto eines Menschen, der dir wichtig ist und betrachte es genau. Sieht dich dieser Mensch direkt an, öffnet sich manchmal die Seele der Person darin.

Seit langem gelten die Augen als „Spiegel der Seele“, lassen tief hinein sehen und etwas von dem erahnen, was dahinter steht und den Menschen bewegt.

Hebe dieses Foto hoch und betrachte es genau, kannst du erkennen, was sich dahinter verbirgt?

Ich habe dies bei einem Foto eines mir sehr wichtigen Freundes ausprobiert und gemerkt, wie tief der Blick selbst auf einem einfachen Foto wirken kann. In den Augen waren die Zuneigung und das offene Herz dieser Person zu erkennen.

Natürlich ist es leichter zu wissen, wer diese Person ist, wenn man sie halbwegs gut kennt. Doch wie sieht es aus mit Fotos von Fremden? Nimm auch diese zur Hand und betrachte sie genauer. Was siehst du auf ihnen und was glaubst du, spiegelt sich von der Seele dieses Menschen wieder?

Probier es einfach einmal aus und warte ab, was du siehst.

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Please take a photo of someone you care about and look at it carefully. If this person looks directly at you, sometimes the soul of the person in it opens up.

For a long time, the eyes have been considered „mirrors of the soul“, allowing you to see deep inside and to sense something of what is behind it and what moves the person.

Lift this photo and look at it carefully, can you see what is behind it?

I tried this with a photo of a friend who is very important to me and noticed how in-depth the view could be even on a simple picture. In the eyes, you could see the affection and the open heart of this person.

Of course, it is easier to know who this person is if you know them halfway well. But what about photos of strangers? Take these too and look at them more closely. What do you see on them, and what do you think is reflected in the soul of this person?

Just try it out and wait and see what you see.

Was siehst du? – Was steckt noch dahinter?– What do you see? – What else is behind it?

Es stimmt, diese Zeichnung soll eine Zwiebel darstellen.

Doch warum gerade eine Zwiebel?
Hast du dir dieses Gemüse schon einmal genauer angesehen? Du findest dort eine Schale nach der anderen (so, wie es auch in Geschichten verschiedene Handlungsstränge gibt).

Weitaus wichtiger ist etwas anderes:
Die Zwiebel ist ein Samen, den du in die Erde stecken und dann wachsen lassen kannst. Jedes Samenkorn ist etwas Besonderes und trägt vieles in sich. Es mag klein und manchmal sehr winzig sein, aber es trägt Informationen mit sich, aus denen später ein neues Leben entsteht. Diese Zwiebel ist somit symbolisch zu verstehen.

Du kannst einen x-beliebigen Gedanken haben und daraus kann eine Geschichte entstehen. Vergleiche deinen Gedanken mit einem Samenkorn. Lege ihn in deine „Erde“, gib Dünger und Sonnenlicht dazu (glaube daran) und dann lass ihm Zeit zu wachsen und zu gedeihen. Vielleicht ist es nötig, dass eine gewisse Zeit vergeht, bevor die ersten Triebe entstehen, aber diese Zeit braucht ein Samenkorn doch auch, um zu wachsen und zu gedeihen.

Du bist es, der deinen kleinen Gedanken zum Erblühen bringen kann, glaube an ihn – dann wird aus einem winzigen Samenkorn auch eine neue Pflanze.

Warum ich dir die Frage im letzten Beitrag gestellt habe ist einfach:
Schreiberlinge sehen in vielen Dingen etwas, das sie für Geschichten nutzen können. Sieh etwas an und überlege dir, was es noch sein könnte. Egal was du siehst oder betrachtest – alles kann etwas anderes sein, öffne deinen Geist und trau dir zu, Neues in Altem zu erkennen.

Bist du mutig genug, um dich zu trauen?

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It’s true. This drawing is supposed to represent an onion.

But why an onion?
Have you ever looked at these vegetables? You’ll find one peel after the other (just as there are different storylines in stories).

Far more important is something else:
The onion is a seed that you can stick into the ground and then let grow. Each seed is unique and carries a lot inside. It may be small and sometimes very tiny, but it gives information with it from which a new life is later born. This onion is, therefore, to be understood symbolically.

