Hörst du das Wasser fließen?

Kennst du die Geschichte von „Loreley“?

Der Geschichte nach soll eine holde junge Frau auf einem Felsen sitzend, ihr Haar gekämmt haben und wunderbar singend, Seefahrer von ihrer Arbeit abhaltend, sodass deren Schiffe an den Felsen zerschellte.
Die Gruppe „Dschingis Khan“ besang die weibliche Sagengestalt, die Männer auf See in den Tod lockte.
Hier findest du das Lied (Vorsicht – Ohrwurmgefahr 😉 ) :
https://www.youtube.com/watch?v=AWibdNeb2p4

Wenn du die Geschichte um Odysseus kennst, dann weißt du, dass auch er seine Begegnungen mit den Sirenen im Meer hatte und von ihrem Gesang verlockt wurde. Ihn rettete nur, dass er sich festbinden ließ und seinen Kameraden mit Wachs die Ohren verschloss.

Wie schön mögen diese Meereswesen wohl sein, doch weit mehr noch bezaubern sie mit ihrem Gesang den Menschen und locken ihn vielleicht genau damit in dir Irre.
Manche sagen, die gefährlichen Donaustrudel seien das Werk von Undinen und die japanischen Kappas sind ja ohnehin ein Thema für sich.

Vielleicht ist das Element des Wassers etwas so dermaßen Geheimnisvolles, dass wir Angst davor haben in ihm unterzugehen, dass es solcher Geschöpfe brauchte um vor allzu viel Leichtsinn zu warnen.

Eine der großen Ängste verbirgt sich in den Wasserpflanzen, die die Beine von Schwimmern umschlingen mögen – und die einen unter die Oberfläche zu ziehen drohen.

Und doch ist das Meer, die weite See, etwas unendlich Geheimnisvolles aus dem auch Schönheiten, wie die schaumgeborene Aphrodite hervorging.

Warst du jemals am Meer? Welche Angst verbirgt sich in deinem Herzen vor den Geschöpfen der Tiefsee?

26 Gedanken zu “Hörst du das Wasser fließen?

      1. halbwegs. Ich habe mich nie in Teiche, Weiher oder Seen hineingetraut, bis auf das eine Mal in Kärnten im Sommerurlaub, als ich aus dem Schlauchboot gesprungen und zum Ufer zurückgeschwommen bin, weil die andern sich eine wilde Wasserschlacht geliefert haben, und mir das zu blöd wurde.

        Mein Vater ist tausend Tode gestorben, als er das Drama aus der Ferne mitansehen musste und nicht eingreifen konnte. Das einzige, was er tun konnte, war, mit einem Handtuch am Ufer zu warten und mich warm einzupacken, als ich zitternd raus kam.

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  1. Das stimmt! Die See ist unendlich schön, ob von der Oberfläche her betrachtet oder Unterwasser. Mit deren Schlingpflanzen, welche den menschlichen Körper streicheln wollen. Die Melodie des Meeres … wenn sich der Wind in den Felsen oder in den Wellen verfängt, einzigartig. Liebe Grüße Maria

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  2. Ich bin am Meer geboren und obwohl ich (leider!) nicht mehr dort lebe, gibt es bis heute nichts Schöneres, als am Strand zu spazieren, die Wellen und den Sand an meinen nackten Füßen zu spüren und das ewige Rauschen der Brandung zu hören… Wasser ist etwas ganz Besonderes. Nichts sonst vereint diese tiefe Ruhe und gleichzeitig immense Kraft in sich.

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  3. Angst vor den Geschöpfen der Tiefsee, das eher nicht. Sie sind Teil einer fremdartigen, faszinierenden Welt von der auch wir ein Teil sind, die uns auf tiefer Ebene berührt wie eine gute Metapher, von der unser Überleben ganz direkt abhängt und die wir zerstören. Angst vor diesen Geschöpfen?- Nein, eher Angst um sie.

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    1. Rhiannon

      An welchen Geruch erinnerst du dich dabei? Mir kommt hier vor allem das Seemansgarn in den Kopf, denn dabei werden tatsächliche Erlebnisse ja auch immer „größer und größer“ …. 🙂

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  4. Hat dies auf Felix' Schreibwerkstatt rebloggt und kommentierte:
    Liebe Rhiannon … Loreley? Seefahrer? Meer? Nun ja, die Odysseus-Story ist hier gut vergleichbar.
    Ich komme aus der Gegend des Loreleyfelsen, kenne einiges über die Regionalgeschichte des „romantischen Mittelrheintals“ so fern vom Meer entfernt.
    Bin selber ein sehr maritimer Mensch geworden, doch ganz ohne die Loreley, die ist grob zwischen Mainz und Köln gelegen.
    Schreibe in Kambodscha lebend immer noch an meinem großen Roman, in dem zumindest antike Götter auch eine Rolle spielen … wir hatten es einmal mit den Raben Odins … finde Deine Aktivitäten Klasse, und wenn man selber ernsthaft schreibt sehnt man sich zugleich nach Seelenverwandtschaften. LG Felix

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    1. Rhiannon

      lieber Felix, für deine Worte – ich danke dir 🙂
      es zeigt mir, dass mein Blog wirklich helfen kann …

      wie hat es dich nach Kambodscha verschlagen, wenn ich fragen darf?

