Kälte, Eis und Schnee …. ist die Zeit noch besinnlich?

Einst waren die Winter kalt, eisig kalt, mit viel Schnee, das alles überdeckte und Ruhe mit sich brachten. Einst waren die Winter die besinnliche Zeit, in der Tier wie Mensch Ruhe finden sollten, wo doch das ganze Jahr über Arbeit auf sie wartete.

Der Jahrestakt war ein ganz anderer.
Mochten die Winter einst kälter gewesen sein, viele Weihnachtsgeschenke magerer ausgefallen sein, mehr Schnee gelegen haben und wohl auch mehr erfroren sein – so darf nicht vergessen werden, dass es auch andere Zeiten waren.
Wo der moderne Mensch gerne bei 0 Grad schon schreit, es ist zu kalt, so waren früher tiefere Minusgrade keine Seltenheit. Die Winter waren ruhiger und besinnlicher …
Viele definieren sich heute als hitzeliebend, ohne zu bedenken, dass die Natur auch ihre kalte Zeit braucht, um im nächsten Jahr gut gedeihen zu können.

Ich selbst sehe mich als Winterkind, liebe den Schnee, wenn er unter meinen Füßen knirscht. Barfuß im Schnee zu stehen, den direkten Kontakt zur Erde zu haben, unter einem Baum zu stehen, wo der Schnee von oben herabfällt, weil er zu schwer auf den Ästen ruht und den Schnee dann in den Nacken zu bekommen, bringt mich zum Lachen – wenn dann die Sonne durch die Äste scheint und das Weiß zum Leuchten bringt, so erscheint ein gänzlich neuer Zauber, wenn jede einzelne Flocke im Sonnenlicht zu leuchten beginnt.

Bist du schon einmal bei Schnee im Wald gewesen?
Wenn Vögel zwischen den Bäumen herumflattern, das ein oder andere Eichhörnchen herumflitzt und vielleicht auch Rehe in der Ferne stehen und dich ansehen?
Wann warst du das letzte Mal bei Schneegestöber unterwegs und hast die Nase in einen Schal vergraben, weil die einzelnen Flocken dich sonst zum Erröten bringen?
Wann hast du das letzte Mal den wahren Zauber des Winters erlebt?

Ein Ergebnis der heutigen Wanderung kannst du oben sehen, die Vögel und Rehe wollten sich nur leider nicht fotografieren lassen … ;-), aber ich versichere dir, sie waren da.

Wir kennen heute kaum noch die echten, wahren, kalten Wintertage, wie sie unsere Ahnen mitunter erlebten (wobei Ausnahmen wie die Stadt Oimjakon in Jakutien mit mehr als minus 60 Grad auch heute noch existieren). Wenn du dich in Märchen und Sagen ein wenig auskennst, fallen dir sicher so manche Wintermärchen ein, in denen die Figuren in eisigen Zeiten ihre Abenteuer erleben, insbesondere russische, aber auch skandinavische Märchen sind dafür prädestiniert und oft wunderschön zu lesen.
Über ein Wort wirst du dabei vielleicht auch stolpern:
Fimbulwinter!
Heutzutage soll es sich dabei in skandinavischen Ländern umgangssprachlich um einen besonders kalten, harten Winter handeln – in der Welt der Mythologie ist der Fimbulwinter etwas ganz anderes:

In der nordischen Mythologie ist der Fimbulwinter die erste von vier Katastrophen vor Ragnarök – wobei Fimbulwinter vom altnordischen Fimbulvetr kommt. Es soll sich dabei um eine mehrjährige Eiszeit ohne Sommer dazwischen handeln – und wenn du dich ein wenig mit Geschichte auskennst, weißt du, dass es immer wieder kurze Phasen von eisigen Perioden gab (beispielsweise die kleine Eiszeit im 30jährigen Krieg).

Nehmen wir doch einmal an, der Fimbulwinter würde tatsächlich eintreten – es würde kalt werden, über mehrere Jahre hinweg. Was wäre die daraus folgende Konsequenz?
Würde die Menschheit noch über Strom verfügen? Seen und auch ein Teil der Meere würde einfrieren, wodurch die Natur Zeit zur Regeneration bekommen könnte. Würde die Nahrung knapp werden oder könnte die Menschheit die Nahrungsproduktion nach indoor verlegen wie es manche bereits jetzt schon tun, wenn sie in ihren Wohnungen Gemüse anbauen? Würde die Menschheit sich wieder alter Werte besinnen oder schlichtweg erfrieren? (Wenn du einmal austesten möchtest, welche Konsequenzen solche Veränderungen haben könnten, probier mal das Spiel Frostpunk 😉 … mit Temperaturen bis minus 130 Grad) …. brrrrr….