You can have any thoughts you like, and a story can develop from it. Compare your idea with a seed. Put it into your „earth“, add fertilizer and sunlight (belief in it) and then give it time to grow and prosper. It may be necessary for a certain amount of time to pass before the first shoots appear, but a seed also needs this time to grow and flourish.

It is you who can make your little thought blossom, believe in it – then a tiny seed will also become a new plant.

Why I asked you the question in the last post is simple:
Writers see a lot of things they can use in stories. Look at something and think about what else it could be. No matter what you see or look at – everything can be something else, open your mind and dare to recognize something new in something old.

Are you brave enough to dare?

Was siehst du? – What do you see?

Viele nutzen Bilder und/oder Zeichnungen als Inspirationsquelle. Ich bin zwar nicht sonderlich gut im Zeichnen, aber ich glaube, es ist mir ganz gut gelungen.

Betrachte dieses Bild und überlege dir, wie du es für dich und deine Geschichten nutzen kannst, was denkst du, hilft es dir, bei der Entwicklung einer Story?

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Many use pictures and/or drawings as a source of inspiration. I’m not very good at drawing, but I think I did quite well.

Look at this picture and think about how you can use it for yourself and your stories, what do you think, does it help you in developing a story?

Die Sache mit der Musik – verändert sie für dich die Geschichte? – The thing about music – does it change history for you?

Wo man singt, da lass dich nieder, denn böse Menschen kennen keine Lieder! – Dieser Spruch entstammt dem Mund einer alten Musiklehrerin von mir. Das ist jetzt auch schon über 30 Jahre her.

Ob es stimmt oder nicht, soll und muss ohnehin jeder für sich selbst beurteilen.

Musik selbst ist unglaublich vielfältig, vor allem, wenn sie Geschichten unterstreicht und untermalt. Angefangen von Trommelklängen und ihren unterschiedlichen Rhythmen bis hin zu klassischen Arien und den verschiedensten Musikstilen, die sich im Lauf der Zeit entwickelten schöpfen jene aus einer Fülle an Vielfalt, die Geschichten zu Filmen wandeln.

Hast du dir einmal bewusst jene Musik angehört, die Filme und Serien begleiten und vielleicht sogar bekannter als die Geschichte dahinter wird?
Gerade in den letzten Jahren kommt immer mehr bombastische Musik in die Kinos und dröhnt in den Ohren. Verglichen mit Musik wie beispielsweise den Sci-Fi Filmen der 60er Jahre ist das häufig ein gewaltiger Unterschied. Vielleicht irre ich mich, aber mir kommt vor, als wären es heute häufiger helle Töne, die mitunter sogar dermaßen in den Ohren schmerzen, dass empfindlichere Menschen den Film abbrechen.
Vergleich doch mal die Musik moderner Filme mit jenen aus den früheren Jahrzehnten und zieh dein eigenes Resumee.

Umgekehrt ist es aber auch so, dass Geschichten in Büchern manchmal von Musik erzählen und der Leser sie im Kopf vielleicht sogar wahrnimmt, weil sie so gut beschrieben wird. Mir gelingt es bei manchen Beschreibungen, dass ich die Musik fast zu hören glaube. Gleiches erlebe ich bei meiner Figur, an der ich derzeit schreibe. Es ist ein Flötist, mit dem meine Aaskrähe Noah mitunter unfreiwillig zu tun hat, hört auf den Namen Mortimer und ist ein – hoffentlich gelungen beschriebener, schräger „Vogel“, aber kein Vogel im eigentlichen Sinne.
Sein Flötenspiel ist für die Geschichte wichtig und machmal beim Schreiben scheint es fast, als würde ich sie in meinem inneren Ohr hören.

Musik ist wichtig für uns alle, sie kann bewegen und von Wundern erzählen, aber auch abstoßen und gewaltig nerven.

Welche „Erfahrungen“ hast du in der Hinsicht gemacht, von der du erzählen möchtest? Ist deine Phantasie lebendig genug, um diese Musik so zu „hören“, als wäre sie wirklich da? Welche Musik ziehst du vor? Und gibt es eine Filmmusik, die du besonders gerne magst? Wenn ja, welche ist es und warum?

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Where one sings, there settle down, for wicked men know no songs! – This phrase comes from the mouth of an old music teacher of mine. It’s been over 30 years now.

Whether it is true or not, everyone should and must judge for himself anyway.

The music itself is incredibly diverse, especially when it underlines and underpins stories. From the sounds of drums and their different rhythms to classical arias and the various musical styles that have developed over time, those who turn stories into films draw from a wealth of diversity.