      Entschwanden die Raben Odins aus deiner Geschichte oder sind sie noch irgendwo da?
      An welchen Pantheon denkst du? es gibt so viele davon und so viele Ähnlichkeiten …
      magst du mir ein bissi was von deiner Story erzählen?

      LG
      Rhiannon

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  5. Netter Beitrag wieder einmal. Echte Heimatgefühle kommen bei mir auf. Nun hat die Loreley, mitten am romantischen Mittelrhein gelegen, nun gar nichts mit Meer und Seefahrern, eher mit Flussschiffern und den örtlichen alten Legenden zu tun.

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    1. Rhiannon

      stimmt, erwischt 🙂

      Wobei das Wasser doch so viele Verbindungen hat – und sich darum gegenseitig befruchtende Geschichten entwickeln?
      Wenn du mal ein bissi weitergehen magst, geh mal in den karibischen Raum, nach Haiti. Im Voodoo hast du beispielsweise Agwe und La Sirena, vielleicht könnte dir das ein bissi für deine Geschichte netten Input geben 😉

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  6. 01/16/2021 GSK an RHIA (Blog WordPress)
    Ulysses u. a.
    Liebe Rhiannon,
    vielen Dank für Deine schnelle Reaktion. Bewundere dabei weiterhin Deinen Aktivismus, wenn es wie hier ums Schreiben geht. Möchte deshalb Deine diesbezüglichen Fragen gleich beantworten.
    Nach langen Jahren in Westberlin, einigen weiten Reisen als Geograf und Backpacker um die Welt, nach manchen Versuchen irgendwo in Europa oder in Übersee mein Arkadien zu finden, bin ich im entsprechenden Alter in Indochina, zuletzt in Kambodscha hängengeblieben. Dort lebe ich seit genau fünf Jahren als ‚Expat‘ als Robinson in einem kleinen Dorf in Kampot zusammen mit meinem Khmer-Wolf namens Robby, der einem Belgischen Schäferhund ähnelt.
    Meine Tiere, eine inzwischen abgeklärte Lebensphilosophie, nicht zuletzt die heftigen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie locken mich kaum zu weiteren fernen Reisen. Zumal ist Kambodscha mit Abstand zu Zeit eine der sichersten Regionen der Welt. Kaum Infektionen und bisher kein einziger Sterbefall. Das Leben ist hier weiterhin recht angenehm im schönen Kampot. Karibik? Haiti? Jamaika? Voodoo-Zauber? Na, wenigstens gibt es hier Musikgruppen, die einen gescheiten Reggea machen!
    Das literarische Schreiben ist mir seit fast 50 Jahren, zuletzt hier zu einem weiteren Lebensinhalt geraten. In meinem WordPress Blog gibt es dazu einige erläuternde, persönlich gehaltene Beiträge.
    Mein aktueller 4-bändiger Montageroman wendet sich als eine ungewöhnliche Art von Eigenbiografie in seinem Kern gegen den Krieg (vgl. ‚Der Skorpion‘, 2004). In 18 Kapiteln, welche die Monate eines Kriegsdienstes bei der Marine abbilden, ist er, ganz wie der Joyce‘sche Ulysses, angereichert mit allerlei inneren Gedanken einiger Protagonisten. Die weltweite Historie während des Lebensverlaufes von Felix verweist dabei immer wieder kritisch auf die fragwürdigen Taten der Menschen. Ein reales Geschichts- und zugleich ein persönliches Geschichtenbuch? Das werden diese Bücher wohl sein.
    Nicht nur der Pantheon ist dabei schon früh in der Zeit des beginnenden ‚Kalten Krieges‘ nach Oslo übergesiedelt. Die Olympier haben zusammen mit der römischen, auch mit der nordischen Götterwelt ein Gegenparlament zu Völkerbund und heutiger machtloser UN gebildet. Von dort versuchen sie das Geschick der Menschheit pazifistisch, wenn dabei auch sehr dilettantisch zu beeinflussen.
    Lea, die mit Felix gleichaltrige Tochter von Hermes und Aphrodite, nimmt in ihrer immer neu in andere Erzählerinnen verwandelte Frauen starken Einfluss auf den Lebensverlauf von Felix. Sie ist somit die Femme fatale der Geschichte.
    Ein ebenfalls allwissender, etwas objektiverer Erzähler kennt zwar die Hintergründe, darf diese Felix aber nicht vorzeitig offenbaren.
    Odins Raben sind natürlich auch erwähnt und fungieren letztlich wie der Götterbote Hermes als ‚Aufklärungsflugzeuge‘ in geheimen Missionen (so in der Kuba-Krise oder im Vietnamkrieg), auf die sich die Götter einlassen.
    Das zu meinem aktuellen Projekt, welches hoffentlich bald abgeschlossen sein wird.
    Mein ‚Ulysses – Wanderer ohne Ziel‘ und ‚Ulysses – Heimkehr in ein fremdes Land‘ werden vermutlich in absehbarer Zeit im Pegasus-Verlag, Laubach, in einer Subskriptionsauflage erscheinen.