Wenn du dir überlegst, einmal eine Art „Weltuntergangsszenario“ zu schreiben, warum nicht so etwas? Die einfachste Begründung für einen plötzlichen Temperaturabsturz wäre ein großer Vulkanausbruch, wodurch Unmenge an Asche in die Luft geschleudert wird, was wiederum den Himmel verdunkelt. Ohne Sonnenlicht wiederum kühlt die Erde ab – und genau dadurch kommt es zu einer entsprechenden Eiszeit.

Wie würde sich die Menschheit deiner Meinung nach verändern? Was würde passieren? Würden sie zusammenhalten lernen oder erst recht um die wenigen Ressourcen kämpfen? Dass auch mit wenig Ressourcen kalte Winter zu überleben sind, ist an den Völkern im Norden zu sehen, egal ob es Alaska, Sibirien oder Skandinavien betrifft. Erinner dich an die Geschichten von Trappern, die oft solche Grenzerfahrungen bieten.
Von welchen Figuren würdest du erzählen und was würdest du sie erleben lassen?

Wie viele Schichten trägt dein Ich mit sich herum?

Wann hast du dir das letzte Mal einen schönen Schmetterling angesehen? Sein Leben verläuft in klaren Zyklen – > zuerst Raupe mit einem Heißhunger der vermutlich seinesgleichen sucht, dann die Verpuppung mit Ruhephase und schlussendlich ein wundervolles Geschöpf, das von so vielen geliebt wird.

Im Grunde ist das menschliche Dasein diesem nicht ganz unähnlich. Wir sind Kinder, werden erwachsen und schlussendlich zu Greisen, bis wir vergehen – und wenn es so sein soll, werden wir vielleicht auch in geliebter Erinnerung behalten.
Im Gegensatz zum Schmetterling ist das menschliche Dasein jedoch um einiges komplizierter und nahezu immer auch länger. Wir treffen Entscheidungen, formen im Inneren Wünsche, wandern zu Zielen, die wir oft anfänglich gar nicht als solche verstehen, werden von anderen erzogen und passen uns nahezu immer in der einen oder anderen Form an.

Wann hast du das letzte Mal eine Zwiebel geschnitten?
Denk daran und erinnere dich daran, wie es war, sie in Händen zu halten. Dabei meine ich jetzt gar nicht den Geruch, sondern die Zwiebel selbst. So wie Bäume ihre Jahresringe haben, tragen Zwiebel ihre Schichten. Du kannst Schicht für Schicht wegschälen und behältst doch den „Kern“ weiterhin in deinen Händen. So ähnlich kannst du es auch mit einem Salatkopf machen oder mit anderen Früchten der Natur.

Was aber wäre, wenn du dies auf eine menschlichere Figur umlegst? Dieses Wesen kann auch eine Figur von einem anderen Stern sein, oder aus der Sagenwelt entstammen. Denk an die Götterfiguren der alten Völker, sie waren menschlicher und dadurch den Gläubigen vielfach näher, vertrauter.
Was sind ihre „Schalen“, die sie tragen? Wünsche? Träume? Hoffnungen? Trauer? Oder etwas gänzlich anderes?

Mit jedem Moment des Daseins können sich mehr Schalen bilden, der eigentliche Kern des Inneren mehr verbergen … Eines Tages ist der innere Kern einfach nicht mehr sichtbar. Vielleicht gefällt dir aber auch das Bild einer Dornenhecke (wie es bei Dornröschen der Fall war) besser. Schicht für Schicht decken wir unser Ich ab, nehmen Schalen auf zum Schutz oder aus gänzlich anderen Gründen und wundern uns dann, dass wir vielleicht den Eindruck haben, unsere Wurzeln verloren zu haben.
Viele Seelen fühlen sich heute völlig entwurzelt, sich nirgendwo zugehörig, dabei geht es häufig aber nur darum, das eigene Ich hinter all den Zwiebelschalen verloren zu haben. Manchmal tut es gut sich zu fragen, ob die einzelnen Schichten wirklich für einen wichtig sind und wenn nein, ob du sie behalten willst. Wer sich schwer tut seinen Kleiderkasten regelmäßig auszumisten, weil er/sie sich einfach nicht von Dingen trennen kann, wird sich bei den eigenen Schalen wohl auch nicht so leicht tun, aber es ist manchmal wichtig so zu handeln.

Die Frage ist nun, durch welche Hölle(n) schicken wir unsere Figuren, damit wir ihnen helfen können, wieder ihren eigenen Kern zu finden und somit auch die eigenen Wurzeln zurückzuerlangen?
Und so ganz nebenbei, was würde diese Figur dann machen, wenn er/sie/es erkennt, dass ein starres Korsett einfach weg ist, und er/sie/es wieder frei atmen kann?

Julfest – Wintersonnenwende – eine zauberhafte Zeit :-)

Wintersonnenwende war eine ganz besondere Zeit bei unseren Ahnen – und ist es auch heute noch (oder wird es gerade wieder :-)).