Have you ever consciously listened to the music that accompanies films and series and perhaps even becomes more familiar than the story behind them?
Especially in recent years, more and more bombastic music has been coming into the cinemas and booming in your ears. Compared to music like the Sci-Fi movies of the 60s, for example, this is often a vast difference. Maybe I’m wrong, but it seems to me that today there are more and more bright tones, which sometimes even hurt in the ears to such an extent that more sensitive people stop the film.
Why don’t you compare the music of modern films with those of earlier decades and draw your conclusion?

Conversely, stories in books sometimes tell of music, and the reader may even perceive it in his head because it is so well described. With some descriptions, I manage almost to hear the music. I experience the same with my character, on which I am currently writing. It is a flutist, with whom my carrion crow Noah sometimes involuntarily has to do with, listens to the name Mortimer and is a – hopefully successfully described, strange „bird“, but not a bird in the real sense.
His flute playing is important for the story, and sometimes while writing, it almost seems as if I hear it in my inner ear.

Music is essential for all of us, it can move and tell of miracles, but it can also repel and annoy us.

What „experiences“ have you had in the respect you want to tell about? Is your imagination alive enough to „hear“ this music as if it were there? Which music do you prefer? And is there film music that you particularly like? If so, what is it, and why?

Fühlst du dich zum Schreiben berufen? – Do you feel called to write?

Heute möchte ich dir eine Frage stellen und gleichzeitig zum Nachdenken anregen.

Fühlst du dich zum Schreiben berufen?

Es geht nicht darum, ob du für dich alleine schreiben willst oder ob du irgendwann davon leben möchtest. Ob du dich zum Schreiben berufen fühlst, das merkst du, wenn dein Herz dafür schlägt und/oder du den Wunsch verspürst deine Worte niederzuschreiben.

Viele heute weltweit bekannte Autoren brauchten Jahre um ihren heutigen Ruhm zu erlangen (wie Stephen King). Andere wiederum sind heute wohl bekannt, aber konnten vom Schreiben nicht leben (wie Kafka).

Setz dich vor einen Spiegel und frage dich, was möchtest du mit dem Schreiben erreichen? Wohin willst du gehen?
Möchtest du eines Tages veröffentlichen oder vielleicht gar bei Schreibwettbewerben gewinnen? Möchtest du einfach nur Tagebuch schreiben oder vielleicht sogar die Drehbücher für Filme schaffen?

Jeder Schreiberling ist auf seine/ihre Weise einzigartig und ich glaube, wenn dein Herz für das Schreiben schlägt, dann folge deinem Traum. Selbst, wenn zwei Personen die gleiche Geschichte schreiben würden, es wären niemals die gleichen Worte.

Stehst du noch ganz am Anfang, so sind es häufig die gleichen Fragen, die einen Schreiberling quälen und vielleicht sogar nerven. Was sind die Fragen, die dir durch den Kopf gehen?

In der heutigen Flut an Geschichten und Romanen ist es schwer aus der Masse hervorzustechen. Wir haben Möglichkeiten unsere Werke zu veröffentlichen auf eine Weise wie nie zuvor. Vielleicht ist nicht jeder Weg der richtige – aber solange du DEINEN Weg findest – ist es für dich stimmig.

Ich selber habe seit Kindertagen gern gelesen und war eine Bücherratte. Gut geschriebene Texte und Romane brachten mich dazu, die Welt um mich herum zu vergessen und mir eine neue Welt zu eröffnen. Ich hoffe, dass es mir mit meinen Geschichten auch so gelingen wird, andere in Welten zu geleiten, sodass sie alles um sich herum vergessen und in die Geschichte eintauchen können.
Natürlich kamen dann irgendwann die Fragen auf, wie ich beispielsweise meine Bücher veröffentlich soll/kann und ob ich mich schon zu Romanen bereit fühle.

Meine Erfahrungen habe ich inzwischen gemacht und sie sind durchwegs positiv.

Ich fühle mich zum Schreiben berufen – was ist mit dir? Du auch?

Verrate mir doch, was sind die Fragen, mit denen du am meisten haderst in diesem Zusammenhang?

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Today I would like to ask you a question and at the same time encourage you to think about it.

Do you feel called to write?

