Welche Farbe zählt?

Wie traurig wäre eine Welt ohne Farbe? Können wir uns das überhaupt vorstellen?

Auch, wenn ich die klare Struktur des verschneiten Winters sehr mag, gefällt auch mir eine blühende Wiese mit den verschiedensten Blumenfarben – ob weiße Margariten, gelber Löwenzahn, rote Mohnblumen oder blaue Kornblumen – sie und viele andere mehr zaubern farbige Tupfer zwischen die grünen Grashalme.
Als Kind liebte ich es, in diesen Wiesen zu liegen, einen Grashalm im Mund und den Blick zum Firmament gerichtet, wo die Wolken langsam ihre Bahnen zogen und tue es noch immer.

Natürlich gibt es die Farbenlehre, mit der sich so viele beschäftigen und wenn du schon einmal die unterschiedlichen Farben betrachtet hast, merkst du, wie sie auf dich wirken und welche Eigenschaften ihnen nachgesagt werden.

Nehmen wir doch einmal Rot als Beispiel – Rosen aus Liebe verschenkt sind üblicherweise rot, nicht nur, weil sie für das Herz stehen 😉
Grüne Farben verschiedenster Intensitäten beruhigen und Weiß steht für die Unschuld – doch Hoppla – in anderen Ländern steht Weiß auch für den Tod (sieh nach Japan!).

Warum steht himmelblau für den männlichen und rosa für den weiblichen Nachwuchs? Bei genauerer Betrachtung ist rosa doch die hellere Version von Rot, was im historischen Kontext wiederum dem Sohn zuteil werden würde, als eher für den Kampf Vorgesehenen. Strahlendes Rot wiederum war in Wikingerzeiten eine der teuersten Farben überhaupt.

Gehen wir nach historischen Aspekten, so ist die Sache mit den Farben oft gar nicht so einfach 😉

Welche Farbe steht deiner Meinung nach für Kreativität?

Lass deinen Bauch sprechen, klammere das allgemeine Farbenwissen aus, das du hast und das in dir steckt und hör einfach auf dein inneres Ich. Welche Farbe hat die Kreativität für dich und warum gerade diese?

24 Gedanken zu “Welche Farbe zählt?

  1. Man muss die Farbenlehre kennen. Primärfarben und Komplemtärfarben sind immer wichtig. Ein Beispiel. Ich wollte ein leuchtendes Gelb auf den Flur. Es nennt sich Zitronengelb. Scheint die Sonne drauf ist es gelb und in gedämpften Licht grün. Grün soll beruhigen. Lebhafte Farben wie zum Beispiel gelb oder orange im Flur haben die Gäste das Gefühl willkommen zu sein. Grün im Schlafbereich beruhigt. Es gibt auch eine Farbe, die den Hunger fördert.

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    1. Rhiannon

      die Farbenlehre ist schon faszinierend, geb ich ehrlich zu …
      als Kind mochte ich insbesondere grün und schwarz … was sagt das wohl über mein inneres, damaliges Ich aus? *hmmm* …
      Ohne Farben würde die Welt von heute auch nicht wirklich funktionieren – wobei – sehen wir uns die Betonwüsten an, wo Grün fehlt – sind Mensch und Tier dort nicht weitaus deprimierter als draußen im Grünen wo Blumen blühen dürfen?

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      1. Die Frage kann ich nicht beantworten. Ich mag es bunt. Bunt = Gute Laue.
        Schwarz ist Leere und dunkel
        Grün ist Ruhe und Leben.
        Ich würde sagen, du hast es aus verschieden Seiten betrachtet.
        Aber ich weiss nicht genau, ob eine Farbe etwas über den Menschen aussagt

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    1. Rhiannon

      herrlich 🙂
      der Regenbogen?

      wusstest du, dass es tatsächlich ein Volk gibt, das eine regenbogenfarbene Flagge hat? Es sind die Samen, ein Volk im Norden von Schweden 🙂

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  2. Auch wenn ich bekennende Heather-guck-in-die-Luft bin und auch meerblau liebe, ist das natürliche Grün eindeutig mein Kreativitätsbooster! Meine bevorzugten Social-Media-Hashtags sind folgerichtig: inspired_by_nature, walk_on_the greenside, natürlich_inspiriert …

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    1. P.S.: Wäre ich „richtige“ Autorin, hätte ich mich vermutlich für reines papierweiß entscheiden müssen (wobei weiß eigentlich keine Farbe ist), auf dem das Tintenblau des Kreativitätsflusses ungehindert mäandern kann🤓. Kein Wunder also, dass ich mit meinen Projekten nicht fertig werde!

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      1. Rhiannon

        Was ist denn eine „richtige Autorin“?
        und warum muss es schneeweiß sein?