Der Übergang von den längsten Nächten hin zu längeren Tagen ist mit so vielen Mythen und Bräuchen versehen, dass wir sie gar nicht mehr alle kennen.
Doch eines haben sie alle gemein – sie wollen in der ein oder anderen Form die dünner gewordene Wand zwischen den Welten als Chance nutzen, um etwas Magie zu erfahren. Ob dies nun darin besteht die Tiere in menschlicher Sprache sprechen zu hören oder vielleicht den künftigen Partner zu erfahren – ist gar nicht einmal so wichtig – vielmehr ist es doch schön, dass wir heute noch etwas der alten Magie erfahren und spüren dürfen.

Wenn du das Fest feierst, dann genieße es, denn die Wände sind nur 2x im Jahr so dünn – und wenn du etwas erfährst, dann freue dich darüber oder ziehe einen passenden Nutzen daraus.

Hab ein schönes Fest, wenn du es feierst 🙂 und wenn du besonderen Wesen begegnest, dann freu dich im Herzen darüber, denn manche von ihnen wollen verborgen bleiben (wenn man nach den Märchen und Sagen geht) und betrachte es als Geschenk dieser besonderen Zeit.

Was ziehe ich heute an? – Der Kleiderkasten ist doch soooo groß :-)

Wie siehst du den Tod? Denkst du, du kommst in eine Art Himmel / Hölle? Löst sich dein ich völlig auf oder glaubst du, es kommt zu einer Wiedergeburt – in welchem Sinne auch immer?

Viele, sehr viele Menschen glauben an ein Leben nach dem Tode – und ein Gutteil davon an die Wiedergeburt. Somit ist wohl jedes Leben auch eine neue Chance, wo wir die Erfahrungen, die wir gesammelt haben, mitnehmen und uns weiterentwickeln können. Ein sehr schönes Beispiel, wie es sein könnte findest du im Film „der Wolkenatlas“, wo beispielsweise aus einem Sklavenhändler über die Leben hinweg ein „Teufel“ wird oder eine junge Frau eine Retterin ihrer Spezies und sehr vieles mehr – doch Vorsicht, bei diesem Film ist nämlich Mitdenken gefragt 😉

Nehmen wir einfach einmal an, das Leben besteht aus vielen Leben, in denen wir uns weiterentwickeln können – wir erstehen als neues „Ich“, machen Erfahrungen, entwickeln uns und dann vergehen wir – ein Zyklus, den wir jedes Jahr in der Natur beobachten können … das Werden, das Sein, das Vergehen, … jedes Vergehen ist eine Basis für andere Spezies (zersetzende Pilze, Mistkäfer, die den Dung nutzen und vieles mehr, …). Doch was wäre, wenn wir Zugriff auf alle Leben hätten, jene die waren und vielleicht auch jene, die erst sein werden?

Wenn du eine Geschichte schreibst, die über viele Leben hinweg spielt, kann das eine ziemliche Herausforderung darstellen. So bedingt dies eine Art Faden, der sich durch alles ziehen kann oder du lässt die Dinge sich einfach so entwickeln.
Stell dir einfach einmal einen Kleiderkasten vor – das ist das Ich, um das es geht … eine Seele … die Kleiderstange ist der rote Faden … und die Kleider, die darin hängen – nun das sind die einzelnen Leben. Eines der Kleidungsstücke trägt die Seele gerade, tollt vielleicht draußen herum oder trägt es jeden Tag – es ist das aktuelle Leben. Dann siehst du vielleicht eine abgetragene Jogginghose und eine Jacke dazu, alt, verbraucht und abgenutzt – aber immer wieder gerne herausgeholt … das ist eines, an das sich die Seele gerne erinnert (oder das aus einem anderen Grund heraus sehr wichtig war). Was ist beispielsweise mit einem edlen Anzug, der noch ungenutzt ist? Dieser Anzug ist eines der künftigen Leben. Und vergessen wir nicht die Accessoires und Schuhe – dies sind dann die Werkzeuge, die wir im Leben erhalten, die Gaben und Fähigkeiten, aber auch die Schwierigkeiten, denen wir uns stellen müssen. Unbequeme Schuhe könnten vielleicht eine Erbkrankheit sein oder ein anderes Problem, das diese Seele im Leben begleitet. Wie schön muss der Moment sein, wo die Seele die Schuhe ausziehen kann und das Leben ein Problem gelöst hat (beispielsweise Stottern überwunden oder Angst vor Hunden verloren).

Der Gedanke dazu kam mir heute – und ich finde ihn schön, denn wenn wir uns vorstellen, wie groß der Kleiderkasten sein kann, dann erkennen wir auch, wir haben noch so vieles zum Anprobieren und zu erlernen. Ich ziehe ja auch eher die bequemen Sachen vor – und die Wikingerklamotten sind tooootal gemütlich 🙂 … aber es gibt auch andere, für die beispielsweise Anzüge ihre angenehme Kleidung darstellt. So ist jeder anders und doch stehen wir alle vor dem gleichen Problem beim nächsten Leben – „was ziehe ich heute an“ 😉

Um noch einmal auf die Seele zurückzukommen … welche Kleidung würdest du der Seele aktuell geben und welche Accessoires dazu? Was wären diese Dinge im Leben dann?