It’s not a question of whether you want to write for yourself or whether you want to make a living from it at some point. Whether you feel called to write, you will know when your heart beats for it and you feel the desire to write down your words.

Many of today’s world-famous authors took years to achieve their current fame (like Stephen King). Others are well known today, but could not live on writing (like Kafka).

Sit in front of a mirror and ask yourself what you want to achieve by writing. Where do you want to go?
Do you want to publish one day or maybe even win writing competitions? Do you wish to write a diary or perhaps also create the scripts for movies?

Every writer is unique in his/her way, and I believe that if your heart beats for writing, then follow your dream. Even if two people would write the same story, they would never write the same words.

If you’re starting, it’s often the same questions that plague and maybe even annoy a writer. What are the items that go through your mind?

In today’s flood of stories and novels, it’s hard to stand out from the crowd. We have opportunities to publish our work in a way that has never been done before. Maybe not every idea is the right one – but as long as you find YOUR way – it’s right for you.

I loved reading since childhood and was a book rat. Well-written texts and novels made me forget the world around me and open up a world to me. I hope that with my stories, I will also succeed in guiding others into realms so that they can forget everything around them and immerse themselves in history.
Of course, at some point, the questions arose, for example, how I should/can publish my books and whether I already feel ready for novels.

I have made my experiences in the meantime, and they are positive throughout.

I feel called to write – what about you? You too?

Tell me, what are the questions you are struggling with most in this context?

zu dem, was du tust stehe – das Schwache vergehe … stand by what you do – the weak fade away

Diese Worte sagte vor langer Zeit ein Freund, den ich überaus schätze und sie brachten mich dazu, nachzudenken, über mich selbst und über die Welt, in der wir leben.

Es sind nur ein paar kleine Worte und doch bergen sie viel Wahrheit in sich. Kennst du die Geschichte von Pinocchio, der Holzpuppe? Immer, wenn sie lügt, wird ihre Nase länger und länger und hört kaum auf zu wachsen. Ist es wirklich so schwer zu dem zu stehen, was man/frau/es tut?

Diese Worte inspirierten mich schließlich dazu, Figuren zu hinterfragen und Geschichten genauer zu betrachten. In wie vielen Geschichten wird gelogen und betrogen? Wie oft sind Figuren zu schwach, um für ihre eigenen Entscheidungen einzustehen? Macht es für eine Figur wirklich Sinn zu lügen?

Wenn wir eine Geschichte schaffen und darin Figuren zum Leben erwecken, stellt sich manchmal auch die Frage, wie stark bleibt genau diese Figur bei der Wahrheit?

Es sind Worte, die für jeden eine andere Bedeutung haben können, doch als Basis sind sie leicht zu begreifen – eine Stufe der Entwicklung nämlich.

Auf den ersten Blick mögen sie hart klingen, vielleicht, dass nur das Starke es wert sei zu leben, die eigenen Schwächen jedoch auszumerzen seien. Mitnichten.
Bei genauer Betrachtung sagen sie vielmehr eines:
Steh hinter deinen Entscheidungen und wachse daran und damit, Schwächen können zu Stärken werden, wenn du es zulässt und genau dadurch wird das Schwache vergehen.

Wenn ich eine Figur erschaffe und kreiere nutze ich ganz gern diese Worte um sie zu „formen“, ich gebe ihm/ihr/es Schwächen und Stärken und in den Geschichten werden sie wachsen. Na gut, ich arbeite zwar immer noch an meinem ersten Roman, aber ich bin eine Leseratte und habe seit ich denken kann immer viel gelesen. Das hilft auch bei der Inspiration.

Nehmen wir hier als Beispiel Noah, meine Aaskrähe. Er ist auf der Suche nach seiner liebsten Soar, die einfach verschwand, aber statt sich in Selbstmitleid zu ergießen setzt er alles Mögliche dran um sie wiederzufinden. Seine Schwäche ist aber auch eine Stärke – die Liebe, für die er durch das Feuer gehen würde und dazu steht er auch.

Heute stelle ich dir keine Frage – sondern gebe dir einfach einen Gedanken mit auf deinen Weg:
Nimm die Worte meines Freundes und denke nach, was sie für dich bedeuten könnten.

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These words were said a long time ago by a friend whom I hold in high esteem, and they made me think about myself and the world we live in.

