wenn die Muse inspiriert – when the muse inspires

Kennst du das Gefühl, wenn du deine Muse in der Nähe weißt oder spürst, dass die Gedanken und Ideen häufig nur so sprudeln?

Der Geist ist in genau diesen Momenten unglaublich frei und tastet sich in Sphären vor, die wir sonst nie erreichen würden – oder zumindest nicht in kurzer Zeit.

Meine Muse bringt mich manchmal dazu, an Dinge zu denken, die ich sonst nicht einmal in Erwägung ziehen würde, inspiriert mich zu Geschichten und Figuren. Doch eines dürfen wir trotz allem nicht vergessen – eine Muse kann dich inspirieren, aber sie kann (und wird) dir nicht die Arbeit an deiner Geschichte abnehmen.

Kehren wir zum ursprünglichen Wort Muse zurück, so war eine Muse ursprünglich meist weiblich und vielfach passiv, ätherisch und wunderschön. Sie inspirierten Männer zu Großem, die dann dafür gefeiert wurden. In der griechischen Mythologie halfen sie dem göttlichen Genie zu seiner Entfaltung und waren unerschöpflicher, kreativer Quell.

Für viele mag eine Muse als altmodisches Konzept gelten, doch aus meiner eigenen Erfahrung heraus ist es etwas Frisches, Modernes, bringt Schwung und macht Lust auf mehr. Im Gegenzug kann sie einen auch in einen Gefühlswirrwarr stürzen und einen in die höchsten Höhen aber auch die tiefsten Tiefen der Emotionen katapultieren. Genau dort setzen viele Geschichten und Erzählungen an, wo der Schreiberling sich intensiv mit seinen/ihren Emotionen auseinandersetzt.

Die Muse inspiriert und spornt zu Leistungen an, verführt vielleicht mit Witz und Charme und lächelt einem ins Gesicht mit einem Zwinkern in den Augen, das einem sagt – du packst das, ich glaube an dich!

Meine Muse kenne ich schon seit langer Zeit und er ist nicht nur Inspiration sondern sehr viel mehr für mich als „nur“ das. Wenn ich mir sein Antlitz vor das innere Auge rufe, so sehe ich einen Mann vor mir, dem ich mein Leben anvertrauen würde, weil ich ihm vertraue. Sein Lächeln, das Zwinkern in den Augen und der Klang seiner Stimme inspirieren mich. Aber auch sein Herz und sein Charakter sind mir wichtig, Verlässlichkeit und auch der Charme, der aus dieser Person spricht.

Wie siehst du das Wirken der Muse? Wenn du eine hast, was an dieser Muse ist für dich so besonders, dass es dich inspiriert?

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Do you know when you know your muse close by or feel that the thoughts and ideas are often just bubbling over?

In precisely these moments, the mind is incredibly free and gropes its way through spheres we would otherwise never reach – or at least not in a short time.

My muse sometimes makes me think of things I wouldn’t even consider otherwise, inspires me to create stories and characters. We must not forget, though – a Muse can inspire you, but she can’t (and won’t) relieve you of the work on your story.

Returning to the original word muse, a muse was originally mostly female and often passive, ethereal, and beautiful. They inspired men to do great things and were celebrated for it. In Greek mythology, they helped the divine genius to unfold and were an inexhaustible creative source.

For many people, a muse may be an old-fashioned concept, but in my own experience, it is something fresh, modern, it brings momentum and makes you want more. In return, it can also plunge you into a tangle of emotions and catapult you to the highest heights but also the deepest depths of feelings. This is precisely where many stories and narratives start, where the writer deals intensively with his or her emotions.

The muse inspires and spurs you to perform, perhaps seduces you with wit and charm and smiles in your face with a wink in your eye that tells you – you can do it, I believe in you!

I have known my muse for a long time, and he is not only inspiration but much more to me than „just“ that. When I call his face to my inner eye, I see a man in front of me to whom I would trust my life because I trust him. His smile, the twinkle in his eyes, and the sound of his voice inspire me. But also his heart and his character are essential to me, reliability, and even the charm that speaks from this person.