        Ich entscheid mich beispielsweise gerne für cremeweiß, weil ich den Eindruck habe, es ist für die Augen angenehmer.

        „das Tintenblau des Kreativitätsflusses“ das ist so wundervoll formuliert – das kann ich gar nicht anders, als daraus einen Beitrag zu machen 🙂
        danke für die Inspiration 🙂

        und hey, wenn es an der Zeit ist, wird dein Projekt schon fertig werden – wie es meine Muse mal formulierte- „nichts erzwingen, lass es einfach fließen“… 😉

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      2. Meine gewählte Formulierung „richtige Autorin“ steht im klaren Gegensatz zu dem, was ich derzeit tue. Es würde den Kommentarrahmen deutlich sprengen, würde ich das näher ausführen. Nur soviel: Nur weil ich viel und gerne schreibe, bin ich (nach meiner Definition) noch keine Autorin.🤔 (Übrigens schreibe auch ich bevorzugt mit schwarzer Füllertinte auf eher dünnem, karierten Recycling-Papier, das eine gräuliche Färbung haben sollte.)

        Also lasse ich meinen „Black River“ der Kreativität seinen Weg durch die graue Steinwüste des Papiers mäandern und folge seinem Fluss. Ich hoffe, es wird ein Wildwasserrafting, denn ein bisschen zwingen muss ich mich schon, habe ich doch nicht mehr alle Zeit der Welt!👵

        Hab lieben Dank für Deine Motivation – eben wegen der Kommentare liebe ich das Bloggen. Echter Austausch und Kommunikation sind millionenfach wichtiger als alle flüchtigen Herzen oder Sterne!

        Ich wünsche Dir Frohe Ostern, bleib gesund und mach genauso weiter!🐇

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      3. Rhiannon

        Darum die Frage – weil wir dazu neigen, so vieles unterschiedlich zu verstehen und aufzufassen.
        Deshalb nehme ich gern das Wort Schreiberling – weil es vieles und wenig beinhaltet. Professioneller Autor zu sein – ist ja ohnehin ein ganz anderes Thema.

        Wenn es wichtig ist, dann wird der Text sein Ende in einem Meer aus Gedanken finden und mitten drauf ein Schiffchen, das die Geschichte erzählt 😉

        tihi – du hast den Kern meines Blogs gefunden – Motivieren 🙂
        Schön, wenn ich motivieren kann 🙂

        und ja – du hast Recht, wir schreiben doch eigentlich mit anderen Menschen und nicht wegen (schön formuliert) Herzen und Sternen …

        auch dir eine geruhsame und erholsame Zeit und ich reich dir ein kleines Samenkorn der Kreativität – vergrabe es, lass es wachsen …. wer weiß, was dabei rauskommt 😉

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      1. „Das Grün“ ist für mich die gesamte unendliche Palette der Töne nebeneinander, sämtliche Abstufungen und Nuancen, die nur denkbar sind. Ein Blick von unten in eine frisch beblätterte Buchenlaubkrone im Sonnengegenlicht … Moose im feuchten Schatten einer Schlucht … Farnwedel auf einer Waldlichtung … Alle die Mischtöne von ätherisch hell bis erdig dunkel, schaffen nicht nur Tiefe in der Optik, sie erreichen die Tiefen in uns. Aus diesem Gefühl, eigentlich so alt wie die Menschheit, mussten wir natürlich gleich wieder mit viel Chichi einen modernen, esotherischen Trend machen: Waldbaden. (Klappt aber, sofern man dafür offen ist, fast überall in der Natur.)

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      2. Rhiannon

        kompliziert wird es nur, wenn du nur einen kleinen Park im Umfeld hast, der ständig voll und laut ist 😦

        jetzt hab ich das Bild eines alten Märchens im Kopf, wo die Figuren durch den Wald gehen, vielleicht am Moosbett schlafen …

        es verbindet sich auch der Duft nach Wald dazu … hast du den Geruch von Petrichor im Kopf? 🙂

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  3. Gibt es einen Begriff für den Duft des Regens auf sommerwarmen Asphalt? Damit bin ich groß geworden und erst viel später zum überzeugten Landei mutiert. Ja, heute kenne und liebe ich Petrichor, allerdings leider auch „Gülle auf Acker“😅.

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    1. Rhiannon

      boah – gibt nicht viele, die den Begriff Petrichor wirkliche kennen 🙂
      Regen auf Asphalt – wird es sicherlich auch geben – nur ich wüsst jetzt nicht, wie es heißt….

      „Gülle auf Acker“ – hej – da weißt du wenigstens, du bist nicht zwischen Hochhäusern eingepfercht sondern draußen im Grünen – hihi

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