They are only a few small words, and yet they contain much truth. Do you know the story of Pinocchio, the wooden doll? Whenever she lies, her nose gets longer and longer and hardly stops growing. Is it so hard to stand by what you do?

These words finally inspired me to question characters and look at stories more closely. In how many stories are lying and cheating? How often are characters too weak to stand up for their own decisions? Does it make sense for a character to lie?

When we create a story and bring characters to life in it, sometimes the question arises, how strong does the character stay with the truth?

They are words that can have a different meaning for everyone, but as a basis, they are easy to understand – a stage of development.

At first sight, they may sound harsh, perhaps that only the strong is worth living, but that one’s weaknesses should be eliminated. Not at all.
On closer inspection, they say one thing instead:
Stand behind your decisions and grow with them, weaknesses can become strengths if you allow them to, and that is what will make the weak go away.

When I create a character, I like to use these words to „shape“ him/her, I give him/her weaknesses and strengths, and in the stories, they will grow. Well, I’m still working on my first novel, but I’m a bookworm and have been reading a lot since I can remember. That also helps with inspiration.

Take Noah, my carrion crow, for example. He is looking for his favorite soar, which disappeared, but instead of feeling sorry for himself, he does everything he can to find it again. But his weakness is also a strength – the love he would go through fire for, and he stands by it.

Today I am not asking you a question – but give you a thought for your path:
Take the words of my friend and think about what they could mean for you.

Weg und Ziel – way and goal

Wie möchtest du deinen Charakter vorwärtsbringen?

Die meisten von uns wissen ja selbst nicht einmal, wie sie ihren Weg gehen wollen/können, viele wissen nicht einmal ein Ziel, dem sie entgegenstreben möchten.

Möchtest du es deinem Charakter einfach machen, dann lässt du ihn/sie/es schnurgerade auf das Ziel zugehen. Das mag beispielsweise bei einer „Schulgeschichte“ funktionieren, aber welchen „Lernwert“ hat dies für den Charakter?

Willst du die Figur auch etwas lernen lassen, dann bietet sich hier eine Alternative an. Sie mag schmerzhaft sein und vielleicht auch grausam dem Charakter gegenüber, aber die Erkenntnis daraus wird die Figur mit Sicherheit einen Riesenschritt vorwärts bringen.
Es ist nur die Frage, welche Art Geschichte du erzählen möchtest.

Dazu ein paar Beispiele:
*) Soll deine Figur stark werden, dann lass sie vorher Schwäche erfahren.
*) Wünscht du ihm/ihr/es, dass sie innerlich schön wird, dann lass die Figur sich mit der eigenen, häßlichen Seite auseinandersetzen.
*) Will er/sie/es ihren Weg finden, dann sollte sie diesen erst verlieren.

Klingt es kompliziert? Auf den ersten Blick tut es das – ja. Auf den zweiten Blick hingegen ist es sehr einfach zu verstehen.
Wir neigen dazu (genau wie unsere Figuren), uns ein Ziel zu erwählen und auszumalen, wie es sein wird, wenn wir dort angelangt sind. Wir stellen uns gerne vor, wie der Weg sein wird und wie schön das Ergebnis sein würde.
Doch sind Ziel und Weg immer so einfach und klar?

Nehmen wir einmal an, deine Figur hat Interesse an einem potentiellen Beziehungspartner (egal ob Mann/Frau/Alien … spielt hier keine Rolle). Deine Figur ist verliebt oder einfach nur verrückt nach diesem Gegenpart und begreift den Rückzug nicht. Vielleicht hat diese Figuren Tendenzen eines Stalkers oder ist einfach nur verliebt wie ein Teenager.
Dann merkt diese Figur eines Tages, den gewünschten Gegenpart vielleicht zu verlieren und so spricht sie laut aus „ich lasse dich los, lasse dich gehen“. Die nächsten Tage sind seltsam, weil Gefühle ruhiger werden, sie selbst gelassener wird.
Dann begreift die Figur, etwas gehen zu lassen, bedeutet nicht, es zu verlieren, was wichtig ist, das kommt zurück. Mit dieser Erkenntnis versteht dann die Figur, dass es um den Kern geht und spricht offen mit dem potentiellen Partner der/die auf genau diese Erkenntnis gewartet hat. Die Figur ist erwachsen geworden, indem er/sie/es akzeptieren lernte.

Was wäre es, das deine Figur erst „verlieren“ müßte oder welchen „Schatten“ müsste er/sie/es sich erst stellen um an das gewünschte Ziel zu gelangen?