How do you see the work of the muse? If you have one, what is so special about this muse that it inspires you?

Die Eckpfeiler meines Blogs, was sind die deinen? – The cornerstones of my blog, what are yours?

Du hast mit ziemlicher Sicherheit einen Blog, den du mal mehr, mal weniger intensiv führst und an dem du, für dich passend, Beiträge postest. Wahrscheinlich hast du deinen eigenen Rhythmus gefunden und gibst dir auch Mühe diesen einzuhalten. Vielleicht nutzt du auch andere Bereiche wie beispielsweise verschiedene Social-Media Themen, um dich selber bekannter zu machen.

Mein Blog beruht durch die Weiterentwicklung nunmehr auf 3 Pfeilern:
Dir zu helfen, den Mut zu finden, dich ans Schreiben zu wagen, dich zu trauen Worte zu Papier zu bringen oder in die Tastatur zu hämmern. Dazu gehört natürlich auch ein klein wenig Drumherum, in dem du Tipps und Tricks für deinen Weg als Autor finden kannst.

Der zweite Pfeiler sind meine Buchprojekte, sowohl die abgeschlossenen, wie auch die aktuellen – und ja, ich arbeite immer an mehr als einem gleichzeitig. 🙂

Der dritte Pfeiler erzählt von mir private Dinge, wie beispielsweise, wenn ich über Rezepte, Isländisches, meinen Urlaub in den USA oder auch über meine Großmutter erzähle.

Oft vermischen sich diese Eckpfeiler natürlich miteinander, wir sind ja keine Wesen, die eine Schublade neben die andere stellen und nur aus den einzelnen Schubladen erzählen. Die Dinge greifen ineinander über.

Zwei Fragen möchte ich dir stellen und ich hoffe, du beantwortest sie mir 🙂

  1. Von welchem der Eckpfeiler möchtest du mehr haben oder mehr erfahren?
  2. Was sind deine Eckpfeiler, auf denen dein Blog ruht?

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You almost certainly have a blog that you sometimes run more, sometimes less intensively, and to which you post articles that suit you. Probably you have found your rhythm and are making an effort to keep it. Maybe you also use other areas such as various social media topics to make yourself better known.

My blog is now based on three pillars:
To help you find the courage to write, to dare to put words down on paper or hammer on the keyboard. Of course, this also includes a little bit of the basics, where you can find tips and tricks for your way as an author.

The second pillar is my book projects, both the completed ones and the current ones – and yes, I’m always working on more than one at a time. 🙂

The third pillar tells about me private things, like when I talk about recipes, Icelandic, my holidays in the USA, or even about my grandmother.

Often these cornerstones mix. Of course, we are not beings who put one drawer next to the other and only tell stories from the individual drawers. The things intertwine.

I want to ask you two questions, and I hope you will answer them 🙂

  1. From which of the cornerstones would you like to have more or learn more?
  2. What are the cornerstones on which your blog rests?

so schmeckt Geschichte – so tastes history

Ab und zu erzähle ich dir gern, was bei mir auf den Tisch kommt und ich mag historische Rezepte sehr, weil es einen Eindruck der Zeit wiederspiegelt, in der diese Dinge zubereitet wurden.

Betrachte dies als „Startschuss“ für ein neues Projekt, an dem du teilhaben kannst – sofern du das möchtest.
Historische Rezepte sind eine recht interessante Sache für sich, weil sie so vieles erzählen, ohne Worte zu benötigen. Ich möchte dich einfach für diese Dinge begeistern können, darum biete ich dir folgendes an:

Du bekommst das Rezept als Mail, kochst es nach und erzählst davon, wie es dir geschmeckt hat. Mach ein schönes Foto davon, natürlich bleiben die Rechte am Bild auch bei dir.

Interesse? Dann melde dich bei mir und ich erzähl dir mehr davon.

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From time to time, I like to tell you what is on my table and I love historical recipes very much because it reflects an impression of the time in which these things were prepared.