Heidi und die Qual der Wahl … wohin zieht es dich, Kind?

Was würdest du lieber als „Bleibe“ wählen, wenn du nur diese beiden Möglichkeiten hättest:
Eine Mini-Villa mit Garten nahe bei einem Stadtzentrum mit guter Versorgung (Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, …) und auf Wunsch auch Lokale und Sehenswürdigkeiten – oder eher einen alten Bauernhof, der noch (nur) mit Holz geheizt wird, direkt neben einem Wald aus Nadelbäumen und zur nächsten Stadt brauchst du vielleicht eine Stunde mit dem Fahrrad – achja, Nachbarn gibt es hier auch keine, dafür aber eine große Wiese und eine alte Scheune.

Überleg dir die Optionen – es hat alles ein für und wieder …

Wenn wir uns in unsere Kindertage erinnern, so tauchen auch Buchklassiker wie Heidi darin auf. Dieses Kind, das in den Bergen so glücklich war, frei war, leben konnte, wurde dann in die große Stadt verschlagen, in der es beständig die Sehnsucht nach den Bergen verspürte, in der Stadt war das Kind nicht glücklich.
Wo wollen wir leben, wenn wir dies einfach so entscheiden könnten?

Ich sehe so viele Menschen, die lieber in der Stadt sind, gut versorgt, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, wie sie ihren Wochenkauf tätigen können (hier ist die Planung nicht das Geld gemeint ;-)) – selbst jene, die es in die Natur zieht legen oft sehr viel Wert darauf, dass sie rasch in die Stadt können. Verzicht ist so eine Sache für sich …

Wenn du „Babylon 5“ kennst, erinnerst du dich vielleicht an die Szene wo Thalia Winters einer gerade erwachenden Telepathin erklärte, wie sie sich schützen könne vor all den Stimmen, die ihr gerade den Kopf zu „sprengen“ drohten. In den Städten ist es oft so, dass viele Stimmen schreien, den eigenen „Verstand vernebeln“ … es fehlt häufig die Möglichkeit, Ruhe zu finden, abzuschalten – und das kann auf Dauer für eine Seele sehr unangenehm werden. Wenn du Heidi je gelesen hast, so klingt auch das durch.

Doch wie können wir das nun für das Schreiben und kreativ sein umsetzen? Eigentlich ganz einfach:
Nimm eine Figur, wonach sehnt sich der Charakter? Was will er/sie/es und was könnte das Gegenteil davon sein? Sehen wir uns heute einfach mal die Häuser an:
Was könnte ein Gebäude, ein Haus, sein?

Mir kommen Villen (egal ob klein oder groß) wie Ballkleidung vor – schön, elegant, mitunter etwas starr in ihrem „Konzept“ – und häufig nur Glitzer. Auf Bällen mögen sich Menschen mit sehr schöner Kleidung treffen, aber es ist oft nur der schönen Schein hinter dem sich sehr leicht eine dunkle, bittere Seele in Geldgier verbirgt.
Bauernhäuser, Vierkanthöfe und Ähnliches wiederum wirken auf mich wie der gemütliche Hausanzug, einfach etwas Bequemes, in dem es nicht nötig ist, den Bauch einzuziehen, sondern wo man/frau sich auch einfach mal irgendwo hinlümmeln kann … und es anderen komplett egal ist.

Und so kannst du es auch mit anderen Häusern halten – wie wirken sie auf dich? Nimm einfach an, Häuser wären Persönlichkeiten, wie wären sie? Du kennst sicher die Geschichten um Geisterhäuser, die die ihre Gäste / Bewohner manchmal sehr unangenehm „willkommen“ heißen. Wie siehst du solche Häuser? Oder eine alte Blockhütte im Wald, ein Bestattungsinstitut oder ein Palast? Häuser verfügen über Charakter und Persönlichkeit, die sich manchmal gar nicht, dann wieder in einer sehr eigenen Manier ausdrücken.
Vergiss aber auch nicht, mit einzuberechnen, wo das Gebäude steht – denn das macht auch sehr vieles aus.

Heidi zog die Hütte in den Bergen vor – die Gründe waren verschieden – aber einer davon war fraglos, dass es in der Hütte gemütlicher war, nicht so „gezwungen“ wie in der städtischen Bleibe. Natürlich bieten Städte andere Optionen als das Ländliche …
Wenn wir also eine Geschichte schreiben, ist es eine recht interessante Option, auch diesen Aspekt mit einzubeziehen.

Übrigens ein kleiner Buchtipp, wenn du dich für solche Themen erwärmen kannst:
„Das Höllenhaus“ von Richard Matheson

Welche Bleibe würdest du als interessant für deine Charaktere finden und warum gerade diese? Allzugerne schreiben wir zwar über Figuren und „be“schreiben die Unterkunft, aber was, wenn das doch etwas zu wenig ist und das Gebäude auch etwas zu erzählen hätte? Was wäre das denn?