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How do you want to advance your character?

Most of us don’t even know how we want to/can go their way; many of us don’t also see a goal they want to reach.

If you want to make it easy for your character, you let him/her move straight towards the goal. This may work, for example, with a „school story“, but what „learning value“ does this have for the character?

If you also want to let the character learn something, then this is an alternative. It may be painful and maybe even cruel to the character, but the knowledge gained from this will surely bring the character a giant step forward.
It’s just a question of what kind of story you want to tell.

Here are a few examples:
*) If you want your character to be strong, let him experience weakness first.
*) If you wish him/her to become beautiful inside, make the character deal with his/her ugly side.
*) If he/she wants to find her way, then she should lose it first.

Does it sound complicated? At first sight, it does – yes. But at second glance, it is elementary to understand.
We tend to choose a goal (just like our characters) and imagine what it will be like when we get there. We like to imagine what the path will be like and how beautiful the result would be.
But are goal and path always so simple and clear?

Let’s assume that your character is interested in a potential relationship partner (whether man/woman/alien … doesn’t matter here). Your character is in love or just crazy about this counterpart and doesn’t understand the retreat. Maybe this character has tendencies of a stalker or is only in love like a teenager.
Then one day, this character notices that he might lose the desired counterpart, and so he speaks out loud, „I let you go, let you go“. The next few days are strange, because feelings become calmer, she becomes more relaxed.
Then the figure understands that letting something go does not mean losing it; what is essential comes back. With this realization, the figure understands that it is all about the core and speaks openly with the potential partner who has been waiting for precisely this realization. The figure has grown up by learning to accept it.

What would it be that your character would first have to „lose“ or which „shadow“ would he/she have to face to reach the desired goal?

die Chance der Mitte – the middles chance

Stehst du vor der Herausforderung, dass du bei einer Geschichte zwar den Anfang und das Ende kennst, aber nicht, den Weg dahin, wie gehts du hier vor?

Ich kann mich an eine Anekdote erinnern, eine Erinnerung einer Frau an ihre eigene Kindheit in Kriegszeiten, als sie nur einen einzigen Schatz hatte – ein Buch. Doch darin fehlte der Mittelteil, wodurch sich ihre Phantasie zu füllen begann. Immer wieder stellte sie sich vor, wie die Figur in der Geschichte ihren Weg fand, neu und immer wieder anders.

Nehmen wir an, du stehst vor einem ähnlichen Dilemma. Nimm die Ausgangsposition und die Endsituation und überlege dir, wo soll die Figur schlussendlich stehen?

Was ist das genaue Ziel?
Eine einfache Idee ist, zerlege das Ziel in kleine Teilschritte. Jeder Weg besteht doch aus verschiedenen Teilzielen und einzelnen Schritten. Nicht immer mag dir die Figur sagen, wohin es geht und manchmal ist es notwendig, diese Figur schlichtweg zu überraschen.

Nimm an, diese Figur steht am Ende der Geschichte vor einer Beförderung. Was musste sie tun, um dahin zu gelangen? Hat sie den Weg geradlinig beschritten oder hat sie andere dafür betrogen? War sie ehrlich oder verschlagen?

Als Beispiel hier mein Teddybär. Schlussendlich soll er ein gutes Heim finden. Möglichkeit 1 – er kommt zu seinem Besitzer zurück – Möglichkeit 2 – er findet ein neues Zuhause.
Ich weiß noch nicht, wohin er tendiert, aber beide Wege bieten unendlich viel Spielraum.

Schreiben wir über historische Persönlichkeiten, dann sind die Möglichkeiten zwar enger, aber auch innerhalb der Beschreibungen gibt es Variationen.

Spielst du verschiedene Möglichkeiten durch, hilft es nicht nur deiner Phantasie, sondern gibt dir auch die Chance die bestmögliche Variante herauszufiltern.

Hast du damit schon Erfahrungen gesammelt?

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Are you faced with the challenge of knowing the beginning and the end of a story, but not the way to get there?

I can remember an anecdote, a woman’s memory of her childhood in wartime when she had only one treasure – a book. But it lacked the middle part, which started to fill her imagination. Again and again, she imagined how the character in the story found its way, new, and always different.

Suppose you were faced with a similar dilemma. Take the starting position and the final situation and think about where the figure should ultimately stand.