Consider this as a „starting shot“ for a new project you can participate in – if you want to.
Historical recipes are quite an exciting thing in themselves because they tell so much without the need for words. I want to be able to inspire you for these things, so I offer you the following:

You get the recipe as an email, cook it and tell about it how you liked it. Take a beautiful picture of it. Of course, the rights to the image remain with you.

Interested? Then get in touch with me, and I will tell you more about it.

Südkreta/southern Crete: Der Geschmack Byzanz – The taste of Byzantium

Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, mag ich historische Rezept und koche auch ganz gern solche Dinge nach. In meinen Büchern „Soldierfood“ beispielsweise finden sich Rezepte vom alten Griechenland ebenso wie jene aus der Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und vieles mehr.

Eines der Rezepte, das ich ab und an ganz gerne koche ist eines aus dem alten Byzanz, das heute nur noch selten außerhalb Südkretas gekocht wird und nennt sich „Spaniada“. Für mich gehören solche „Gerichte der Geschichte“ einfach zum Leben dazu. Es ist ja eine tolle Sache, all die modernen Rezepte zu haben, die ganzen Erfindungen und Küchenexperimente, all die Mühen um das „dekadente“ Essen, aber die bodenständigen Rezepte sind mir noch immer die Liebsten.

Dieses Rezept bringt einen Hauch Mittelmeer mit sich und du brauchst dafür nur Zwiebel, Olivenöl, Bohnen, Salz, Pfeffer, Brühe und Paximadi (oder du nimmst einfach getoastetes Brot).

Zwiebel schälen, schneiden und anrösten im Olivenöl, weiße Bohnen dazu, einkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Brot toasten und in den Teller legen. Die Bohnenmischung drüberleeren und über alles die Brühe gießen. Ich hab hier noch etwas Schnittlauch drüber gegeben, aber du kannst Kräuter nach Wahl natürlich selber aussuchen und dann dazu geben.

Lass es dir schmecken, wenn du es probierst.

Nun hätte ich mal eine Frage an dich:
Geh doch mal in der Geschichte zurück. Aus welcher Zeitepoche würdest du gern mal ein Rezept ausprobieren? Wie glaubst du, schmeckt die Geschichte der Epoche, die dich interessiert?

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As you may have noticed, I like historical recipes, and I also want to recook such things. In my books „Soldierfood“, for example, you can find recipes from ancient Greece as well as those from the time of the American War of Independence and much more.

One of the recipes that I like to cook from time to time is one from the old Byzantium, which is rarely cooked outside of southern Crete today and is called „Spaniada“. For me, such „dishes of history“ belong to life. It’s a great thing to have all the modern recipes, all the inventions and kitchen experiments, all the efforts for the „decadent“ food, but the down-to-earth recipes are my favorites.

This recipe brings a touch of the Mediterranean, and all you need is onion, olive oil, beans, salt, pepper, broth, and paximadi (or just toasted bread).

Peel, slice, and toast the onion in olive oil add the white beans, boil down, and season with salt and pepper. Toast the bread and put it on the plate. Empty the bean mixture over it and pour the broth over everything. I have added some chives, but you can choose your herbs and then add them.

You’ll love it when you taste it.

Now I have a question for you:
Why don’t you go back in history? From which time would you like to try a recipe? What do you think about the history of the era you are interested in tastes like?

händisch oder nicht händisch? – by hand or not by hand?

Vielleicht spielt auch das Alter mit rein, ob wir lieber mit der Feder oder mit dem Computer arbeiten. Natürlich können und dürfen wir mischen, je nach persönlichen Vorlieben.

Als Kind lernte ich in der Schule noch Schönschrift, sehen wir nach Japan, so gibt es dort noch verschiedene Wettbewerbe, wer die Zeichen am Schönsten schreibt. Als Kalligraphie ist manchmal auch heute noch die Schönschrift willkommen, wenn es um Verzierungen oder für besondere Anlässe geht.