Ein Männlein steht im Walde ;-) …

Wenn wir lesen, tauchen wir ein in neue Welten, lernen Wesen kennen, die uns vielleicht sehr ähnlich sein mögen, oder aber gänzlich anders sind als wir.

Wenn du den Cthulhu-Mythos kennst, ist dieser ein gutes Beispiel für Wesen, die dem Menschen doch ziemlich fremd sind. Oder könntest du dir vorstellen, mit einem dieser Wesen aus H. P. Lovecraft’s direkter zu kommunizieren? Viel wahrscheinlicher wäre wohl, dass du dabei wahnsinnig werden würdest. Aber wäre das so schlecht? Ist Wahnsinn nicht auch eine Version von Anders-Sein? Von Anders-Denken?
Nur, weil ein „Wahnsinniger“ den normalen Durchschnitt nicht versteht, ist er deswegen ein Problem? Vielleicht ist dieser „Wahnsinnige“ ja derjenige, der dich und deine Denkweise nicht versteht 😉
Es ist gefährlich, die eigene Art und Weise zu denken, als die einzige Wahre anzusehen.

Es gibt so viele Geschichten, in denen es um das All und „Aliens“ geht, Geschichten auf fremden Planeten oder bei Reisen zwischen den Sternen – allein in „Babylon 5“ oder „Dr. Who“ finden sich Wesen, die wir als sehr eigenartig ansehen. Ein anderes Beispiel ist der Film „der Europa-Report“, in dem sie zwar Aliens fanden, aber diese ganz und gar anders aussahen, als sich die Protagonisten dies erwartet hatten.

Oder könntest du dir vorstellen, was beispielsweise ganz tief im Ozean existiert?

Ein kleiner Wandertag kann einen sehr nachdenklich werden lassen. Hast du dir einmal bewusst angesehen, welche Vielfalt an Pilzen es gibt? Champignon kennen so gut wie alle, Austernpilze und Kräuterseitlinge sowie Eierschwammerl (auch Pfifferlinge) gehen auch noch, da sie im normalen Handel zu finden sind – ABER was ist beispielsweise mit Pilzen, die etwas ungewöhnlich aussehen? (Das Ergebnis meiner aktuellsten Foto-Safari kannst du dir oben ansehen 😉 )

Gehen wir doch einfach einen Schritt weiter. Pilze sind weder Tier noch Mensch, sie sind etwas dazwischen und somit anders. Ein einziger Pilz kann riesig werden oder ganz klein bleiben – und das meiste vom Pilz ist ohnehin unterirdisch (das Myzel – bzw. die Fäden unter der Erde). Sie sind übrigens nicht nur essbar, sondern aus ihnen habe früher (und auch heute noch in Osteuropa) Menschen pflanzliches Leder gewonnen – cool, gell? 😉
Könntest du dir vorstellen, mit Pilzen zu kommunizieren? So alt, wie sie eigentlich sind, so fremd und doch so vertraut – was würden sie dir erzählen?

Achja, sei nett zu den Pilzen, wenn du welche findest … mach ein Foto und lass den Pilz stehen, er freut sich sicherlich drüber 🙂

sich neu erfinden – warum?

Warum erfinden wir uns immer wieder neu?

An manchen Tagen werden wir, vielleicht auch du, nachdenklicher. Geht es dir auch so, wenn du wieder eine weitere Kerze auf der Geburtstagstorte siehst? 😉

2. November – Allerseelen und in so mancher Kultur ein besonderer Tag…
Der 2. November als Geburtstag ist (und war) wohl schon immer ein ganz besonderer Tag, viel mehr noch, als so mancher andere 😉 und ich mag diesen Tag sehr gerne.

Ein Blick zurück in die eigenen Kindertage zeigt, dass die aktuellen Lebensziele andere sind, als die, denen wir als Kinder nachhingen. Betrachte dein Ich von vor einigen Monaten oder Wochen – was ist heute anders?

Umzug, Einzug und ein ganz neuer Garten, ein neuer Job und vieles mehr, das geht schon auch an die Substanz, jetzt ist es an der Zeit wieder etwas zur Ruhe zu kommen und auch wieder das Schreiben anzugehen. Wo sich meine Ziele veränderten und anpassten, liegt dies vorrangig an der neuen Wohnadresse, die nun doch etwas städtischer geworden ist, als ich es gern gehabt hätte … also wieder mal keine Hühner im Garten … (wie gemein …. wäääääh).
Dafür eine Fläche, wo ein schöner Gemüsegarten entstehen soll. Und so, wie diese Dinge wachsen und sich entwickeln werden, wird es auch das Schreiben sein. Meine Ziele haben sich angepasst an die Gegebenheiten – aber auch an veränderte Umstände und dass sich manch eine geplante Romanfigur gleich mal in den Urlaub begab (bäh!). Aber gut, auch Romane und Geschichten werden neu und anders.
Sich ändernde Ziele sind ja auch nur eine Art von „sich neu erfinden“ … und blieben wir allesamt gleich, wie wir sind, wäre es doch auch ganz schön langweilig.