    LG Felix

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    1. Rhiannon

      Gleich vorweg, ich wünsch dir und deinen Freunden einfach mal viel Gesundheit, hast du eine Idee, woran das liegen könnte?

      *Karibik? Haiti? Jamaika? Voodoo-Zauber? *
      ja – genau aus dieser Region meinte ich … wobei es schon recht interessant ist, wennst die Parallelen ziehst – ich hatte mal ein Patenkind auf Haiti, da bekommst einiges mit … und die Trommelmusik geht ziemlich ins Ohr … guck dir mal „die Schlange im Regenbogen“ an, oder „White Zombie“ mit Bela Lugosi – es ist ein recht reichhaltiges Terrain.

      Kennst du vielleicht den Roman „der ewige Krieg“? Darin verarbeitete der Autor seine eigenen Vietnamkriegserfahrungen und wandelte diese zu einer Sci-Fi-Geschichte um.
      Also spannend werden kann es allemal 🙂

      Ich selbe bin ja bislang in einem Selfpublisher-Verlag, weil es mir viele Freiheiten lässt. Wie sieht es nach deinen Erfahrungne mit einem fixen Verlag aus, wenn ich das so fragen darf?

      LG

      Rhiannon

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      1. Liebe Rhiannon, habe erst eben Deine Nachricht vom 23. Jan. entdeckt. Diese Art der Kommunikation wird mir Unroutiniertem immer noch absonderlich erschwert.
        Das mit dem Reggae-Background ist latent vorhanden, lebe jetzt aber wie gesagt in Kambodscha neben religiös vergifteten musikalischen Affen mancher Art, was ihre mir ekelhaft laute primitivste, meist liturgische inszenierte Musik betrifft.
        Der von Dir erwähnte Roman „Der ewige Krieg“ interessiert mich im Zusammenhang mit meinem aktuellen Schreibthema … Sci-Fi-Imaginationen oder erfundene Götter, die die Welt retten wollen, das klingt ziemlich artverwandt.
        Stimmt! Es bleibt alles weiterhin spannend.
        Books or print on demand … hatte das schon vor vielen Jahren für mich angedacht. Habe aber bislang meine kleinen Auflagen vollkommen allein hergestellt, dann meist verschenkt, einige Bücher aber auch meist bei Lesungen verkauft. Den großen Wurf zu machen, das war kaum meine Intension. So sind über die Jahrzehnte bislang sehr akribisch langsam 34 Titel entstanden, meist zwischen 250 – 600 Seiten stark.
        Auf Deine Frage hin, ob ich einen Hausverlag habe, so hat es gerade den Anschein, dass ich mein Gesamtwerk womöglich nun doch auflegen möchte.
        Der Anbieter Pod.de (den Tipp habe ich von einer ‚Kollegin‘ bekommen), verspricht bei Print und E-Book zunächst einmal gute Konditionen und den Service, den ich benötige. Hast Du da spezifische Erfahrungen?
        Bin freilich vorsichtig, denn so wichtig erscheinen mir prognostizierte Konsum-Leser nicht – setze da eher auf einen ausgewählten Leserkreis, der offenbar, so sagt mir das ein involvierter Freund, mein Publikum sein sollte.
        Woran arbeitest Du gerade?
        Die Raben fliegen jeden Tag von einem Ort zum andern, und überall in der Welt sehen sie Elend und Ungerechtigkeiten.
        Odin ist bestürzt über ihre Berichte. Er wird zunehmend radikaler bei seiner einstigen Menschenliebe. Kannst Du das verstehen?
        LG Günter

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      2. Rhiannon

        mein Mann hat mir den Buchtipp damals gegeben und ja – der Roman ist echt gut …

        Ich nutze sowohl bod.de als auch twentysix.de – wobei letzterer eine Kombi von bod.de und randomhouse ist, im Nutzen für einen selbst praktisch ident.
        Für das, was du zahlst, passt meiner Meinung nach das Ergebnis, gedruckt wird bei Bestellung, was unnötiger Papierverschwendung entgegenkommt. Abrechnung und Margenausfolgung stimmen auch.
        Wer zusätzliche Services wie zb Lektorat oder Grafiker haben will, der zahlt für genau das. Wo die Bücher verkauft werden, das siehst du bei der Margenabrechnung. Also ich kann den Verlag durchaus als positiv bewerten.

        meine aktuelle Arbeit?
        Einerseits schreibe ich an einer Tiergeschichte (Rudy – die Wiener Taube) … andererseits erarbeite ich derzeit ein Buch mit Schreibtipps und Interviews von Selfpublishern 🙂 – mal sehen, was dabei rauskommt 🙂

        Odin … oh der war schon ein ganz besonderer Geselle – interessiert ihn derzeit noch das Wissen, nach dem er so lange Zeit gestrebt hat? Vielleicht halten Hugin und Mugin manchmal an den weniger guten Stellen Nachschau 🙂
        Ja, ich kann es verstehen, denn manchmal kommen einem die Tränen.

        LG
        Rhiannon

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