Eine gute Übung, wie ich finde, ist es sich auch diesem Aspekt des Schreibens wieder zu widmen. Wir kritzeln gerne mal auf Papier, das dann in der Ecke landen mag, aber wann hast du bewusst das letzte Mal auf „Schönschrift“ geachtet?

Ich hatte vor vielen Jahren eine wunderschöne alte Feder und ein Tintenfass mit dem ich gerne arbeitete. Manchmal denke ich gern an diese Dinge zurück.
Gehen wir in der Geschichte zurück, so war einst die Herstellung von Tinte wie von Farbe eine Kunst, die nur wenigen vorbehalten war. Vielleicht kennst du die „Tintlinge“, das sind Pilze, die einst für die Herstellung von Tinte verwendet wurde. Dann nutzte man Federkiele, die manchmal nachgeschnitten werden mussten.

Wann hast du das letzte Mal bewusst in dieser Weise gearbeitet?

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Perhaps age also plays a role, whether we prefer to work with a pen or with a computer. Of course, we can and may mix, depending on personal preferences.

As a child, I learned calligraphy at school. If we look at Japan, there are still different competitions there, who write the characters most beautifully. As calligraphy, calligraphy is sometimes still welcome today when it comes to ornaments or for special occasions.

A good exercise, I think, is to devote yourself to this aspect of writing again. We like to doodle on paper that might end up in the corner, but when was the last time you consciously paid attention to calligraphy?

Many years ago, I had a beautiful old pen and inkwell that I enjoyed working with. Sometimes I like to think back on these things.
If we go back in history, the production of ink and color was once an art reserved for only a few. Maybe you know the „tintlings“, which are mushrooms that were once used to make ink. Then quills were used, which sometimes had to be trimmed.

When was the last time you consciously worked in this way?

Schreibst du händisch oder mit dem Computer? – Do you write by hand or on the computer?

Die Entwicklung der Menschheit bedingt nicht nur die Sprache und das Wort, sondern mit der Zeit auch die Entwicklung der Schrift. Betrachtest du die alten Schriften, so waren dies beispielsweise die Hieroglyphen der alten Ägypter und ihrem Äquivavalent bei Völkern wie den Azteken oder die Keilschrift der Sumerer oder die Runen der nordischen Völker bis hin zur Ausarbeitung der Buchstaben, mit denen wir heute tagtäglich arbeiten.

Wer schreiben und lesen konnte, hatte einen klaren Vorteil und häufig genug war diese Person unabkömmlich.
Betrachten wir diese geschichtliche Entwicklung einmal genauer, dann sind wir teilweise durchaus wieder am Weg zu den Bildsymbolen alter Völker. Wir nutzen vielleicht nicht mehr die „medu netscher“ (wie die alten Ägypter sie nannten und was soviel wie „Gottesworte“ bedeutet), aber wir nutzen Smileys und ähnliche Symbole.

Wie die Menschheit sich entwickelt, so tut es auch die jeweilige Schrift.

Wir sind es längst gewohnt, alles schnell machen zu müssen und übersehen dabei häufig, dass eine alte Sache auch etwas Gutes haben kann. Einst lehrte man in den Schulen das Alphabet händisch und heute versuchen manche Schulen gar darauf zu verzichten. Wobei sich die Frage stellt, ob das wirklich so gut ist.

Die meisten von uns schreiben nur noch am Computer und tun sich schwer, wenn sie einmal etwas mit der Hand zu schreiben haben. Viele sind dabei völlig aus der Übung.

Verbinden wir den Wunsch nach Entschleunigung doch mit einem einfachen Trick: Schreiben wir wieder händisch. Gerade, wenn wir gute Geschichten schreiben wollen ist dies vielleicht für den ein oder anderen von uns eine Möglichkeit beides zu kombinieren und fast schon in einen meditativen Zustand darin zu versinken.

Ich selber mische ganz gerne, je nach Lust und Laune, aber wie hältst du es? Gibt es etwas, das du klar vorziehst?