Es gibt Künstler, die sich immer wieder neu erfinden, ihr aktuelles Sein ausreizen und etwas Neues werden, etwas Neues erstehen lassen um diesem Neuen Raum zu lassen. Manchmal ist eine „Auszeit aus der Notwendigkeit heraus“ zwar nicht schön, aber sie schneidet eine Art Cut, trennt altes vom Neuen und gibt dem inneren Kern damit eine Chance sich gründlich weiterzuentwickeln.

So ist es mit meinem Mortimer auch – er trat als Katzentod ins Sein und jetzt – was ist an ihm zu sehen? Ich sehe ihn wie in den Film-Noir-Streifen nur als Schemen, wie er sich niederkniet vor einer Schachtel, und vom Bauch heraus sind in der Kiste kleine Kitten … wohin er sich nun entwickeln wird? Das wird er mir noch verraten – ganz bestimmt sogar 🙂

Wie steht es bei dir mit dem Thema „sich neu erfinden“?

Quack – sprach der Frosch … hörst du ihn?

Manchmal – so scheint es – als wäre die Welt ein uns völlig unbekannter Ort. Siehst du auch manchmal etwas aus einem ganz anderen Blickwinkel?

Das „Verhältnis“ von Lehrer / Schüler prägt uns zuerst in der Schulzeit … aber selbst hier kann auch ein Lehrer vom Schüler etwas lernen und mitnehmen. (Immerhin sind wir keine „Insel“, sondern in uns mit anderen verwoben – auch, wenn es mitunter schon stressig werden kann.)

Doch nicht nur vom Menschen lernen wir – sondern von vielen anderen Dingen im Leben auch:
Ich „lerne“ derzeit viel durch die Natur, ein kleines Miethäuschen mit Garten beansprucht im Augenblick viel von meiner Zeit – ABER es macht Freude und bringt mir neue Themen wie Regrowing nahe 🙂
Nun, der Garten benötigt noch viel Zeit und Aufmerksamkeit, ABER das Ergebnis steht vor meinem inneren Auge mit viel Gemüse und Blumenwiesen, vielleicht auch ein Bienenstock und vieles mehr – eine leicht verwilderte Oase für Tiere, ABER auch ein Ruheort für uns Menschen. Zumindest ist es so angedacht 🙂

Andere wiederum nutzen jetzt vermehrt die Zeit für Reisen, holen nach, was die letzten Jahre nicht so einfach machbar war. Leider kommt dadurch auch wieder der Massentourismus auf, der so viele schöne Landstriche ziemlich durcheinanderbrachte. 😦
Wenngleich es immer mehr erkennen, dass es schöner sein kann, das echte Leben Vorort zu erfahren und etwas mehr Respekt den Ansässigen und der dort vorhandenen Natur nahezubringen.
Wer von euch gerne verreist – hab Freude und bring schöne Erinnerungen mit 🙂

Wenn wir uns die verschiedensten Kulturen ansehen, die Art zu leben und Wissen weiterzugeben, so fällt eines auf:
Je moderner eine Nation ist, umso häufiger ist der Verlust der eigentlichen Wurzeln zu sehen. Warum fühlen sich so viele Menschen so sehr entwurzelt und fremd? Wollen vieles erfahren und fühlen sich doch nur taub, weil keine Wurzeln vorhanden sind?

Wobei das manche Nationen aber auch geschickt umgehen, wie beispielsweise Japan mit einer Vermischung aus Tradition und Moderne. Kennst du andere Beispiele? Es ist vielfach eine Frage des tatsächlichen Blickwinkels.

Es lässt sich immer und überall etwas Neues lernen und erfahren, solange wir offen sind dafür. ABER es macht einen Unterschied aus, WAS wir lernen (wollen). Jeder Lehrer hat einen eigenen Bereich aus Erfahrungen und Wissen, dass er/sie weitergeben kann, aber wie in der Schule weiß keiner alles. So gibt es jemanden, der Geographie lehrt, andere sind Turn- oder Kochlehrer. Sprachen und Mathematik lehren ganz andere und so ist es auch im allgemeinen Leben.

Ein Lehrer, der zu mir passt, motiviert mich, bringt mich vorwärts und unterstützt mich in meiner Entwicklung, lässt mir genug Raum mich zu entfalten und zeigt mir, dass ich auch mal aus dem Nest springen sollte, die Flügel ausbreiten und mich von seinem Rockzipfel löse. Ich muss selbst herausfinden, was ich mit mir und meinem Leben wirklich anfangen will und werde.
Als Schüler bin ich aber auch in der (selbst)gewählten Pflicht nicht alles blind zu glauben, sondern auch mal zu hinterfragen – und vieles erlernt man ohnehin erst wirklich durch praktische Anwendung und persönliches Austesten.