What is the specific goal?
The simple idea is to break the target down into small steps. Every path consists of different subgoals and individual levels. The character may not always tell you where to go, and sometimes it is necessary to surprise the character.

Assume that this figure is at the end of the story before a promotion. What did she have to do to get there? Did she follow the path in a straight line, or did she cheat others for it? Was she honest or devious?

As an example, here, my teddy bear. In the end, he should find a right home. Possibility 1 – he comes back to his owner – possibility 2 – he finds a new home.
I don’t know yet where he tends to go, but both ways offer endless possibilities.

If we write about historical personalities, the possibilities are narrower, but there are also variations within the descriptions.

If you play through different possibilities, it not only helps your imagination but also gives you the chance to filter out the best possible variant.

Have you already gained experience with this?

Alles im Leben hat einen Preis …. – Everything in life has a price …

Viele haben einen Wunschtraum, den sie sich gerne erfüllen wollen, du sicher auch!

Nimm an, du könntest genau diesen Wunsch erfüllt bekommen, mit all seinen daraus folgenden Konsequenzen, all das, was du willst und dir erträumst und sogar ohne die „Haken“ eines Dschinn. Doch dafür hättest du einen Preis zu zahlen, im Hier und Jetzt.

Was wäre dir dieser Traum wert?

Wir sind es heute gewohnt, Wünsche häufig leicht erfüllt zu bekommen, ohne Gegenwind und ohne Probleme. Insbesondere Eltern neigen manchmal dazu ihren Kindern um jeden Preis die Wünsche zu erfüllen, aber ist das wirklich gut? Wissen wir den Wunsch dann überhaupt noch zu würdigen?

Früher mussten die Menschen oft hungern und wünschten sich einfach nur etwas zu essen, andere wünschten sich ein gutes Leben im Jenseits und bemühten sich darum im Hier und Jetzt ein guter Mensch zu sein. Wieder andere kämpften für die Freiheit oder sonstige Ziele.
Heute stehen wir häufig in einem Geschäft und kaufen, um des Kaufens willen.

Hast du dir je die Frage gestellt, was du wirklich im Leben erreichen willst? Wohin willst du? Was suchst du? Was willst du wirklich?
Kannst du dir diese Frage ehrlich beantworten?

Wenn du diese Frage beantworten kannst, ist die nächste Frage:
Was bist du bereit als Preis dafür zu bezahlen?
Das Leben ist immer ein Geben und Nehmen, was du nicht freiwillig gibst, das wird dir vielleicht genommen werden.

Um eine gute Geschichte zu schreiben – braucht es häufig Figuren, die genau diese Fragen beantworten müssen und Beispiele gibt es viele. Hier sind ein paar:

*) Johanna von Orlean (Ziel: Gott zu dienen):
Kämpferin – Preis: ihr Leben
*) Makandal (Ziel: Freiheit):
Märtyrer auf Haiti – Preis: sein Leben
*) Odin (Ziel: Wissen):
Gottheit – Preis: sein Auge

Welche Beispiele fallen dir ein?

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Many people have a dream that they would like to make come true; you surely do too!

Suppose you could get precisely that wish fulfilled, with all its consequences, all that you want and dream, and even without the „hooks“ of a djinni. But for that, you would have to pay the price, in the here and now.

What would this dream be worth to you?

Today we are used to getting wishes often easily fulfilled, without headwind and problems. Especially parents sometimes tend to grant their children’s wishes at any cost, but is that good? Do we then even appreciate the intention anymore?

In the past, people often had to starve and wished for something to eat; others wished for a good life in the hereafter and tried to be a right person in the here and now. Still, others fought for freedom or other goals.
Today we often stand in a shop and buy for the sake of buying.

Have you ever asked yourself what you want to achieve in life? Where do you want to go? What are you looking for? What do you want?
Can you honestly answer this question?

If you can answer this question, the next question is:
What are you willing to pay the price for this?
Life is always a give and take, what you don’t give voluntarily may be taken from you.

To write a good story – often, you need characters who have to answer precisely these questions, and there are many examples. Here are a few:

(*) Joan of Orlean (Target: To serve God):
Fighter – Price: Her Life
*) Makandal (Target: freedom):
Martyr on Haiti – Price: his life
*) Odin (Target: Knowledge):
deity – price: his eye

What examples can you think of?