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The development of humanity not only requires language and the word but also, in time, the development of writing. If you look at the ancient scripts, these were, for example, the hieroglyphics of the ancient Egyptians and their equivalent among peoples such as the Aztecs or the cuneiform script of the Sumerians or the runes of the Nordic people, right down to the elaboration of the letters with which we work every day today.

Those who could read and write had a clear advantage, and often enough, this person was indispensable.
If we take a closer look at this historical development, then we are partly entirely on the way again to the pictorial symbols of ancient peoples. We may no longer use the „medu netscher“ (as the ancient Egyptians called them and which means „words of God“), but we do use smileys and similar symbols.

As humankind develops, so does the respective script.

We have long been used to having to do everything quickly and often overlook the fact that an old thing can also have a good idea. Once the alphabet was taught by hand in schools and today, some schools even try to do without it. The question is whether this is so good.

Most of us only write on the computer and have difficulties once we have something to write by hand. Many are completely out of practice.

Let’s combine the desire for deceleration with a simple trick: Let’s write by hand again. Especially if we want to write good stories, it might be for one or the other to combine both and almost sink into a meditative state.

I like to mix and match, depending on my mood, but how do you hold it? Is there something you prefer?

Wie arbeitest du an deiner Geschichte? – How do you work on your story?

In unserer schnellebigen Zeit muss immr alles rascher und flotter werden. Durch die letzten Monate hindurch erkannten viele, dass es auch anders gehen kann. Manchmal ist es sinnvoll, einen Schritt zurück zu machen, um das große Ganze zu sehen und zu erkennen, woran wir wirklich arbeiten.

Stell dir vor, du bist ein kleines Zahnrädchen in einer großen Uhr oder eine Schraube in einem großen Ozeandampfer. Würdest du den Sinn deiner Existenz erkennen? So ähnlich geht es uns mit unserem Leben aber auch mit unseren Projekten.

Eine gute Idee ein neues Schreibprojekt ins Leben zu rufen ist es, sich erst einmal das große Ganze vorzustellen und es dann in kleinere Brocken herunterzubrechen. Die wenigsten Autoren haben von Anfang an genau im Kopf, wie ihre Geschichte sein wird, es sind die kleinen Schritte, die das große Ganze ergeben.

Vielleicht verstehen wir nicht, welchen Platz im Leben der Gesellschaft wir einnehmen sollen/können/dürfen. Wir suchen nach Auswegen und Umwegen, nach neuen Lösungen und vielem mehr, weil wir derzeit mit unserer Situation vielleicht todunglücklich sind. Dafür gibt es viele Möglichkeiten damit umzugehen, auch, wenn wir vielleicht keine Ahnung haben, welche Methode zu uns passt.

Doch was du wirklich handhaben kannst ist deine Geschichte. Du kreierst sie und arbeitest mit ihr. DU bist derjenige, der sie schreibt und daher hast du auch die Kontrolle über sie – zumindest, wenn die Charaktere nicht ihren eigenen Dickkopf bekommen 😉

Wie weit brichst du dieses Projekt herunter ohne das große Ganze aus den Augen zu verlieren?

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In our fast-moving times, everything has to become faster and faster. During the last months, many people realized that it could also work differently. Sometimes it makes sense to take a step back to see the big picture and see what we are working on.

Imagine you are a small cog in a big clock or a screw in a big ocean liner. Would you recognize the meaning of your existence? It’s the same with our lives but also with our projects.

A good idea to start a new writing project is to first imagine the big picture and then break it down into smaller chunks. Very few writers have exactly what their story will be like from the beginning; it’s the small steps that make up the big picture.

Perhaps we don’t understand what place in the life of society we should/can/may take. We are looking for ways out and detours, for new solutions, and much more, because we are perhaps deadly unhappy with our situation at the moment. But there are many ways to deal with it, even if we have no idea which method suits us best.

But what you can handle is your story. You create it and work with it. YOU are the one who writes it and therefore you have control over it – at least if the characters don’t get their stubbornness 😉

How far do you break this project down without losing sight of the big picture?