Zwei Punkte – so sehe ich es – sind für ein gutes Lehrer/Schüler Verhältnis sinnvoll:
Frage: „Vertraust du mir?“ (Was nicht blindes Nachbeten bedeutet, sonder beispielsweise, dass der Lehrer das Wissen hat, um es auch weitergeben zu können.)
Ansage: „Tu was du willst!“
(Die Ansage stammt von Aleister Crowley – und er hat recht. Nur um das zu tun, muss erst einmal klar sein, was will man/frau im eigenen Inneren wirklich? Denn es geht nicht um das oberflächliche Wollen, sondern um das eigentliche im Inneren und genau das ist oft sehr schwer zu erkennen.)

Ein Lehrer, der zu einem passt, hilft bei der Weiterentwicklung – und lässt den Schüler wachsen. Er/Sie ist wie Dünger, Wasser und Sonnenlicht in einem, gibt Halt, wenn es nötig ist, schubst aber auch ins Schlachtfeld und lässt den Schüler „kämpfen“, wenn die Zeit dafür reif ist.
Einen Welpen kannst du anders lehren, als einen Jungwolf oder ein ausgewachsenes Exemplar – und bei Menschen ist es auch so. Jeder Schüler bringt Vorwissen mit – ein Lehrer kann genau das nutzen, aber es ist auch wichtig, hier die Spreu vom Weizen zu trennen und auch einmal Irrtümer aufzuklären.

Gleichzeitig – finde ich – benötigt ein wirklich interessierter Schüler auch den Willen zur Einsicht, wenn er/sie Fehler wahrnimmt statt stur mit dem Kopf durch die Wand zu schlagen, nur weil der Lehrer etwas anderes sagt oder erwartet. Somit ist der Schüler ein Samenkorn, das wachsen will.

Natürlich gibt es noch viele andere Möglichkeiten und Kriterien, du wirst vielleicht ein Lehrer / Schülerverhältnis ganz anders sehen, aber im Großen und Ganzen lässt sich die Sache so benennen:
Den Willen voneinander zu lernen.

Lehrer begleiten uns manchmal nur ganz kurz und andere über viele Jahre oder ein ganzes Leben hinweg und irgendwann kommt auch ein Schüler in die Situation „Lehrer“ zu werden.

Wenn du in die Literatur und Filme siehst – gibt es jemanden, den du als entsprechenden Lehrer / Schüler sehen würdest?

Was ist deiner Meinung nach ein guter Schüler?

Was denkst du, wärest du ein „guter Schüler“?

Ich spreche nicht von der klassischen Schulzeit, in der so manch einer froh ist, wenn er diese hinter sich lassen kann. Nein. Ich denke da eher daran, wenn jemand einen Mentor oder ein Vorbild findet und von diesem unterrichtet bzw. unterstützt wird.

Denk einmal an Meister Yoda und Luke auf dem Sumpfplanet, es ist diese Art von Lehrer/Schülerverhältnis, das ich meine. Oder wenn du die Serie „Cobra Kai“ kennst, auch das ist ein gutes Beispiel. Mentoren gibt es sehr viele, gute, wie weniger gute – solche, die wirklich unterstützen und andere, die einen in die völlig falsche Bahn geleiten.

Nicht immer ist es leicht zu erkennen, welcher Mentor und/oder Lehrer besonders gut für einen selbst geeignet ist, aber häufig fühlt es sich bei der richtige Person auch passend und stimmig an.
Schüler und Lehrer müssen einfach zueinander passen, was Temperament und vieles mehr betrifft, dann ergibt es die wohl beste Symbiose und Harmonie.

Was ist nun das beste Kompliment für einen Lehrer bzw. Mentor?

Meiner Meinung nach, wenn der Schüler sich entwickelt, Fähigkeiten erlernt und erblüht. Dabei ist es gar nicht einmal so wichtig, ob es das ist, was der Mentor/Lehrer lehren will – sondern vielmehr, dass er/sie wie ein Dünger wirkt, um den Samen im Herzen des Schülers zum Wachsen zu bringen.

Wie siehst du das?

Glück – zugreifen oder es lassen? Wozu tendierst du?

Ist es dir schon einmal passiert, dass du auf der Straße Geld gefunden hast? Sei es eine Münze oder vielleicht ein ganzer Schein?

Centmünzen finden sich mitunter ganz leicht und schnell, die vermisst nämlich auch keiner 😉 – ganz im Gegensatz zu einem Schein mit sehr viel höherem Wert. Manchmal finde ich 1 oder 2 Centmünzen und stecke diese dann in ein Glas – wer weiß, vielleicht summiert sich das ja auch mit der Zeit 🙂

Ist das schon Glück? Wie siehst du das?

Wir Menschen sind dazu „erzogen“, uns möglichst um unsere Sicherheit zu kümmern, wir wollen auch heute häufig noch einen Job mit sicherem Einkommen, Reserven, verfügbare Ressourcen in den Läden und vieles mehr. Wie erging es unseren Ahnen, die noch beispielsweise in den Höhlen wohnten und von der Jagd und ihren Sammelergebnissen lebten? Wie oft hungerten sie, weil die Ressourcen aufgebraucht waren? Das menschliche Denken ist eine sehr seltsame Sache, denn die Sehnsucht nach der Sicherheit ist häufig auch ein Hemmschuh, der uns wie ein Mühlstein um den Hals hängt. Wir wollen auf Nummer sichergehen und statt vielleicht einmal etwas zu riskieren, übersehen wir die Chancen, die sich uns auf dem Weg bieten könnten.

Kennst du den Begriff “Serendipität“?

Dieser besagt so viel wie „verwandle das Unerwartete von einer Bedrohung zum Verbündeten – und nutze die daraus resultierenden Chancen“!

Gerade in Ö herrscht häufig die Mentalität vor, bevor etwas passiert, sichern wir uns lieber mit 3 Paar Hosenträgern und 4 Gürteln ab, dabei verpassen wir aber Chancen, die uns viel weiterbringen könnten. Dass es mitunter in der Geschichte zu suchen ist, wie die Gesellschaft dahin kam, ist ein anderes Thema. (Allerdings ist es auch nicht sinnvoll, jeder Chance hinterherzuhecheln, denn vieles ist ein Risiko, das es nicht wert ist einzugehen!).

Es gibt übrigens auch einen schönen Spruch, wenn wir Pläne schmieden – denn lange Zeit war es beispielsweise ja so, dass von der Kindheit bis zur Pension die gesamte Lebensplanung schon vorgesehen war. Oh Wunder, wenn das dann anders lief – dass so manches gründlich schiefging und die betreffende Person häufig nicht mehr weiterwusste.
Der Spruch: „Der beste Plan übersteht den ersten Feindkontakt nicht!“

Im Klartext gesprochen, können wir noch so sehr planen und uns abzusichern versuchen, wir können einfach nicht alles (wirklich alles!) einplanen, das Leben ist nicht so planbar, wie es mitunter schön wäre. Angehen können wir eigentlich nur bestimmte Ziele und da macht es Sinn, auch diese in regelmäßigen Abständen zu hinterfragen oder anzupassen 😉
Im Grunde ist das Leben nichts anderes als ein Fluss mit vielen Gabelungen und verschlungen durch einen Dschungel (oder andere Landschaft) führend.

Legen wir diesen Umstand auf eine Geschichte um, so wäre es beispielsweise interessant über eine alte Dame zu berichten, die über ihr Leben erzählt. So könnte sie beispielsweise verschiedene Anekdoten erzählen, Dinge, die sie in ihrem Leben geplant hatte, die aber so nie eintrafen. Vielleicht wollte sie den Nachbarsjungen heiraten, der aber im Krieg gefallen ist und sie wurde dann zu einer Lehrerin, weil gerade zu wenige heiratsfähige Burschen da waren. Wodurch sich ihr Wunsch nach Kindern auch erfüllte, wenngleich auf eine andere Weise. – ABER Biographien dieser Art gibt es ziemlich viele auf dem Büchermarkt, manche besser geschrieben, manchen schlechter und sehr viele davon erzählen tatsächlich Geschehenes.

Eine andere Version wäre beispielsweise eine Person, die eine Reise von einem Planeten zum nächsten plant, wo er/sie/es eine neue Stelle antreten soll. Er/sie/es legt sich vertrauensvoll in die Schlafkapseln und wacht Jahrhunderte später wieder auf, nicht wissend, dass zwischenzeitlich vieles den Bach runterging und er/sie/es längst vergessen wurde. (Hast du „Planet der Affen“ gesehen? – so könnte es sich auch entwickeln)

Die nächste Variante wäre die Geschichte eines Mörders, der/die versucht das Geschehene zu vertuschen in der Hoffnung, sein/ihr Plan geht auf. Mit dem kleinen Kind des Nachbarn hat er/sie dann nicht gerechnet, weil das Kind einfach furchtbar neugierig ist und zufällig auf ein paar Hinweise stößt.

Es gibt so viele Möglichkeiten, um eine Figur aus dem Rahmen des sicheren Planes zu werfen, dass es spannend wird, wie er/sie/es damit umgeht. Nutzen wir beim Schreiben „Serendipität“, dann legen wir der Figur doch einfach Möglichkeiten und Chancen vor, die er/sie/es auf dem Silbertablett serviert bekommt – aber wie reagiert die Figur schlussendlich wirklich darauf? Nutzt er/sie/es die Chance oder geht die Figur blind dran vorbei?

Wie würdest du etwas in der Art gestalten?
Jede Figur ist doch anders und mitunter entwickeln Figuren ein Eigenleben, das wir als Schreiberlinge so gar nicht erwartet haben. Ist dir so etwas schon einmal passiert? Wie hat die Figur auf deine Chancen reagiert, bzw. was hat er/sie/es getan?