Der Ruf der Wildnis – Call of the wild

Magst du Tier- und Naturgeschichten? Wenn ja, dann bist du mit ziemlicher Sicherheit auch über „der Ruf der Wildnis“ von Jack London gestolpert.

Ich bin jetzt nicht unbedingt der Mensch, der viel vor dem Fernseher sitzt, sondern schalte ihn meist aus, wenn ich alleine bin. Doch dann gibt es manche Filme/Serien, die ziehen mich in den Bann. Darunter fallen beispielsweise „Babylon 5“, „Vikings“, „The Magicians“, seit neuestem finde ich beispielsweise auch Gefallen an „Jonathan Strange & Mr. Norrell“.

Es gibt nur wenige Filme, wie beispielsweise „der Wolkenatlas“, den ich mir gerne ansehe und das immer wieder.
Nun gibt es einen neuen Film, den ich jedem von euch nur ans Herz legen kann.

Literaturverfilmungen sind oft sehr schwer und haben selten mit dem Originalroman zu tun. Auch die neue Verfilmung von „der Ruf der Wildnis“ ist nicht unbedingt diejenige, die sich am meisten an die Geschichte hält, ABER sie ist absolut berührend und in meinen Augen gelungen.
Ich liebe ja Tiergeschichten über alles und auch die Tiergeschichten von Jack London mag ich sehr, vor allem, wenn es sich um Geschichten in Zusammenhang mit Wäldern und der Wildnis des hohen Nordens handelt.

Es war also keine Frage, ob ansehen – sondern das war beschlossene Sache und ich bin absolut begeistert davon und hab schon lange bei keinem Film mehr Taschentücher gebraucht … bei dem schon!
Harrison Ford und Karen Gillan (die Amy Pond aus Dr. Who) zusammen mit großartig animierten Tieren in einer großartigen Geschichte – Herz was willst du mehr?
Natürlich sind die Gesichter recht menschlich animiert, aber es geht auch viel um die freien Wälder, das Zusammenspiel der Menschen, die Freundlichkeit und Brutalität. Es geht darum, dass ein Wesen (ob Mensch oder Tier) lernt, den eigenen Instinkten zu folgen und zu sein, was in ihm/ihr steckt.

Gänsehaut ist vorprogrammiert.
Ich möchte dir jetzt nicht zu viel darüber verraten, nur eines – sieh ihn dir an und mach dir dein eigenes Bild. Der Film ist es wert gesehen zu werden!

Warum ich dir den Film ans Herz legen möchte?
Es geht um Tiere, um wunderschöne freie, wilde Natur in ihrer schönsten Ausprägung, es geht um Liebe und tiefe Emotionen aber auch um Ängste und vor allem, es ist eine Geschichte der Entwicklung. Es ist genau das, was ein guter Hauptcharakter braucht, eine Entwicklung seiner Selbst hin zu dem, was er/sie/es werden kann, wenn er/sie/es Chancen bekommt, aber auch zugreifen lernt. Vor allem, wenn er/sie/es auch lernt, auf sich selbst zu vertrauen.

Magst du mir verraten, wie er dir gefallen hat?

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Do you like animal and nature stories? If so, you’ve almost certainly stumbled across „the call of the wild“ by Jack London.

I’m not the type of person who sits in front of the TV a lot, but usually turns it off when I’m alone. But then there are some movies/series that cast a spell on me. Among them are, for example, „Babylon 5“, „Vikings“, „The Magicians“, and lately, I also like „Jonathan Strange & Mr. Norrell“.

There are only a few movies, like „The Cloud Atlas“, which I like to watch and I do it again and again.
Now there is a new film that I can only recommend to each of you.

Literary adaptations are often complicated and rarely have anything to do with the original novel. Even the new film adaptation of „the call of the wild“ is not necessarily the one that sticks to the story the most, BUT it is touching, and in my eyes, it is a success.
I love animal stories about everything. I also like the animal stories of Jack London very much, especially when they are stories related to forests and the wilderness of the far north.

So it wasn’t a question of whether to watch it – it was a done deal, and I’m thrilled about it and haven’t used tissues in any film for a long time … in this one!
Harrison Ford and Karen Gillan (the Amy Pond from Dr. Who) together with magnificent animated animals in a great story – heart what more do you want?
Of course, the faces are animated quite human, but there’s also a lot about the free forests, the interaction of the people, the friendliness, and brutality. It’s about a being (whether human or animal) learning to follow his or her instincts and to be what he or she is.

Goosebumps are preprogrammed.
I don’t want to tell you too much about it now, just one thing – look at him and make your picture. The film is worth seeing!

Why would I like to recommend this film to you?
It’s about animals, about beautiful free, wild nature in its most beautiful form, it’s about love and deep emotions but also about fears and above all, it’s a story of development. It’s what a tremendous primary character needs, development of himself/herself towards what he/she can become if he/she gets chances, but also learns to access. Especially if he/she also learns to trust in himself/herself.

Would you like to tell me how you liked him/her?

tierische Erinnerungen – animal memories

Tiere sind immer wieder dankbares Motiv und auch für Geschichten wunderbar geeignet.

Das Foto mit dem Schwan entstand vor einigen Jahren eher zufällig und ist eines der wenigen „Glanzstücke“ in meiner kleinen Sammlung.

Dazu zu sagen ist, dass ich als Kind sehr gerne Schwäne und Enten füttern war. Vor Jahren taten mein Mann und ich das auch, es war eisig kalt und die Vögel schwammen einem richtig nach, wenn man am Ufer entlangspazierte.

Dieser Schwan oben war wohl einer der weniger furchtlosen. Als ich etwas näher kam und ihm etwas geben wollte, fauchte er mich erst mal an, sah mich an, sah, was ich in der Hand hielt und dann klickte es in den Augen – der Blick sagte dann „Ah, Freund, nicht Feind“.
Das gehört zu meinen schönsten Erinnerungen.

Wir haben alle Erinnerungen an Tiere. Viele bleiben in unserem Kopf verborgen, andere wiederum finden sich in Geschichten und Romanen wieder. Wie ich meine kleine Maze bekam und meinen alten Kater Lexx gehen lassen musste, das habe ich im Roman erzählt.

Manchmal sehen wir den Tieren in die Augen und spüren, da ist mehr, als „nur“ ein seelenloses Geschöpf. Sie sind intelligenter, als es ihnen manch einer zutraut – und manchmal denke ich mir schon auch, tun wir wirklich das Richtige mit den Geschöpfen der Natur?

Welche Erinnerung in Zusammenhang mit Tieren ist dir besonders wichtig?

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Animals are always a grateful motif and also wonderfully suitable for stories.

The photo with the swan was taken a few years ago instead by chance and is one of the few „highlights“ in my small collection.

To say about it is that I was very fond of feeding swans and ducks as a child. Years ago, my husband and I did the same, it was cold, and the birds swam after you when you walked along the shore.

This swan upstairs was probably one of the less fearless ones. When I came a little closer and wanted to give him something, he hissed at me first, looked at me, saw what I was holding in my hand, and then it clicked in my eyes – the look then said: „Ah, friend, not the enemy“.
That’s one of my best memories.

We all have memories of animals. Many remain hidden in our minds; others are found in stories and novels. How I got my little Maze and had to let my old tomcat Lexx go, I told in the book.

Sometimes we look at the animals in the eyes and feel that there is more than „just“ a soulless creature. They are more intelligent than some people give them credit for – and sometimes I think to myself, are we doing the right thing with nature’s creatures?

Which memory in connection with animals is particularly important to you?

Ich bin grau, ich stehe zwischen dem Licht und dem Schatten. – I am grey, I am standing between the light and the shadow.

Kommt dir der Spruch bekannt vor? Dann hast du mit Sicherheit die Serie „Babylon 5“ gesehen. Der Spruch selbst entstammt dem „Grauen Rat“, zu dem auch Botschafterin Delenn gehört.

Doch was bedeutet er wirklich?
Licht und Schatten – was soll das nun wieder heißen?

In Geschichten und Filmen wird oft ein sehr klares schwarz/weiß Schema herangezogen. Die Charaktere sind entweder gut oder böse, freundlich oder feindlich gesonnen. Aber ist dies wirklich so einfach?
Jeder von uns hat doch gute und schlechte Seiten, so trifft dies auch auf deine Figuren zu.
Betrachte eine x-beliebige Figur in einer x-beliebigen Geschichte und hinterfrage einmal, warum diese Figur genau das tut, was er/sie/es tut. Für alles gibt es einen Grund, ob der nun gut oder schlecht sein mag ist ein ganz anderes Thema.

Stellen wir eine Figur vor eine Situation in der er/sie/es sich entscheiden muss, so kann dies eine sehr schwere Wahl sein. Nehmen wir an, die Figur ist an einem Scheideweg und gezwungen, eine andere Figur zu verraten, die doch sein/ihr bester Freund ist. Tut er/sie/es dies leichtfertig? Wohl eher nicht. Es sind widerstreitende Gefühle in diesem Charakter, einerseits seinem/ihrem Freund zu helfen, andererseits etwas zu tun, das einem Freund schaden könnte. Doch blickt man genauer hin, ist es für den Freund vielleicht sogar sicherer im Gefängnis zu sitzen und zu warten, weil es draußen zu gefährlich ist.
Dann gibt es andere Figuren, die etwas Schlechtes tun, um etwas Gutes zu erreichen.
Vielleicht verstößt ein gläubiger Charakter gegen die religiösen Gebote seines Glaubens und zieht damit den Unmut seiner/ihrer Götter herauf, um endlich mit ihnen reden und sie um Wasser für die Ernte zu bitten.

Es ist natürlich einfacher eine Geschichte zu schreiben, deren Figuren dem schwarz/weiß Schema entsprechen, aber diese platten Geschichten sind eher langweilig und Massenware. Wenn du mit deinen Geschichten in Erinnerung bleiben möchtest, dann ist es sinnvoller, deiner Figur im Graubereich anzusiedeln – zwischen dem Licht und dem Schatten eben.

Wo sind deine Figuren angesiedelt? Eher mehr in Richtung Licht oder Richtung Schatten? Und was sind seine/ihre Schwierigkeiten, oder eine Entscheidung, die auf den ersten Blick falsch sein mag, aber im Hintergrund ganz klar die Struktur deiner Figur spiegelt?

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Does that spell sound familiar? Then you’ve probably seen the „Babylon 5“ series. The spell itself comes from the Grey Council, of which Ambassador Delenn is a member.

But what does it mean?
Light and shadow – what does that mean?

In stories and films, an apparent black and white scheme is often used. The characters are either good or bad, friendly, or hostile. But is it that simple?
Every one of us has good and bad sides, so this also applies to your characters.
Look at any character in any story and ask yourself why this character does what he/she does. There is a reason for everything, whether it’s good or bad is an entirely different matter.

If we put a character in front of a situation where he/she has to make a decision, this can be a tough choice. Suppose the character is at a crossroads and is forced to betray another character who is his best friend. Does he/she do this recklessly? Probably not. There are conflicting feelings in this character to help his or her friend on the one hand and to do something that might harm a friend on the other. But if you take a closer look, it might even be safer for the friend to sit and wait in prison because it is too dangerous outside.
Then other characters do something wrong to achieve something good.
Perhaps a believing character violates the religious commandments of his or her faith, thereby drawing up the displeasure of his or her gods to finally talk to them and ask them for water for the harvest.

Of course, it is easier to write a story with characters that follow the black and white scheme, but these trivial stories are rather dull and mass-produced. If you want to be remembered with your stories, it makes more sense to place your character in the grey area – between the light and the shadow.

Where are your characters located? Rather more towards light or shadow? And what are his/her difficulties, or a decision that may be wrong at first sight, but reflects the structure of your character in the background?